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Interaktive Visualisierung von Abständen und Ausdehnungen Anatomischer Strukturen für die Interventionsplanung

Interaktive Visualisierung von Abständen und Ausdehnungen Anatomischer Strukturen für die Interventionsplanung

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Published by Ivo Rössling
[Proceedings of BVM 2009] Kurzfassung:
Im Rahmen der Interventionsplanung muss der Chirurg therapierelevante Entscheidungen auf Basis räumlicher Relationen anatomischer Strukturen treffen. Interaktive 3D-Visualisierungen unterstützen diesen Prozess qualitativ. Quantitative Fragestellungen (Tumorausdehnung, Infiltrationstiefe, etc.) erfordern die Integration einer Bemaßung, deren Nutzen wesentlich von einer geeigneten Darstellung abhängt.
In dieser Arbeit haben wir allgemeine Kriterien für die Eignung von Visualisierungen von Bemaßungen in interaktiven 3D-Szenen erarbeitet. Daran orientierend haben wir verschiedene Varianten der Darstellung von Abständen und Ausdehnungen anatomischer Strukturen betrachtet und ihr Erscheinungsbild hierzu zweckmäßig parametrisiert. Die Ausprägungen dieser Darstellungsparameter wurden in einer Studie auf ihre visuellen Wirkung hin an Chirurgen evaluiert.
Es zeigte sich, dass die befragten Mediziner höchsten Wert auf Kohärenz und klare Zuordnung der Bemaßung setzten und überraschenderweise dafür sogar Abstriche in der direkten Lesbarkeit in Kauf nahmen.
[Proceedings of BVM 2009] Kurzfassung:
Im Rahmen der Interventionsplanung muss der Chirurg therapierelevante Entscheidungen auf Basis räumlicher Relationen anatomischer Strukturen treffen. Interaktive 3D-Visualisierungen unterstützen diesen Prozess qualitativ. Quantitative Fragestellungen (Tumorausdehnung, Infiltrationstiefe, etc.) erfordern die Integration einer Bemaßung, deren Nutzen wesentlich von einer geeigneten Darstellung abhängt.
In dieser Arbeit haben wir allgemeine Kriterien für die Eignung von Visualisierungen von Bemaßungen in interaktiven 3D-Szenen erarbeitet. Daran orientierend haben wir verschiedene Varianten der Darstellung von Abständen und Ausdehnungen anatomischer Strukturen betrachtet und ihr Erscheinungsbild hierzu zweckmäßig parametrisiert. Die Ausprägungen dieser Darstellungsparameter wurden in einer Studie auf ihre visuellen Wirkung hin an Chirurgen evaluiert.
Es zeigte sich, dass die befragten Mediziner höchsten Wert auf Kohärenz und klare Zuordnung der Bemaßung setzten und überraschenderweise dafür sogar Abstriche in der direkten Lesbarkeit in Kauf nahmen.

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Published by: Ivo Rössling on Oct 16, 2009
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08/15/2010

text

 
Interaktive Visualisierung von Abst¨anden undAusdehnungen Anatomischer Strukturen¨ur die Interventionsplanung
Ivo R¨ossling
1
,
2
, Christian Cyrus
1
, Lars Dornheim
1
,
2
, Peter Hahn
2
,Bernhard Preim
1
, Andreas Boehm
3
1
Otto-von-Guericke-Universit¨at Magdeburg
2
Dornheim Medical Images
3
Universit¨ats-Klinikum Leipzig
iroess@isg.cs.uni-magdeburg.de
Kurzfassung.
Im Rahmen der Interventionsplanung muss der Chirurgtherapierelevante Entscheidungen auf Basis r¨aumlicher Relationen anato-mischer Strukturen treffen. Interaktive 3D-Visualisierungen unterst¨utzendiesen Prozess qualitativ. Quantitative Fragestellungen (Tumorausdeh-nung, Infiltrationstiefe, etc.) erfordern die Integration einer Bemaßung,deren Nutzen wesentlich von einer geeigneten Darstellung abh¨angt.In dieser Arbeit haben wir allgemeine Kriterien ¨ur die Eignung vonVisualisierungen von Bemaßungen in interaktiven 3D-Szenen erarbeitet.Daran orientierend haben wir verschiedene Varianten der Darstellungvon Abst¨anden und Ausdehnungen anatomischer Strukturen betrachtetund ihr Erscheinungsbild hierzu zweckm¨aßig parametrisiert. Die Aus-pr¨agungen dieser Darstellungsparameter wurden in einer Studie auf ihrevisuellen Wirkung hin an Chirurgen evaluiert.Es zeigte sich, dass die befragten Mediziner h¨ochsten Wert auf Koh¨arenzund klare Zuordnung der Bemaßung setzten und¨uberraschenderweisedaf ¨ur sogar Abstriche in der direkten Lesbarkeit in Kauf nahmen.
1 Einleitung
F¨ur die chirurgische Diagnostik und Therapieplanung spielt die Beurteilung ana-tomischer und pathologischer Strukturen eine tragende Rolle. Bildgebende Ver-fahren unterst¨utzen den Arzt, sich ein umfassendes Bild des vorliegenden Falleszu verschaffen. Neben dem rein qualitativen visuellen Eindruck ist die quantita-tive Bewertung von zentraler Relevanz. Kennwerte zur r¨aumlichen Konstitutionrelevanter Strukturen haben sich hierf ¨ur als¨außerst wichtig herausgestellt.Diese Maße m¨ussen aus Gr¨unden klinischer Sicherheit und Effizienz demChirurgen in einer Form pr¨asentiert werden, die ihm auf intuitive Weise eineleichte und korrekte Ablesung erlaubt. Trotz der Relevanz dieser Thematik l¨asstsich kaum Literatur zur Visualisierung spatialer Kennwerte in medizinischen3D-Szenen finden. Einen Abriss zu den¨ublichsten Anwendungsf ¨allen gibt [1].
Gef ¨ordert durch EXIST, BMWi und ESF
 
2 Ivo R¨ossling et al.
Veranschaulicht wird jeder Fall dabei anhand einer medizinischen 3D-Szene undeiner m¨oglichen Visualisierung. F¨ur r¨aumliche Punktabst¨ande und L¨angenska-len werden
Distance Lines
und
Interactive Rulers
aus [2] beispielhaft angef ¨uhrt.Auch eine Vermessung von Winkeln und Volumina wird illustriert. In [3] werdenAbst¨ande und Abmaße von Strukturen interaktiv bestimmt. Es wird eine etwassimplere Darstellung gew¨ahlt, bei der Bemaßung und Maßzahl visuell vonein-ander getrennt sind. [2] pr¨asentiert abschließend noch ein Beispiel f ¨ur die Dar-stellung automatisch berechneter Abmaße anatomischer Strukturen. Ansonstenwird in den genannten Quellen ein klarer Fokus auf die interaktive manuelleVermessung gesetzt, bei der Anwender direkt mit den Maßen selbst interagiert.Allen Quellen ist gemein, dass sie zwar jeweils eine konkrete Darstellungsva-riante vorstellen, jedoch keine denkbaren Alternativen diskutieren. Vor diesemHintergrund haben wir f ¨ur ausgew¨ahlte Maße verschiedene Visualisierungsfor-men entwickelt und in einer Nutzerstudie evaluiert. Drei Anwendungsf ¨alle wur-den dabei betrachtet, die sich aus wichtigen medizinischen Fragestellungen f ¨ur dieInterventionsplanung ableiten lassen: Die Visualisierung von
¨ urzesten Abst ¨ an-den 
, von
gr ¨ oßten Ausdehnungen 
und von
Abmaßen 
anatomischer Strukturen.
2 Material und Methoden
Wie eine Bemaßung letztlich vom Betrachter wahrgenommen wird, h¨angt voneiner Reihe von Pr¨asentationsparametern ab. F¨ur gute visuelle Wirkung habenwir in Anlehnung an [4] die folgenden qualitativen Kriterien postuliert:
Klare Zuordnung
Sowohl die Zuordnung von Bemaßungen zu ihren Objekt-referenzen als auch die von Maßzahlen zu ihren Maßlinien muss jeweils ein-deutig und klar erkennbar sein. [4]
Lesbarkeit
Die Maßzahlen m¨ussen eine leichte und korrekte Ablesung erlaubenund d¨urfen insbesondere nicht verdeckt werden.
Koh¨arenz
Im Rahmen der Interaktion mit der 3D-Szene sollten weder Maß-linien noch Maßzahlen den Betrachter durch auff ¨allige (z.B. sprunghafte)¨Anderungen ablenken.An diesen Kriterien orientierend haben wir verschiedene Darstellungsvariantenentwickelt. Auf eine Betrachtung visueller Details wie Farbe, Font oder Linienstilwurde dabei bewusst verzichtet.
Abb.1.
Dimensionalit¨at und Ausrichtungskorrektur: 3D-Pfeil, sowie 2D-Pfeil in denVarianten
statisch 
,
sicht-optimal 
, und
(smooth-)flip
(v.l.n.r.)
 
Visualisierung von Abst¨anden und Ausdehnungen Anatomischer Strukturen 3
Abb.2.
Verdeckung: Behebung des Problems durch
Objekttransparenz 
,
¨ Uberstand 
oder
Außenansetzung der Maßpfeile
sowie durch
Hilfslinien 
(v.l.n.r.)
F¨ur die Visualisierung der Maßlinien wurden zun¨achst zwei allgemeine Dar-stellungsparameter herausgearbeitet (Abb. 1):
Dimensionalit¨at:
F¨ur den 3D-Pfeil mit zylindrischem Schaft und Kegelspitzeaus [4] wurde als schlichtere Alternative ein planares Gegenst¨uck eingef ¨uhrt.
Ausrichtungskorrektur:
Beim 2D-Pfeil ergibt sich aufgrund der Planarit¨atdas Problem, dass eine feste Ausrichtung (
statisch 
) zu extrem flachen Blick-winkeln f ¨uhren kann. Dies kann durch eine Neuausrichtung der Pfeilebenekorrigiert werden. Drei L¨osungen wurden erarbeitet: Der Pfeil wird beimWinkel von 45
einfach umgeklappt (
 flip
), immerfort zum Betrachter hingedreht (
sicht-optimal 
) oder beh¨alt seine feste Ausrichtung zun¨achst bei undwird in einem Grenzbereich dann kontinuierlich¨ubergeblendet (
smooth-flip
).Im Anwendungsfall der
gr ¨ oßten Ausdehnung 
verl¨auft das Referenzmaß meist in-nerhalb des Objektes. Vier Parameter werden dann zus¨atzlich relevant:
Objekt-transparenz
,
Pfeil¨uberstand
,
Außenansetzung
und
Hilfslinien
(Abb. 2).Im Anwendungsfall der
Abmaße
treffen drei Maße orthogonal aufeinander.Dies f ¨uhrt zu zwei letzten Parametern f ¨ur die Darstellung von Maßlinien (Abb. 3):
Anordnung:
Die Pfeile k¨onnen sich im einfachsten Falle im
Schwerpunkt 
desObjektes schneiden oder im
Mittelpunkt 
seiner Bounding-Box. Alternativk¨onnen sie sich in einem gut sichtbaren
Eckpunkt 
selbiger treffen. Ferner lie-ßen sich¨ahnlich einer technischen Zeichnung
Silhouettenkanten 
der Bounding-Box dynamisch bestimmen, die eine¨Uberlagerung des Objektes vermeiden.
Bounding-Box:
Als potentielle visuelle Unterst¨utzung kann zus¨atzlich die zu-geh¨orige Bounding-Box der Struktur angezeigt werden.
Abb.3.
Anordnung orthogonaler Maße:
Mittelpunkt 
,
Schwerpunkt 
,
Eckpunkt 
und
Silhouettenkanten 
(v.l.n.r.,
mit zus¨atzlicher Bounding-Box)

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