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Brigate Rosse - Bewaffneter Kampf für den Kommunismus, 1974

Brigate Rosse - Bewaffneter Kampf für den Kommunismus, 1974

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Published by nichtmitmir
Manifest - Flugschriften Nr. 1
Brigate Rosse - Bewaffneter Kampf für den Kommunismus
Interview mit den Roten Brigaden und Chronologie.
Manifest - Flugschriften Nr. 1
Brigate Rosse - Bewaffneter Kampf für den Kommunismus
Interview mit den Roten Brigaden und Chronologie.

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05/11/2013

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text

original

 
-
Flugschriften
Nr.l
I
I
BRIGATEROSSE
Bewaffneter
Kampf
.
~
..
"
.
.
.
...
für
den
\
Kommunismus
\
 
-,
mit
INHALT
Interview
1971
Interview
1973
S.
1
S.
8
12
Interviews
den
Die
Krise
ist
das
In.trument.
das
die
Reaktion::benutzt
.
'0';
Chronologie
Amerio
S.
15
S.
29
S.
33
RotenBrigaden
S.
43
verantw.:
L.
U1rich
clo
MANIFEST
Politischer
Budh1aden2
Hamburg13·
Schlüterstrasl!le
79
_.
Ällfiage:
1
000
".
Hambllrg.
1974
Sossi
~ , , " , '
' ' ' f { ~ · . ·
~ -
"Pd'
 
-2-
BRIGATEROSSEINTERVIEW
1971'\rach
ungefähr
einem
Jahr
Arbeit
baben
wir
uns
entschlossen,
dieHaup
linien
unserer
politischenPosition
in
diesemInterviewzusammenzufassen.
Viele
Genossen
haben
von
uns
"ein
Dokument"
verlangt.
Nachdem
wir
lange
darüber
nachgedacht
haben,haben
wirentschieden,
daß
das
vE'rfrühtund
ungünstig
ist.Der
Prozessder
Transformation
der
politischenAvantgarden
in
politisch-militärische
Avantgarden
ist
in
der
Tat
erst
im
Anfangsstadium
und
es
kann
nicht
darum
gehen,
seine
Theorie
vorwegzunehmen.
Außerdem
haben
wir
wie
die
meisten
anderen
essatt,
endlose
Prinzipienerklärungenoder
sensationelle
"theoretische"Ent-
,
hüllungen
zu
hÖFen,
die
unweigerlich
von
enttäuschendenDemonstrationen
von
praktischem
Reformismus
begleitetsind.Wir
lassenalsoder
Praxis
das
Privileg,
ihrPrimat
zu
befestigen
und
sind
sicher,
daß
man
auf
die
sem
Wegdie
Vereinheitlichung
der
revolutionärenKräfte,nämlich
diebewaffnete
proletarische
Organisation
realisieren
und
die
Theorie
unserer
Revolutionimme.r
klarer
und
verständlicher
machen
können
wird.September
1971
1)
Wie
beurteilt
ihr
die
gegenwärtige
Situation
der
Klassenauseinander-
setzungen
?'
Uns
scheint,
daß
es
in
der
Linkeneine
Übereinstimmung
in
der
Ein
schätzung
der
gegenwärtigen
Situationgibt.
Weder
den
Reformisten
noch,den
außerparlamentarischen
Kräftenentgeht
der
Plan
zurReorganisie
rung
der
Bourgeoisiemit
einerreaktionären
und
arbeiterfeindlichen
Stoß
richtung.
Und
auf
allgemeinerer
Ebene
erkennen
alle,
daß
eine
entschei
dende
Auseinandersetzung
begonnen
hat,
in
der
es
von
der
einenSeite,
.
d.h.von
Seiten
der
Bourgeoisie,
umdieMöglichkeit
eines
neuen
politischen
und
ökonomischenGleichgeWichtsgeht,auf
der
anderen,
d.h.
von
Seiten'
derArbeiter,
umdie
Perspektiveeiner
Umwälzung
der
Produktion'sver
hältnisse.Aber
abgesehen
von
den
Reformisten,
derenStrategie
sichge
genüber
dem
reaktionären
Angriff
immermehralsselbstmörderischentlarvt,
sind
wir
daran
interessiert,
die
Unvorbereitetheit
der
reyolutionä
ren
Kräftegegenüber
denneuen
Kampferfordernissenklarzumachen.Der
revolutionären
Linkenfehlte
das
Bewußtsein,
daß,
der
Z Y l d u s ~
der
1968
be
gonnen
hat,
notwendigzumgegenwärtigenNiveau
der
Auseinandersetzungen
führen
mußte
und
deswegen
gab
es
keine
Bereitstellung
von
geeigneten
In
strumenten,
mit
denenwir
dem
begegnenkönnen.
Unsere
p o l i t i s c h ~ P r a x i s
rührt
aus
dieser
Notwendigkeit
her.
2)
Was
sind
die
Ursachen
der
gegenwärtigen
Krise?
Wirstehen
heute
vor
einer
Umwälzung
der
politischen
Perspektiven
der
Bourgeoisie.Diese
rührt
vom
Fehlen
einer
Verbindung
zwischen
den
Per-
spektiven
der
kapitalistischen
Entwicklung
undden
politischen
PI
änen
der
T
i
"
"
-3-
reformistischen
Parteien
her.
Die
Bourgeoisie,
konfrontiert.
mit
der
Ini
tiative
der
Arbeiterklasse,
die
den
Reformismusals
ein
Projektzur
so
zialenStabilisierungzurückgewiesenhat
und
das
Ende
der
Ausbeutungaufdie
Tagesordnunggesetzthat,
und
konfrontiertmit
denobjektiven
Widersprüchendes
Imperialismus,
die
inden
einzelnen,
Ländern
die
friedliche
Programmierungder
kapitalistischen
Entwicklung
verhindern,
mußte
in
derTat
ihren
ganzen
Machtapparat
"nach
rechts"
reorganisieren.
3)
Wasglaubt
ihralso,
in
welcheRichtung
sich
die
p o l i t i s c h ~
Situation
in
der
nächstenZeit
entwickeln
wird?
Für
die
Bourgeoisie
gibt
esjetzt
einen
zwingend
vorgeschriebenen
Weg:
durcheine
immerdespotischere
Organisation
der
Machtdie
Kontrolleüber
diE'
Situation
wiederzugewinnen.
Der
zunehmende
DespotismusdesKapitals
gE'genüber
der
Arbeit,
die
fortschreitendel\lilitarisierung
des
Staat.es
und
der
Klassenauseinandersetzungen,
die
Intensivierung
der
Re
prE'ssion
alsstrategisches
Faktum
sind
,die
objektiven
und
unausweichli
chenj'onsE'quenzen.
In
Italien
erleben
wir
in
der
Tat
die
Formierung
ei
nE'S
Blocks
derreaktionären
Ordnungsmächte
als
Alternativezur:\Iitte
l.inks-HE'gierung.
Derwächstunter
den
Fahnender'nationalenRechten
und
vE'rsucht,
die
Kontrolleüber
die
wirtschaftliche
und
gesellschaftliche
Siluation
zuübernE'hmen,und
dasheißt,
jede
Form.,.
von
rev6'tutionärem
und
antikapitalistischE'mKampf
zu
unterdrückE'n.
4)
'Denkt
ihr
also
an
pinE'
WiederauilagedesFaschismu,s?
Sokann
mandie
Frage
nicht
stellen.Esist
ein
unbestreitbares
Faktum,
d a ~
dipsesrE'pressive
Projekt
im
:\ugenblick
nicht
so
sehr
aufdie
insti
tutionPllE'
l.iquidierungdes"demokrirtischen"Staates
abzielt,
wie
der
Faschismus
dastat,
alsvielmehr
aufdie
härtere
Unterdrückung
der
re-
\'olutionärE'nBewegung.Im
Frankreich
laufen
der
"Staatsstreich"
de
Gaullps
und
det'
gegenwärtige"gaullistische
Faschismus':
im
Gewand
der
DpnlOkratiE'
het'um.
Kurzfristigist
das
sicher
dasweniger
unbequeme
'Iodell.Es
wäre
aber
dumm,
auf
eine
mäßige
Stabilisierung
der
wirt
schaftlichen,
und
sozialen
Situation
zuhoffen
angesichts
einer
kämpferi
schen
revolutionären
Bewegung.
5)
Was
also
sind
eure
Entscheidungen?Außer
dem
reformistischen
Weg,
den
wirzusammen
mit
deI;
revolutionärenLinken
seitJahren
zurückgewiesen
haben,gibt
es
zwei
andere
Wege:
entweder
die
historischeErfahrungder
Arbeiterbewegungentweder
in
der
anarchosyndikalistischen
oder
in
der
Weise
der
3.
Internationale
z ~
wieder
holen,
oder
umgekehrt
uns
der
revolutionären
Praxis
inden
Metropolen
in
der
gegenwärtigen
Phase
anzuschließen.
DieGruppen
deraußerparlamentarischen
Linkensind
allesamt
über
dieerst.e
/ÜternativE'
nicht
hinausgekommen,
weil'
sie
es
nicht
geschafft
hab'en,dip"i[ipderlagp
der
revolutionären
Bewegungin
derersten
N a c h k r i ~ g s z e i t
piner
kritischen
Analyse
zu
unterziehen.
Siehaben
in
ihrem
Kern'
die
TIlE'o-

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