WEB 2.0
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bereitsvon schwergewichtigenBranchenblogs aus dem SiliconValley wie Techcrunch oderMashable mit wohlwollendenBerichten geadelt. Hinter Soup ste-hen Christopher Clay und EsadHajdarevic aus der Wiener Hacker-schmiedeMetalab.
123people.com
123people – „Finde jeden, den du (nochnicht) kennst“ – ist eine Personensuch-maschine des vom 3united-MitgründerMarkus Wagner aufgebauten Inkubatorsi5invest. Sie aggregiert Fundstellen zueinzelnen Personen wie Texte, Fotos undVideos aus dem Web, Telefonbucheinträgeoder Profile aus Social Networks wie Xing undFacebook. 123people erschließt damit dieSuchmöglichkeiten erfahrener Internetnutzerauch für weniger erfahrene und nimmt aminternational sehr heiß umkämpften Wettlaufum den Markt der Personensuche teil.
ichkoche.at
ichkoche.at ist eine Rezeptesuchmaschine ausdem Hause der Styria Medien AG. Die Rezeptewurden ursprünglich aus den bereits erschie-nenen Koch- und Kulinarikbüchern der Styria-Verlage zusammengetragen. Web 2.0 kommtmit den Usern ins Spiel. Diese können Rezepteuploaden, einen Blog anlegen, Bilder undVideos auf ihre Sites stellen. Nachdem mansein Profil angelegt hat, kann man kulinarischGleichgesinnte finden. Geschäftsführer istOliver Olschewski. Er verantwortet gemein-sam mit Daniel Greineder die Finanzierungder Site durch Werbeschaltungen. Alle Inhalteder Seite sind für die User frei zugänglich –auch ohne Registrierung.
Geschäftsmodelle im Web 2.0: mit Trial and Error leben
Dieter Rappold,Geschäftsführer der Agentur Knallgrau
Dieter Rappold, Geschäftsführer der auf Social Softwarespezialisierten Agentur Knallgrau, im Interview überkommerzielle Chancen und Herausforderungen des Web2.0. Knallgrau hat vor fünf Jahren mit der Weblogplatt-form Twoday.net die erste „Web-2.0-Plattform“ des Landesentwickelt. Rappold bloggt selbst unter sierralog.com.
Verwenden Sie selbst den Begriff „Web 2.0“?
Dieter Rappold:
Ja, ich akzeptiere den Begriff aus einerVermarktungsperspektive. Er ist der Versuch, eine kom-plexe Materie in ein Schlagwort zu verpacken. Da dasWissen hier sehr heterogen verteilt ist, erleichtert er denMarktteilnehmern zumindest, glaubhaft von ein unddemselben Thema zu sprechen.
Twoday ist dieser Tage fünf Jahre alt geworden – was sindIhre Erfahrungen aus dieser Zeit? Was hat funktioniert,was ging schief?
Twoday.net ist der Beweis, dass in Österreich durchausinnovative Webprojekte möglich sind, wenn wir auch mitder ursprünglichen Zielsetzung, ein kommerziell erfolg-reiches Weblogportal zu machen, gescheitert sind. DiePlattform hat jedoch einen enorm hohen Wert fürKnallgrau, sowohl aus Marketingperspektive als auch inihrer Funktion als Lernraum für uns.
Wie beurteilen Sie Werbung im Web 2.0 in Österreich?Warum kann man auf Twoday nicht werben?
Wir haben Twoday bislang nicht für Onlinewerbung geöff-net, weil uns die Zeit und die Kapazität fehlen, uns pro-fessionell darum zu kümmern. Generell bin ich derAnsicht, dass in Österreich weder Kunden nochMediaagenturen annähernd bereit sind, das Potenzial vonWerbung auf und mit Social Media zu erkennen oder zubewerten. Hier hinken wir international hinterher.
Wo finden sich die tragfähigen Geschäftsmodelle – wiekann man mit Social Media Geld verdienen?
Wir müssen hier mit Trial and Error leben, denn es liegenkeine fertigen Antworten am Tisch. Alle bis hin zuFacebook sind dabei, Dinge auszuprobieren und ausihnen zu lernen.
Medienhäuser wie Holtzbrinck oder Burda sind inDeutschland auf Einkaufstour im Web 2.0 – kann dieseStrategie aufgehen?
Diese Einkaufstouren sind ein schwieriges Konzept, dennman kann eine Web-2.0-Plattform kaufen, muss aber alsOrganisation auch in der Lage sein, die entsprechendeOffenheit leben zu können. Grundsätzlich sehen wir welt-weit eine Granularisierung der Medienmärkte, der Trendgeht zur Nische. Auch in Österreich wird es Nischen-produkte geben, die für einen Medienkonzern, der auf-merksam genug ist, interessant sein können.
Wie sehen Sie die diesbezüglichen Aktivitäten der öster-reichischen Verlagshäuser?
Bemüht, aber sehr von Zurückhaltung und Angstgeprägt. Als positive Ausnahmen fallen mir Styria unddas Vorarlberger Medienhaus ein.
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