Der Charakter - Wo kommt er her und wie verändert man ihn?
Wir begegnen Menschen mit den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften. Manche gefallenuns so sehr, dass wir uns verlieben; andere hassen wir abgrundtief. Es gibt die verschiedenstenPersönlichkeiten, doch wie entstehen diese? Warum denkt der eine nur an sich und die andere istso freundlich und hilfsbereit?Bei dieser Frage ist es wichtig die Verhältnisse der jeweiligen Individuen zu betrachten. Damitsind alle Lebensumstände, die um uns existieren, gemeint; seien es Eltern, Freunde, Schule,Arbeit usw. Das ist wichtig zu beachten, denn es sind die Verhältnisse, die unsere Eigenschaften,Fähigkeiten und insgesamt unseren Charakter bestimmen. Die Verhältnisse des Menschen prägen,erweitern und verändern ihn. Sie bestimmen wer du bist. Das wusste schon Marx:
„DasVerhalten des Menschen wird durch seine Verhältnisse bestimmt.“
Um uns das konkret vorzustellen, müssen wir ganz bei Null anfangen, denn jeder Mensch wirdschon in bestimmte Verhältnisse hineingeboren. Lebt das Kind in ärmlichen Verhältnissen oder schwimmt es im Luxus? Schon allein durch schlechte Lebensbedingungen der Eltern ergebensich Schlussfolgerungen für die Zukunft dieses Kindes. Es wird vermutlich auf eine schlechteSchule gehen, schlecht gebildet sein und nicht den besten Job haben. Es wird's schwer im Lebenhaben. Das wirkt sich auf jeden Winkel seiner Selbst aus. Seine Persönlichkeit wir dadurch bestimmt.Es beginnt also schon bei den wirtschaftlichen Bedingungen. Wäre dieses Kind wiederum in der Urgesellschaft (Steinzeit), zur Zeit des römischen Reiches oder im bäuerlichen Mittelalter auf dieWelt gekommen, hätte es sich wieder ganz anders entwickelt. Die ökonomische Basis ist alsogrundlegend für unsere spätere Entwicklung.
Die Rolle der Wirtschaft
Wir leben heute im Zeitalter der „freien Marktwirtschaft“, in der der technologische Fortschrittden Menschen mehr und mehr nutzlos macht (siehe Arbeitslosigkeit) und die gesamte Wirtschaftimmer stärker zusammenwächst, wodurch der Reichtum in immer weniger Hände übergeht. DieUnternehmen brauchen immer spezialisiertere Fachkräfte, aber auch immer weniger Leute, dennman muss Einsparungen vornehmen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. DiesesKonkurrenzdenken aus der Wirtschaft greift auf die Menschen über und beeinflusst sie, denn dieMenschen arbeiten für die Wirtschaft und halten dieses Gebilde zusammen, ob sie wollen oder nicht. Es entsteht dadurch ein auf die Wirtschaft angepasster Charakter.
Im Berufsleben
Im Job müssen wir uns zum Beispiel beim Chef beliebt machen, um Karriere zu machen,unwichtig, ob wir ihn wirklich mögen oder nicht. Viele versuchen andere Kollegen schlecht zureden, um sich selbst im besseren Licht stehen zu sehen. Es geht schließlich nur um sich alleinund niemanden sonst. Da interessieren die Gefühle anderer nicht. Der oben genannteKonkurrenzkampf wird zunehmend verschärft und gnadenloser, da sich das Unternehmen, in demman arbeitet, auch im Wettberwerb mit anderen Unternehmen befindet. Es herrscht Druck vonallen Seiten.In der Führungsebene ist es auch nicht anders. Nach dem Managermagazin Wirtschaftswochesind über 60 Prozent der deutschen Führungskräfte neurotisch gestört. Sie haben also psychischeStörungen. Das ist aber kein Wunder; müssen sie doch kaltherzig Lohne kürzen, Arbeitszeitenverlängern und Menschen entlassen. Auch diese kaputten Typen ruft unser verfaultes System
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Es wäre wohl vieles im 20. Jahrhundert nicht passiert, wenn nicht auch viel Wahres in diesen Worten stecken würde – aber die Sache ist, in Theorie und v.a. in der Praxis, leider nicht ganz so einfach (wie auch das Scheitern des Kommunismus offenkundig belegt)! Über das "gute" oder "richtige" Leben haben schon die alten Philosophen intensiv nachgedacht, und sämtliche Religionen legen ein beredtes Zeugnis davon ab, wie sehr sich die Menschen immer schon bemüht haben (bzw. bemühen mussten), das "Gute" im Menschen zu befördern und das "Böse" möglichst hintan zu halten ... Man könnte abschließend auch sagen: "Wir [die Menschheit] arbeiten daran!", denn es gibt, über die Jahrhunderte gesehen, sicher einen Fortschritt!