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SzeneNeustadt
Schriftliche Befragungerste Auswertungen zur Lesung der Szenen
sicherZukunftIsolationErfolgBanalitätProstitutionKlimakatastropheKorruptionbiederdunkelLügeKriegBollwerksozialer BrennpunktloyalrassistischhermetischignorantAsozialFreiheitFriedenDramaLangeweileVerbrechenRevolutionBoboKindheitVerlustUmweltzerstörungFunSpießerNaziGhettoSklavereiÖkologieGangsterKiezanarchistischZentrumAufstiegAngstScheiternIdiotieLächerlichkeitweltoffenAnarchieVerfallProtestAutonomieSelbstmordLiebeSubkulturYuppiesHeimatDepressionSpielraumLustVergangenheitTodHoffnunglinksDrogenPunkFreiheitRevolutionKunstNachtlebenKulturPartyGewaltIdentitätillusionAlltagmultikulturellSexToleranzKommerzbuntSpassKreativitätKinderKonsum
projekttheater dresden, 17. Juni 2009
 
2
A
NGABEN ZUM KÜNSTLERISCHEN
T
EIL DER
B
EFRAGUNG
 
 ZENE 
EUSTADT 
 
Im folgenden Teil werden die Angaben der befragten Bewohner der DresdnerNeustadt hinsichtlich der im Quartier erlebten Schwerpunkte des Alltags, derBewertungen des Lebens in der Neustadt und ihrer Erwartungen an das entstehendeTheaterstück vorab ausgewertet. Die Fragenkomplexe bezüglich der Lebenssituationund der Lebenshaltung werden dementsprechend außen vor gelassen. DieZusammenführung dieser beiden Schwerpunkte des Fragebogens wird in der imHerbst erscheinenden Studie geleistet.
D
IE
E
RHEBUNG
 
Von den 1000 ausgegebenen Fragebögen, konnte ein Rücklauf von bis jetzt 128verwertbaren Antworten verzeichnet werden, was den Erwartungen entsprach. Einegesicherte Grundlage über dieses Maß der Stichprobe hinaus generalisierbareAussagen treffen zu können, bietet diese Datenbasis nicht unmittelbar. DieErgebnisse dieser Befragung werden deshalb im weiteren Verlauf mit Leitfaden-gestützten Interviews evaluiert, so dass eine soziologisch begründete Argumentationmit den vorliegenden Daten geführt werden kann.46 Prozent der Befragten warenFrauen, eine Parität, die sich auch inder Altersverteilung erhält. Diestärkste Altersgruppe ist mit einemAnteil von 36% wie erwartet die der30 bis 39-Jährigen. Durch die Ausgabeder Fragebögen in den verschiedenenSchulen und Jugendeinrichtungen derNeustadt konnte aber auch ein Anteilvon 21% der 14 bis 18-Jährigenangesprochen werden.
A
BB
.
 
1:
 
A
LTERSVERTEILUNG
 
Insgesamt betrachtet umfasst die Stichprobe paritätisch Geschlechter- undAltersmerkmale, die dem Bevölkerungsstand der Dresdner Neustadt entsprechen.Das Durchschnittsalter aller Befragten liegt bei 25,4 Jahren und damit noch unterdem durchschnittlichen Alter von nur 31,7 (StatLA: 2007) der Bevölkerung in derÄußeren Neustadt. Das heißt aber auch, dass die Stichprobe die demographischeEntwicklung zu weiterer Verjüngung des Quartiers bei hohen Wanderungsratenwiderspiegelt (vgl. Grünzig 2005: 259).
 „
EZOGEN AUF DIE 
TADTTEILE IST DIE HÖCHSTE DURCHSCHNITTLICHE 
OHNDAUER IN DER 
ILSDRUFFER 
ORSTADT 
 /S 
EEVORSTADT 
-W 
EST MIT 
18,4 
 
AHREN BEIM HÖCHSTEN 
URCHSCHNITTSALTER VON 
55,3 
 
AHREN ZU VERZEICHNEN 
 ,
GEFOLGT VON 
CHÖNFELD 
 /S 
CHULLWITZ MIT 
17,2 
UND 
ELLERAU 
 /  
 
ILSCHDORF MIT 
17,1 
 
AHREN 
.
 
IE GERINGSTE 
OHNDAUER HABEN DIE 
Ä 
UßERE 
EUSTADT 
(A
NTONSTADT 
MIT 
4,5 
 
AHREN BEIM NIEDRIGSTEN 
URCHSCHNITTSALTER VON 
32,4 
 
AHREN SOWIE DIE 
A
LBERTSTADT MIT 
 
AHREN 
.
 
N DER 
Ä 
UßEREN 
EUSTADT SIND 
55,7 
 
191221414121992
14-18 Jahre18-28 Jahre30-39 Jahre40-50 Jahreüber 50 Jahreweiblichmännlich
 
3
ROZENT DER JETZIGEN 
INWOHNER IM 
EITRAUM DER LETZTEN DREI 
AHRE ZUGEZOGEN 
“ 
 
(S 
EB 
 
2006: 
 
80).
Abb. 2: Bevölkerungsbewegung bezogen auf 1.000 Einwohner mit Hauptwohnung zum 31.12.2005 in denBezirken Äußere Neustadt, Leuben, Altstadt im Vergleich. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen2007 (eigene Darstellung).
Die hohen Wanderungsraten vor allem junger Menschen, oftmals Studenten, in denund im Stadtbezirk korrigieren dementsprechend die Altersziffer immer weiter nachunten. Im Jahr 2005 betrug dieses Verhältnis der Anzahl der >65- zu den <18-Jährigen 0,46 (im Vergleich dazu: Wilsdruffer Vorstadt 7,40). Durchschnittlich zogendie Befragten innerhalb der Neustadt 1,48 mal um und zahlten im Mittel 365 EuroMiete. Die mittlere Wohndauer in der Neustadt der Befragten betrug 4,23 Jahre,wobei nur 10% länger als 10 Jahre in der jetzigen Wohnung lebten.
D
 AS
T
HEATER
 
Die Überwiegende Mehrheit (38%) der Befragten sprach sich für einegesellschaftskritische Form des Theaters an sich aus, wobei in der Mehrfachnennung
diese Aussage nachfolgend mit den Attributen ‚politisch‘ (53%) und ‚ästhetisch‘
(40%) kombiniert wurde (Vgl. Abb. 3). Das spricht für eine zugesprocheneFunktionalität des Theaters, auch und gerade in der Neustadt, problematisierendKommunikationsangebote für den Alltag zu bieten.
Abb. 3: Wie sollte Ihrer Meinung nach Theaterambitioniert sein?
Das verwundert insofern nicht, als auf die Frage
„Würden Sie der Neustadt eine gewisse Autonomieder Stadt Dresden gegenüber einräumen?“ 43% derBefragten dem zustimmten. Das ‚Image‘ und das
Lebensgefühl in der Neustadt wird offenbar auchdavon getragen, gesellschaftliche Gegenentwürfeund Abgrenzungsleistungen zu bieten.Eigenaktivitäten und Mitgestaltungsmöglichkeiten im Viertel werden denn auch imVergleich zum Stadtgebiet von jedem Dritten genutzt. Das entspricht dem Bild der
-150-100-50050100150Äußere NeustadtLeubenInnere Altstadtreligös2%gesell-schaftskri-tisch38%politisch22%historisch16%ästhetisch22%

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