Dokument in den siebziger Jahren in Amerika und 1980
auch in Deutschland publiziert (D. Griffin, DieHerrscher. Luzifers 5. Kolonne, Vaduz
1980,
S. 273-324).
In Spanien erregte die Veröffentlichung damalsgroßes Aufsehen, so daß interessierte Kräfte das Buch aufkauften, um es aus dem Verkehr zu ziehen. Ander Echtheit des Dokuments wird von niemandem gezweifelt, zumal die Details seiner Entstehung bestensbekannt sind (vgl. ebd. S. 273-277).
Rakowskij war zusammen mit sechs anderen führenden Trotzkistenvon Stalin bereits zum Tod verurteilt worden; ihnen stand aber noch der Schauprozeß bevor, als Rakowskijsich entschloß, Stalin wertvollste Informationen anzubieten, um sein Leben zu retten. Das mehrstündigeVerhör, das von einem Vertrauten Stalins, Gavril G. Kuzmin (alias René Duval), einem überzeugtenKommunisten, geführt wurde, zog sich bis tief in die Nacht hinein, weil es Rakowskij ersichtlich größteMühe kostete, den ahnungslosen kommunistischen Funktionär Kuzmin innerhalb weniger Stunden von derwahren Natur des Kommunismus zu überzeugen. Der offenbar außerordentlich intelligente Rakowskij kamschließlich noch rechtzeitig ans Ziel; sein dringender Hinweis darauf, daß die Geheimen Oberen von Stalinunbedingt einen Pakt mit Hitler wünschten, um einen kräftemäßig annähernd austarierten, möglichst langeanhaltenden und möglichst zerstörerischen Krieg - den späteren zweiten Weltkrieg! - inszenieren zukönnen, sorgte dafür, daß Rakowskij als einziger der sieben prominenten Trotzkisten nicht hingerichtetsondern zu zwanzigjähriger Haft begnadigt wurde.Rakowskij enthüllte dem völlig verblüfften und fast ratlosen Kuzmin unter anderem folgendes: «Wissen Sie,daß die nicht geschriebene Geschichte, die nur wir kennen, uns als den Gründer der Ersten Internationaledes Kommunismus - natürlich geheim - Adam Weishaupt angibt? Erinnern Sie sich seines Namens? Er warder Führer des als "Illuminaten" bekannten Freimaurerordens, dessen Namen er von der zweitenantichristlichen und kommunistischen Verschwörung des Zeitalters, der Gnostik, entlehnt hat. Als diesergroße Revolutionär, Semit und Exjesuit den Triumph der Französischen Revolution voraussah, entschloßer sich (oder wurde beauftragt - man nennt als seinen Chef den großen Philosophen Mendelsohn) eineOrganisation zu schaffen, die geheim sein und die Französische Revolution über ihre politischen Zielehinaus weitertreiben sollte, um sie in eine soziale Revolution zur Aufrichtung des Kommunismus zuverwandeln. In jenen heldischen Zeiten war es eine ungeheuere Gefahr, den Kommunismus auch nur alsZiel zu erwähnen. Daher alle die Vorsichtsmaßnahmen, Prüfungen und Mysterien, mit denen er dasIlluminatentum umgeben mußte. Noch fehlte ein Jahrhundert, bis man sich ohne Gefahr von Gefängnisoder Hinrichtung öffentlich als Kommunist bekennen konnte.» (Zit. n. Griffin 1980, S. 295).
Rakowskij nennthier Weishaupt mit Bestimmtheit einen «Semiten» und bezeichnet als seinen wahrscheinlichenAuftraggeber den jüdischen Gelehrten Mendelsohn; wenn er damit recht hat, war Weishaupt wohl jüdischerAbstammung, hatte aber (wie vielleicht schon seine Eltern) die katholische Taufe empfangen. Doch folgenwir Rakowskijs ungewöhnlichen Darlegungen noch ein Stück weiter.«Was man nicht kennt», fährt Rakowskij fort, «das ist die Verbindung von Weishaupt und seinenAnhängern zu dem ersten Rothschild. Das Geheimnis des Ursprunges von dem Vermögen dieserberühmtesten Bankiers läßt sich damit erklären, daß sie die Schatzmeister der ersten Komintern (sc.Kommunistischen Internationale!) waren. Es bestehen Anzeichen dafür, daß, als jene fünf Brüder sich infünf Provinzen des Finanzreiches von Europa teilten, eine geheimnisvolle Macht ihnen half, diesessagenhafte Vermögen anzusammeln. Es könnten jene ersten Kommunisten aus den Katakomben Bayernsgewesen sein, die über ganz Europa verstreut waren. Andere aber sagen, ich glaube mit größerem Recht,daß die Rothschilds nicht die Schatzmeister, sondern die Führer jenes ersten geheimen Kommunismuswaren. Diese Auffassung stützt sich auf die sichere Tatsache, daß Marx und die höchsten Führer derErsten, nun schon öffentlichen Internationale, darunter Heine und Herzen, dem Baron Rothschildgehorchten, dessen revolutionäres Bild, von Disraeli, englischer Premier und ebenfalls eine seinerKreaturen, geschaffen, ihn uns in der Gestalt des Sidonia hinterließ, des Mannes, der als Multimillionärunzählige Spione, Carbonari, Freimaurer, Geheimjuden, Zigeuner, Revolutionäre usw. kannte undbefehligte. Das erscheint alles phantastisch, aber es ist erwiesen, daß Sidonia das idealisierte Bild desSohnes vom alten Nathan Rothschild darstellt ...» (Zit. n. ebd.) Rakowskij spielt hier auf eine von BenjaminDisraelis Romanfiguren an. Bekanntlich hat der zwar getaufte aber sein Judentum nie verleugnendeHochgradmaurer und Rothschildschützling Disraeli einige mehrbändige Romane geschrieben, die teilsautobiographischer Natur waren, teils nur wenig verschlüsselt die Hintergründe der zeitgenössischen Politikausleuchteten. Wieso Disraeli das unbehelligt tun konnte, ist bis heute nicht geklärt. Tatsache ist aber, daßDisraeli die erste kommunistische Revolution, nämlich die von 1848, prophezeit hat.«Schon vier Jahre früher, im Jahre 1844», schreibt Reed (1952, S, 323ff), «wußte Disraeli genau, wasgeschehen würde! Er legte seinem jüdischen Helden in "Coningsby" folgende Worte in den Mund: "Die
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