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Menschen Ohne Gehirn Die Größe Des Gehirns Ist Fur Die Denkfahigkeit Nicht Entscheidend

Menschen Ohne Gehirn Die Größe Des Gehirns Ist Fur Die Denkfahigkeit Nicht Entscheidend

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Published by Mondstein
Menschen Ohne Gehirn Die Größe Des Gehirns Ist Für Die Denkfähigkeit Nicht Entscheidend.
Da kommt mir der Spruch in den Sinn:
Ueberlass' das Denken den Pferden, die haben ein größeres Hirn / einen größeren Kopf.
Da wissen wir genau, dass das nicht gerade der beste Ratschlag ist, dennoch ...
Es gibt Menschen, bei denen wird erst durch einen Zufall irgendwann festgestellt, dass ihnen eine Gehirnhälfte fehlt und keiner hat's bis dahin bemerkt. Weder sie selbst noch die Umwelt.
Menschen Ohne Gehirn Die Größe Des Gehirns Ist Für Die Denkfähigkeit Nicht Entscheidend.
Da kommt mir der Spruch in den Sinn:
Ueberlass' das Denken den Pferden, die haben ein größeres Hirn / einen größeren Kopf.
Da wissen wir genau, dass das nicht gerade der beste Ratschlag ist, dennoch ...
Es gibt Menschen, bei denen wird erst durch einen Zufall irgendwann festgestellt, dass ihnen eine Gehirnhälfte fehlt und keiner hat's bis dahin bemerkt. Weder sie selbst noch die Umwelt.

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10/11/2014

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56 Jahrgang Nr. 15, Heft Nr. 1/2 Januar/Februar 2010NET-Journal
In vorwiegend männlichen Krei-sen hat man auch schon die süffi-sante Bemerkung gehört, dasGehirn der Frau weise 10% weni-ger Volumen auf - ergo sei sieauch weniger intelligent. Dabeibeweisen neuste Forschungen,dass die Grösse des Gehirns nichtadäquat ist mit seiner Leistungsfä-higkeit. Noch viel verrückter ist jedoch die Tatsache, dass Denkenauch ohne Gehirn möglich ist - wiefolgender Bericht zeigt.
Wir brauchen unser Gehirngar nicht!
Eher aus Neugierde schickten die Amtsärzte der englischen SheffieldUniversity ihren Patienten zur Schä-deluntersuchung. Der Kopf des Stu-denten, den seine Kommilitonen alsSuper-Mathematiker bewunderten,schien ein wenig zu groß geraten. Als die Mediziner wenige Tagespäter die Computer-Röntgenbilder ansahen, waren sie entsetzt: De junge Mann mit einem Intelligenz-quotienten von 126 besaß so gut wiekein Gehirn. Verwirrt zogen die Ärzteden Spezialisten der Universität, Pro-fessor John Lorber, zu Rate.
 "Der Patient" 
, diagnostizierte der Neurolo-ge,
 "hat einen Wasserkopf" 
 (Hydro-zephalus) - eine Krankheit, bei der sich im Schädelinneren Nervenwas-ser ansammelt und so allmählich dasGehirn förmlich erdrückt.Rund 600 solcher Fälle hatte Lor-ber während der letzten Jahre unter-sucht; das Ergebnis, jüngst im US-Wissenschaftsmagazin "Science"veröffentlicht, erstaunte die Fachleu-te: Trotz teilweise erheblich verklei-nerten Gehirnvolumens waren vieleseiner Patienten vollkommen ge-sund, andere wiederum litten an ver-gleichsweise geringen Störungen.Zwar wußten die Neurologen ausder medizinischen Literatur von Hy-drozephalus-Kranken, bei denen dienach bisheriger Lehrmeinungzwangsläufig zu erwartenden Funk-tionsstörungen des Gehirns ausge-blieben waren.
 "Wir hielten dies jedoch" 
, so der Anatomie-Professor Patrick Wall vom Londoner Universi-ty College,
 "für rätselhafte Einzelfäl-le." 
 Erst Lorber begann, Gehirngrößeund -funktion von Hydrozephalus-Patienten systematisch zu untersu-chen. Seine Beobachtungen bewie-sen, so der britische Neuroanatom Adrian Bower,
 "daß unser Gehirnauch unter schlechtesten Bedingun-gen zu arbeiten vermag".
Bislang waren die Neurologendavon ausgegangen, daß schongeringe Gewebsverluste im Bereichder Großhirnrinde stets schlimmeFolgen haben. Denn in dieser maxi-mal fünf Millimeter starken Schichtgrauer Nervenzellen, die beide Hirn-lften ummantelt, haben unteanderem Psyche, Gedächtnis undbewußte Motorik ihren Sitz.Getragen wird die Großhirnrindevon dem sogenannten Gehirnmark -einer weißen Substanz, deren Ner-venfasern verschiedene Gehirnregio-nen miteinander verbinden.Bei vielen seiner Patienten, sofand Lorber nun heraus, war dasGehirnmark vollkommen verschwun-den; und auch von der Hirnrinde war mitunter, wie etwa bei dem putzmun-teren Mathematik-Studenten, nur eine einen Millimeter dünne Schichtübriggeblieben. Anatom Wall meintedazu:
 "Einfach rätselhaft!" 
Klar scheint nur die Ursache desHirnverlustes: Bei Hydrozephalus-Kranken ist der Fluß der Hirn- undRückenmarkflüssigkeit gestört, diezwischen einem Kammersystem imGehirn (den sogenannten Ventri-keln), der Gehirnoberfläche und demWirbelkanal zirkuliert. Dadurch sam-meln sich große Mengen des Ner-venwassers in den Ventrikeln, diesich allmählich ballonartig aufblasenund so das Gehirn gegen die Schä-delwand pressen - Zelle für Zelle wirdtotgedrückt. Dafür jedoch sind dieüberlebenden Nervenzellen offenbar um so aktiver: Viele jener Lorber-Patienten, deren Hirnräume bis zu 95Prozent mit Wasser gefüllt waren,hatten einen Intelligenzquotientenvon über 100 (Bevölkerungsdurch-schnitt: zwischen 85 und 115).
 "Brau-chen wir denn" 
, fragte Lorber mitinsularem Sarkasmus auf eineFachkonferenz,
 "überhaupt einGehirn?" 
Dr. Lorbers umfassende Studie istnicht die erste ihrer Art. Dr. Wilder Penfield, Direktor des Neurologi-schen Instituts der McGill-Universitätin Montreal und einer der führendenGehirnchirurgen der Welt, hat sichder Erforschung dieses irritierendenRätsels jahrzehntelang verschrieben. Auslösendes Moment dafür war eine Arbeit von Dr. Walter Dandy aus demJahr 1922 über Menschen, die mitbescheidensten Überresten ihresGehirns ein absolut normales Daseinführten.Dr. Penfield machte eine Reihevon Experimenten, in denen er dasGehirn mittels Strom und anderer Methoden teilweise gezielt ausschal-tete. In über fünfhundert Versuchenkonnte er den Schleier des Geheim-nisses zwar nicht lüften, wohl aber die Existenz des Phänomens zwei-felsfrei belegen.Im Mai 1950 kommentierte der berühmte New Yorker Neuropsychia-ter Dr. Russel G. MacRobert diemonumentale Penfield-Studie wieauch das Mysterium selbst im Maga-zin Tomorrow so:
Grösse des Gehirns r kognitive Leistungshigkeit nicht entscheidend! 
 Das Undenkbare ist möglich: Denkenohne Gehirn! 
Welches Geheimnis birgt das menschli-che Gehirn?
 
Januar/Februar 2010 Jahrgang Nr. 15, Heft Nr. 1/2 57NET-Journal
 „Der Chirurg, der große Hirnteilewegoperiert, zerstört damit nicht nur Gewebe, sondern unvermeidlicher-weise auch unsere gegenwärtigeVorstellung von Geist und Bewußt-sein." 
 All das konnte irgendwann einmalnicht mehr ignoriert werden undmußte zu diversen Erklärungsversu-chen führen. Manche Fachleute strei-ten die Ergebnisse mit dem Hinweisauf die Schwierigkeiten bei Gehirn-messungen schlichtweg ab. Anderesprechen philosophisch vom Über-flußprinzip der Natur, das sich in Ge-hirnstrukturen besonders manifestie-ren könne. Letzterer Gruppe hielt Anatomieprofessor Patrick Wall vonder Londoner Universität entgegen:
 „Von einem Überfluß im Gehirnbe-reich zu sprechen, ist eine Ausflucht,um nicht zugeben zu müssen, daßman etwas nicht verstehen kann." 
Gehirn und Geist existierengetrennt!
Einen ähnlichen Standpunkt ver-trat auch der Neurologe NormanGeschwind vom Beth-Israel-Hospitalin Boston mit den Worten:
 „Natürlichweist das Gehirn eine bemerkens-werte Kapazität bei der Neuvertei-lung von Fähigkeiten nach einemTrauma auf, aber irgendein Defizibleibt gewöhnlich sogar bei schein-bar völliger Wiederherstellung. Testsbeweisen das immer wieder." 
 Zer-trümmert, zerstört, entfernt, und dochvoll funktionsfähig! Dieser Erfahrungzuwider läuft die Tatsache, daß vieleMenschen radikalste Eingriffe(Durchtrennung der Hirnhemisphä-ren, Entfernung einer Hirnhälfte usw.)völlig unbeschadet überstehen, wäh-rend andere durch einen Schlag auf den Kopf schwere Schäden davon-tragen. Nimmt man die Medizinge-schichte unter die Lupe, so strotzt sievon solchen Absonderlichkeiten.
Quintessenz
 aus den Studien:Gehirn und Geist existieren getrenntvoneinander. Was läßt sich aus all-dem schließen? Der nackte Materia-lismus erweist sich jedenfalls alsungenügend. Das Bewußtsein treibtsich als reiner Geist in der Gegendherum oder entfaltet sich selbstdann, wenn es keinen Sitz (Gehirn)im Körper hat. Auch wenn die mei-sten Neurologen nach wie vor an der Vorstellung festhalten, Bewußtseinsei eine Folge der Anatomie und der Struktur der Großhirnrinde, so müs-sen sie dennoch zähneknirschendzugeben, daß niemand eine wirklicheVorstellung davon hat, wie Bewußt-sein hervorgebracht wird bezie-hungsweise wie das Gehirn diesenProzeß bewerkstelligt, für den es javerantwortlich sein soll.
1
Wie sich unser Gehirn sel-ber repariert
 Am 16. Dezember 2009 brachte“Arte” eine Verfilmung des Buches“Neustart im Kopf - Wie sich unser Gehirn selbst repariert” des kanadi-schen Psychiaters und Psychoanaly-tikers Norman Doidge. Er schildertanhand einiger erstaunlicher klini-scher lle die Erforschung de Anpassungsfähigkeit des mensch-lichen Gehirns. Die Dokumentationzeigte die Fähigkeit des menschli-chen Gehirns, sich strukturell undfunktional umzuorganisieren. Ärzteund Wissenschaftler, die mit ihrenkreativen Ansätzen zur Erweiterungdes neurologischen und neurobiolo-gischen Wissens beigetragen haben,gaben Einblick in ihre Arbeit. DasBuch von Prof. Doidge wurde 2007 inKanada veröffentlicht und ein Best-seller (2008 in deutscher Überserset-zung). Es landete auf der Bestseller-Liste der New York Times.Im Buch wird eine Frau vorgestellt,die seit ihrer Geburt nur eine Hälftedes Gehirns besitzt, aber trotzdemnormal sprechen gelernt hat. Ihr Ge-dächtnis ist phänomenal, erinnert siesich doch an Ereignisse mit Daten.Diese Lernfähigkeit des Gehirns wird“Plastizität” genannt. Eine fehlendeGehirnhälfte scheint somit auf dieFunktion des Gehirns keinen Einflusszu haben.
2
Klein, aber oho: das Gehirneiner Honigbiene
Britische Wissenschaftler bestäti-gen, dass bei Tieren die Grösse desGehirns nicht die Intelligenz be-stimmt. So können auch Insekten wieBienen so intelligent wie grössereTiere sein, auch wenn ihr Gehirn umGrössenordnungen kleiner ist. Undsie verweisen darauf, dass auch beiComputern niemand erwarten würde,dass die grösseren Rechner unbe-dingt auch die besseren sein müs-sen.Die Gehirngrösse lässt sich vonder Körpergrösse ableiten. Je grös-ser ein Tier ist, desto grösser ist nor-malerweise auch sein Gehirn. DasGehirn eines Wals kann bis zu 9 kgwiegen und 200 Milliarden Neuronenenthalten. Menschliche Gehirne wie-gen zwischen 1250 und 1450 g undhaben um die 85 Milliarden Neuro-nen. Ein Honigbienengehirn ist gera-de einen Kubikmillimeter gross, wiegt1 mg und enthält weniger als eineMillion Neuronen. Nach den Wissen-schaftlern nnen Honigbienenneben zahlreichen komplexen ange-borenen Verhaltensweisen zählen,ähnliche Objekte in Kategorien ein-teilen, Regeln erlernen usw.Lars Chittka vom Research Centrefor Psychology der Queen Mary Uni-versity of London und Jeremy Nivenvom Department of Zoology der Uni-versity of Cambridge demonstrierenihre These mit der erstaunlichenIntelligenz der stecknadelkopfgroßenGehirne der Insekten. Die Fähigkeit,zählen oder Kategorien bilden zukönnen, hängt nicht entscheidendvon der Größe, sondern von der Artder neuronalen Verschaltung ab,wozu offenbar nur wenige Neuronennotwendig sind, schreiben sie in der Studie, die in der Zeitschrift “CurrentBiology” erschienen ist.
3
Quellenhinweise:
1 http://unglaublichkeiten.com/unglaublichkeiten/htmlphp/u0568OhneGehirn1.html2 www.rolf-keppler.de/rundbrief2009-9.htm3 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31601/1.html
Gehirn einer Honigbienen-Arbeiterin.
 
Hirnforschung
Franzose führt normales Leben mit Mini-Gehirn
%in 44-&'hri(er )eamter *ersetzt die Fachwelt in +taunen: %ine ,omputertomo(rafie und eine ernspintomo(rafie haen es zu a(e (eracht  ein "ehirn war ei dem !ann pra0tisch nicht *orhanden. !ediziner escheini(en dem atienten dennoch einen eihnahe durchschnittlichen 2ntelli(enz3uotienten. %in )eamterder mit einem winzi(en "ehirn ein nahezu normales Leen fhren 0ann hat franz6sische rzte in %rstaunen *ersetzt. er !ann sei unl'n(st ins ran0enhaus (e0ommen weil sein lin0es )ein sich schwach an(efhlt hae erichtete die Fachzeitschrift Lancet. %ine ,omputertomo(rafie und eine ernspintomo(rafie ei dem 44-'hri(en h'tten 'u;erst un(ew6hnliche )ilder erracht sa(te der <rzt Lionel Feuillet *om !arseiller ran0enhaus La imone.

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