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Rudolf Steiner - Weltsilvester Und Neujahrsgedanken 1919-20

Rudolf Steiner - Weltsilvester Und Neujahrsgedanken 1919-20

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RUDOLF STEINER
Weltsilvester und Neujahrsgedanken
Fünf Vorträge, Stuttgart, 21. Dezember 1919 bis 1. Januar 1920 R
UDOLF
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TEINER
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ERSTER VORTRAG Stuttgart, 21. Dezember 1919 Diejenigen von Ihnen, welche die letzten hier gehaltenen Vor-träge gehört haben, werden aus den darin angestellten Betrach-tungen entnommen haben, inwiefern es durchaus gegenwärtig eine Zeitforderung ist, die sogenannte Wissenschaft der Initiati-on, die wirkliche Wissenschaft vom geistigen Leben in unsere ganze Kulturentwickelung einfließen zu lassen. Und manches habe ich auch schon darüber gesprochen, welches die Hinder-nisse sind, die sich diesem Einfließen der Wissenschaft von der geistigen Welt in unser gegenwärtiges Kulturleben, und wohl auch noch in das Kulturleben der Zukunft, entgegenstellen. Da ist ja vor allen Dingen erstens dasjenige, was ich öfters charakte-risiert habe als die Furcht vor der geistigen Erkenntnis. Man braucht dieses wohl nur auszusprechen und es wird in der Ge-genwart von allen Seiten gewissermaßen «beleidigt» getan wer-den. Denn wie sollte es denn nach der Ansicht mancher Men-schen zutreffend sein, daß in jener Zeit, in der man es so herr-lich weit gebracht hat, die Menschen irgendwelche Furcht vor einer Erkenntnis haben? Die Menschen glauben ja heute, in der Lage zu sein, gewissermaßen alles, alles mit ihren Erkenntnis-kräften umfassen zu können. Die Furcht aber, von der ich spre-che und von der ich öfter gesprochen habe, die sitzt zunächst nicht im Bewußtsein der Menschen. Im Bewußtsein machen sich die Menschen vor, daß sie mutig genug seien, um jede Art von Erkenntnis entgegenzunehmen. Aber tief in demjenigen in der Seele, wovon die Menschen nichts wissen und auch heute im Grunde genommen nichts wissen wollen, da sitzt diese un-bewußte Furcht, und weil diese Menschen diese unbewußte Furcht haben, so steigt ihnen allerlei auf von der Art von Grün-den, die sie logische Gründe nennen, von denen sie vorgeben, daß sie logische Einwände gegen die Geisteswissenschaft seien. Es sind keine logischen Einwendungen, es sind nur Ausflüsse der in den Menschenseelen unbewußt waltenden Furcht vor der Wissenschaft vom Geiste. In den Untergründen des Seelen-lebens weiß nämlich eigentlich ein jeder Mensch viel mehr als er denkt. Er will dieses Wissen, das in den Untergründen des Seelenlebens wurzelt, nur nicht heraufsteigen lassen, weil er

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