• Embed Doc
  • Readcast
  • Collections
  • CommentGo Back
Download
 
DEUTSCH FÜR DEN BERUF – MATERIALIEN AUS DER PRESSE
17. Jahrgang 2009www.goethe.de/markt
Inhalt 
AUSGABE
45
Studir i Wb 2.0
Wiki, Podcast und Coan der Hochschule
Studir i Wb 2.0
Wiki, Podcast und Co an der Hochschule .. 1Web 2.0 im Überblick ................................. 1„Im virtuellen Hörsaal lernt man besser“ ... 1E-learning + Internet:Sprachen lernen mit Web 2.0 ..................... Motivationstest:Halte ich ein Studium durch? ..................... 3Auswahlverfahren: In der Testmühle ......... Der Test-Test .............................................. 5 Studienbewerber aus dem Ausland:Einstiegshilfen für Gäste ............................. MBA: „Am richtigen Ort“ .......................... Business Schools: Auf der Lauer ................. 8 Mit klarem Fokus ....................................... 9 Welche Schulen spezielle MBA-Programme anbieten ........................ Studienreform:Noch ist Bologna nicht verloren ............... 10 Drei Wünsche für 2009 ............................. 10 Wie viel Konkurrenz ist gesund? .............. 11Berufsleben:„Nach der Uni wird es hart genug“ .......... 12 Resilienz:Bloß nicht unterkriegen lassen .................. 13„Man wächst daran“ ................................ 14 Bin ich resilient? ........................................ 14 Assessment-Center: Auf dem Prüfstand ... 15 Gewusst, wie: Typische Übungenin Assessment-Centern ............................. 15 Absurde Fragen: Bad oder Dusche ........... 15 Soft Skills: Parlieren geht über Studieren . 16 Welche Hochschule ist die richtige? Uni, FH und Co ........................................ 17 Gut zu wissen: Für Erstsemester ............... 17 Das kleine Lern-Abc ................................. 17 Medien- und Beratungsangebote der Bundesagentur für Arbeit ................... 18 Stipendien: Mehr als Geld ........................ 18  Job-Abc:Committen Sie sich, aber asap! ................ 19 
Die letzte Seite
Heiratsmarkt Hochschule ......................... 20 Editorial ...................................................... 2 Impressum ................................................ 13
Im MARKT-LexIKon (Hftmitt):
Das Deutsche HochschulsystemEuropäische BildungsreformHochschulzulassung Studien- und Semesterbeiträge Studienkosten in Deutschland Das Studentenwerk Private Hochschulen in Deutschland 
Die Studierenden
der Zukunft ha-ben es leicht: An die Hochschulemüssen sie nur noch zu den Prü-fungen. Für die Vorlesung verlassensie ihre Studentenbude nicht mehr.Aus dem bequemen Sessel zu Hau-se vor dem Mac lauschensie den Dozenten bei ihrenAusführungen und ma-chen sich Notizen. AuchSeminararbeiten schreibtman nicht mehr auf Pa-pier, sondern online, alsBeitrag zu einem Wiki(siehe „Web 2.0 im Über-blick“) oder in Form einesBlogs. Und natürlich kom-muniziert man mit Kommilito-nen und Dozenten nicht mehr vorund nach den Veranstaltungen oderin Sprechstunden, sondern überChat oder Forum.
Schöne neueHochschulwelt?
Wer sich jetzt fragt, ob das wirk-lich noch etwas mit dem herkömm-lichen Studentenleben zu tun hat,dem sei versichert: Derart aus-schließlich virtuell wird ein Studi-um auch in Zukunft wohl niemalsablaufen. Die richtige Mischung istder Königsweg. Man bezeichnet siein diesem Fall als
„Blended Lear-ning“
und meint damit die Verbin-dung unterschiedlicher Lernformen,zum Beispiel von Präsenzveranstal-tungen an der Hochschule und E-Learning-Angeboten im Internet.Letzteres kam bisher vorwiegendbeim Online- und Fernstudiumzum Einsatz, doch inzwischen set-zen auch reguläre Hochschulen ge-mischte Lernformen ein. 
Mit der wachsenden Bedeu-tung des E-Learning im Hoch-schulalltag 
wächst auch der Ein-satz neuer Technologien. Die bestenPerspektiven versprechen jene, diedem Begriff Web 2.0 zuzuordnensind. Darunter versteht man alleFormen des neuen „Mitmach-Inter-nets“. Vorreiter sind einmal mehrdie USA: Der Blick über den Atlan-tik verrät, dass selbst angestaubteFächer wie die Archäologie oder dieGräzistik Web-2.0-Potenzial habenund Podcasts von Vorlesungen an-bieten, etwa an der Universität Ber-keley (http://webcast.berkeley.edu). 
 Auch hierzulande erset-zen Audio- und Video-Podcastsmancherorts bereits trockene Vorlesungen.
Der Vorteil:Von jedem Ort der Welt ausund wann immer sie möch-ten, können Studierendeder Vorlesung lauschen undmüssen für Thesen aus ers-ter Hand nicht mehr in denHörsaal pilgern. Auch diePrüfungsvorbereitung, so dieBefürworter, wird erleichtert,da man eine Video-Vorle-sung jederzeit wiederholenkann. Der Nachteil: DirekteFragen zu stellen ist hiernicht möglich. Außerdemtrifft man zu Hause keine Kommili-tonen, mit denen man im Anschlussan die Vorlesung zum Mittagessenin die Mensa gehen kann. (…)
 Wiki
Das Wiki ist vor allem über Wikipe-dia bekannt geworden. Es handeltsich dabei um ein Nachschlagewerkim Internet, in das jeder registrier-te Nutzer eigene Inhalte einpflegenkann. Ein Wiki wird eingesetzt, umein bestimmtes Thema möglichstumfassend zu behandeln. Nebender Informationsebene, in der vonallen Teilnehmern Fakten, Infosund Quellen zum Thema präsen-tiert und gesammelt werden, gibt esauch einen Diskussionsbereich, indem die Nutzer sich wie in einemForum untereinander austauschenund darauf hinweisen können,wenn Informationen im Themen-eintrag falsch oder veraltet sind.
Blog / Weblog 
Der Blog oder auch Weblog ist einfortlaufender, ständig wachsenderText, der von einem oder auchmehreren Bloggern verfasst wirdund meist ein bestimmtes Themahat, beispielsweise den Forschungs-fortschritt bei einem bestimmtenProjekt. Er wird in regelmäßigenAbständen durch neue Blog-Kapi-tel erweitert.
Podcast
Audio- und Video-Podcasts sindnur dann echte Formen des Web2.0, wenn jeder sie selbst erstellenund hochladen kann. Livestreamsvon Vorlesungen zählen daher ei-gentlich nicht dazu. Bekannt wur-den Podcasts vor allem über Inter-net-Plattformen wie YouTube oderMySpace, in denen jeder Nutzer be-liebige Videofilme kostenfrei zumAnsehen hochladen kann.
Web 2.0 im Überblick
Medien und Kommunikationheißt der Studiengang an der Uni Augsburg, den Sonja Legisa (28) vor kurzem mit der Masterarbeitabgeschlossen hat. Formen des Web 2.0 haben in ihrem Studiumeine sehr große Rolle gespielt. Dar-auf möchte sie nun aufbauen undan der Schnittstelle zwischen In-ternet und TV arbeiten.„In einem Seminar
habe ich bei derErstellung eines Wikis zum ThemaKonstruktivismus mitgewirkt. DieOberfläche des Wikis wurde uns zurVerfügung gestellt, und wir habenes mit Inhalten gefüllt.“ Sonja Legi-sa und ihre Kommilitonen präsen-tierten bekannte Konstruktivisten,erklärten Fachbegriffe und beant-wortet Fragen, zum Beispiel: „Wie istWirklichkeit definiert?“ Dadurch isteine kleine, aber fast enzyklopädischeSammlung zum Thema entstanden,auf die jeder im Internet zugreifen
„Im virtuellen Hörsaal lernt man besser“
  a   b   i  >  >   1   0 .   2   0   0   8  ;  w  w  w .  a   b   i .   d  e
Schwerpunktthema:Studieren in Deutschland
Internetangebote wie YouTube, Wikipedia oder Blog-Seiten greifen auf interaktive Technologien zurück,die – verbunden mit wissenschaftlichem Anspruch– auch in der Hochschule sinnvoll eingesetzt werdenkönnen. Mancherorts wird das bereits unter Beweisgestellt: Wikis, Blogs und Podcasts ersetzen die Semi-nararbeiten, Livestreams die Vorlesungsskripte.
 
Studieren in Deutschland
2
Ausgabe 45
Seite 1
Studentenbude
(ugs.)Studentenzimmer, -unterkunft 
Kommilitone
Mitstudent 
Königsweg
Ideallösung
angestaubt 
(ugs.)trocken, veraltet 
trocken
(hier:) langweilig
lauschen
 zuhören
 pilgern
(ugs.)laufen, gehen Seite 2
mitschwimmen
(hier:) passiv mitmachen
quatschen
(ugs.)(dumm) reden
quasi 
 sozusagen
Im Russischen Haus der Wissen-schaft und Kultur in Berlin präsen-tierten sich Mitte November 2008genau 191 Sprachenschulen undVerlage aus 33 Ländern und infor-mierten 14.858 Besucher über dieVielfalt der Möglichkeiten, Fremd-sprachen zu erlernen. EindeutigerTrend im Bereich des Business-Sprachunterrichts war das Thema„Web 2.0“. ‚Jede Sprachenschule, dienicht im Internet aktiv ist, hat schonverloren‘, betont Harald Kreiner vomPortal Language-learning.net“. DieVorteile des Online-Lernens lägenauf der Hand: Web 2.0 ist günstigund 24 Stunden am Tag verfügbar,es liefert authentisches und aktuellesMaterial wie Nachrichtentexte, TV-Ausschnitte, Videos und Hörspiele.Es ermöglicht den Kontakt zu Mut-tersprachlern in deren Heimatland.Außerdem können schwächere Ler-ner in genau der Geschwindigkeitlernen, die sie für richtig halten.Die kinderleichte Technik trittnach Angaben der Anbieter inzwi-schen völlig in den Hintergrund.„Web-2.0-Kurse sind im Aufwind“,bestätigt auch Helga Schneider, Pro- jektkoordinatorin für Marketingund Kommunikation vom „Insti-tuto Cervantes“, der weltweit größ-ten Organisation, die sich mit derVermittlung der spanischen Sprachebefasst und auch eine virtuelle Spra-chenschule in der dreidimensionalenWelt Second Life“ unterhält. IreneMüller, Marketingmanagerin Ger-many von Rosetta Stone“, einem derführenden Anbieter von Sprachlern-Software, verrät: „Im zweiten Quartal2009 wollen wir im Mitmach-Webvoll durchstarten und reine Web-2.0-Kurse anbieten.“ (…)
Plattform mit45 Sprachen
Als eines der Highlights in sprach-licher Vernetzung präsentierte sichauf der Expolingua 2008 das ersteweltweit erreichbare Social Network„Babelyou“, dem es gelungen ist, inden ersten fünf Monaten seines Be-stehens bereits User aus mehr als 75Ländern mit rund 45 Sprachen zuvereinen. ,,Wir wollen mit diesemInternet-Portal weltweit Kulturenverbinden“, sagt Babelyou-GründerAndreas König. Dafür waren zwarInvestitionen im sechsstelligen Be-reich nötig, doch soll die Nutzungauch weiterhin kostenlos bleibenund durch Werbeeinnahmen finan-ziert werden. „Bei uns kann man mitspeziellen Suchkriterien wie Alter,Interessen, Beruf oder Einkommenweltweit einen geeigneten Sprach-partner finden und sich im inte-grierten Sprachraum zum Chat ver-abreden“, erklärt König. Jeder kannbei Babelyou Foto- und Videoordneranlegen und somit anderen seineKultur und sein Land in Bild undTon präsentieren. Man kann sichquasi ein eigenes Freundesnetzwerkweltweit aufbauen.
Jeder kann weltweit nachSprachlehrern suchen
Vielversprechend wirkte auf dieBesucher der Expolingua auch dasKonzept des Portals „myngle.com“,einer Internet-Plattform, auf der sichSprachlehrer (derzeit 51 verschiedeneSprachen) mit ihren Schülern zuLive-Unterrichtsstunden und Kon-versationsübungen über Skype tref-fen. „Jeder, der eine Sprache lernenwill, findet bei Myngle den richtigenOnline-Sprachlehrer zur gewünsch-ten Zeit und zu einem angemessenenPreis“, verspricht Education-Mana-gerin Elisa Delaini. Die Kurswahl er-folgt mittels einer eigens von Myngleentwickelten Suchmaschine. DasPortal ist auch für die klassischenLehrer und für herkömmliche Spra-chenschulen praktisch: Sie könnenso ihren Einflussbereich enorm ver-größern und den bisher unzugäng-lichen globalen Markt bei geringenInvestitionskosten (Internet-Verbin-dung, Sound-Karte, Headset) undeiner vollständig verfügbaren Infra-struktur erschließen. Die Preisgestal-tung des Unterrichts bleibt den Leh-rern überlassen – an Myngle müssensie 18 Prozent ihrer Einnahmen fürdie Nutzung der Services abführenund sich nach jeder gegebenen Un-terrichtsstunde von ihren Schülernbewerten lassen.Das Portal hat mit monatlichmehr als 100.000 Besuchern guteChancen, die Wirtschaftskrise völligunbeschadet zu überstehen. Die Be-treiber investieren zuversichtlich inden weiteren Ausbau der Plattform:Funktionen wie Podcasts, Hausauf-gaben, 3D-Virtual-Reality-Klassen-zimmer, Rollenspiele sollen nachund nach zu Myngle hinzugefügtwerden. „Wir erwarten, dass sich inden nächsten Jahren ungefähr 15Prozent des Offline-Fremdsprachen-markts in Europa und den USA auf den Online-Markt verlagern“, sagtDelaini. Gründe dafür seien die vor-anschreitende Breitbandvernetzung,die Möglichkeit der kostenlosenNutzung von VoIP-Internet-Video-telefoniesystemen wie Skype sowiedie günstige Whiteboard-Software-Technologie.Aber Achtung: Kritiker weisendarauf hin, dass es nicht reiche, etwasVorgelesenes in eine Audio-Dateizu verwandeln und ins Internet zustellen. Dies wäre bestenfalls „Unter-richtsvorbereitung“, aber kein Web-2.0-Unterricht. „Web 2.0 ist es erst,wenn das Hörstück in einem Blogeingebunden wird und die Schülerals Nutzer des Blogs den Text hörenund kommentieren können – undwenn sie dann im nächsten Schritteinen eigenen Text sprechen und imBlog den Mitschülern zur Diskussionanbieten.“ Mit dem Web 2.0, so dieHoffnung der Anbieter, werden sichdie Lernenden endlich vom Consu-mer zum Prosumer entwickeln.
Ir Witrwirtschaft + witrbildug 02_2009
e-larig + Itrt
Sprachen lernen mit Web 2.0
 Wer Fremdsprachen unterrichtet, braucht eigentlichnur noch eine Webcam, ein Headset und eine schnelleInternet-Verbindung. Grammatikübungen und Kon- versationsunterricht finden immer häufiger onlinestatt. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sichSprachenschulen mit dem Internet anfreunden, lau-tete die Botschaft der „Expolingua“, einer internatio-nalen Messe für Sprachen und Kulturen, die jährlichin Berlin stattfindet.
kann. Der Rahmen für das Projektwar ein Seminar vor Ort an der UniAugsburg. Eine Präsentation vorder Gruppe bildete die Grundlage.„Am besten an unserem Wiki fandich, dass am Ende ein Produkt dergemeinsamen Arbeit im Netz zusehen war. Das ist was anderes alseine Seminararbeit, die der Profes-sor mal durchliest, und die dann inder Schublade verschwindet“, meintSonja Legisa. Der folgende Kurshat übrigens die gleiche Aufgabe inForm von Podcasts umgesetzt.
Podcasten statt referieren
Vor zwei Jahren im Wintersemes-ter hat Sonja Legisa in einem Se-minar selbst auch einen Podcasterstellen dürfen. Ihr Thema wardie Umstellung auf Bachelor- undMaster-Studiengänge. „Wir warenGruppen von jeweils drei Studieren-den. Das Thema konnten wir relativ frei wählen; entscheidend war dieUmsetzung. Wir haben uns dazueinfach passende Bilder aus dem In-ternet geladen und das Thema ganzflott und frech erklärt. Am Endedes Seminars wurden alle Podcastsvorgeführt, diskutiert und bewer-tet. Leider waren sie dann aber nurkurz im geschlossenen Bereich desUni-Webs zu sehen, eine echte Ver-öffentlichung der Ergebnisse fandnicht statt“, erinnert sich Sonja Le-gisa, die bei der Erstellung des Pod-casts immerhin den Umgang mitSchnittsoftware am PC üben konn-te.
 Virtual Reality 
Neben dem Präsenzprogramm derUniversität Augsburg hat Sonja Le-gisa auch Seminare der VirtuellenHochschule Bayern besucht. „Das isteine Internet-Plattform, auf der manaus einem breiten Angebot an virtu-ellen Seminaren auswählen kann,die von mehreren Orten aus organi-siert werden.“ Das Besondere daran:Alle Seminare finden ausschließlichonline statt. Jede Veranstaltung hateine eigene Webseite, dazu gibt eseinen Teilnehmerbereich mit Fo-rum. „Man kann dort auch sehen,wer sonst noch dabei ist. Jeder hatein Profil, und wenn man will, kannman auch ein Foto hochladen.“Ein Tutor kümmert sich um dieOrganisation der Veranstaltungen,kommuniziert mit den Teilnehmernper E-Mail und schickt ihnen Ar-beitsaufträge zu. „In der Regel läuftdas so, dass man für eine Veran-staltung bis zu zehn Seiten Lektürebekommt und dann Fragen dazubeantworten muss. Das Ergebnisschickt man als PDF-Dokument anden Tutor, und der gibt eine Note.Außerdem kriegt man in vielen Fäl-len ein schriftliches Feedback. Mirhaben manche virtuelle Seminaremehr gebracht als Veranstaltun-gen an der Uni. Dort bereitet manoft nur das eigene Referat vor undschwimmt den Rest des Semestersmit. An der Virtuellen Hochschulegibt es so etwas nicht, da alle Bei-träge auch immer beim Dozentenankommen. Der Ansporn, ein gutesFeedback zu erhalten, ist hier deut-lich größer.“
 Vor- und Nachteileder neuen Medien
An den virtuellen Seminaren hatSonja Legisa vor allem die freie Zeit-einteilung gut gefallen. „Ich bin je-mand, der abends die beste Leistungbringt. Zudem konnte ich bei vir-tuellen Veranstaltungen sehr kon-zentriert arbeiten. Im Hörsaal trifftman meistens seine Freundinnen,und dann wird natürlich auch malgequatscht. Außerdem spart mansich Zeit, da man nicht ständig andie Uni muss.“ Ausschließlich vir-tuell studieren hätte sie aber nichtgewollt: „Der soziale Kontakt imStudium ist sehr wichtig. Hier ent-stehen nicht nur Freundschaften,auch die Persönlichkeit entwickeltsich weiter. Das ist in der virtuellenWelt meiner Erfahrung nach nichtmöglich, da geht es immer nur umdas Fach.“
Frtstzug v Sit 1
  a   b   i  >  >   1   0 .   2   0   0   8  ;  w  w  w .  a   b   i .   d  e
Editorial 
Lib Lsri ud Lsr,aus Alass dr Itratioal Dutsch-lhrrtagug (IDT) 2009 hab wir widri MARKT-Ausgab
„Studieren inDeutschland“
zusammgstllt, dsit dr ltzt Schwrpukt-Ausgabdazu (34/2005) hat sich das Bild drdutsch Hochschul ach 10 JahrBologa-Rform – mit dr eiführugvo Bachlor- ud Mastr-Studigäg– doch um iigs vrädrt (vgl. S. 10).nicht wigr zur Vrädrug trug diwachsd Bdutug vo e-Larig imHochschulalltag bi (S. 1-2).Wi ma sich auf Auswahlvrfahr(S. 4-5) bzw. Assssmts (S. 15) vorb-ritt ud sich dabi „icht utrkrig“lässt, zigt di drzitig Diskussio umdas Thma „Rsiliz“ (S. 13-14).Studibwrbr aus dm Auslad –abr icht ur für si – mög di „ei- stigshilf“ (S. 6) ützlich si, isb-sodr di Itrt-Adrss ud diBgriffsrklärug (S. 17-18). Übr ihrerfahrug mit MBA-Programm(S. 7-9) bricht dri auslädisch Stu-dird.So hoff wir, aus dm brit Spktrumdr Thm auch di richtig für Si g-fud zu hab; a vil Stll gibts Hiwis, wo Si – z.B. im Itrt –witrls kö.Villicht trff wir us am Stad dsGoth-Istituts auf dr IDT i Ja?Ich würd mich fru!Mit d bst GrüßDr. Wrr Schmitz
 
Ausgabe 45
Studieren in Deutschland
ann ich mir mein Lernpen-sum gut einteilen? Bin ichrechtzeitig mit der Hausarbeitfertig? Oder drücke ich mich so langevor der Arbeit am Schreibtisch, bisich den Termin garantiert nicht mehrschaffe? Während eines Studiumsmuss man sich nicht nur aufraffenund zur Vorlesung gehen. Studentenmüssen den Stoff wiederholen unddie Vorbereitung auf Klausuren, Re-ferate oder Hausarbeiten selbst orga-nisieren.Mediendidaktiker Markus Del-mann von der Fernuniversität Ha-gen hat einen Test entwickelt, mitdem Schüler und Studenten prüfenkönnen, wie motiviert sie sind. Über20000 haben bereits online teilge-nommen. Für den
Stern
hat Dei-mann eine Testversion mit Auflö-sung entwickelt. Je nach Punktezahlunterscheidet er drei Lerntypen: Rot,Gelb oder Grün. Außerdem gibt derExperte Tipps, welche Lernstrate-gien sinnvoll sind und gegen Leis-tungstiefs helfen.
Halte ich ein Studium durch?
Jeder Vierte bricht sein Studium ab. Mit einem Motivationstest lässt sich klären,wo die eigenen Schwächen liegen und wie sie behoben werden können
TEST
Bitte bearbeiten Sie die 15 Fragen rasch, und folgen Sie Ihrer ersten Intuition.Verwenden Sie dazu das folgende Antwortschema:
trifft überhaupt nicht zu
trifft eher nicht zu teils, teils trifft eher zu trifft völlig zu
 
Wenn ich Lernschwierigkeiten habe, denke ich an meine Stärken und Möglichkeiten, auf die ich zurückgreifen kann.
12345
 Ich sage mir: Du schaffst das, die Klausur, das Semester oder die Bachelor-Arbeit.
12345
Ich denke darüber nach, was passieren könnte, wenn ich mein Ziel (z.B. Hausaufgabe rechtzeitig abgeben) nicht schaffe.
12345
Ich denke über die Konsequenzen nach, wenn ich aktuelle Aufgabe (z.B. Besuch von Vorlesungen) zu lange aufschiebe.
 
12345
Ich male mir aus, dass ich die Lernaufgabe schon erledigt hätte.
 
12345
Ich stelle mir vor, wie andere konsequent ihre Aufgaben erledigen.
 
12345
Ich denke an meine Ziele (beruflich, privat), die ich mir für die Zukunft gesetzt habe.
 
12345
Ich setze oft Entspannungsübungen ein, um mich besser konzentrieren zu können.
 
12345
Ich denke an Dinge, die mir Freude bereiten, zum Beispiel die letzte Urlaubsreise.
 
12345
Ich rede lat mit mir über die aktuelle Aufgabe, um mich nicht ablenken zu lassen.
 
12345
Ich überlege, den Ort, an dem ich lerne, zu wechseln, um mich wieder besser konzentrieren zu können.
 
12345
Ich überarbeite die Prioritäten meiner aktuellen Aufgabe.
 
12345
Ich überlege, in einer Lerngruppe zu lernen.
 
12345
Ich versuche mein Arbeitsprogramm zu reduzieren.
 
12345
Ich spiele gedanklich die Schritte durch, die ich für die Lernaufgabe benötige.
 
12345
K
   S   t  e  r  n ,   1   8   /   2   0   0   9
Auswertung:
Zählen Sie Ihre Punkte zusam-men.15 bis 5 Punkte
Si sid Typ Rt. Si ig dazu,sich schll ablk zu lass udaufzugb. Ihr Mtivati immtrasch ab, ud Si hab ki Lustmhr. Si sllt sich gaz klar Zilstz ud tschid, wlchAufgab wichtig sid ud wlchicht. Wir mpfhl dafür flgdStratgi im Studium:
Machen Sie sich Ihre Stärken be-wusst
Si hab dch brits erflg vr-zuwis. Si hab zum Bispildas Abitur gschafft. Das kligt vil-licht trivial, abr daraus kö SiKraft ud Mtivati schöpf. Sa-g Si sich: „Ich wiß, ich wrd diHausarbit schaff.“ Disr simplSatz drückt d Kr dr Slbstwirk-samkit aus: d Glaub, Dig ausigr Kraft rrich zu kö. Idr Frschug zigt sich, dass M-sch mit ir hh Slbstwirk-samkit i höhr Ausdaur bi drBwältigug v Aufgab habud i Schul, Studium dr Brufrflgrichr sid.
Spielen Sie die Konsequenzendurch
W Ih das Lr schwrfällt,stll Si sich vr, was passirköt, w Si Ihr Zil, zum Bi-spil di Hausarbit rchtzitig ab-zugb, icht rrich. Abr Vr-sicht: Si sll sich icht slbst vr-usichr, sdr gaz uaufgrgtübr möglich Ksquz ach-dk. Wi würd Ihr Prfssr ra-gir, Ihr Frud, di Famili? Diblß Vrstllug slchr Situatika Si mtivir, s gar icht rsts wit kmm zu lass.
Bedeutung fürs Lernvorhaben er-kennen
W Ih mal widr icht klar ist,warum Si i dr Vrlsug sitzud was Ih das Studium lagfristigbrigt, mpfhl wir di Mthd,,Zukuftsrad“. nhm Si sich da-zu i Blatt Papir, ud zich Sii Kris. Schrib Si Ihr ak-tull Lrggstad hii (zumBispil di lagwilig Vrlsug),ud vrsuch Si da, möglichstvil Vrwrtugsmöglichkit zuidtifizir – alls, was Ih i dSi kmmt. ntir Si jwils iAspkt i i Kris. nach iigr Zitwrd Si Qurvrbidug uddamit u Vrwdugsaspkt t-dck, di Si s ch icht rkathatt.
56 bis 75 Punkte:
Si sid Typ Glb. Si ig zur Übr-ktrll ud sid machmal zu hartmit sich slbst. Wil Si slt wirk-lich mit sich zufrid sid, ig Sidazu, sich zu übrastrg. Dahrmüss Si sich ft übrwid, zulr, ud sich zwig, icht abzu-brch. Auch das schadt dr Mti-vati.
80 statt 120 Prozent
Si müss lr, sich Ihr ergiizutil. Sst bstht di Gfahr,dass Si sich lagfristig ttal vraus-gab ud sch als Studt iBurut hab. Vrsuch Si ds-halb, icht immr alls bis auf dGrud zu durchdrig. Pla SiIhr Lrzit icht bis is klistDtail. Übrlg Si, b s machmalicht auch richt, 80 Przt statt 120Przt zu gb. Hör Si auf IhrBauch. Frag Si, b das ggwär-tig Zil ch für Si stimmig ist.
Die richtigen Prioritäten beim Ler-nen
Im Studium gibt s jd Wch vil zurldig. Das birgt di Gfahr, sich zuübrlad ud irgdwa hadlugs-ufähig zu wrd. Mit dr ABC-Aa-lys stz Si di richtig Prirität:
A-Aufgaben
sid wichtig ud drig-lich.
B-Aufgaben
sid wichtig, im M-mt abr icht driglich. Wrd sivrachlässigt, kö si abr lichtzu A-Aufgab wrd.
C-Aufgaben
sid driglich, lägrfris-tig abr icht wichtig (dazu ghörtypisch Alltagsaufgab wi Aufräu-m ud eikauf).
D-Aufgaben
sid wdr wichtig chdriglich. Dis ghör i d Papir-krb.Übrprüf Si Ihr Aufgab uach d Katgri, ud stimm SiIhr Zitpla darauf ab: Bgi Simit d A-Aufgab, ud rldig Sida s vil B-Aufgab wi möglich.Si sllt für C-Aufgab i Systmtwickl, ach dm sich Alltagsauf-gab ffizit rldig lass, dr,falls möglich, si a adr dlgir.
6 bis 55 Punkte
Si sid Typ Grü. Hrzlich Glück-wusch, Si sid shr mtivirt udkö sich Ihr Lrpsum gut i-til. Im Allgmi lass Si sichicht schll ablk, sdr sidausdaurd bi dr Sach.Damit das auch i Zukuft sblibt, mpfhl wir:
Setzen Sie Ziele SMART
Dazu schlag wir Ih flgdFrml vr:
S – Spezifisch:
Stz Si sich imöglichst kkrts Zil, zum Bi-spil: „Ich will i disr Wch iKapitl aus mim Lhrbuch vll-städig durcharbit.“ VrmidSi Zil wi „Ich will bssr wr-d“, das hat ldiglich Alibifuktiud brigt Si icht vra.
M – Messbar:
Stz Si sich Zil,di Si mss ud übrprüf kö-.
A – Attraktiv:
Stz Si sich Zilmöglichst s, dass si für Si azi-hd sid.
R – Relevant:
Stz Si sich IhrZil s, dass i prsölich B-dutug für Si tstht.
T – Terminiert:
Stz Si sich iZitrahm, i dm Si Ihr Zil r-rich wll.
 sich vor etwas drücken
(ugs.)einer Aufgabe/Arbeit aus dem Weg gehen
 sich verausgaben
 sich bis zur Erschöpfung anstrengen
Burnout 
chronischer Erschöpfungszustand,vgl. MARKT 41, 44
of 00

Leave a Comment

You must be to leave a comment.
Submit
Characters: ...
You must be to leave a comment.
Submit
Characters: ...