nenGesundheitfördern,aberauchKrankheiterzeugen.Seelsorgezieltnicht
nur
auf
jenseitigesHeil.
Sie
willauch
zum
irdischenGlückbeitragen
und
densozialenFriedenfördern.
So
leistenGemeindepriester
und
ihreHelferErziehungs-,Lebens-
und
Krisenberatung.DiekirchlicheSeelsorgeweistbeträchtlicheÜbereinstimmungen
mit
fachpsychologischer
Be-
ratung
und
Therapieauf.DieBeichtgesprächeinchristlichenKirchensind
mit
psychologischenTherapiegesprächenzuvergleichen-als
WIr-
kungsvolle
Maßnahmen
zurBefreiungvonSchuldgefühlen.
In
Katastrophenfällen-
Z.B.
nachFlugzeug-
und
Eisenbahnunglücken-pflegenPriester
und
FachpsychologengemeinsamdieBetreuungvonÜberlebendensowievonAngehörigenderOpferzuübernehmen.
So
entstehenüberpraktischeAufgabenBrückenzwischenPsychologie
und
Religion.DierechteBehandlungvonGemeindemitgliedern,diepraktischeSeelsorgesowiedieBeratung
und
UnterstützunginindividuellenÜbergangs-
und
NotsituationenwirddamitzueinemderPsychologiezugeordnetenLehr-
und
Wissensgebiet.
Man
bezeichnet
es
als
Pastoralpsychologie(lat.pastor:Hirte).DasFachPastoralpsychologieistinderAus-
und
Weiterbildung
von
Priestern
und
Gemeindehelfernangesiedelt.
Theologie,Religionswissenschaft.
DieAuslegung
und
FortentwicklungreligiöserLehren,ihrehäu
fige
StrittigkeitstellenHerausforderungenfürGelehrtedar.
Sie
unternehmen
ErklärungenfürschwerVerständliches,treffenmituntersogarEntscheidungeninStreitfragen.IhreLehrmeinungenbildendieDisziplinderTheologie(griech.theos:Gott).WichtigeEinrichtungenderTheologiesindBibliotheken,indenendiezentralenLehrschriften(wiediechristlichenEvangelien)aufbewahrt
und
derenAuslegungen
dokumentiert
werden.InZentrenfürreligiöseStudien
widmen
sichGelehrtedenschwierigsten
und
aktuellstenProble
men
ihrerReligion.TheologischeEinrichtungensind
in
derRegelGlaubensgemeinschaftenzugeordnet.Einwichtiger
Grund
hierfür:
Sie
sindfürdieAusbildungderPriesterjenerGemeinschaftenzuständig.DiesverpflichtetfreilichzuRechtgläubigkeit
und
Kirchentreue,
und
dieseschränkendiewissenschaftlicheFreiheitein.
Dem
BedürfnisnachUnabhängigkeitvonKirchenverdankteineandereDisziplinihreExistenz:dieReligionswissenschaft.Religionswissen-
KönnenmodernePsychologen
gläubige
Chris-ten,Juden,Muslimeo.Ä.sein?
NichtwenigenaturwissenschaftlicharbeitendePsychologensindgläubigeChristenoderAngehörigeandererReligionsgemeinschaften.Wissenschaft
mit
ihrerZuwendung
zum
Diesseits
und
die
auf
dasJenseitsgerichteteReligionsindfürsiewohlzutrennendeBereiche.
Indem
einenBereichherrschendie
Methoden
derstrengenBeobachtung
und
der
vernunftgeleitetenBegründung,
in
dem
anderenderGlaube
und
dasEinverständnis
mit
Glaubensgenossen.Wissenschaftliche
und
religiöseIdentitätweichen
in
solchenFällenvoneinanderab.DieDoppelidentität,diesomitentsteht,
braucht
dieBetroffenenfreilichnichtzubelasten(zurFragederMehrfachidentität
s.
Kap.1.3).DieReligiositätvonFachkollegenerregtinderheutigenPsychologiewederAufsehennochAnstoß.
Denn
sowenigwissenschaftlicheBeobachtungen
zum
NachweiseinermetaphysischenSeele
und
einesJenseitsgeeignetsind,sowenigstrengeBeweisegibt
es
fürihreNichtexistenz.Mitnaturwissenschaftlichen
Methoden
ließesichübereinJenseits,falls
es
diesesgäbe,
kaum
Wissenerwerben.WissenschaftkannJenseitslehrenwederanerken
nen
nochablehnen.Deshalbverhaltensich
moderne
PsychologenmeistschweigsamgegenüberreligiösenBekenntnissen
und
über
haupt
gegenübermetaphysischenSeelenlehren.
3.1
PsychologieamScheidewegzwischenMetaphysik
und
Naturlehre
I
69
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