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hinnerk
10/09
kulturkultur
genial
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mies
Vor zwei Jahren brachte er sein De-büt-Album mit dem unwiderstehlichen„Acceptable in the 80ies” heraus,mittlerweile ist Calvin Harris auch alsRemixer unter anderem für Mika, Ky-lie oder Katie Perry gut im Geschäft.Für sein zweites Werk hat der 25-jäh-rige Schotte seine Bandbreite lustvollerweitert. 80er-Synthie trifft über-bordenden Nineties-House auf „ReadyFor The Weekend“, Retro-Funk-Anlei-hen lassen sich bei „The Rain“ unddem Outkast-Klon „Worst Day“ aus-machen, ein bisschen Faithless-Trancebei „I‘m Not Alone“ und aktuellenElektro-Dance in „Flashback“. Bei „Re-lax“ kreuzen sich entspannte Akustik-Gitarren mit dreckigen Soul-Vocals.Liebevoll gemacht und sehr unter-haltsam! T
ORSTEN
B
LESS
www.calvinharris.co.uk
Calvin Harris: „Ready For the Weekend“
(Ministry of Sound)
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Dance
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Chanson
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Klassik
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Swing-Pop
Als Tim Fischer vor Jahren die ersten,ganz klassischen Chansons des Wie-ner Altmeisters Georg Kreisler in seineAbende streute, hätte niemand ge-ahnt, dass daraus eine solch engeKünstlerfreundschaft erwachsen wür-de. Neben dem Musical „Adam Schafhat Angst“ ist nun mit „GnadenloseAbrechnung“ bereits das zweite, aus-schließlich mit Kreisler-Songs be-stückte Programm entstanden. TimFischer meistert die stilistische Viel-falt mit Bravour und versucht gar nichterst den Wiener Schmäh des inzwi-schen 87-jährigen Kreislers zu imitie-ren. Stattdessen: eine immer wiederüberraschend präzise Artikulation die-ser oft pfeilschnellen Sprachspitzen.Geradezu minimalistisch und klas-sisch. Axel Schoc
K
www.timfischer.de
Tim Fischer: „Gnadenlose Abrechnung“
Wer jemals Cecilia Bartoli live erlebthat, weiß, was für ein Kraftpaket dieseFrau ist: Wie eine Jazz-Sängerin stehtsie da und sprudelt ihre Koloraturenhervor. Wer, wenn nicht La Bartolikönnte es mit dem Repertoire der Kas-traten aufnehmen? Die Arien von Ni-cola Porpora, Antonio Caldara und an-dere Geheimtipps aus der Kastraten-Ära füllt sie mit Leben. Wenn sie diemörderischen Koloraturen gurrt undzwitschert, liefert sie nicht nur Voka-lakrobatik, sondern hochdosierteEmotion. Wohl mit Blick auf Weih-nachten gibt es das Album zunächst inlimtierter Edition als kunstvolles CD-Buch mit vielen Informationen überdas Kastraten(un)wesen.E
CKHARD
W
EBER
www.ceciliabartolionline.com
Cecilia Bartoli: „Sacrificium“
(Decca)
Barbara Schöneberger: „Nochmal, nur anders“
(Universal)
Die Dame hat eine berühmteMutter: Dee Dee Bridgewater isteine stimmgewaltige Jazzdiva,und da wundert es nicht, wennihre Tochter China Moses ihrähnlich kraftvoll folgt. „Jede ein-zelne Silbe klingt sexy“ jubeltedas SZ-Magazin, und in der Tat bereitetihr neues Jazzalbum „This One‘s For Di-nah“ durchweg Vergnügen. Der Titel istVerpflichtung: China Moses nimmt sichneben zwei Eigenkompsitionen der Klas-siker von Dinah Washington an und ver-passt ihnen dank der erfrischenden Ar-rangements von Raphaël Lemmonier ei-nen zeitgemäßen Kick. SchwermütigeBluesstandards wechseln mit direkt tanz-baren Songs, die den eigentlichen An-spruch der Sängerin widerspiegeln: „Ichbin angetreten, um den Rock‘n Roll-As-pekt wieder in den Jazz zurückzubrin-gen.“ Das gelingt ihr bei „Teach Me To-night“ oder „Fat Daddy“ vorzüglich, wäh-rend man „Cry Me A River“ lange nichtmehr mit soviel Gänsehauteffekt hörendurfte.S
TEFAN
M
IELCHEN
China Moses: „This One‘s For Dinah“ (EMI).Live in der Fabrik am 11. Oktober (Kartenverlosung auf Seite 80).www.myspace.com/dinahblues
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Perfekte Klassiker
Für ihr zweites Album wurden wederKosten noch Mühen gescheut und un-ter anderem Till Brönner, Pe Wernerund Christina Stürmer als Songschrei-ber engagiert, um schmissige, geist-reiche Lieder zu Wege zu bringen. Nunist Humor so eine Sache. Sich über dieCafé Latte-Generation in Berlin-Mittelustig zu machen mit Verszeilen wie„Ick will mir frei betätjen/Irgentwat mitMedien“ ist ein oller Gag. Ihre schwu-len Fans umgarnt Schöneberger mit„Ich steh auf Jungs“, die immer gutdurchtrainiert „sich auch zu ABBA aufdie Tanzfläche trauen.“ Verzweifeltwird der Swing klassischer Orchesterund der Philly-Sound der 70er kopiert.Aber die Originale sind einfach besser.S
VEN
K
IELAU
www.barbara-schoeneberger.com
China Moses interpretiert Dinah Washington
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