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Deutschland nach den Bundestagswahlen vom 22. September 2013: Politische Kontinuität und struktureller Wandel

Deutschland nach den Bundestagswahlen vom 22. September 2013: Politische Kontinuität und struktureller Wandel

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Published by IFRI
Die Bundestagswahl vom 22. September 2013 stellt eine deutliche
Zäsur im Parteienwettbewerb dar. Sie spiegelt die strukturellen
Veränderungen für die Parteien und das politische System in
Deutschland wider. Erstmals seit über 50 Jahren konnten die beiden
großen Parteien CDU/CSU und SPD gemeinsam wieder zulegen,
während die kleineren Parteien Wähler verloren haben. Es stellte sich
letztlich heraus, dass das vertraute Muster des Lagerwettbewerbs
(CDU/CSU und FDP gegen SPD und Grüne) der aktuellen politischen
Situation in Deutschland immer weniger entspricht.

Die beiden Volksparteien sind zudem mit enormen
Veränderungen in ihren traditionellen Kernwählerschaften konfrontiert
und ringen mit den daraus resultierenden Konsequenzen für ihr
politisch-programmatisches Selbstverständnis und Profil. In der
CDU/CSU sowie in der SPD verringert der Lagerkampf zwischen
Reformkräften und Traditionalisten den Handlungsspielraum der
beiden Parteien. Union und SPD sollten in diesem Zusammenhang
ihre dominierende Stellung im Bundestag sowie im Bundesrat nutzen,
um in zentralen inhaltlichen Punkten Flagge zu zeigen und grundlegende
Strukturreformen anzustoßen.
Die Bundestagswahl vom 22. September 2013 stellt eine deutliche
Zäsur im Parteienwettbewerb dar. Sie spiegelt die strukturellen
Veränderungen für die Parteien und das politische System in
Deutschland wider. Erstmals seit über 50 Jahren konnten die beiden
großen Parteien CDU/CSU und SPD gemeinsam wieder zulegen,
während die kleineren Parteien Wähler verloren haben. Es stellte sich
letztlich heraus, dass das vertraute Muster des Lagerwettbewerbs
(CDU/CSU und FDP gegen SPD und Grüne) der aktuellen politischen
Situation in Deutschland immer weniger entspricht.

Die beiden Volksparteien sind zudem mit enormen
Veränderungen in ihren traditionellen Kernwählerschaften konfrontiert
und ringen mit den daraus resultierenden Konsequenzen für ihr
politisch-programmatisches Selbstverständnis und Profil. In der
CDU/CSU sowie in der SPD verringert der Lagerkampf zwischen
Reformkräften und Traditionalisten den Handlungsspielraum der
beiden Parteien. Union und SPD sollten in diesem Zusammenhang
ihre dominierende Stellung im Bundestag sowie im Bundesrat nutzen,
um in zentralen inhaltlichen Punkten Flagge zu zeigen und grundlegende
Strukturreformen anzustoßen.

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 ______________________________________________________________________
Deutschland nach den Bundestagswahlen vom 22. September 2013:
Politische Kontinuität und struktureller Wandel
 ______________________________________________________________________ 
 
Prof. Dr. Ulrich Eith
Dezember 2013
 
Comité d’études des relations franco
-allemandes
NNoottee dduu CCeeaa 110077 
 
 
Das Französische Institut für Internationale Beziehungen (IFRI) ist in Frankreich das wichtigste unabhängige Forschungszentrum, das über gro
β
e internationale Fragen informiert und diskutiert. Von Thierry de Montbrial im Jahr 1979 gegründet, ist das IFRI als gemeinnütziger Verein anerkannt (Gesetz des Jahres 1901). Es ordnet sich keiner Amtsvormundschaft unter, legt nach eigenem Ermessen seine Aktivitäten fest und publiziert regelmäßig seine Berichte. Durch seine Studien und Debatten, die interdisziplinär angelegt sind, bringt das IFRI Politiker, Wirtschaftswissenschaftler, Forscher und Experten auf internationaler Ebene zusammen. Mit seinem zweiten Büro in Brüssel (IFRI-Bruxelles) positioniert sich das IFRI als eines der wenigen französischen think tanks im Kern der europäischen Debatte.
Die Verantwortung für die im weiteren Text geäußerten Standpunkte trägt der Autor.
Die Aktivitäten des Cerfa (Forschung, Editing und Publikationen) werden von dem Referat Frankreich des Auswärtigen Amtes und dem Planungsstab des Ministère des Affaires étrangères gefördert.
 
Herausgeber: Dr. Yann-Sven Rittelmeyer und Prof. Dr. Hans Stark
ISBN: 978-2-36567-235-1 © Ifri
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 © Ifri
Der Autor
Ulrich Eith ist Professor an der Universität Freiburg und leitet seit 1992 die Arbeitsgruppe Wahlen Freiburg. Er promovierte im Fachbereich Politikwissenschaft an der Universität Freiburg, wo er 2002 auch habilitierte. Er ist des Weiteren Direktor des Instituts für politische Bildung Baden-
Württemberg e.V., das „Studienhaus Wiesneck“.
Neben der Wahl- und Parteienforschung arbeitet er über das deutsche Regierungssystem und den politischen Systemvergleich sowie über das Thema Rechtsextremismus.

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