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Bau Und Funktion Des Herzens (1)

Bau Und Funktion Des Herzens (1)

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07/08/2010

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Bau und Funktion des Herzens
Aufbau und Lage
Das Herz ist ein Hohlmuskel, der durch eine Längswand in 2 Hälften geteiltwird. Es lässt sich mit einem abgerundetem Kegel, der auf der Seite liegtvergleichen. Es liegt im linken Teil des Brustkorbes. Die Spitze –Herzspitze, Apex cordis – zeigt nach vorne links unten, die Basis –Herzbasis, Basis cordis – nach hinten rechts oben. Die Größe des Herzenshängt von seinem Trainingszustand ab und entspricht wenigstens dergeschlossenen Faust des Trägers.Das Herz besteht aus dem rechten Vorhof (Atrium) und der rechtenHerzkammer (Ventrikel), sowie dem linken Vorhof und der linkenHerzkammer. Rechte und linke Hälfte des Herzens sind durch dieHerzscheidewand komplett voneinander getrennt.
Herzklappen
Das Herz entspricht zwei nebeneinanderliegenden Druck-Saug-Pumpen.Die rechte Hälfte drückt das vom Körper kommende Blut in denLungenkreislauf (kleiner Kreislauf), die linke Hälfte das von den Lungenkommende in den Körperkreislauf (großer Kreislauf . Die Fließrichtung istdurch zwei Ventilapparate bestimmt. In jeder Herzhälfte liegt eineSegelklappe ( rechts drei-, links zweizipflig), die Atrium und Ventrikeltrennt. Sie hängt, vom bindegewebigem Herzskelett ausgehend, als untenoffener Bindegewebsschlauch in die Kammer, die unteren Ränder sind mitSehnenfäden mit der Kammerwand verbunden.Zwei weitere Ventile (Taschenklappen) liegen in den aus den Kammernentspringenden Arterien (rechts Lungenarterie, links Aorta). BeiKontraktion der Kammern (Systole) werden die Segelklappen geschlossen,die Taschenklappen geöffnet, das Blut wird in die Arterien gedrückt. BeiKammererschlaffung (Diastole) wird umgekehrt das Blut aus Vorhöfen undVenen angesaugt. Die Vorhöfe fördern dies durch komplizierteEigenbewegung.
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Herzwand
Die Herzwand besteht aus drei Schichten, Endocardium, Myocardium,Epicardium. Die Dicke der Herzwand wird vom Herzmuskel, Myokard,bestimmt. Endokard und Epikard überkleiden ihn innen und außen alsdünne hautartige glatte Schicht. Das Ausmaß der Entwicklung desHerzmuskels in den einzelnen Teilen des Herzens stimmt überein mit derBeanspruchung. Die Wnad der Vorhöfe ist muskelschwach, die des rechtenVentrikels (kleiner Kreislauf – kurzer Transportweg) dünner als die deslinken (großer Kreislauf – langer Transportweg, Blut mit höherem Druck insGefäßsystem).
Herzkranzgefäße
Etwa 5-10% des Schlagvolumens dienen allein der Ernährung desHerzmuskels. Die Blutgefäße, die ihn versorgen, werden Herzkranzgefäßegenannt. Zur Versorgung der Vorder- und Hinterwand stehen zwei vonihnen zur Verfügung. Sie verlaufen auf Ventilebene.Herzinfarkt:Als Infarkt bezeichnet man einen Gewebsuntergang beiMangeldurchblutung. Herzinfarkte sind meist das Ergebnis einerfortschreitenden Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße. Schließlichverschließt ein Blutgerinsel das Gefäß und schneidet einen mehr oderweniger großen Bezirk des Herzmuskels von der Sauerstoffzufuhr ab. Auchkleine Herzinfarkte können gefährlich sein, weil sie die Herzautomatie
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stören. Anhand dieser Störungen kann der Infarkt im EKG erkannt undlokalisiert werden. Nach Abheilung müssen Überanstrengungen desHerzens vermieden werden.
Herzaktion
Die Herzkammern treiben das Blut schubweise in Aorta und Truncuspulmonalis (Lungenarterie). Sie wirken synchron und gleichsinnig, so dassdie Untersuchung einer Herzhälfte über die Herzaktion Aufschluß gibt.Diese läuft als zeitlebens sich wiederholender zweiphasiger Herzzyklus ab,auf die Entleerung der gefüllten Kammer durch Kontraktion. Systole, folgtdie Füllung der entleerten Kammer in der Erschlaffung, Diastole.Systole:Zu Beginn der Systole erzeugt die Anspannung des Herzmuskels einensteilen Druckanstieg in der Kammer. Vorhof-Kammer-Klappe undArterienklappe sind geschlossen, das Kammervolumen bleibt unverändert(isovolumetrische Kontraktion = Anspannungszeit). Wenn dabei derKammerdruck den Blutdruck in der Arterie erreicht, wird bei zunächst nochansteigendem Blutdruck (in der Aorta auf ca. 120 mmHg, im Truncuspulmonalis auf ca. 20 mmHg) die Arterienklappe geööfnet, dieKammermuskulatur verkürzt sich, das Kammervolumen wird kleiner. Etwa70 ml Blut, „Schlagvolumen“, werden in die Arterie ausgeworfen. Dabeisinkt der Kammerdruck wieder unter den Arteriendruck, die Arterienklappewird geschlossen = Austreibungszeit. Die Kammer wirkt als Druckpumpe.Diastole:Hierauf erfolgt eine Entspannung der Herzmuskulatur bei zunächst nochgeschlossener Vorhof-Kammer-Klappe, unverändertem Volumen(isovolumetrische Erschlaffung) und einem Restinhalt von gleichfalls etwa70 ml Blut „Restvolumen“ = Entspannungszeit. Wenn dabei derKammerdruck unter den Blutdruck im Vorhof sinkt, wird die Vorhof-Kammer-Klappe geöffnet, Blut strömt aus dem Vorhof in die Kammer =Füllungszeit. Wirkende Kräfte dabei sind die Saugwirkung der sichelastisch entfaltenden Kammerwand und die Vorhofsystole – sie beginntgegen Ende der Füllungszeit und endet mit Beginn der Kammersystole.Ventilebene:
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