INHALT
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Liebe Leserin,lieber Leser,
W
ir fuhren zehn Tage hin,dann besuchten uns die Franzosen,und das bedeutete,dass erstensständig Unterricht ausfiel und zweitens jeden Abend irgendwo eine Party stattfand.Undnebenbei begruben wir,ohne es zu wissen,die Feindschaft zweier Länder.“ Christoph Amend (29)beschreibt in seinem Generationen-Buch „Morgen tanzt die ganze Welt – Die Jungen,die Alten,der Krieg“ (München 2003),wie die große europäische Politik in den Alltag hinein wirkte undFrüchte trug.Eine solche Normalität war den Tschechen und Deutschen nicht geschenkt.Erst 1989 öffnete sich die Grenze,die Europa teilte.Austausch,Begegnungen,Gespräche wurdenmöglich.Die vielen dunklen Kapitel der gemeinsamen deutsch-tschechischen Geschichte verlang-ten danach.Den Besuch des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker nutzte der tschechoslowa-kische Präsident Václav Havel zu seiner bewegenden Rede vom 15.März 1990:„Leiden verpflich-tet zu Gerechtigkeit,nicht zu Ungerechtigkeit“,sagte er.Ein großer Satz,zur Orientierung be-stimmt für alle,die die Versöhnung wollen.Deutsche,die ihre Heimat verloren haben,wollen sieund finden mehr und mehr Partner im Nachbarland.Rückblick auf das vergangene Jahrhundert mit seinem versöhnlichen Ausklang:Man muss seineschreckliche Geschichte kennen,um zu wissen,wie gut die Zeiten sind,in denen wir heute leben – hier in Europa:Kein Krieg,keine Volks- und keine Völkerverhetzung,kein Gesinnungsterror vonStaats wegen.Ab 2004 gehört Tschechien zur Europäischen Union.Ein Land lädt ein,entdeckt zuwerden.Das,was lange fern war,ist nah,kommt noch näher.Berührungsängste? – Halten wir esnur mit dem berühmtesten aller Tschechen,Josef Schwejk:„Ham mir nur niemand um nichts kei-ne Angst!“
Dieter Golombek
INHALT/EDITORIAL
Seite 4
Besondere Kennzeichen:Was in Tschechien jeder kennt.
Seite 6
Reportage:Nationalsport Eishockey.
Seite 11
Spaßeshalber:Der Schwejk im Tschechen.
Seite 12
Interview:Günter Verheugen.
Seite 14
Landliebe:Reise durch Land und Literatur.
Seite 22
Heimatkunde:Antonia Goldhammer von der Sudetendeutschen Jugend.
Seite 24
Regelrecht:Essen und EU.
Seite 26
Vorstellungsgespräche:Was ist Tschechien?
Seite 32
Zeichensetzung:Der Selbstmord vonZdeněk Adamec.
Seite 36
Projekte I:Tschechisch lernen.
Seite 37
Impressum
Seite 38
Lexikon:Wer,was,wann?
Seite 44
Fahrprüfung:Fit für Prag?
Seite 46
Projekte II:Tschechen treffen.
Seite 48
Filmentwicklung:Auf den Spuren des tschechischen Films.
Seite 54
Mit Vergnügen:Eine gute Zeit in Prag.
Seite 56
Ältestenrat:Mit Richard von Weizsäcker und Jirˇí Grusˇa.
Seite 58
Sprechstunde:Tschechisch für Anfänger.
F o t o T i t e l u n d I n h a l t : B e r t H e i n z l m e i e r
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