Steiermark, eine Familie, die im Vertrauen auf dieses Landversucht hat, sich hier eine Existenz aufzubauen.Und eine Familie, die im Vertrauen auf unser Rechtssystem sichein Grundstück gekauft hat – im Vertrauen darauf bauen zukönnen.Eine Familie, die im Vertrauen alle Vorbereitungen für denHausbau getroffen hat, alle rechtlichen Formalitäten erledigthat, um schließlich am alles entscheidenden Tag, dem 22. Juli2002 eine gehörig reinserviert zu bekommen. Ja, das war der schicksalhafte Tag an dem der Bagger derKellerfirma versuchte, Erdreich für den Keller auszuheben …Ich könnte natürlich stundenlang weitererzählen, doch ichmöchte Sie mit all den Details und Facetten unseres seit diesem Tag betretenen „Märtyrerpfades“ nicht zu sehr langweilen –deshalb möchte ich im Groben zusammen, wie folgt:Alle waren Sie da am Grundstück: Bürgermeister, Vertreter vomLand Steiermark, Vertreter von der BH Graz-Umgebung, Medien,etc. – kopfschüttelnd - und alle haben sich nur gefragt, wie sowas überhaupt möglich sein kann, dass da eine anscheinendvergessene Deponie wiederentdeckt wurde.Es wurde schnell klar, dass viele Leute in der GemeindeUnterpremstätten von dieser Deponie oder besser gesagt von
etlichen Deponien
im Gemeindegebiet wussten – nur hatkeiner die Courage besessen und was gesagt. Frei nach demMotto: „Von mir hat er’s nicht erfahren, also kann auch keinerauf mich böse sein“.Der Bürgermeister lehnt jegliche Verantwortung ab und anstattuns zu entschädigen und damit zu helfen, zieht er jeglicherechtliche Register und zieht vor Gericht, wohl wissend, dasseiner Privatperson mit Sicherheit der Atem schneller ausgeht,wie einer Gemeinde, die über genügend Rücklagen verfügt, jahrelang prozessieren zu können.Und genau darin liegt auch unser Dilemma. Sowohl dieeingeschaltete Volksanwaltschaft in Wien hat richtigerweiseerkannt, dass die Gemeinde fahrlässig gehandelt hat und
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