BAKK1 - 3 - Nicole Kolisch
“The Internet doesn’t come with a manual that tells youhow to use it well. (…) The main divide now is notbetween people who have economic access totechnology [and those who don’t] (..) The real divide isbetween those who know how to use online mediaeffectively and those who not know.” – Howard Rheingold, 2009„Twitter hat keinen Sinn, außer man findet ihn selbstheraus.“ – Robert Lender, 2008
1. Einleitung
„Durch Twitter verwandelt sich das System der Massenmedien, in dem sich wenigeSender an eine große, anonyme Masse von Rezipienten wendet, in eine pluraleLandschaft aus kleinen und großen Knoten, die Nachrichten, Meinungen (...)austauschen, kommentieren und diskutieren“, schreibt Benedikt Köhler (2008: o.S.).Dadurch rücken die Visionen von Brecht
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und Enzensberger
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, denen zufolge die amKommunikationsprozess beteiligten Menschen, nicht nur stillschweigendeEmpfänger, sondern jeweils auch aktive Sender sein sollten, in greifbare Nähe. Von„Bürgerjournalismus“ ist die Rede, von Demokratisierung der Informationsprozesse,von „Empowerment“. Gleichzeitig wächst die Angst der etablierten Medien, die mitdem Informationsmonopol auch die Anzeigekunden und somit die Existenzgrundlageverlieren.Die Saat für ein weltweites Zeitungssterben wurde deutlich vor 2006 (dem Twitter-Gründungsjahr) gepflanzt. Es wäre daher Unsinn dieses dem Microbloggingdienst indie Schuhe zu schieben. (Eher müsste in dem Zusammenhang einmal eine Arbeitüber Google geschrieben werden...)Sehr wohl ist es aber möglich, am Beispiel von Twitter jene Strukturen zubeleuchten, welche das Web 2.0 grundsätzlich ausmachen und unsereMedienlandschaft in Zukunft zunehmend bestimmen werden. Veränderungenunseres Verständnisses von Journalismus sind unausweichlich. Darüber sind sich imGrunde alle einig. „Die Muster der Produktion, Reproduktion und Distribution
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Bertolt Brecht (1927/1932): Radiotheorie. Abgedruckt in: Hannes Haas / Wolfgang R. Langenbucher (2005):Medien- und Kommunikationspolitik. Ein Textbuch zur Einführung. Wien: Braumüller.
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Hans Magnus Enzensberger (1970): Baukasten zu einer Theorie der Medien. In: Kursbuch 20. Berlin:Wagenbach
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