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GegenstandderPädagogischenPsychologie
1GegenstandderPädagogischenPsychologie
19dagogischePsychologie
Detlef
Berg
und
Margarete
lmhof
E i n E l t l : X n p ~
kauertstolz
val;'
demGitterbettchen,
in
demseinerstesKind,einlebhafter
S o ~
~ t e h t .
Pie
~ l t ~ ~
sindurisicheI;
Was
siealles
tun
niiissen,damit
ihr
Stammhalterrichtig
g e d . ~ i h t ; u n d
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~ s t u n
miissen,
außer
ihmdasrichtige
Essen
zugebenund
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dafür
zu
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er
mehr
schielt
denn
sie.habenvon
TanteMartha
gehört,dass»sichei
n ~ g u t e
~ u b s t a t l Z
Immerdurchset:zt«unlfdass
man
dieKinder
daran
gewöhnensollsichallem.zu
~ f t i g e n .
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Meinung
-überhaupt,alleaus'der
Ver-
w a I l ~ c h a h : u r i d . B e
dieselbstKInder
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und
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b e r ~ l t
dererzieht;
und
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wasdasBesteist
S ~ 1
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Für
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Elternistallerdingsver:WJtrend,
. ; ~ s s v o l l i g
u m ~ ~ r e l t i
..endeRatschge$t;gebenwerden,dieoffenbarzudengewUnschtenEl:gebIilssengeführthaben.
1
Gegenstand
der
Pädagogischen
Psychologie
1.1
V e r b m d u ~ g e n
der
Pädagogischen
Psychologie
zu
anderenpsychologischenDisziplinen
1.2
Die
EntwicklungderPädagogischen
Psychologie
2
Das
Theorie-Praxis-Problem
der
Pädagogischen
Psychologie
2.1
Padagoglsche
P s y ~ h o l o g i e
im
Spannungsfeld
zwischen
Wissenschaftlichkeit
und
Alltagswissen
2.2
Manches
1st
pnmarGrundlage
für
anderes
2.3
ManchesbrauchennurmanchePraktiker
2.4
Mancheswäreverwendbar,wirdabernichtgenutzt3Methoden
und
ThemenderPädagogischen
Psychologie
3.1
LernenundLehren
in
derSchule3.2Psychologie
derFamilienerziehung
3.3
Beratung
in
derErziehung
3.4Psychologie
derErwachsenenbildung
3.5
GegenwartlgeEntwicklungen
und
Perspektiven4BerufsfelderZusammenfassungDenkanstößeEmpfehlungen
zumWeiterlesenWeitere
InformationenLiteraturkönnten,wiesiesichineinerkonkretenSituationverhaltensollten.
»Was
sollman
ma-
chen,wenneranngt,abendsimmer
zu
schreienwiedieAnnavonnebenan?
Obes
wohlrichtigwar,sieunterdiekalteDuschezuhalten?!«(DiesesBeispielistnichterfunden!)AusderAllgemeinenPsychologiekönntendieElternzurBeantwortungdieserFragendieBegriffe
»Lernen«,»Strafe«,»PositiveVerstärkung«,»Extinktion«
und
die
allgemeinenGesetzmäßigkeitenüber
die
Wir-kungvonVerstärkern
heranziehen.EinschreiendesKindunterdiekalteDusche
zu
halten,istmitdenGesetzenderAllgemeinenPsychologienochzuvereinbaren,denn
die
AnwendungvonStrafreizenkanndazuführen,dasseinOrganismuslernt,unerwünsch
te
Handlungenzuunterlassen.
Die
AufgabederPädagogischenPsychologiewäre
es
in
diesemZusammenhang,
empirisch
zu
überprüfen,obbestimmteHandlungenvonErziehern,dieaufderGrundlagederAllgemeinenPsychologieerfolgversprechenderscheinen,
inpädagogischenHandlungszusammenhän-gen
wirksamsindundwelche
unerwünsch-tenNebenwirkungen
dabei
zu
erwartenwären.
Nun
würdederpädagogisch-psychologischeForschernichtreihenweiseschreiendeKinderunterdiekalteDuschestellen,
um
dannwissenschafrlichexaktschädliche
Ne-
benwirkungenzuuntersuchen.UnverzichtbarerBestandteilseinerVersuchsplanungsind
ethische
Überlegungen,dieihnvorsoeinemVersuchzurückschreckenlassenwürden.DieAllgemeinePsychologienntedieElternzufolgenderÜberlegunganregen:WenndasKindsartist,keinevollenWindeln
hat,
nichtzu
warm
undnichtzukaltzugedecktist,nichtsanseinerKleidungdrückt
und
auchnichtsanderesSchmerzenverursachenkann,wirddasMotivderHandlung»Schreien«wohletwasmitdem
Bedürfnis
nach
Ge-
selligkeit
zu
tun
haben.NachVorstellung
der
ElternsolldasKindaberlernen,dassdiesesBerfnisnach20.00Uhrnichtmehrbefrie-
Bei
jederFrage,diesichdieElterninBezugaufdasVerhalten
und
ErlebenihresKindesstellenwerden,istinirgendeiner
Weise
die
AllgemeinePsychologie
beteiligt.
Sie
liefertdasSystemdefinierterpsychologischer
Grundbegriffe
zudenThemenWahrnehmung,Lernen,Gedächtnis,Denken,Sprache,Motivation,Emotion,Handelnetc.EbensoerarbeitetdieAllgemeinePsychologiediegrundlegenden
Gesetzmäßigkeiten
indiesenBereichen.DiePädagogischePsychologie
ver
wendetdieseBegriffeundGesetzmäßigkeitenimRahmenihrerForschung.FürdieElternundErzieherwäre
es
hilfreich,damitvertrautzusein,einmal,weil
sie
imGespchüberihreKindergenauerwüssten,worüber
sie
geradesprechen,wennihreBegriffebesserdefiniertsind,zumanderen,weildieGesetzmäßigkeitenrÜberlegungenleitendsein
1.1
VerbindungenderPädago-gischenPsychologie
zu
anderenpsychologischenDisziplinen
senbeschriebenundbewertetwerden.ManchmalkannPsychologieauchbeiderWahlzwischenmöglicherscheinendenHandlungsalternativenbehilflichsein.BeispielsweisewennsicheinElternpaarfragt,obbeidePartnerberufstätigseinsollenoderobdiedannnotwendigeBetreuungihresknappeinjährigenKindesdurcheineanderePersonfürdieEntwicklungdesKindesNachteilehabenkönnte.HierwärenfundierteErkenntnisseüberdieAuswirkungenvonFremdbetreuungimKindesalterhilfreich
(vgl.
Rollert,1991).WendenwirunsnocheinmalunserenstolzenEltern
zu.
DiekauernineinerEinführungindiePsychologienatürlichnichtvonungefährvordemBertchenihresSohnes.
Mit
dem
Bei
spielsollversuchtwerden,dieVerbindungderPädagogischenPsychologiezuanderenTeildisziplinenderPsychologiezuillustrieren.schunggewarnt.DiePsychologiekannmanchederWidersprüchezwischenverschiedenenErfahrungen
nur
unterderBedingungerklären,dassdieErfahrungenvollständigberichtetunddieBeobachtungenangemes-Wer
nun
meint,"diePsychologioder"diePädagogischePsychologikönntedenElterngenausagen,wassiewann
tun
mÜsstendamitsieein"Prachtkinhaben,sei
j e t z ~
schonvoreinerunvermeidlichenEnttäu-
376
377
 
19
PädagogischePsychologiedigtwird.
Um
diesesBedürfnisnichtvöllig
zu
frustrierenunddamiteinaggressives
Ver
halten
zu
provozieren,wirddieTürzum
Kin
derzimmerabendsoffengelassen.HochnehmendesKindes,wenn
es
schreit,wäreeine
positiveVerstärkung
des
Schreiensundwür
de
dieWahrscheinlichkeiterhöhen,dass
es
wiederschreit,wennman
es
alleinsst.IgnorierendesSchreienswürdezu
»Extinkti-on«
desunerwünschtenVerhaltensführen.ZurFrage,wiemandenVorsatzindieTatumsetzt,dasSchreiendesgeliebtenStammhalters,denmangernetröstenchte,zuignorieren,helfendieAllgemeinePsychologieoderdiePädagogischePsychologienicht
viel
weiter,möglicherweiseaberAlltagserfahrun
gen.
VerwandteunseresnachdenklichenEhepaareshaben
z.
B.
ausprobiert,wiemandie
ses
Ignorierendurchstehenkann.Ihnenhat
es
geholfen,einenZeitraumvonzehnMinutenfestzulegen,den
sie
ihrKindschreienlas
sen
wollten,bevor
sie
hingingen.TatsächlichwarbereitsnachvierMinutenimmerRuhe,
bis
aufeinmal,alsdasliebeKindwiedernassgeworden
war.
Ob
diesesVorgehenauchunserenstolzenElternhelfenwürde,
sei
dahingestellt.EmpfindetdieMurtersolches
Ver
haltenalsunerträglichtechnokratisch,wird
siees
kaumerfolgreichübernehmenkönnen.DieNachbarn,diemitkaltenDuschendasabendlicheSchreienihresKindeszubeendenversuchen,werdenmöglicherweisebalddieErkenntnisseundVerfahrensweisender
Kli-nischenPsychologie
benötigen.Wenn
sie
indiesenundanderenErziehungssituationenkrasseFehlermachen,werden
sie
einesTagesmitihremtrotzigen,bettnässenden,stotternden,aggressivenKindbeimKinderarzt,einerErziehungsberatungsstelleodereinemniedergelassenenKinderpsychologenerscheinenundfragen,wieman»diesesmissrateneKindzurVernunftbringenkönnte«.DiePädagogischePsychologiekönnteeinen(nochrelativdürftigen)Wissenshintergrundbieten,der
es
demBeraterermöglicht,gezieltnachErziehungsrnaßnahmenderElternzufragen.DenneinederspezifischenFragestellungen
378
derPädagogischenPsychologiesinddie
Aus-wirkungenelterlicher(Fehl)Erziehung
aufkindlichesVerhalten.Die
Beratung
könnteeineVeränderungdieserErziehungsstrategienanstrebenundversuchen,dieEltern,nichtdasKind,»zurVernunftzubringen«.rdieBeeinflussungderinzwischengutausgebildetenFehlverhaltensweisen
des
KindeswürdenErkenntnisseundMethodenderKlinischenPsychologiebenötigtwerden.DerÜbergangzurdagogischenPsychologieredabeifließend.Dazugehöreninsbesondere
Verfah
render
pädagogischenVerhaltensmodifikati-on.
DiessindpsychotherapeutischeVerfahrenaufder
Basis
einerverhaltenstheoretischorientiertenKlinischenPsychologie,dieaufProblemeangewendetwerden,dieinErziehungssituationenauftretenund/oderdie
be
sonderseffektivzusammenmitErzieherneingesetztwerdenkönnen.»DiegleichaltrigeAnjanebenansprichtschon.WannwirdunserKindwohl
zu
sprechenanfangenfragensichunserestolzenEltern.
So
eineÜberlegungbetrifftzunächstdie
Entwicklungspsychologie.
Wenndie
EI
ternsichmitdiesemTeilbereichderPsycholo
gie
näherbeschäftigen,werden
sie
erkennen,dassihreFrage
viel
zuungenaugestelltist,dennwasheißt»spreche?Ist»da-da-dschonsprechen?
Sie
werdenfeststellen,dassWörter,dieeinObjekt,eineSituationodereineEmotionbezeichnensollen,normalerweisezwischeneinemdreiviertelJahrundzweiJahrenauftretenunddassMädchengenerelleinenEntwicklungsvorsprungvorJungenhaben,
es
alsollig»normaist,dassdiegleichaltrigeAnjaschonbessersprechenkannalsihrSohn.DerÜbergangvonderEntwicklungspsychologiezurPädagogischenPsychologieistinunseremBeispieldurchdieFragegekennzeichnet,wiederSprachlernprozessgefördertwerdenkönnte.DieEntwicklungspsychologieistanderEntstehungpsychischerFunktionenansichinteressiert,diePädagogischePsychologiemehranderBeeinflussbarkeitdieserProzesseundeinerEntwicklungwirksamerFördermöglichkeiten.EngverbundenmitdieserFrageistauchderGegenstandder
DifferentiellenPsychologie(Persänlichkeitspsychologie).
Sie
unterscheidetAusmundUrsacheninterindividuellerDifferenzeninderAusprägungpsychologischbedeutsamerVariablen.rdieUntersuchungihrerFragestellungenbetigt
sie
Tests,mitdenendasAusmderUnterschie
de
zwischenPersonenindefiniettenVariablenmessbarwird.ImRahmeneinerpädagogisch-psychologischfundiertenBeratungkönntensolche
Messverfahren
verwendetwerden,umdieNotwendigkeitvongezieltenFördermaßnahmenimEinzelfallfestzustellenundumdenErfolgderrderungzuüberprüfen.Gäbe
es
fürEinjährigeeinenSprachentwicklungstest,könntendieElterneinenPsychologenbitten,damitihrKindzuuntersuchen,umabzuklären,obihreSorge,dassdieSprachentwicklungihresKindes
ver
zögertsei,begründetist.SchließlichkönnendieElternunseres
Bei
spielsauchTheorienundErgebnisseder
So-
zialpsychologie
zurKlärungihrerFrage
he
ranziehen.Dabeiwirduntersucht,welchenEinflussdasVerhaltenunddieAnwesenheitandererMenschen
bzw.
GruppenvonMenschenaufeinIndividuumhabenkönnen.
Sie
würden
z;
B.
verstehen,dassnichtnurihrKindvonihnenlernt,sonderndass
sie
selbstauchdurchdieReaktionenihresKindesaufihreVerhaltensweiseninihremVerhaltenbeeinflusstwerden.
Sie
würden
u.
a.erfahren,dass»typischmännlicheVerhaltensweisebeiJungendurchdieVorstellungdavon,wasinunsererGesellschaft»männlicist,mitbeeinflusstwerden,weildieKontaktpersonendesJungenentsprechendeVorbilder
lie
fern
bzw.
entsprechendeVerhaltensweisenfördern.
1.2DieEntwicklungderPäda-gogischenPsychologie
VerlassenwirnundieSichtweisederEltern
bei
derBetrachtungderPädagogischen
Psy-
GegenstandderPädagogischenPsychologiechologieundihreVerbindungen
zu
anderenpsychologischenTeildisziplinenundnehmenwireinehistorischePerspektive
ein.
DiePädagogischePsychologiegehöttzu
den
ältestenZweigenderPsychologie.
Neben
demInteresseampsychischKrankenund
an
denMöglichkeiten,
ihm
zuhelfen,warenes-vermutlichmitgrößererBreitenwirkungFragestellungenzur
Erziehung,
vorallemderErziehung
in
derSchule,diezurEntwicklungderPsychologiealswissenschaftlicheDisziplinbeigetragenhaben.Dasbedeutetallerdingsnicht,dassPsycholo
gie
zunächstvorwiegend
als
PädagogischePsychologiebetriebenwurde,ausdersichdannspeziellepsychologischeFragestellungenentwickelten.ImGegenteil,dieProblemederErziehungspraxisverhalfenderGrundlagenforschunginderPsychologie,vorallemalsoderAllgemeinenPsychologie,zwar
mit
zudenerforderlichenForschungsressourcen(Schubeius,1990,
S.l1),
diePädagogischePsychologie,diedarausentstand,war
aber
ehereine»verkürztePsychologie
für
Pädago
gen«
(Ewert,1979,
S.
16),
d.
h.
dieErgebnis
se
derAllgemeinenPsychologiewurdenlediglich
intuitiv
aufProbleme
der
Erziehungspraxisübertragen.Inzwischenwissenwir,dassdieszuwenigist,umpsychologischeErkenntnisse
für
diePraxis
des
Erziehenszuerhalten.DieHoffnung,LehreroderElternwürdenschonirgendwiepsychologische
Er
kenntnisseangemessenauf
ihre
Erziehungspraxisübertragen,erwiessich
als
trügerisch.DiedagogischePsychologiemusstedeshalbzueinemeigenständigen
Teilbereich
derPsychologiewerden.
Es
isteineAufgabederPädagogischenPsychologie,
zu
überprüfen,obpsychologischeErkenntnisse
bei
derLösungvonErziehungsproblemehelfen
kön-
nen.ManchepsychologischenFragestellungenentstehenerstausderSichtweisederPädagogischenPsychologie.Weinert(1967,S.22)bezeichnete
die
PädagogischePsychologieals
»das
Insges3mterfahrungswissenschaftlicher
Befunde
und
Fragestellungen,diezurpsychologischen
Er-
379
 
19PädagogischePsychologieDasTheorie-Praxis-ProblemderPädagogischenPsychologie
Ein
Beispiel:
EineAusgangsfiagederPädagogischen.psychalQgieüberaggressivesVerhalten
vQ:n
Kindernmag
~ i n t n a l
gelauteth<;tben:Was
h a ~ n E l t e m i n
derErziehungfalschgemacht,dassgeradeihreKmdersoaggressivgeworden
s i n d ~
DieUntl,\fsuchungen.zurFrage,
ob
esei
neindividuelleDIsposition
(zur
Aggressivität
im
SinneeinergenetisChfestgelegtenAnlagegibt,hattendieunterschiedlichenAusprägungenaggressivenVerhaltensnicht.hinreichend
er
klärenkönnen.GeIDäßversChiedenettheoretischerAnsätze
über
das
~ e n
ausderAll-gemeinemPsychologiewurcle
z.
B.
fi:&tgestellt:
...
eKinder
vonihrenElternzuaggressivemVerhaltenerniutigt(»Lassdir
< ~ )
undbelohnt(operantesKon-ditionieren).
: U n t e r ~ i n b e i i e h u n g
sozialpsychologischerGesichtspunktewurdedeutlich,dassaggressiveVerhaltensweisendurchBeobachtung·aggressiverVorbildergelerntwerden(Modelllernen)unddasumsonachhaltiger,je.stärker
die:
Merl<male»Attraktivität«,»Prestige«,»Macht«beiwModellausgeprägt
sind."'-
Merkmale,frberdie
atem
in.denAugenihrer
Kin-
dergewöhnlichverfügen.Aus
der
PerspektivederPersörtlichkeirspsychologiewurdenElterntypenbzw.Lehrerj:ypen'Unterschieden,vondenen
der,.
»autoritäre
Typ«,.-.
möglicherweise,weiler.selhsteinaggressives
Modell
i s t ~
wohlamehes!eitaggressivesVerhaltenbeiKindernfördert:'EbensowUrdenverschiedenesozioökonoiWsi;heund
ökoli:>gische
BedingungenfüraggressionsfärdemdesErziehungsverhaltenfestgestellt.DiePädagogischePsychologieinteressiert.inzwischenaberauch,
oh
eVentuellaggressionsföraemdes
~ r z i e h e r y e r h a l t e n
seine
Ur
sachen
in'
c;len
ErwartungenderUmwelt
beZÜglich
der·ReaktionenvonErziehernaufaggressivesVerhaltenderErzogenenhat.
Es
werdenauch
noch
AntWortenaufdieFragegesucht,wiederTeufelskreisausaggressivemKinqverhalteti,
q a J ; ~ i i s ' f ö l g e n d e n
Elternreaktionenunddarauswiederumfolgeridemaggressivem
K i n d v e t h a l t e n z u u n t e ~ b r e c h e n
ist.
2
Das
Theorie-Praxis-ProblemderPädagogischenPsychologie
zwischenihremSelhstverständnis
als
wissenschaftlicherDisziplineinerseitsunddemAlltagswissenderPraktikerandererseits.DieVeröffentlichungenderPädagogischen
Psy-
chologiegenleichtdenEindruckerwecken,dassdieTheorienundMethoden
vom
AlltagderErzieherzuweitentferntsind,umrelevant
zu
sein-oderaber,
dassdie
ForschungsarbeitenimGrundemit
viel
AufwandnurdaszuTagerdern,was
man
alsAlltagswissenvonerfahrenenPraktikernauchhätteerfahrenkönnen.zessen,denErziehungsprozessenselbst
und
denRückwirkungenderResultate
von
ErziehungsprozessenaufErziehendebeschäftigt.
Zwischenfragean
den
Leser/dieLeserin:
EineLehrerinmöchtedenSchülernihrerKlasseGelegenheit
'geben,-
em.
Rechenverfahrenselbständig
an
mehrerenBeispielenzuliben.DiessollihrauchdieGelegenheitgeben,
sich
insbesonderedenKindernzuwidrrien,dienochUnterstützungbrauchen.Wannsollte
Ihrer
Einschätzungnach.dieLehrerineinemSchiller,dersichmiteinergegebenenAufgabeschwertut,Hilfestellunggeben?Ihre'überlegungen:-'--..,--_GegenüberdiesenAhnehmernstehtdiedagogischePsychologieimSpannungsfeld
2.1dagogischePsychologieimSpannungsfeldzwischenWissenschaftlichkeitundAlltagswissen
DiePädagogischePsychologiehatAbnehmer,dievonihretwaserwarten:vorallemLehrende,diejenigen,dieLehrendeausbilden,unddiejenigen,dieLehrendemitdemLehrenbeauftragen.dasjenigeTeilgebietderPsychologieist,dassichmitdenindividuellen,sozialenundmateriellenVoraussetzungenvonErziehungspro-gehtjeweilsumdieBeschreibungundErklärungdiesesProzesses,dessenDiagnose,
Be
einflussungundOptimierungsowieumdieEvaluationderBeeinflussungsversuche.AusdembisherGesagtensolltedeutlich
ge
wordensein,dassPädagogischePsychologiegeworden.DasVerhaltenderErzogenenwirdnichtalleinals
»abhängige
Variable«
untersucht,dassichinAbhängigkeitdiverserUmwelteinflüsseformtundverändert,
es
wirdselbstauchals
»unabhängige
Variable«
ge
sehen,vonderdasErziehungsverhaltenals»abhängige
Variable«
beeinflusstwird.DieswiederumisteineneueVoraussetzungfürweitereErziehungsprozesse.Auchdie
Aus-wirkungen,
dieErgebnissevonErziehungsprozessenaufdasVerhaltenundErlebenderrdenErzogenenundJoderseineErzieherbedeutsamenInteraktionspartnerhaben,sindGegenstandpädagogisch-psychologischerForschungundTheorienbildung.Generellkannfestgestelltwerden,dassder
GegenstandderPädagogischenPsychologie
derProzessderVermittlungvonVerhalten,speziellvonWissen,Fertigkeiten,EinstellungenundWerteninderGesellschaftist.DieserProzesswirdals
Erziehung
hezeichnet.
Es
heilungdesunterErziehungseinwirkungenstehendenMenschenvorliegenundmöglicherscheinen...dabeiistdieErziehung
in
derFamilieebenso
zu
berücksichtigenwiedieUnterrichtunginderSchule,dieEinflüssederSpielgefährtenundMitschüler
in
gleicher
Weise
wiedieWirkungenderMassenmedien.«DieserRahmenistfürdiePädagogische
Psy
chologiezuenggeworden.
Zwar
istder
Erzo-gene
weiterhinvonzentralemInteresse,aberauchseine
Erzieher
unddieverschiedenen
materiellen
und
sozialenVoraussetzungenvonErziehungsprozessen
sindGegenständederpädagogisch-psychologischenForschung380381
of 00

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