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10/24/2012

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pr+co. gmbh stuttgart
16.10.2009
Seite 1 / 5
 
Heftanalyse: „ebmpapst aktuell“
 Allgemeines
Schönwetter-MAZ. Hier wird versucht, es allen Recht zu machen. Ein klaresKonzept ist nicht zu erkennen. Welche Ziele verfolgt das Heft? WelcheStrategie wird verfolgt? Gerade hat ebm-papst den gwa Profi für dieZusammenführung dreier Unternehmen zu einer Marke gewonnen. Da wäre esallerhöchste Zeit, diese Entwicklung auch in der MAZ zu dokumentieren. Nichtsspricht gegen Nachrichten aus den verschiedenen Standorten, aber dieinteressieren alle Mitarbeiter an allen Standorten gleichermaßen – auch die anden internationalen.[Mehr „Wir“, mehr Profil, mehr Mut, auch schwierigeThemen zu kommunizieren.]
Optik, Haptik
 
Titelseite und Rücktitel
In den meisten Fällen lächeln Menschen von der Titelseite. Das passt für die MAZausgezeichnet. Die Inszenierungen und Bildausschnitte sollten allerdingsspannender und einheitlicher werden. Zudem schwächt der graue Titelbalken jedesMotiv: Farbe und Raster wirken ein wenig angestaubt, klobig und broschürenhaft.Diesen Eindruck verstärkt auch das große Firmenlogo. Das könnte in denHintergrund treten, da die Adressaten den Herausgeber kennen.Da in den meisten Fällen kein echtes Titelthema – also das stärkste/wichtigsteThema im Heft – zu sehen ist, kann das Motiv schnell als beliebig empfundenwerden.Anzeigenformat ist für die U4 optimal, da es den Lesegewohnheitenentgegenkommt. Die Inhalte der Anzeigen passen jedoch weniger zu einer MAZ:Hauptsächlich Produktanzeigen, die für Kunden bestimmt sind. Die„Ideenmanagement“-Anzeige der 209 geht in die richtige Richtung, könnte aber 
 
 
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pr+co. gmbh stuttgart
16.10.2009
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spritziger sein, sich stärker vom Anzeigen-CD abheben – und ist damit selbst einFall fürs Vorschlagswesen.
 
Gestaltung, Raster, Typographie
Die durchgehend strenge Dreispaltigkeit wirkt ermüdend und beißt sich mit demscheinbar willkürlichen Umgang mit Bildern. Jede Doppelseite steht auf sechsSäulen, die von Bild-Wildwuchs umrankt werden: Diese Tempelruine ist nicht nur nicht hübsch anzuschauen, sondern auch kein Ort der Lesefreude. Dazu trägt auchdie sehr trockene (und oft schlecht gesetzte) Sans Serifen-Typo bei.
 
Bilder und Illustrationen
Handgemachte „Schnappschüsse“ vermitteln in einer MAZ Authentizität und habendort auch durchaus ihre Berechtigung und ihren Platz. In der „aktuell“ bestimmensie (oft als amateurhaft gewählte, geschnittene und platzierte Freisteller) jedoch jede Seite – und wechseln sich allenfalls mit Produktfotos ab. Professionellgeschossene Fotos, zum Beispiel für eine Portraitstrecke, ein Interview, Mitarbeiter in ungewohnten Situationen, Posen, Umgebungen o.ä., sind auch in einer MAZwichtig. Verbundenheit mit den Mitarbeitern und der Region sowie familiäreAtmosphäre lassen sich gerade durch gut gemachte Fotostrecken unterstreichen.Da ist noch viel Luft nach oben!
Inhalt und Leserführung
 
Gesamteindruck
Die Leser werden mit den vielen Themen nahezu allein gelassen. Eine klareStruktur ist trotz Brückenpfeilern nicht auf Anhieb zu erkennen – und die tragen dasHeft nicht ausreichend.
 
 
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pr+co. gmbh stuttgart
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Inhaltsverzeichnis
Im Prinzip sehr gut: Für einen 24-Seiter ist eine ganze Seite Inhaltsverzeichnisdurchaus angemessen. Dort verschaffen ein detailliertes Verzeichnis sowie ein paar Anreißer einen Überblick über die Themenvielfalt – aber keine Orientierung. Die(Rubriken-)Titel im Inhaltsverzeichnis unterscheiden sich zum Teil von denen imHeft („Erfolge auf Messen“ vs. „News aus aller Welt“). Es sind nicht alleangeteaserten Themen im detaillierten Verzeichnis aufgelistet (S. 8-9, 18-19, 23).Die Teaser heben nicht unbedingt die stärksten oder unterschiedlichsten Themendes Hefts hervor, sind willkürlich und verfehlen damit ihre Wirkung.Das Farbleitsystem funktioniert nicht: Die bunten Quader bei der Seitenzahl sindnicht prominent genug, um eine Verbindung zu ihren Farbzwillingen imInhaltsverzeichnis herstellen zu können.
 
Rubrizierung und Themenvielfalt
Es gibt ein paar Brückenpfeiler, die als Grundgerüst für eine Rubrizierung dienenkönnten, weil sie als Fixpunkte in jeder Ausgabe an derselben Stelle auftauchen:Editorial, News aus aller Welt, Helden des Alltags, Jubilare. Verwirrung stiften jedoch die an sich guten Rubrikentitel wie „Lob & Preis“, „Innovationen“,„Produktion“, „Produkt News“, „Mitarbeiter“. Sie tauchen stets an verschiedenenOrten und zum Teil sogar mehrfach übers ganze Heft verstreut auf. Mit wenigAufwand ließe sich daraus eine funktionierende Heftstruktur bauen, die den LesernOrientierung und der Redaktion ein Ordnungsprinzip verschafft.Die Rubrikentitel weisen auf eine große und zum Teil auch vorbildlicheThemenvielfalt hin. Es überwiegt jedoch das „über“ Mitarbeiter berichten, sie selbstkommen kaum zu Wort. Themen die zum Dialog einladen fehlen in einem an sichumfassenden Portfolio ebenso wie kritische Themen. Wenn auch in Krisenzeitenaußer zweier Ansprachen „vom Chef“, alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, leidetdie Glaubwürdigkeit der MAZ.

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