dacht reicht aus, und schon sehen sich Unternehmen an ihren FabriktorenHeerscharen von Reportern gegenüber.Dass Wohlstand und Volksgesundheit auch Ergebnisse einer qualitativhochleistungsfähigen Ernährungswirtschaft sind, wird in weiten Teilen vonPolitik und Medien nicht nur nicht anerkannt, sondern nicht einmal wahr-genommen. Vor dem oben skizzierten Hintergrund mag es deshalb wun-dern, dass das Image von Nahrungsmitteln in Deutschland offenbar nochnicht stärker gelitten hat. Bei einer repräsentativen Umfrage von forsa imAuftrag von QS (Qualität und Sicherheit GmbH) im Oktober 2008 gab diedeutliche Mehrheit der interviewten Bundesbürger an, Lebensmittel gene-rell als sicher zu empfinden. Während sich jedoch bei Brot und Gebäck 82Prozent der Befragten für "sicher" aussprachen, war es bei Fleisch undWurstwaren nur noch knapp die Hälfte. Im Umkehrschluss heißt das: 51Prozent der Deutschen halten die Qualität von Schnitzel, Schinken & Co.für bedenklich.Doch woher rührt das Misstrauen der Verbraucher, woher kommt dieseHysterisierung der Gesellschaft? Folgende Einflussfaktoren können als Ver-ursacher, zumindest aber als Katalysatoren ausgemacht werden:
Die Individualisierung der öffentlichen Kommunikation
Selbst kleinere Gruppen und Einzelpersonen sind heute – vor allemdurch die Möglichkeiten des Internets – nicht mehr auf das "Nadelöhr" Pres-se angewiesen. Beispiele für die Macht einer "kritischen Öffentlichkeit" sinddie unzähligen Verbraucherfo-ren, Blogs, Bild- und Videoplatt-formen, soziale Netzwerke oderdas Mikroblog Twitter, das inSekundenschnelle Lob und har-sche Kritik um den Erdballschickt. Private Netzwerke wieFacebook, Studi/Schüler-VZ oder"Wer-kennt-wen?" expandierenderzeit am stärksten. So hat sichdie gelegentliche Nutzung die-ser Communities seit dem Jahr2007 von 15 Prozent allerOnlinenutzer ab 14 Jahre inDeutschland auf aktuell 34 Pro-
PR in turbulenten Zeiten
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Abbildung 1:
Verändertes Kommunikationsumfeld
UnternehmenZielpublikumMedien
(TV, Print, Rund-funk, Internet)
Soziale Medien
(Web 2.0)
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