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Liebe Landsleute!

Liebe Landsleute!

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10/15/2012

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       i  .       P  .
 
POLITIK
Liebe Landsleute!
Die ARBEITSGRUPPE FÜR SELBSTBESTIMMUNG ist eineüberparteiliche und vereinsübergreifende Organisation, diesich die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes für Süd-Tirolzum Hauptziel gemacht hat.Die jüngsten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungenzeigen immer deutlicher, dass es mit Italien steil bergab geht.Süd-Tirol wird dabei mit hinabgezogen.Auch kulturell läuft Süd-Tirol Gefahr, durch die stete italie-nische Assimilierung seine Identität zu verlieren.Mit dieser Broschüre, die in Nord-, Ost- und Süd-Tirol er-scheint, soll die Bevölkerung in ganz Tirol darüber aufgeklärtwerden, wie es wirklich um Süd-Tirol steht undwie notwendig daher eine bal-dige Ausübung des Selbst-bestimmungsrechtes fürSüd-Tirol ist.Als Teil des italienischenStaates wird es für Süd-Tirol nämlich keine Zukunftgeben!
Italien droht Süd-Tirol
In Italien ist eine Regierung an der Macht, die immer diktato-rischere Züge annimmt und Süd-Tirol inzwischen sogar schonganz offen droht.Der italienische Außenminister Franco Frattini hat beispiels-weise erst im August 2009 öffentlich angedroht,
„mit allerHärte gegen Süd-Tirol vorzugehen“,
wenn beim Lan-desfestumzug in Innsbruck „Los von Rom-Transparente“ mitge-tragen werden.
Die Süd-Tirol-Autonomie ist tot!
Die Autonomie hat über viele Jahre hinweg das sprachlich-kulturelle Überleben der Süd-Tiroler im fremdnationalen StaatItalien gewährleistet. Sie ist aber keine dauerhafte Lösung.
Führende Vertreter der SVP (Süd-Tiroler Volkspartei) gesteheninzwischen selbst ein, dass die dynamische Autonomie tot sei.In Autonomiefragen geht nichts mehr weiter, und Italien hat inden letzten Jahren sogar immer mehr Kompetenzen wieder be-schnitten. Zudem werden die Grundsäulen der Autonomie, wie
Spachuppezuehöketsekläu, Popoz
 (Verteilung der öffentlichen Arbeitsplätze nach Sprachgrup-penstärke),
 Asässketsklausel zum Elae des Wahlechtes,
sowie der
muttespachlche Utecht,
 immer häufiger in Frage gestellt und von Rom torpediert.
Dass die Autonomie nicht dazu geeignet ist, die Sprache undKultur auf Dauer zu bewahren, zeigt aber auch das warnendeBeispiel des Aostatales, das sogar eine noch weitreichendereAutonomie als Süd-Tirol hat. Im Jahre 1946 hatten noch mehrals 90% der Aostaner das Französische als Muttersprache.Als dann in den 60er Jahren der rein muttersprachliche Unter-richt fiel, ging es rapide bergab, sodass heute gerade einmalnoch 2% übrig geblieben sind, die Französisch als Mutter-sprache haben.Dasselbe wird auch mit Süd-Tirol passieren.
Es braucht daher neue Zukunftsperspektiven fürSüd-Tirol, die über die Autonomie hinausgehen.
Andere Politiker der Regierungfordern sogar schon die Ab-schaffung der Autonomie.Medial und politisch wird inganz Italien eine regelrechteHetze gegen Süd-Tirol betrie-ben und das Land als undank-bare Provinz abgestempelt, diesich Rom nicht beugen will.Bei jeder sich bietenden Gele-genheit schießt sich die Regie-rung auf Süd-Tirol ein und ver-sucht die Autonomie zu untergraben und zu blockieren.Selbst die SVP-Parlamentarier haben inzwischen schon davorgewarnt, dass es im Zuge der italienischen Verfassungsreformfür Süd-Tirol „knüppeldick“ kommen werde und man schonjetzt an einen „rot-weiß-roten Rettungsschirm“ denken solle.
So lässt sich doch keine gesicherte Zukunft fürSüd-Tirol aufbauen.
Italienische Geheimdienste versuchenLandtagswahlen in Süd-Tirol zu beeinflussen
Bereits in den 60er und 80er Jahren haben italienischeGeheimdienste in Süd-Tirol versucht, die Wiedervereini-gungsbestrebungen als pangermanistisch und rechtsradikalabzustempeln. Durch gezielte Anschläge, die man den Süd-Tirolern in die Schuhe schob, wollte man zudem das fried-liche Selbstbestimmungsanliegen radikalisieren und somit inder Bevölkerung unbeliebt machen.Bei den Landtagswahlen 2008 haben die italienischen Ge-heimdienste abermals zugeschlagen und drei Tage vor denWahlen einen gefälschten Geheimdienstbericht an die Me-dien weitergeleitet, in dem behauptet wird, dass der Spit-zenkandidat einer politischen Bewegung, die sich für dieSelbstbestimmung einsetzt, sowie verschiedene Vertreter vonTraditionsverbänden, an einem hochrangigen Neo-Nazi-Treffen teilgenommen hätten. In ganz Italien erschien dieseMeldung auf den Titelseiten. Dadurch wollte man die Land-
Diese Geste zeigte Berlusconi seinen Politgegnernbei einem Besuch in Bozen.Neben ihm ParteikolleginMichaela Biancofiore.
 
Gericht oder Gerechtigkeit?
Am 10. September waren es 90 Jahre, dass Tirol gewaltsamgeteilt, und Süd-Tirol im Friedensvertrag von St. Germain Ita-lien einverleibt wurde. Ein eigenes Kapitel stellen 90 Jahre ita-lienische Gerichtsurteile gegen Süd-Tiroler dar. Die Liste vonUngerechtigkeiten ist lang, und wir sprechen nicht von derFaschistenzeit. Dass Unrecht nie zu Frieden und Ruhe führt,zeigt die Geschichte Tiralongo: Am 3. September 1964 warin der Kaserne von Mühlwald ein Carabiniere mit einer Pisto-le erschossen worden. Dieser Mord war sofort den PustererBuam angelastet worden, obwohl ein Kollege Tiralongos vonAnfang an Hinweise in eine ganz andere Richtung gelieferthatte, nämlich auf einen aus den eigenen Reihen.Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel: obwohl es nie ei-nen Schuldspruch gegeben hat, also auch die Pusterer Buamnie verurteilt worden sind, scheint Tiralongo offiziell als Opferdes „Süd-Tirol-Terrorismus“ auf, und seine Tochter kam in denGenuss der entsprechenden finanziellen Zuwendungen durchden Staat. Die Pusterer Buam jedoch dürfen bis heute nicht inihre Heimat zurückkehren!Wie ist es möglich, dass dieser Carabinieremord nie restlosaufgeklärt worden ist? Wie viel anderes, was den Freiheits-kämpfern in die Schuhe geschoben wurde, harrt ebenso derAufklärung nach Maßgabe von Wahrheit und Recht? Wanngibt es endlich Gerechtigkeit für die Süd-Tiroler Freiheitskämp-fer?
Assimilierung
Die Assimilierung schreitet in Süd-Tirol unaufhaltsam voranund gefährdet den Erhalt der sprachlich-kulturellen Identität.
Das Recht auf Gebrauch der Muttersprache wird immerwieder ignoriert, und die Bevölkerung somit in die Situati-on gebracht, besser gleich italienisch zu sprechen, um nurnicht unangenehm aufzufallen.
Süd-Tiroler Sportlern wird nach jedem Sieg medienwirksamdie italienische Fahne in die Hand gedrückt, damit sich dieMenschen in Süd-Tirol durch die Sportler auch mit Italienidentifizieren.
Selbst in der Volksschule wird den Kindern schon die Tri-kolore zum Schwingen gegeben und ihnen mit Spiel undSpaß dadurch vermittelt, dass Italien ihr Vaterland sei.
Noch immer keine Gnadefür Süd-Tiroler Freiheitskämpfer
Bis zum heutigen Tag gibt es noch immer Süd-Tiroler, die inVerbannung leben müssen und nicht in ihre Heimat zurück-kehren dürfen, nur weil sie sich in den 60er Jahren gegendie Unterdrückung des italienischen Staates zur Wehr gesetzthaben. Diesen Freiheitskämpfern hat Süd-Tirol zu verdanken,dass es zu raschen Autonomieverhandlungen gekommen ist.Im Frühjahr 2009 hat der Süd-Tiroler Landtag einen Begeh-rensantrag angenommen, der Italien auffordert, die verblie-benen Süd-Tiroler Freiheitskämpfer endlich zu begnadigen.Italien hat aber abgewinkt und kennt, wenn es um Süd-Tirolgeht, keine Gnade.tagswahlen in Süd-Tirol beeinflussen, um zu verhindern, dassjene politischen Kräfte gewählt werden, die die Selbstbestim-mung anstreben.Am Tag vor den Landtagswahlen flog der ganze Schwindelglücklicherweise auf, da die Beschuldigten glaubhaft nach-weisen konnten, nie an einem solchen Treffen teilgenommenzu haben.
Derartige Versuche, eine demokratische Wahl zumanipulieren, kennt man sonst nur aus Dritte- Welt-Ländern und Militär-Diktaturen.
Bilder einer Schulklasse aus der Faschistenzeit und von heute. In bei- den Klassen hängt überall die italienische Trikolore. Die Botschaft,die den Kindern vermittelt wird, ist dabei immer dieselbe: „Ihr seid Italiener“.
Die Auswirkungen davon sind bereits heute spürbar:In den 60er Jahren fühlten sich die meisten Süd-Tiroler nochals Tiroler und Österreicher.Heute fühlen sich viele schon nur mehr als Süd-Tiroler.Wenn es so weiter geht, sind die Süd-Tiroler morgen im be-sten Fall noch deutschsprachige Italiener.Wer glaubt, dass die Assimilierung kein Problem sei, brauchtsich nur anzusehen, wie es anderen Minderheiten in fremdna-tionalen Staaten ergangen ist. Das Elsass ist dabei das besteund zugleich warnendste Beispiel, das dem Assimilierungs-prozess sogar den Namen Verelsässerung gegeben hat.

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