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HARZER-HEXEN-STIEG www.harzer-hexen-stieg.de
 
2Der Harzer-Hexen-Stieg
 
Der Harz –
 
Landschaft der Mythen und Mysterien
 
Unzählige Geschichten ranken sich um Hexen und Teufel, denBergmönch oder den Wilden Mann. Legendär ist der Ritt derHexen aus aller Welt auf den höchsten Harzgipfel, den Brocken,alljährlich zur Walpurgisnacht.Genährt werden all diese Sagen aus der urwüchsigen Natur desnördlichsten Deutschen Mittelgebirges: Dichte, dunkle Fichten-wälder, sumpfige, nässetriefende Hochmoore, zerklüftete Fel-sen, nebelumwobene Klippen und Gipfel – das ist die eine Seitedes Harzes. Aber es gibt auch eine andere: LichtdurchfluteteHochebenen, buntblühende Bergwiesen, leise plätschernde Bä-che, geheimnisvolle Teiche und farbenfrohe Laubwälder.Das Harzgebirge überrascht durch seine landschaftliche Vielfalt.Und es überrascht auch durch die Vielfalt seiner Geschichte, diebis heute spürbar ist. Mehr als 1000 Jahre lang wurde ununter-brochen Bergbau betrieben. Zu Zeiten Goethes zählte Clausthal,eine Hauptstadt des Oberharzer Bergbaus und bis heute Stand-ort einer weltbekannten technischen Universität, in etwa soviele Einwohner wie die Residenzstadt Weimar.Im ganzen Oberharz finden sich bis heute die Spuren des histo-rischen Bergbaus. Das Oberharzer Wasserregal, ein umfassendesSystem aus Gräben, unterirdischen Wasserläufen, Teichen undTalsperren, ist hier allgegenwärtig. Weil es in dieser Ausprä-gung weltweit einzigartig ist, soll es als Welterbe der Mensch-heit UNESCO-Status erhalten.Diesen besitzen schon Städte wie Goslar und Quedlinburg amnördlichen Harzrand. Teils durch den Bergbau zu Reichtum ge-kommen, waren sie Zentren der Macht im frühen Deutschland.Kaiser und Könige, Fürsten und Bischöfe führten aus dem Harzdie Geschicke ihrer Reiche, sponnen Intrigen und sicherten ih-ren Einfluss. Die architektonischen Zeugnisse dieser Zeit prägenbis heute das Bild der historischen Altstädte und der freienBergstädte, bestimmen ihre einzigartige Atmosphäre.Neben den Reichtümern des Bodens war es die strategischeLage an den wichtigen Verkehrsachsen von Nord nach Süd undvon West nach Ost, die dem Harz seinen besonderen Stellenwertbescherte. Auch heute liegt der Harz an diesen Magistralen imHerzen Deutschlands und ist daher aus allen Richtungen schnell und leicht erreichbar. Ob mit dem PKW oder der Bahn, in weni-gen Stunden ist man am Ziel.Es eröffnet sich eine Wanderlandschaft par excellence. Mehr als8.000 km ausgeschilderter Wanderwege, durchgängig vernetzt,durchziehen das Gebirge. Egal, wo im Harz man sich einquar-tiert, der nächste Einstieg ist garantiert nicht weit. Den bestenEindruck erhält man aber auf dem Harzer-Hexen-Stieg – einerder schönsten Wanderwege Deutschlands!
Foto: Matthias Bein
 
3Der Harzer-Hexen-Stieg
Der Harzer-Hexen-Stieg –
 
teuflisch schön und höllisch spannend
Die beste Möglichkeit, die ganze Vielfalt des Harzes kennen zulernen, bietet seine Überquerung auf dem Harzer-Hexen-Stieg.Seit 2005 verbindet der „Qualitätsweg Wanderbares Deutsch-land“ die Orte Osterode in Niedersachsen und Thale in Sach-sen-Anhalt. Vierundneunzig Kilometer, die den Wanderer durchnahezu alle Landschaftstypen führen und dabei Sehenswertesund Interessantes der Region aufgreifen:Der historische
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wurde schon erwähnt. Fast baumloswar der Harz zeitweise. Das Holz wurde für den Ausbau der Stol-len, aber insbesondere zur Herstellung von Holzkohle benötigt –der wichtigsten Energiequelle zur Verhüttung der Erze. Meilerund Köhlerhütten fanden sich allerorten.
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trieb den Bergbau an, die Gräben und Teiche begleitenden Harzer-Hexen-Stieg auf weiten Strecken. Aber auch sonstspielt das Wasser eine wichtige Rolle. Für den Harz selbst, aberauch für sein Umland. Talsperren sammeln und sichern das le-bensnotwendige Nass, schützen vor Fluten und spenden Trink-wasser bis weit nach Norddeutschland hinein.Die sagenumwobene Bergwildnis des
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,des ersten und einzigen länderübergreifenden NationalparksDeutschlands, entführt an Stellen, an denen Natur noch Natursein darf – und auch so wirkt: Inspirierend für Körper und Geist.Hier ist die Heimat der Zwerge, hier verstecken sich Hexen undTeufel hinter knorrigen Baumstümpfen.
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ist auch der Harzer-Hexen-Stieg selbst.Was heute die unscheinbare Ländergrenze zwischen Niedersach-sen und Sachsen-Anhalt ist, war bis vor 20 Jahren ein Stück desEisernen Vorhangs. Unerbittlich trennte er Ost und West, un-durchdringlich durchschnitt er auch den Harz. Heute zieht sichan seiner Stelle das Grüne Band entlang der früheren innerdeut-schen Grenze. Ein Refugium für seltene Pflanzen und Tiere.
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wurde zum Sinnbild der Trennung. Allgegenwärtigaber unerreichbar war seine häufig vernebelte und sturmum-toste Kuppe. Nur Stasi und russisches Militär hatten Zugangzum wichtigsten Horchposten in den Westen. Das Brockenhausauf dem Gipfel gibt Zeugnis von der Geschichte dieses einzig-artigen Berges.Wieder die alles bestimmende
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: Vom Brocken abwärts,gibt die Bode den Lauf des Weges vor. Warme und kalte Bodeentspringen dort in den Sümpfen, vereinigen sich, streifendurch dichte Wälder und über offene Wiesen, um dann demgrandiosen Höhepunkt der Wanderung entgegen zu fließen:dem Bodetal. Das tiefste Felsental Mitteleuropas nördlich derAlpen. Hunderte Meter ragen die Felswände empor, strudelndund tosend schießt das Wasser hindurch. Was idyllisch begann,endet spektakulär.Und hier begegnen wir Ihnen wieder. Den
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-gestalten des Harzes. Hoch über dem Bodetal, auf dem Hexen-tanzplatz oder gegenüber auf der Rosstrappe, wo sich der Huf-abdruck von Brunhildes Pferd auf der Flucht vor dem Ritter Bodotief in den Fels gegraben hat. Ihre Krone hat sie beim Sprungüber die Bodeschlucht verloren. Sie liegt noch heute auf demGrund des Flusses ...

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