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Geschichte Der Liturgie

Geschichte Der Liturgie

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1
Fundamentalliturgik
und
Geschichte der Liturgieim Rahmen der Kulturepochen
 
Skriptum für die Vorlesung LiturgiewissenschaftHeiligenkreuz 2003/04von P. Dr. Pius Martin Maurer OCist.Nur für den privaten Gebrauch bestimmt
Ad fontes: zu den Quellen.
In dieser Vorlesung wird versucht,die Studenten mit vielen Quellentexten vertraut zu machen.
Aufgrund der schnellen Erstellung dieses Skriptums ist es leicht möglich, dass darin Fehler verschiedenster Artaufscheinen, die erst bei der nächsten Redaktion dieses Skriptums beseitigt werden. Für Korrekturhinweise istder Autor dieses Skriptums dankbar.
 
2
1. Einleitung mit fundamentalliturgischen Aspekten
- KKK 1066-1112.- CIC 834-839.- BALTHASAR, H. U. von, „Die Würde der Liturgie“,
Communio 
7 (1978) 481-487.
 
- CATELLA, A.,
Theology of the Liturgy 
, in: CHUPUNGCO, A. J. (Hg.),
Handbook for Liturgical Studies 
2,Collegeville 1997, 3-28.- CLERCK, P. de (Hg.),
La Liturgie, lieu théologique 
, Paris 1999.- KUNZLER, M.,
Die Liturgie der Kirche 
, AMATECA 10, Paderborn 1995. – MESSNER, R.,
Einführung in die Liturgiewissenschaft 
, Paderborn 2001.- MEYER, H. B., „Liturgie als Hauptfach“,
ZKTh 
88 (1966) 315-335.- RATZINGER, J.,
Der Geist der Liturgie 
, Freiburg 2000.- SARTORE, D. – TRIACCA, A. M. (Hg.),
Nuovo Dizionario di Liturgia 
, Cinisello Balsamo
5
1993.- STENZEL, A.,
Liturgie als theologischer Ort 
, in:
Mysterium salutis 
1, Einsiedeln 1965, 606-621.- TAGLIAFERRI, R.,
Prassi e scienza liturgica: acquisizioni e prospettive 
, in:
Liturgia: Itinerari di ricerca. Scienza liturgica e discipline teologiche in dialogo 
, Studi di Liturgia. Nuova Serie 32, Bibliotheca „Ephemerides Liturgicae“.„Subsidia“ 91, Roma 1997, 67-111.- VAGAGGINI, C.,
Il senso teologico della liturgia. Saggio di liturgia teologica generale 
, Roma 1957. – VO·ICKY, B. J. M.,
Sakraltheologie 
4.
Fundamentalliturgik 
, Heiligenkreuz 2003.
1.1. Liturgie als Hauptfach1.1.1.
Das Zweite Vatikanische Konzil 
 
Am 11. Oktober 1962 wurde das Zweite Vatikanische Konzil feierlich eröffnet. Alserstes Dokument wurde der Text über die Hl. Liturgie diskutiert. Das von dervorbereitenden Liturgischen Kommission entworfene Schreiben wurde mit einigenÄnderungen am 4. Dezember 1963 (vor 40 Jahren!) angenommen. Die feierlicheSchlussabstimmung ergab 2147 Ja-Stimmen gegen 4 Nein-Stimmen. Dieser ersteText des Zweiten Vatikanischen Konzils trägt den Namen
Sacrosanctum Concilium 
.Gemäß diesem Dokument zählt die Liturgiewissenschaft ausdrücklich zu den„Hauptfächern“ (disciplina principalis) an den theologischen Fakultäten:
SC 16:
Das Lehrfach Liturgiewissenschaft ist in den Seminarien und den Studienhäusern der Orden zu den notwendigen und wichtigen Fächern und an den Theologischen Fakultäten zu den 
Hauptfächern 
zu rechnen.
Es ist sowohl unter theologischem und historischem wie auch unter geistlichem, seelsorglichem und rechtlichem Gesichtspunkt zu behandeln.
Darüber hinaus mögen die Dozenten der übrigen Fächer,insbesondere die der dogmatischen Theologie, die der Heiligen Schrift, der Theologie des geistlichen Lebens und der Pastoraltheologie, von den inneren Erfordernissen je ihres eigenen Gegenstandes aus das Mysterium Christi und die Heilsgeschichte so herausarbeiten, dass von da aus der Zusammenhang mit der Liturgie und die Einheit der priesterlichen Ausbildung deutlich aufleuchtet.
SC 2:
In der Liturgie, besonders im heiligen Opfer der Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung.
 
SC 10:
Die Liturgie ist der Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt.
 
1.1.2. Die Grundordnung für die Ausbildung der Priester (1970 und 1985)
In der
Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis 
(
Grundordnung für die Ausbildung der Priester 
. Ein Dokument der Kongregation für das katholischeBildungswesen) vom 6. 1. 1970 heißt es über die Liturgiewissenschaft:
Die Liturgie ist jetzt als Hauptdisziplin zu behandeln. Sie soll daher nicht unter rein juridischem, sondern vielmehr unter theologischem, historischem sowie spirituellem und pastoralem Aspekt in innerem Zusammenhang mit den anderen Disziplinen dargeboten werden. So sollen die Studenten vor allem begreifen, auf welche Weise die Heilsgeheimnisse in den liturgischen Handlungen gegenwärtig sind und wirken. Weiterhin soll durch die Erklärung von Texten und Riten der Kirche des Ostens und des Westens 
 
3
die heilige Liturgie als der vorzügliche theologische Ort aufscheinen, an dem der Glaube der Kirche und ihr geistliches Leben zeichenhaft dargestellt werden.
(
Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis 
79, in: DEL I, 876f)
Unter Papst Johannes Paul II. veröffentlicht die Kongregation für das katholischeBildungswesen am 19. 3. 1985 eine Neuausgabe der
Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis 
(Grundordnung für die Ausbildung der Priester), in der derAbschnitt über die Liturgie unverändert bleibt (vgl.
Ratio fundamentalis institutionis sacerdotalis 
79, in: DEL III, 384).
1.1.3. Die liturgische Ausbildung im Priesterseminar
Unter Papst Johannes Paul II. entsteht die Instruktion
De institutione liturgica in Seminariis 
(
über die liturgische Ausbildung der Priesteramtskandidaten 
) vom 3. 6.1979. Schon im Vorwort heißt es:
Die herausragende Bedeutung, die der heiligen Liturgie im Leben der Kirche zukommt, verlangt, dass die heutigen Priesteramtskandidaten durch längere Zeit genauestens in sie eingeübt und wissenschaftlich gründlich in sie eingeführt werden,
um im pastoralen Dienst für die Aufgaben auf diesem Gebiet voll gerüstet zu sein.… Da aber die Liturgie, in der sich das Werk unserer Erlösung vollzieht, am meisten dazu beiträgt, dass das Leben der Gläubigen Ausdruck und Offenbarung des Mysteriums Christ und des eigentlichen Wesens der wahren Kirche wird, bewirkt ihre ständige Ausübung und ihr Studium bei den künftigen Priestern eine tiefere Erkenntnis und Stärkung des Glaubens und eine lebendige Erfahrung der Kirche.
(
De institutione liturgica in Seminariis 
, in: DEL II, 352)
1.1.4. Die liturgische Ausbildung in den Klöstern und Ordensinstituten
Die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens gibt am 2. 2. 1990 dasDokument
Potissimum Institutioni 
(
Richtlinien über die Ausbildung in den Ordensinstituten 
) heraus. Darin heißt es über die Liturgie u.a.:
Die Liturgie 
, vor allem die Feier der Eucharistie und das Stundengebet, nimmt in diesen Instituten einen erstrangigen Platz ein. Wenn die Alten das Klosterleben gern mit dem Leben der Engel verglichen, dann unter anderem deshalb, weil die Engel „Liturgen“ Gottes sind (vgl. Origenes, Peri Archon 1,8,1). Die Liturgie, in der sich Himmel und Erde vereinen und die darum gleichsam einen Vorgeschmack der himmlischen Liturgie vermittelt, ist der Höhepunkt, dem die ganze Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt. In ihr erschöpft sich nicht das ganze Tun der Kirche, aber sie 
ist für diejenigen, die sich „einzig und allein der Sache Gottes zuwenden“, der Ort und das bevorzugte Mittel, namens der Kirche in Anbetung, Freude und Danksagung das von Christus vollbrachte Heilswerk zu verherrlichen 
, an das uns der Ablauf des liturgischen Jahres immer wieder erinnert.
Die Liturgie soll daher nicht nur sorgfältig nach den eigenen Traditionen und Riten der verschiedenen Instituten gefeiert, sondern auch im Hinblick auf ihre Geschichte, die Vielfalt ihrer Formen und ihre theologische Bedeutung studiert werden.
 
(
Potissimum Institutioni 
, in: DEL III, 800f)
1.2. Was ist Liturgie?
1.2.1. Liturgie – ein griechisches Wort
Das Wort „Liturgie“ kommt von den griechischen Ausdrücken
λαος
 
(Volk) und
 
εργον
 
(Tun, Handeln). Das Wort
λειτουργια
 
bedeutet also„Handeln des Volkes (zur Ehre Gottes)“ oder„Handeln (Gottes) am Volk“.Im klassischen Griechisch hat das Wort
leitourgía 
eigentlich keine speziell religiöseBedeutung. Es bedeutet im klassischen Griechisch
öffentlicher Dienst, Dienstleistung 
zugunsten des Volkes (politischer, wirtschaftlicher oder religiöser Art: zB. Errichtungeiner Stadtmauer oder eines Marktplatzes).

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