E&Z Position ●
8/2009Seite 2
nicht mehr am Werkstor endet. Ihnen gegenüber steht ein mächtigerKontrahent: Eine Allianz aus Medien, „Nichtregierungsorganisationen“,Verbrauchern und Politikern. Je nach Empörungspotential bilden dieseAkteure spontane Bündnisse, die dann für einen bestimmten Zeitraumdas gleiche Ziel verfolgen: Die Skandalierung eines (vermeintlichen)Missstandes. Erleichtert wird dies durch Medien, die zwar vordergründigkritisch berichten wollen, sich aber ohne genaue Recherche und oftmalsunter Vernachlässigung der journalistischen Sorgfaltspflicht vor denKampagnenkarren der NGOs spannen lassen. JournalistischerNeutralität? Oftmals Mangelware – denn zu verlockend erscheint für vieleJournalisten das Angebot der Umwelt-/Natur-/Tier-/Verbraucherschützer,mit vorgefertigten Thesen, geschnittenem Filmmaterial undempörten/betrogenen/benutzten Bürgern schnell Einschaltquote bzw.Auflage zu machen.
Schwachstellen beseitigen
Angesichts dieser Ausgangslage müssen Unternehmen wissen, wo dieeigenen Schwachstellen liegen – und diese nach Möglichkeit beseitigen.Gerade in den Bereichen Personal, Qualität und soziale Verantwortungsollten sich Firmen keine Blöße geben. Im Rahmen einer umfassendenRisikoanalyse sollte deshalb herausgearbeitet werden, ob und wie diegeltenden Standards eingehalten und vor allem moralische Aspektebeachtet werden. Beispiel Datenschutz: Es mag (denkbare) Fälle geben,in denen die Speicherung personenbezogener Daten von Mitarbeiternsinnvoll und juristisch vertretbar sein kann. Es ist aber die Frage, wie dieÖffentlichkeit vor dem Hintergrund zahlreicher „Datenaffären“ in jüngsterZeit auf solche Aktivitäten eines Unternehmens reagiert. Es ist sogarvorstellbar, dass eine gesetzlich erlaubte, moralisch aber fragwürdigeSpeicherung von Daten ohne das Wissen der Geschäftsführung vonstatten geht, weil dies von den zuständigen Stellen „schon immer so“gemacht wurde. Und schließlich ist nicht auszuschließen, dass eine
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