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Die Gefangenen aus der Action Directe - Texte aus dem Knast 1992-1997

Die Gefangenen aus der Action Directe - Texte aus dem Knast 1992-1997

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Die Gefangenen aus der Action Directe, Texte aus dem Knast 1992-1997
Die Gefangenen aus der Action Directe, Texte aus dem Knast 1992-1997

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„Texte aus dem Knast“1992 - 1997Action Directe 
 
Nathalie Ménigonprisonnière politiqueMAF 32091 g9, av. des PeupliersF 91700 Fleury MérogisJean Marc Rouillanprisonnier politique969 B 204BP 166, Rue des SaliguesF 65300 LannemezanJoëlle Aubronprisonnière politiqueMAF 31504 u9, av. des PeupliersF 91700 Fleury MérogisDie Adressen der Gefangenen
:
Inhaltsverzeichnis
Chronologische Grundzüge Action Directe ...................................................................3Die europäische Frage heute im internationalen Klassenkampf ...................................14HASTA SIEMPRE COMANDANTE...........................................................................21Einheit der Revolutionäre in Europa .............................................................................26 
Die Krise Eröffnet Eine Neue Epoche..........................................................................................
26 
In Richtung Auf Die Europäische Union......................................................................................
35An der Grenze zweier Epochen ....................................................................................45Einige Anmerkungen gegen das Konzept der 2/3 Gesellschaft.....................................56Die europäische Frage im revolutionären Kampf heute................................................63 
10 Jahre danach ..........................................................................................................................
63 
„Die Zeit Der Guerilla“ ................................................................................................................
64 
Eine neue Epoche .........................................................................................................................
72 
Eine strategische Hypothese.........................................................................................................
75
 
3
C
HRONOLOGISCHE
G
RUNDZÜGE
 
Action DirAction DirAction DirAction DirAction Directeecteecteecteecte
C
HRONOLOGISCHE
G
RUNDZ
Ü
GE
Action DirAction DirAction DirAction DirAction Directeecteecteecteecte
Fr
ü
hjahr1997
1977
1978
Das Jahr 77 ist gekennzeichnet durch das Auftauchen dereurop
ä
ischen autonomen Bewegung und ihrer Verbindungmit den Guerillaoffensiven in Deutschland und in Italien.In Frankreich initiieren revolution
ä
re Aktivisten, die auszahlreichen unterschiedlichen Erfahrungen in Frankreichund anderswo seit 68 hervorgegangen waren, einen prakti-schen Proze
ß
der Zusammenfassung der Kr
ä
fte. Sie schaf-fen auch innerhalb der autonomen Bewegung eine poli-tisch-milit
ä
rische Koordination.So treffen sich in dieser Koordination ehemalige Mitglie-der bewaffneter Gruppen: des antifrankistischen Wider-stands (MIL - Mouvement Ib
è
rique de Lib
è
ation - undGARI - Groupes d
Action R
é
volutionnaire Internationa-listes), Mitglieder von autonomen Gruppen, die nach derAufl
ö
sung der Gauche Prol
é
tarienne entstanden sind - wiedie Noyeaux Arm
é
s Pour l
Autonomie Prol
é
tarienne-, aberauch zahlreiche Aktivisten, die mit der legalistischen undparagewerkschaftlichen Politik der in Kleingr
ü
ppchen or-ganisierten extremen Linken gebrochen hatten.Fast zwei Jahre lang wird diese Koordination zahlreicheSabotageaktionen und Aktionen zur Vorbereitung auf denbewaffneten Kampf durchf 
ü
hren: Aktionsn
ä
chte, wie z. B.die gegen den Bau des Atomkraftwerkes Malville, 23 At-tentate im Land, f 
ü
r die unter dem Namen CARLOS(Coordination Autonome Radicalement en Lutte Ouvertecontre la Soci
é
t
é
) die Verantworung
ü
bernommen wurde,eine Aktionsnacht als Antwort auf die Auslieferung vonKlaus Croissant an Deutschland sowie zahlreiche Aktio-nen nach der Ermordung der Genossen der RAF, Rote Ar-mee Fraktion, Andreas, Gudrun und Karl in ihren Gef 
ä
ng-niszellen, ...., aber auch Aktionen gegen die neuen Skla-venh
ä
ndler und gegen die Flexibilisierung der Arbeit, wiez. B. die Operationen der CACT (Coordination AutonomeContre le Travail) in Toulouse gegen die ANPE
(*)
und dieInterim-B
ü
ros
(**)
..
1979
Im Laufe des Winters 78/79 beschlie
ß
t die Koordination,den Sprung zur Guerillaorganisation zu machen. Am
1.Mai
bekr
ä
ftigt sie diese Bestimmung, indem sie, die Waf-fen in den H
ä
nden, den Sitz der Arbeitgeberschaft CNPP(Conseil National du Patronat Fran
ç
ais) angreift.
”Action Directe ist nicht aus einer Urzeugung hervorge-gangen. Einzelpersonen oder Gruppen, die unterschiedli-che Erfahrungen mit bewaffneter Propaganda gemacht hat-ten, haben die Notwendigkeit gespürt, sich über punktuel-le Aktionen oder politische Kampagnen hinaus (wie 77 ...)ein Instrument anzueignen, um eine kommunistische Stra-tegie durchzuführen ...”
1
Im Herbst f 
ü
hrt Action Directe ihre erste Kampagne be-waffneter Propaganda durch, gerade als die runden Tischezwischen Regierung, Arbeitgeberschaft und Gewerkschaftangesichts einer allerersten neoliberalen Wendung began-nen. In derselben nacht des
15. September
wurden sowohldas Arbeitsministerium als auch das Gesundheitsministe-rium das Ziel eines Anschlages.Am n
ä
chsten Tag wird der Sitz der Leitung der SONACOTRA(Soci
é
t
é
mixte de gestion des foyers de travailleursimmigr
é
s) zerst
ö
rt. Seit mehreren Monaten war derMietstreik der Bewohner die Speerspitze des Widerstandsder eingewanderten Arbeiter. An den vorangegangenenTagen waren mehrere Heime von den Ordnungskr
ä
ften ger-r
ä
umt worden. AD
evakuierte
ihrerseits die Leitung ausihrem Sitz.
Auge um Auge!
Ebenfalls am
16. September
beschie
ß
t ein Kommando dieR
ä
umlichkeiten des
Sekretariats f 
ü
r die eingewandertenArbeiter
, die sich im Geb
ä
ude des Arbeitsministeriumsselbst in der rue de Grenelle befinden.
”Vom Beginn unseres Erscheinens an sind wir eine kom-munistische Guerilla gewesen, eine, die den anti-imperialistischen Kampf verteidigt und mit einer Klassen- position. Die Folge war ein praktisches Verständnis der  Notwendigkeit des revolutionären Illegalismus.
(1)
„Man muß dringend den Dreck des Oppositionskatechismusverwerfen, die beschwörenden Prozessionen zurückweisenund das Herunterleiern alter Parolen, weil sie keinerleireelle Subversion in sich tragen. Man muß die Bedeutungvon Veränderung begreifen, die Widersprüche in ihrer Ent-stehung. Das, was entsteht und sich entwickelt...
 Die Zeit der Guerilla
ist gekommen. Den Feind schla-gen, den Massen dienen, den Partisanen formen - das ist unsere Fahne“ (Gauche Prolétarienne, 1969)
 „Die Zeit der Guerilla“ 
das bedeutet konkret Bewußtsein zu vertiefen, in die Entschlossenheit und in die Praxis des Bruches, die im Aufruhr der Massen aufgetaucht sind nochweitere und entschiedenere hinein zu tragen, welche diespontane Bewegung selbst im Feuer ihre Aktion nicht her-vorbringen kann. Das heißt in jedem Augenblick eine Dia-lektik zwischen dem Widerstand und den Kämpfen des Pro-letariats, seinen unabhängigen Organismen und der Gue-
(*)
Agence Nationale Pour l
Emploi - Zentralstelle f 
ü
r Arbeits-vermittlung, entspricht Bundesanstalt f 
ü
r Arbeit (Anm. d.
Ü
bers.)

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