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Die Ansprache des Staatspräsidenten der I.R.I. vor der UNO-
Vollversammlung am 19.9.2006
Laut Bericht der I.R.I.B. aus New York wies der Staatspräsident der I.R.I. in seiner jüngsten Ansprache vor der UN-Vollversammlung darauf hin, dass alle Völker der ErdeGerechtigkeit fordern. Er begann seine Ansprache im Namen Gottes und mit einemGruß an den Propheten Mohammad s.a.s. und seine edlen Nachkommen und richtetesich dann an die Vorsitzende der Versammlung und die anwesenden Staatsführer undVertreter der Mitgliedsländer. Der Inhalt seiner Ansprache beginnt mit deren Anredeund der Anrede: Sehr geehrte Damen und Herren!Gott dem Allweisen, dem Allmächtigen und Barmherzigen danke ich, dass er mirerneut die Gelegenheit gegeben hat, in Vertretung der großen iranischen Nation dieVölkergemeinschaft anzusprechen. Außerdem danke ich Gott, dem Erhabenen, für daszunehmende Erwachen der Völker, ihre mutige Mitbeteiligung auf den verschiedeneninternationalen Szenen und Meinungskundgebung zu internationalen Fragen.Die Völker der Welt fordern heute eindeutig die Suche nach der Wahrheit und Recht,nach Gott und Gerechtigkeit und die Verfechtung der menschlichen Würde. Die Völkerlehnen heute Herrschsucht und Aggressionen ab und sie fordern die Verteidigung derUnterdrückten und den Frieden. Besonders die junge Generation fordert eine Welt, dievon Verschmutzungen, Aggressionen und Ungerechtigkeit rein und stattdessen vonLiebe erfüllt ist. Die jungen Menschen haben das Recht, nach Wahrheit undGerechtigkeit zu fordern. Sie haben das Recht, eine Zukunft aufzubauen, die auf Menschenliebe und Frieden basiert. Auch für diesen großen Segen danke ich Gott.Sehr geehrte Vorsitzende, Ihre Exzellenzen!Was heute mit der Menschheit geschieht, entspricht nicht der menschlichen Würde.Gott hat den Menschen nicht dazu erschaffen, dass einige anderen Unrecht tun undsie angreifen,dass einige mit Hilfe von hervorgerufenen Kriegen und Konflikten, Ressourcenausplündern, Reichtümer anhäufen und ihre Vorherrschaft ausdehnen, währendandere in Armut und dem Leid, das daraus hervorgeht, leben müssen.(Gott hat den Menschen nicht dazu erschaffen,) dass einige gestützt auf Waffen undDrohungen die Welt beherrschen und andere ständig Drohungen ausgesetzt sind undunter Mangel an Sicherheit leiden... dass einige, Tausende Kilometer entfernt vom eigenen Land, fremde Länderbesetzen, sich in ihre Angelegenheiten einmischen, deren Erdölquellen und andereRessourcen und lebenswichtige Verbindungswege unter ihre Kontrolle bringen undandere in ihren Häusern täglichen Bombardierungen ausgesetzt sind, ihre Kinder inihrem eigenen Land auf der Straße ermordet werden und ihre Häuser zerstört werden.Solches Vorgehen ist nicht mit der Würde des Menschen zu vereinbaren. Es steht imWiderspruch zu Recht und Gerechtigkeit und der Würde des Menschen.Die Frage ist: Wohin sollen sich die Unterdrückten auf der Welt angesichts dieserZustände wenden? Bei wem können sie sich beklagen? Wer oder welche Organisationmuss die Rechte der Unterdrückten verteidigen und die Unterdrücker zurechtweisen?Wo gibt es die gerechten internationalen Richter?Durch Anführung von Beispielen und einen kurzen Überblick über die wichtigsteninternationalen Fragen von heute, lässt sich das Thema verdeutlichen.a)Die ununterbrochene Verbreitung von atomaren, chemischen und biologischenWaffenEinige Mächte berichten stolz von der Herstellung der zweiten und dritten Generationvon Nuklearwaffen. Wozu brauchen sie diese Waffen? Soll die Produktion diesertödlichen Waffen und ihre Lagerung in den Arsenalen zur Verbreitung von Frieden undDemokratie dienen, oder soll sie als Mittel zur Bedrohung von Regierungen und
 
Völkern herhalten? Wie lange noch müssen die Menschen auf der Welt der Gefahr deratomaren, biologischen und chemischen Bombardierung ausgesetzt sein? An welcheGesetze fühlen sich die Mächte, die diese Bomben herstellen, überhaupt gebunden?Wie rechtfertigen sie sich vor der Weltgemeinschaft? Ist die Bevölkerung in derenLändern damit einverstanden, dass ihr Kapital für die Herstellung solcherverheerenden Waffen eingesetzt wird? Kann man nicht statt von tödlichen Waffen undBomben von der Gerechtigkeit und Ethik und der Vernunft Gebrauch machen? Ist dieVernunft und Gerechtigkeit mit Frieden und Sicherheit vereinbar oder mit ABC-Waffen?Wenn die Vernunft, Ethik und Gerechtigkeit herrschen würde, würden das Unrechtund die Aggression an den Wurzeln vernichtet. Es gäbe keine Drohungen mehr. Esgäbe keinen Grund mehr für Auseinandersetzungen, denn die meistenAuseinandersetzungen rühren davon her, dass Leute nicht mit dem, was ihnenzusteht, zufrieden sind, Angriffe vornehmen und Unrecht begehen. Alle Völker liebendie Gerechtigkeit. Alle begrüßen sie und sind bereit, für ihre Festigung Opfer zubringen. Werden die Weltmächte stabiler und beliebter, wenn sie die Flagge derVerwirklichung wahrer Gerechtigkeit, Liebe und Frieden hochhalten, oder wenn sie dieHerstellung von Nuklearwaffen und chemischen Waffen fortsetzen und dauerndanderen drohen? Wir sehen die Bedrohung und den Einsatz von Nuklearwaffen voruns. Hat dies den Urhebern denn etwas anderes eingebracht als die Zunahme vonHass und Feindschaft seitens der Völker?Länder wurden besetzt und die Konflikte wegen Besatzung von Ländern wie Irakhaben zugenommen. Dies geht schon seit 3 Jahren so. Es vergeht kein Tag, ohnedass eine große Anzahl von Menschen getötet werden. Die Besatzer können keineSicherheit im Irak herstellen. Trotz Bildung der Regierung und des legitimenParlaments sind offen und versteckt Hände am Werke, um die Sicherheit zu gefährden,Konflikte in der irakischen Gesellschaft zu verbreiten und interneAuseinandersetzungen hervorzurufen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass dieBesatzer diese unsichere Lage beseitigen wollen. Es sind bereits viele Terroristen vonder irakischen Regierung festgenommen worden, aber die Besatzer haben sie ausverschiedenen Gründen wieder freigelassen. Die Ausweitung der Konflikte und desTerrorismus scheinen eine gute Ausrede für die Anwesenheit der fremden Truppen imIrak zu sein.An wenn soll sich die irakische Bevölkerung angesichts einer solchen Situation wenden?Bei wem soll die irakische Regierung Klage einreichen? Wer garantiert für dieSicherheit im Irak? Die unsichere Lage im Irak wirkt sich auf die ganze Region aus.Kann der Sicherheitsrat eine Rolle bei der Herstellung von Frieden und Sicherheit imIrak übernehmen, während die Besatzer selber ständiges Mitglied in diesem Rat sind?Kann der Sicherheitsrat überhaupt eine gerechte Entscheidung in diesem Fall treffen?Betrachten wir Palästina! Die Ursprünge der Palästinafrage gehen bis zum zweitenWeltkrieg zurück. Unter dem Vorwand, Hinterbliebene des Krieges zu unterstützen,wurde durch Krieg und Aggression und Vertreibung von Millionen von Einheimischen,das Land Palästina besetzt und einer Anzahl von diesen Kriegsopfern zur Verfügunggestellt. Dann wurden noch mehr Menschen, die vom Krieg unberührt gebliebenwaren, aus aller Welt herbeigeholt, in diesem Gebiet versammelt und es wurde einStaat gebildet. Dieser Staat entstand in einem Land, das anderen gehörte und mitMenschen, die aus allen Winkeln der Erde nach Palästina geholt worden war,allerdings auf Kosten der Obdachlosigkeit von Millionen wahrer Besitzer diesesTerritoriums. Es handelt sich um ein große Tragödie, die selten in der Geschichtevorkommt. Noch immer leben die Obdachlosen in provisorischen Lagern und einigevon ihnen sind inzwischen gestorben, ohne das ihr Wunsch von der Rückkehr in dieHeimat in Erfüllung ging.
 
Kann es eine Logik, ein Gesetz und eine rechtliche Begründung für ein solchesGeschehen geben?Würde eines der Mitglieder der Vereinten Nationen zulasen, dass in seinem eigenenLand sich eine solche Tragödie ereignet?Der Vorwand für die Gründung des Besatzerregimes von El-Quds ist so dünn, dass dieVerfechter nicht erlauben, dass jemand auch nur darüber spricht, denn wenn dieWahrheit an den Tag kommt, wird die Rechtfertigung für die Existenz dieses Regimeszunichte. Obwohl: In Wahrheit ist diese Rechtfertigung schon lange zunichtegeworden.Die Tragödie beschränkt sich allerdings nicht nur darauf, dass auf fremden Grund undBoden ein Regime gegründet worden ist. Leider sind seit dem ersten Tag derGründung dieses Regimes, das als ständige Gefahr für die Nahostregion gilt und dieAbsicht hegt, Kriege zu führen und Blut zu vergießen, dem Fortschritt derRegionalstaaten Hindernisse auf den Weg gelegt worden und dieses Regime hateinigen mächtigen Staaten als Mittel gedient, Zwietracht hervorzurufen, derBevölkerung in der Region zu drohen und sie unter Druck zu setzen.Möglicherweise wird es einigen Unterstützern dieses Regimes missfallen, wenn vonder Vergangenheit die Rede ist, aber es ist die Wirklichkeit und kein Märchen. DieGeschichte liegt vor uns. Was als erstes unterstrichen werden muss, ist die Tatsache,dass ein solches Regime illegitime Unterstützung erhält.Schauen Sie sich Palästina an! Jeden Tag werden dort die Menschen in ihren Häusernbombardiert. Ihre Kinder kommen auf der Straße um. Aber keine gesetzliche Instanz,nicht einmal der UN-Sicherheitsrat, ist in der Lage, sie zu schützen.Warum werden die Minister und Parlamentsabgeordneten einer Regierung, welcheaufgrund der direkten Wahlstimmen der Bevölkerung demokratisch in einem TeilPalästinas gegründet wurde, vor den Augen der Weltbevölkerung inhaftiert undeingekerkert, anstatt dass die Verfechter der Demokratie sie unterstützen? WelcheGremien und welche Organisation unterstützt diese unterdrückte Regierung? Warumkann der Sicherheitsrat keine Maßnahmen ergreifen?Ich möchte an dieser Stelle auch an Libanon erinnern. 33 Tag lang wurden dieMenschen dort bombardiert und wurden Kanonenkugeln auf sie abgefeuert. Fast 5,1Millionen Menschen wurden obdachlos. Einige Mitglieder des Sicherheitsrates aberversuchen, Gelegenheiten für Aggressionen zu schaffen, damit sie auf militärischemWege ihre Ziele durchsetzen können. Und wir haben in der Praxis erlebt, dass der UN-Sicherheitsrat wegen dem Druck einiger Mächte daran gehindert wurde, gleich in denersten Tagen nach Kriegsbeginn einen Waffenstillstand herzustellen. DerSicherheitsrat hat den schrecklichen Szenen der Angriffe auf die Zivilbevölkerung inLibanon tagelang zugeschaut und tagtäglich spielten sich erneut Tragödien wie die inGhana ab.In allen Fällen, liegt die Antwort auf der Hand.Solange die Urheber der Auseinandersetzungen selber ständiges Mitglied desSicherheitsrates sind, wie soll dann dieser Rat seinen Pflichten nachkommen?c)Die Nichtwahrung der Rechte der UNO-MitgliederSehr verehrte Damen und Herren! An dieser Stelle möchte ich auf einen Teil desUnrechts hinweisen, welches der iranischen Nation geschehen ist. Die I.R.I. istMitglied der Atomenergie-Agentur und hält sich an den NPT-Vertrag. Alle unsereNuklearaktivitäten liegen offen, sind friedfertig und werden von den Inspektoren derAgentur überprüft. Warum werden uns Rechte, die das Gesetz deutlich festlegt,abgestritten? Welche Regierungen erkennen sie uns ab? Es sind Regierungen, dieselber den Brennstoff-Zyklus und Nuklearenergie nutzen. Einige von ihnen setzen dasNuklearwissen für Ziele ein, die nicht friedfertig sind, zum Beispiel für den Bau von
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