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Rechts, Links, Mitte - Raus! Vom politischen Wagnis der Partizipation

Rechts, Links, Mitte - Raus! Vom politischen Wagnis der Partizipation

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Published by Peter Kruse
Interview mit Peter Kruse abgedruckt in dem am 25.11.2009 erscheinenden Buch: Reboot_D Digitale Demokratie - Alles auf Anfang

ISBN: 978-3-934013-01-8
whois verlags- & vertriebsgesellschaft
zu bestellen bei: info@whoiswho.de
Interview mit Peter Kruse abgedruckt in dem am 25.11.2009 erscheinenden Buch: Reboot_D Digitale Demokratie - Alles auf Anfang

ISBN: 978-3-934013-01-8
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Published by: Peter Kruse on Nov 09, 2009
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03/24/2014

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Sie stehen sich gegenüber. Die Politiker und die Generation Internet.
Zwischen ihnen ein Fluss aus Vorurteilen, Missverständnissen und unbe-kanntenToolsundTechniken.Dabeikönntensiesovielvoneinanderlernen:Was die jungen Menschen bewegt, warum sie nicht politikverdrossen sind,wie sich Politik im Internet verändert, wie bekannte Politiker denken undwie sie das Web nutzen. Beide Gruppen könnten voneinander lernen, dassdas andere Ufer gar nicht so anders ist.Das vorliegende Buch will zwischen der Internetgeneration und der Politikeine Brücke bauen. Viele Beiträge sind im Austausch zwischen den beidenGruppenentstanden.NebenvielenpolitikbegeistertenDigitalNativeshabennamhafte (Netz-)Politiker wie Oswald Metzger, Thorsten Schäfer-Gümbelund Markus Beckedahl zum Gelingen des Buches beigetragen. Prof. Krusenimmt mit gewohnt kritischer Stimme die Politik ins Visier und ein Blick insAusland zeigt wie in China (Isaac Mao) und USA (Tim O’Reilly,) mit diesemThema umgegangen wird.Dieses Buch lädt die Politik in Deutschland zum gemeinsamen „Reboot“ein ...> Reboot_D Digitale Demokratie Alles auf Anfang > Hendrik Heuermann/Ulrike Reinhard (Hrsg.)
     R     E     B     O     O     T_     D     D      i    g      i     t    a      l    e     D    e    m    o      k    r    a     t      i    e   –     A      l      l    e    s    a    u      f     A    n      f    a    n    g
     H    e    n     d    r     i     k     H    e    u    e    r    m    a    n    n      /     U     l    r     i     k    e     R    e     i    n     h    a    r     d      (     H    r    s    g .      )
REBOOT_D
DIGITALEDEMOKRATIE– ALLES AUFANFANG!
 
44> Rechts, Links, Mitte Raus!
rechts, links, mitte raus! < 45
RECHTS, LINKS, MITTE – RAUS!
Vom politischen Wagnis der Partizipation
Die Wertewelten der Wähler sind komplexer geworden. Noch hatman den Eindruck, dass die Parteien dieser Entwicklung nichtSchritt halten. Aus welchen Gründen – das sei jetzt einmal dahingestellt! Ihre Positionierungen Rechts, Links, Mitte greifen – wieProf. Peter Kruse in diesem Interview deutlich aufzeigt – zu kurz.In den Köpfen der Wähler werden die großen Parteien als extremgleich wahrgenommen, sie differenzieren nicht mehr! Wie dieParteien mit Hilfe der Netzwerke eine neue Ausdifferenzierung er-reichen können, das erfahren sie auf den folgenden Seiten.
Peter Kruse | Ulrike Reinhard
tags:
 #maslow #parteien2.0 #kultur #netzwerke #demokratie2.0#partizipation
 
46 > rechts, links, mitte raus!
 Prof. Dr. Peter Kruse 
 ist geschäftsführender Gesellschafter der nextpractice GmbH und Honorarprofessor für Allgemeine undOrganisationspsychologie an der Universität Bremen. Zunächstbeschäftigte er sich über 15 Jahre als Wissenschaftler auf der Schnittfläche von Neurophysiologie und Experimentalpsycho-logie mit der Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netz-werken. Anfang der 90er Jahre reorganisierte er das Managementeiner familieneigenen Produktionsfirma und gründete eineUnternehmensberatung mit Schwerpunkt auf der Anwendungund praxisnahen Übertragung von Selbstorganisationskonzeptenauf unternehmerische Fragestellungen.Mit mitreißenden Impulsvorträgen sorgte er als Berater jahrelangim In- und Ausland fürAufsehen. 2005 bezeichnete die „Compu-terwoche“ den mehrfach Ausgezeichneten als „DeutschlandsChange-Management-Papst“. 2009 wählte ihn das „Personal-magazin“ zum wiederholten Male in die Liste der „40 führendenKöpfe im Personalwesen“.Heute liegt der Fokus von Prof. Dr. Peter Kruse auf der Entwick-lung von neuen Ansätzen zur Förderung und Nutzung kollektiveIntelligenz und zur Professionalisierung von Unternehmertumim Zeichen eines stabilisierenden Kulturaufbaus.
rechts, links, mitte raus! < 47
Reboot_D:
 Was macht eigentlich die Wirkungskraft von Netzwerken aus?
Peter Kruse:
 Die Wirkungskraft und Ordnungsbildungskapazität von Netz-werken hängt wesentlich an zwei Parametern. Zum einen ist da die Dichte derVerbindungen zwischen den im Netz befindlichen Knoten. Je ausgeprägter dieDichte der Verbindungen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit der Aus-breitung von Wirkungen und Rückwirkungen. Je höher die Verbindungsdichtedesto höher die mögliche Komplexität. Die zweite zentrale Einflussgröße istdas Ausmaß der spontanen Aktivität der beteiligten Netzwerkknoten. Je höherdiese Spontanaktivität, also die Erregung ohne Anregung, desto intensiversind das Grundrauschen und damit die Dynamik des Netzwerkes.Übertragen auf die Welt der neuen interaktiven Medien – wie beispiels-weise Internet und Handy – ist die erste Ebene hauptsächlich eine Frage dertechnischen Infrastruktur. OhneVerbindung keineVernetzung. Es geht um das„Wie?“ derVernetzung, um das gewählte Medium, die zurVerfügung stehendeTransfermenge von Daten usw. Die frühe Phase der Internet-Euphorie wargeprägt durch die Begeisterung an den damals noch überraschenden Mög-lichkeiten des Informationsaustausches. Heute sind die Netzwerke technischhervorragend ausgestattet. Bandbreite, Nutzerfreundlichkeit, Alltagspräsenz – alles nahezu in Perfektion – weit mehr als wir uns zu Beginn hättenTräumenlassen. Das „Wie?“ der Vernetzung ist weitgehend geklärt und zur Selbstver-ständlichkeit geworden. Auf der Ebene der Spontanaktivität im Netzwerk gehtes nun um ganz andere Aspekte:warum vernetzen sich die Menschen überhaupt?warum sind so viele Teilnehmer tatsächlich so aktiv?warum tragen sie ihre Kreativität kostenlos zu Markte?Es geht nicht mehr um die technischen Möglichkeiten, sondern um dieHandlungsmotivation, die zur individuellen und kollektiven Beteiligung in denNetzwerken führt.
Reboot_D:
 Die aktuelle Frage lautet also nichtWIE vernetzen wir uns, sondernWARUM ...
Peter Kruse:
 Genau! Die Netzwerke mit prinzipiell hoher Vernetzungsdichtesind einfach da. Das war nicht immer so. Denken wir an die Zeit vor der Ein-führung der neuen Kommunikationstechnologien zurück. Da hatten wir die

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