nicht mehr Jesus Christus als das Zentrum der Schrift gelten solle, sondern dasirdische Volk Israel. Als grundsätzliche reformatorische Lehre wird aber das»geistliche Israel«gesehen, das die Kirche als den Leib Christi repräsentiert. DieFundamentalisten versuchen demnach, sich die alt hergebrachten Grundsätze derReformation anzueignen, um sie zu verändern. Diese Veränderung gestaltet sich jetzt in der Weise, die Gemeinde vom Begriff »Israel« zu trennen, um mittels deschristlichen Zionismus weitere Irrlehren zu statuieren. Die Bevorzugung des irdischenVolkes Israel stellt daher ein Ansehen der Person dar und verleugnet somit dieGleichheit aller Menschen vor Gott (vgl. 5. Mose 10,17; Hiob 32,21). Aus dieserfanatischen Haltung ist daher ableitbar, warum die Fundamentalisten viele Menschenausgrenzen. Sie betreiben nämlich eine Gleichschaltung der Lehre, um gekünstelteine Ungleichheit der Menschen vor Gott herzustellen. Daraus resultiert dann dieAusgrenzung von Menschen jeglicher Art, die nicht ihrem Denksystem entsprechen.Das vorliegende Buch vermittelt deshalb in einer ausführlichen Bibelauslegung diereformatorische Sichtweise über das Ansehen vor Gott, um den christlichenFundamentalismus der Manipulation und Fälschung zu überführen. Es geht also vorallem darum, die angebliche Machthoheit über biblische Begriffe zu bekämpfen. DieHauptbegriffe sind nunmehr Israel, Endzeit, das Tausendjährige Reich und das ReichGottes. Dazu kommt noch der Begriff der Hermeneutik.»Was steht in dem Gesetz ?Und wie liest du ?« (Lukas 10,26). Während also der christliche Fundamentalismusdas »
Was
« überbetont, verneint er zugleich das »
Wie
«. Die Qualität, dass derMensch überhaupt glauben kann, besteht dagegen aber alleine in Jesus Christusund seiner Gnade. Die biblische und theologische Beschreibung dieser Qualität istsomit Aufgabe des Buches:
Kein Ansehen der Person: Christliche Dogmatik kontra Fundamentalismus
. Es geht nun vor allem um die Verteidigung des Glaubensgegenüber dem Dispensationalismus, welcher unchristlich, unbiblisch und sehraggressiv vorangetrieben wird, zumal diese Art von Lehre als Triebkraft deschristlichen Fundamentalismus angesehen werden kann. Die fundamentalistischeEthik betreibt ein System der Angst und nicht der Frohen Botschaft. Allerdingsbeschreibt das vorliegende Buch auch den Ernst der Lage, wie es um einenpersönlich bestellt ist, wenn man vorgibt, an Jesus Christus gläubig geworden zusein. Das Recht, die Barmherzigkeit und der Glaube sind nach Matthäus 23,23 dievortrefflichen Dinge des göttlichen Gesetzes, welches wir im Alten und Neuen