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Dr. Wilhelm Priesmeier 
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
An der Lehmkuhle 5 37586 Dassel-Mackensen
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(05564) 2009210
M
(05564) 2009211
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wilhelm.priesmeier@wk.bundestag.de
 
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Engagement für den Tierschutz
Stärkere Förderung von Tierheimen
Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Allgemeinen sowie die Förderung der praktischen Tierschutzarbeit im Speziellen ist der SPD ein wichtiges Anliegen. Aufgabe desBundes ist es, durch die Schaffung geeigneter rechtlicher Rahmenbedingungen dasehrenamtliche Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen.Die Kommunen sind verantwortlich für ausgesetzte Tiere und müssen für derenUnterbringung und Verpflegung sorgen. Die Kommunen kommen Ihrer Verantwortung für den Tierschutz nach, indem sie die Tierheime durch entsprechende Zuwendungenunterstützen. Inwieweit finanzielle Mittel zur direkten Unterstützung der praktischenTierschutzarbeit aufgestockt werden können, muss anhand der örtlichen Gegebenheitenentschieden werden.
Verbandsklagerecht
Das Verbandsklagerecht hat sich im Bereich des Umweltschutzes bewährt. Daher steht dieSPD einer analogen Regelung im Bereich des Tierschutzes durchaus positiv gegenüber. Dadie Verbandsklage den Klageweg ohne eigene Rechtsbetroffenheit ermöglicht, müssen andieses Rechtsinstrument jedoch besonders strenge Auflagen geknüpft werden.Im Umweltsektor ist das Verbandsklagerecht streng reglementiert und wenigen Verbändenvorbehalten. Eine Prüfung hinsichtlich der inneren Struktur und der Sachkunde der Verbändemüssten auch im Tierschutzbereich erfolgen. Bei der Einführung des Verbandsklagerechtsfür Tierschutzorganisationen müsste zudem darauf geachtet werden, dass solche Klagensich – analog zum Umweltrecht – auf Behörden und deren Rechtsakte beschränken. Damitwäre gewährleistet, dass das Klageprivileg ausschließlich zur Klärung grundsätzlicheFragen dient.
Zuständigkeit für den Tierschutz
Eine Änderung der Ressortzuständigkeit für den Bereich Tierschutz ist aus Sicht der SPDnicht erforderlich. Sinnvoll erscheint aber eine Personalaufstockung im zuständigenFachreferat des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Haustiere
Heimtiergesetz
Die SPD unterstützt die Forderung nach einem Heimtiergesetz. Klare Regelungen für dieZucht, Ausbildung, die Haltung sowie den Handel mit Haustieren sind unverzichtbar. Nur solässt sich gewährleisten, dass Haustiere entsprechend ihrer artspezifischen Bedürfnisseleben können. Die Haltung, Pflege, Erziehung und Ernährung von Haustieren bedarf umfangreicher Fachkenntnisse. Züchter, Händler und Tierfreunde sollten sich dieseaneignen, bevor sie mit Haustieren umgehen.Eine individuelle Kennzeichnung und bundeseinheitliche Registrierung von Hunden undKatzen unterstützt die SPD ebenfalls.
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Dr. Wilhelm Priesmeier 
Mitglied des Deutschen Bundestages
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Animal hoarding
Die krankhafte Sammelwut von Tieren (animal hoarding) kann im Einzelfall ein Problemdarstellen. Wird ein Fall von animal hoarding bekannt, können Veterinäre und Polizei nachgeltendem Tierschutzrecht zeitnah eingreifen.Die Zu- und Durchgriffsrechte der Kontroll- bzw. Vollzugsbehörden sind angemessen undausreichend. Es erscheint wenig hilfreich, mögliche Vollzugsdefizite durch eine weitereAusweitung der gesetzlichen Befugnisse von Amtstierärzten zu begegnen. In diesem Fall istdie intensive Schulung des Kontrollpersonals zwecks Sensibilisierung für das Themazielführend.
Zoo- und Zirkustiere
Überarbeitung des Gutachtens über Mindestanforderungen an die Haltung vonSäugetieren in Zoos
Das Säugetiergutachten bedarf dringend einer Anpassung an die neuestenwissenschaftlichen Erkenntnisse. Die SPD wird sich auch in der nächsten Legislaturperiodefür eine zeitgemäße Überarbeitung des Säugetiergutachtens einsetzen. Dabei ist darauf zuachten, dass der Sachverstand von Tierschutzorganisationen, von Praktikern und vonBehörden ausreichend berücksichtigt wird.
Haltung von Wildtieren in Zirkussen
Die SPD setzt sich seit langem dafür ein, dass in Deutschland die Haltung von Wildtieren inZirkusunternehmen verboten wird. In der jetzigen Legislaturperiode sind wir tätig geworden.Die von uns vorgeschlagene Positivliste aller Tierarten, in denen alle Tiere aufgeführtwerden, die überhaupt im Zirkus gehalten werden dürfen, ist am Einspruch der CDU/CSU-Fraktion gescheitert. Auf Grundlage dieser Positivliste hätten wir insbesondere die Haltungvon Wildtieren, wie z.B. Bären und Elefanten, in Zirkussen unterbinden können.Auf Druck der SPD haben wir am 30.11.2007 das Tierschutzgesetz novelliert und dieVoraussetzungen für die Einführung eines nationalen Zirkusregisters geschaffen. Dadurchlassen sich alle Zirkusunternehmen besser überwachen und Verstöße gegen dasTierschutzgesetz effektiv ahnden. Informationen über Rechtsverstöße und Auflagen lassensich nun schnell innerhalb des bundesweiten Zirkusregisters zwischen den einzelnenBehörden austauschen. So kann immer nachvollzogen werden, ob und gegen welcherechtlichen Vorgaben das Zirkusunternehmen in der Vergangenheit verstoßen hat.Wir sind jedoch auch der Überzeugung, dass eine bessere Überwachung der Haltungsbedingungen in Zirkusunternehmen das grundsätzliche Haltungsverbot vonWildtieren nicht ersetzen kann.
 
 
Dr. Wilhelm Priesmeier 
Mitglied des Deutschen Bundestages
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Landwirtschaftliche Nutztiere
Kommerzielle Haltung von Zucht- und Mastkaninchen
Mit dem Beschluss des Bundesrates vom 6. März 2009 haben die Bundsländer dieBundesregierung auf, endlich die tierschutzrechtlichen Anforderungen an die Zucht undHaltung von Kaninchen zu konkretisieren.Die SPD-Bundestagsfraktion hat in dieser Legislaturperiode das BMELV mehrmals darauf hingewiesen, dass es nicht ausreicht, nur auf Gutachten zu warten, sondern dass es um dieAusarbeitung konkreter Haltungsvorschriften geht. Leider hat das BMELV in dieser wichtigenFrage auf Zeit gespielt. Die SPD wird sich auch in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass endlich Regelungen für eine artgerechte Kaninchenhaltung geschaffen unddiese auf dem Verordnungsweg auch umgesetzt werden. Die statistische Erfassung aller wirtschaftlich bedeutenden Kaninchenhaltungen in Deutschland ist eine Voraussetzung für den effektiven Vollzug.
Haltung von Masthühnern und Mastputen
Das von der CSU regierte BMELV hat dem Wunsch der Geflügelproduzenten nachgebenund im Frühjahr 2009 die Vorgaben zur Haltung von Masthühnern verschlechtert. In diesemPunkt hat die SPD-Bundestagsfraktion mehrmals auf den Koalitionspartner eingewirkt, ohnekonkrete Erfolge zu erzielen.Für die SPD sind die Vorgaben zur Besatzdichte, wie sie 1999 in einer freiwilligenVereinbarung zwischen den Tierschutzverbänden, Überwachungsbehörden und denProduzenten niedergelegt wurden, alleinige Grundlage für eine Diskussion über dieBesatzdichte bei Geflügel. Die züchterische Entwicklung der kommerziell genutztenGeflügelrassen ist zu einem internationalen Geschäft geworden, in dem nur noch eineeingeschränkte Anzahl an Unternehmen tätig ist. Diese Situation ist gerade aus Sicht der Erhaltung der Artenvielfalt äußerst bedenklich.Daher wird der Gesetzgeber ein stärkeres Augenmerk auf die negativen Folgen der züchterischen Entwicklungen im Bereich der landwirtschaftlichen Nutztiere richten müssen.Inwieweit Verbote bestimmter Mastrassen zielführend sein können, muss überprüft werden.Wichtiger erscheint hier, dass die Züchtung alternativer Rassen stärker durch den Bundgefördert wird.
Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln
Die SPD unterstützt grundsätzlich ein Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln.Dazu sollten sich die EU-Mitgliedsstaaten auf ein einheitliches Vorgehen verständigen, wasaber nicht ausschließt, dass wir in Deutschland frühzeitig ein Gesetzgebungsverfahren mitdem Ziel des Verbots der schmerzhaften Ferkelkastration einleiten. Ein Verbot läuft jedochdann ins Leere, wenn die Handlungsoptionen für die landwirtschaftlichen Betriebe nichtpraxistauglich oder nicht wirtschaftlich tragfähig sind. Die bisher auf dem Markt verfügbarenVerfahren müssen daher bezüglich ihrer Tiergerechtigkeit, Wirksamkeit und auchWirtschaftlichkeit ausführlich wissenschaftlich bewertet werden. Die postoperativeSchmerzbehaltung als Maßnahme zur Schmerzbehandlung stellt nur eine

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