INHALT
Nr.03Nr.03
32
INHALTTHEMA
NETZ K@NZLER
Wer das Internet regiert
32LUST FRUST
Wieso das Jugendparlament inHalberstadt trotzdem weitermacht
38TREFF PUNKT
Wie sich Jugendräte mit Ratschlägendurchsetzen
42Lesermeinung/ Impressum58/ 59KONTAKT SPERRE
Wieso Politik als „ätzend und langweilig“ gilt
14SCHAU BÜHNE
Wie Medien und Politik zusammenwirken
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>Hans Jürgen Beerfeltz:„... sich gegen Coca Cola behaupten“
49NAH KAMPF
Wie der Partei-Nachwuchs Wahlwerbung macht
22ÄLTESTEN RAT
Norbert Blüm, Helmut Schmidt
50PRÜF STEINE
Worum es bei der Bundestagswahl geht
52
NAH KAMPF
Plakate kleben, Gespräche mit Gleichaltrigen, Image aufpolieren.Die Nachwuchsorganisationen der Parteien kämpfen an vielenWahlkampf-Fronten. Momentaufnahmen
REPORTAGESeiten 22 - 29
LUST FRUST
Mit viel Elan und Tatendrang startete das Jugendparlament in Hal-berstadt vor drei Jahren. Inzwischen gibt es Ernüchterung, aberauch Hoffnungen für die Zukunft. Beobachtungen
PROJEKTESeiten 38 - 41
KONTAKT SPERRE
Junge Leute sind auf Distanz zum Politikbetrieb. Politisch aktiv sindviele von ihnen trotzdem – auch wenn sie ihr Engagement andersnennen und begreifen. Eine Bestandsaufnahme
HINTERGRUNDSeiten 14 - 19STIMM BRUCH
Warum die einen wählen wollen und die anderen nicht
4FLAGGE ZEIGEN
Wofür sich junge Promis einsetzen
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Svenja Heinecke:
„Der ideale Politiker überschätztsich nicht und ist ehrlich“20
Carsten Guhr:
„Nur weil ich Bürgermeister bin, muss ichmich doch nicht wie ein Sechzigjähriger verhalten“35
Andreas Steyer:
„Wir möchten mit unserer Jugendparteizur Bundestagswahl antreten“36
Claudia Pertzsch:
„Manchmal denke ich, ich habe esdreifach schwer: jung, weiblich, blond“37ÜBER SETZEN
> Wie junge Aussiedler deutsche Politik kennenlernen
44
> Wo jungendliche Ausländer wählen
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ARGUMENTEHINTERGRUNDREPORTAGEMENSCHEN
Liebe Leserin, lieber Leser,
Es ist Wahl-Zeit, eine wichtige Zeit der Demokratie. DasWahlvolk kann die, die es im Parlament vertreten sollen, neubestimmen. Das Wahlvolk kann sein Vertrauen neu verteilen,die Weichen anders stellen. Die Parteien buhlen um seineGunst. Sie rücken die eigenen Positionen, Personen und Pro-gramme ins rechte Licht und den politischen Gegner in einmöglichst schlechtes.Es ist Wahlkampf. Beschimpfungen, Entgleisungen, Fouls,vielleicht sogar „Schlammschlachten“, werden dazugehören.Der Politikbetrieb zu Wahlkampfzeiten erfährt harsche Verur-teilungen. Immer schon und immer wieder. Trotzdem sagtPeter Radunski, ein erfahrener Wahlkampfmanager: „Wahl-kämpfe waren noch nie so fair wie heute.“Das Vorurteil ist stabil: Politik ist ein schmutziges Ge-schäft, Politik verdirbt den Charakter. In einer Image-Ranglis-te der Berufe landen Politiker ganz weit unten, eingerahmtvon Autoverkäufern und Immobilienmaklern. Dieses Schick-sal teilen sie übrigens mit ihren europäischen Kollegen. Ver-wunderlich: Europa hat die längste Friedensepoche seinerGeschichte hinter sich, die Bürger genießen Freiheiten undviele Rechte, der Wohlstand ist im Vergleich zu anderen Tei-len dieser Erde gewaltig. Die Demokratie ist eine Erfolgsge-schichte, es gibt nichts Besseres.61,2 Millionen Deutsche haben am 22. September 2002das Recht zu wählen, davon 2,5 Millionen zum ersten Mal.Die Experten bescheinigen gerade den Jüngeren ein heftigesDesinteresse. Politik findet für sie auf unerreichbaren undundurchschaubaren Ebenen statt. Politik steht in ihren Au-gen unter dem Generalverdacht, dass sie die jugendlichenPerspektiven nicht richtig bedenkt. Viele Jugendliche verab-schieden sich offensichtlich von der Einsicht, dass nur dereine Chance in der Demokratie hat, der sich für seine Inte-ressen tatkräftig selbst einsetzt. Wer alle Verantwortung aufden mühsamen und komplizierten politischen Betrieb ab-wälzt, der tut sich nichts Gutes. Oder um es mit Luisa ausRostock (siehe Seite 4) zu sagen: „Ich möchte nicht zu denJugendlichen gehören, die nicht wählen gehen und sichhinterher aufregen.“
Dieter Golombek
PROJEKTE
www..de im Juni
unter anderem mit folgenden Themen:
Parteien online
Wie sieht der Wahlkampf im Netz aus?
Wahlbeobachter in Weißrussland
Wo muss ich hier denPräsidenten wählen?
Medien in Italien
Eine Florenzer Zeitschrift sorgt sich um dieChancengleichheit bei den Wahlen
Wähler-Wünsche
Ein Wahlforscher und die immer gleiche Frage:Was will der Wähler?
... außerdem Buch- und Filmtipps zum Thema „Wahlen“
Zum Titelbild: „Die Jugendlichen entfernen sich nicht etwa bewusst vom politischen System, sie lassen es mehr und mehr links liegen“ sagt Ju- gendforscher Arthur Fischer. Das Foto zeigt eine Besuchergruppe im Reichstag in Berlin
PROVOKATIONEN
Alex, Franz Müntefering, Herbert Riehl-Heyse,Helmut Schmidt, Jürgen Todenhöfer, Antje Vollmer
30, 56
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