Um zu einer der gegenwärtigen Situation angemessenen Theorie derGesellschaft zu kommen, hält Niklas Luhmann es für sinnvoll, die gesellschaftlichen Teilsysteme in ihrer Verschiedenartigkeit und trotzdemvergleichbar zu beschreiben, so daß die Merkmale der Modernität in derGleichartigkeit des Verschiedenen zutage treten. Denn gerade darin, daßdiese Gleichartigkeit des Verschiedenen heute extreme Differenzen zuüberbrücken hat, könnte der Unterschied der modernen Gesellschaft zuallen ihr historisch vorausgehenden Gesellschaftssystemen liegen.Diese Leitidee liegt der vorliegenden Publikation zugrunde. Sie verstehtsich in erster Linie als ein Beitrag zu einer Theorie der Gesellschaft.Andererseits versucht sie, den Eigenarten des Rechtssystems gerecht zuwerden, und ist in diesem Sinne auch als Rechtssoziologie geschrieben.Gewonnen wird ein Theorierahmen für einen Vergleich aller Funktionssysteme der Gesellschaft, die in sehr verschiedenen kausalen Konstellationen und mit Bezug auf prinzipiell unterschiedliche Funktionen ihreEigendynamik entfalten. Die einzelnen Kapitel befassen sich überwiegend mit klassischen Themen der Rechtstheorie und der Rechtssoziologie-Niklas Luhmann hat im
Suhrkamp
Verlag
u. a. veröffentlicht:
Ausdifferenzierung des Rechts. Beiträge zur Rechtssoziologie und Rechtstheorie,
1981;
Funktion der Religion,
1982 und 1992 (stw 407);
Gesellschafts-
struktur und Semantik. Studien zur Wissenssoziologie der modernenGesellschaft,
Band
1:
1980 und
1993
(stw
1091),
Band 2:
1981
und
1993
(stw
1092),
Band 3: 1989 und
1993
(stw
1093),
Band 4:
1995;
Liehe als
Passion.
Zur
Codierung von
Intimität,
1982
und
1994
(stw
1124);
Legitimation durch Verfahren,
1983 (stw 443);
Soziale Systeme. Grundriß
einer allgemeinen Theorie,
1984 und 1987 (stw
666);
Die Wirtschaft der
Gesellschaft,
1988 und 1994 (stw
1152);
Die
Wissenschaft
der
Gesell
schaft,
1990 und
1992
(stw
1001).
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