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starting up Magazin: Werben mit kleinem Budget

starting up Magazin: Werben mit kleinem Budget

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Published by: Bernd Röthlingshöfer on Nov 15, 2009
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12/10/2012

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Werben mit kleinem Budget
 Alles ist Werbung –und
Idee schlägtBudget. Diesen
simpel anmutendenLeitsatz können sichgerade Gründer mit
eher kleinem Budget
zunutze machen.
Wie Sie mit geringen
Kosten effektiv fürsich werben.
Marketing
| Werbung mitkleinem Budget
 Autor: Bernd Röthlingshöfer
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E
rst neulich landete wieder soein Fall auf meinem Schreib-tisch. Ein Jungunternehmerpräsentierte sein nagelneues Mailing.Kosten: 5000 Euro. Damit erzielterUmsatz: 250 Euro. Das ist gründlichschief gegangen. So wie ihm geht esaber der Mehrzahl der Unterneh-mensgründer: Am Anfang zahlt manLehrgeld, und das nicht zu knapp.Manche sagen gar: Ich habe zehn Jahre gebraucht, um zu merken, wel-che Werbung mir etwas bringt und welche nicht.Kürzen Sie Ihre Erfahrungskurveab – und behalten Sie Ihr Geld. Dennzahlreiche hochwirksame Werbe-maßnahmen kosten weit weniger als vermutet. Und manche sind sogar völlig kostenlos. Not macht erfinde-risch, der alte Spruch stimmt tatsäch-lich. Denn wer wenig oder gar keinGeld für Werbung hat, muss vorallem eins: Fehler vermeiden undneue Wege gehen. Den Kopf einset-zen, anstatt ihn in den Sand zu ste-cken.Gleich ein Grundsatz vorab. WennSie denken, Werbung findet nur inoder auf Anzeigen, Flyern, Plakatenoder Internetauftritten statt, habenSie sich gewaltig geirrt. Alles ist Wer-bung. Wie Ihr Unternehmen aus-sieht, wie Sie und Ihre Mitarbeitersich kleiden und auftreten, dieGestaltung Ihrer Produkte ... ja selbstIhr Rechnungsformular oder Ihr Versandkarton kann Werbung für Siemachen. Im Folgenden lesen Sie, wieSie Werbung mit kleinem Budgetbetreiben und dabei groß rauskom-men können.
Beginnen Sie mit einem gutenNamen
 Was kommt eigentlich gleich nachder Geschäftsidee? Natürlich derName! Ein guter Name muss her – einprägsam, überzeugend, wohlklin-gend. Aber was ist eigentlich einguter Name – mal abgesehen vomBauchgefühl? Das Wichtigste: DerName muss Ihr Unternehmen vonanderen unterscheiden: Hüten Siesich auf jeden Fall davor, wie jemandanderes zu heißen und vermeidenSie darüber hinaus auch jede Ähnlich-keit mit Ihrem Wettbewerber. Alsosehen Sie immer nach, welche Namenes in Ihrer Branche bereits gibt unddenken Sie sich einen Namen aus, dersich von den anderen maximal unter-scheidet! (Zu den rechtlichen Frage-stellungen bei der NamensgebungIhres Unternehmens lesen Sie denersten Teil unserer Serie „Grundwis-sen Recht für Gründer“, StartingUp03/09, Seite 56 ff., Abonnenten kön-nen im Online-Heftarchiv kostenlosauf den Artikel zugreifen.)Ein Beispiel: Für eine Gaststätte istder Name „Zum goldenen Hirschen“nichts Besonderes. In Süddeutsch-land wimmelt es nur von Gaststätten,die „Hirschen“ heißen. Aber wennsich eine Werbeagentur so nennt(gibt es tatsächlich!) ist das eine coo-le Sache. Gar keine schlechte Idee istes, wenn Sie Ihren eigenen Namenals Firmennamen verwenden. Dasschafft auf Anhieb Vertrauen – dennhier steht ein Mensch aus Fleisch undBlut mit einem guten Namen für dieSache ein. Ein Riesenvorteil, denGründer gegenüber den unmensch-lich wirkenden anonymen Großun-ternehmen haben!
 Vom guten Namenzum perfekten Logo
Nach dem Namen kommt das Logo – Ihr Firmenzeichen. Das Logo hat diegleiche Aufgabe wie der Name – essoll Sie unverwechselbar machen. Auch hier gleich wieder der Grund-satz: Seien Sie anders als die ande-ren. Und bleiben Sie einfach! DerTypograf und Altmeister des Grafik-design, Professor Kurt Weidemann,hat einmal formuliert: „Ein gutes
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Werbung mitkleinem Budget|
Marketing
Logos:
Welche Typen gibt es, und wie wirken sie?
Diese drei Typen von Logos gibt es:
Die Wortmarke
:Eine Wortmarke istdie Umsetzung Ihres Firmennamensin Schriftform. Viele Logos sindWortmarken: Sony, Microsoft, Sie-mens, Thyssen oder Persil. Je nachSchriftart, die für das Logo verwen-det wurde, wecken sie unterschied-liche Emotionen, die leicht und hei-ter, stark und kräftig, altmodisch,bedrohlich, modern, elegant oderbillig wirken können.
Der Vorteil:
Eine Wortmarke istschnell erfassbar, einfach zu reali-sieren.Der Nachteil:weckt wenigerEmotionen als ein Bild.
Die Bildmarke:
Sie sehen dreiStreifen – Sie wissen: Adidas. Auch der Mercedes-Stern oderder Kranich der DeutschenLufthansa sind Bildmarken.
Der Vorteil:
Eine Bildmarke ist dannemotional und einprägsam, wenn
z.B. Tiere verwendet werden. Bild-marken können auch ohne Namens-zug für ein Unternehmen stehen.
Der Nachteil:Bildmarken sindals abstrakteZeichen wenigeinprägsam. Abstrakte Zei-chen müssen „gelernt“ werden –das kostet Zeit und Geld. FürGründer sind Bildmarken damitnicht die erste Wahl.
Die kombinierte Wort-/Bildmarke:
Buchstaben und Bildelemente wer-den zu einer kombinierten Wort-/ Bildmarke zusammengesetzt.Denken Sie etwa an die duftendeKaffeebohne vor dem Namens-schriftzug Tchibo oder an dasBayer-Kreuz in Leverkusen.
Der Vorteil:
Dieser Logo-Typ kanngut verdeut-lichen, wofürein Unter-nehmen
steht.Der Nachteil:Wort-/Bildmarken
sind häufig nicht einfach genug.Es fallen für dieses besondere Logoaußerdem zumeist auch höhereHerstellkosten an.
 
Logo ist so einfach, dass man es mitdem großen Zeh in den Sand kratzenkann.“ Ein gutes Logo muss binnenSekundenbruchteilen vom Betrachtererkannt und wieder erkannt werden.Die verwendeten Schriften sind klarlesbar – auch aus größerer Entfer-nung. Komplizierte Formen, filigraneBildelemente sind beim Logo tabu.
Was darf ein Logo kosten?
Bis zu mehreren HunderttausendEuro nehmen Stardesigner einemGroßunternehmen für die Logoent- wicklung ab. Andererseits hat selbstNike für sein Logo nur 35 US-Dollargezahlt. Das weltbekannte Logo hateine Studentin entworfen.Besonders preiswert erhalten SieLogos im Internet. Zum Beispielunter www.designenlassen.deeinPaket von 69 Logo-Entwürfen für 200Euro. Mit rund 1200 dort angeschlos-senen Designern ist diese Plattformderzeit Deutschlands Marktführer inSachen Online-Kreativität. Angebo-ten werden alle Gestaltungsleistun-gen. Die Auftragserteilung ist denk-bar einfach: 29,90 Euro Einstellge-bühr bezahlen, Briefing erteilen, dasHonorar festlegen und das Angebotausschreiben. Aus den eingehendenEntwürfen, die auf der Plattform ver-öffentlicht werden, wählt man danndenjenigen aus, den man ankaufenmöchte. Die Unternehmensberatung„Entwicklungslotsen“ erhielt zumausgelobten Preis von 200 Euro bin-nen einer Woche 69 Logo-Entwürfe. Ausgeschrieben war eine Wort-/Bild-marke. Eine solche Ideenvielfaltkann man mit herkömmlichen Me-thoden der Auftragsausschreibungnicht erhalten.
Geschäftspapiere könnenauch werben
Geschäftspapiere? Das sind Briefbö-gen, Fax-Nachrichten, Lieferscheine,Rechnungen, Auftragsbestätigungen,Preislisten, Quittungen. Wer cleverist, nutzt diese Standarddrucksachenauch für Werbeaussagen. Denn so verursacht Werbung keinen CentMehrkosten. Nehmen wir mal IhrBriefpapier. Stellen Sie sich IhrenBrief – abgeheftet in einem DIN A4-Ordner – unter vielen anderen vor.Beim schnellen Durchblättern desOrdners würde er doch sofort auffal-len, wenn sein rechter Rand hervor-gehoben wäre: durch Schrift, durchGrafikelemente wie einen farbigenBalken beispielsweise.Nutzen Sie also die rechte Brief-seite, um Ihr Schreiben aus der Mas-se hervorzuheben. Eine andere Idee:Platzieren Sie Ihr Logo hell (alsoleicht transparent) in der Mitte desBriefbogens. Ihre darüber gedruckteKorrespondenz bleibt weiter lesbar,obwohl Ihr Logo unübersehbar großabgebildet ist. Ergänzen Sie jedenGeschäftsbrief durch ein P.S., mitdem Sie z.B. auf aktuelle Angebotehinweisen: Wenn Sie einen Sloganhaben, setzen Sie ihn unter das Logo.Sie haben Warenzeichen oder Paten-te? Lassen Sie diese nicht unerwähnt.Haben Sie Kooperationspartner odersind Mitglied in Berufsverbänden,haben besondere Preise und Aus-zeichnungen erhalten oder/und Siehaben eine neue Dienstleistung oderein neues Produkt? Drucken Sie denbetreffenden Hinweis auf jedesGeschäftspapier, das Ihre Firma wäh-rend eines von Ihnen definierten Aktionszeitraums verlässt.Selbstverständlich haben Briefeauch eine Rückseite. Warum diesenicht mit einem Kurzporträt IhresUnternehmens bedrucken, mit Pres-sestimmen oder ggf. Hinweisen auf  Auszeichnungen? Genauso gut ist es,die Rückseite mit den Allgemeinen
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Einfach und effektiv: NutzenSie die leere Rückseite Ihrer Visitenkarte zur Eigenwerbung
Marketing
| Werbung mitkleinem Budget
I
Das DIN-Format: WählenSie als Ausgangsbasis fürIhre Prospekte immer einDIN-Format.
I
Kürzen, kürzen, kürzen; Pro-spekte dienen der schnellenInformation. Blähen Sie IhreDrucksachen nicht unnötigauf. Weiterführende Informa-tionen stellen Sie ins Internet.
I
Optimieren Sie die Auflage;Drucken Sie nie weniger als1000 Stück. Aber drucken SieProspekte nicht auf Vorrat.Immer nur so viel, wie Sie fürdie geplante Werbeaktionbrauchen.
I
Bloß nichts neu erfinden:Wählen Sie ein Basislayout füralle Prospekte, nach denenTexte und Bilder angeordnetwerden. Das erhöht dieWiedererkennung und spartständige Entwurfskosten.
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Sammeln Sie Daten: LassenSie sich vom Drucker die zurProspekterstellung notwendi-gen Text-, Layout- und Bild-daten aushändigen undbewahren Sie diese sorgfältigauf. So sparen Sie Kosten beiunveränderten Nachdruckenoder künftigen Aktualisierun-gen Ihrer Drucksachen.
I
Legen Sie Prospekte niemalsans Lager: Wenn Sie Geldzum Fenster hinauswerfenwollen, bringen Sie Ihre Pro-spekte ins Lager. Es gibt mehrals genügend Werbeleiter, dieam Jahresende noch irgend-wo ein paar tausend Prospek-te entdecken: nur leider kom-plett veraltet. Lagern Sie Pro-spekte auf dem Schreibtischder Mitarbeiter, die Sie ver-senden sollen. Oder auf Ihremeigenen. Teilen Sie die Pro-spekte an Ihre Vertriebsleuteaus. Legen Sie sie in denLaden.
Low-Budget-Tipps
für
Ihre
Flyerund Prospekte

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