IINIEDERSACHSEN
12/2009 | 01/2010
vorwärts
Ausgezeichnete Basis-Aktvisten: Die Schaumburger Jusos erhalten von Heidemarie Wieczorek-Zeulden Wilhelm-Dröscher-Preis.
Foto: Sascha Pickel
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vorwärts: Was heißt das konkret für dieRegion Hannover?Hauke Jagau:
2009 haben wir es daserste Mal seit 7 Jahren geschafft, nichtmehr Geld für die laufenden Kosten aus-zugeben, als wir einnehmen. 2010 fehlenuns hierfür 170 Millionen Euro. Um dieseSumme einzusparen, müsste ich dasgesamte Personal der Region streichenund den öffentlichen Nahverkehr völligeinstellen. Und in dieser Situation machtSchwarz-Gelb Steuergeschenke an Wohl-habende.
vorwärts: Gibt es denn in Nieders-achsen überhaupt noch Kommunenoder Kreise, die mit dieser Krise fertigwerden können?Hauke Jagau:
Ganz ganz wenige. DieDimensionen sind allerdings überallgleich. Unser Anteil bei den Sozialkostensteigt im nächsten Jahr um 64 MillionenEuro. Davon entfallen allein 42 MillionenEuro auf die Kosten der Unterkunft. DasGewerkschaftlerInnen und AWO-Mit-glieder dabei; Schirmherr war der Bun-destagsabgeordnete Sebastian Edathy.Die in Dresden vertretenen SPD-Glie-derungen haben gezeigt, wie mit einfa-sind Pflichtaufgaben, die wir nichtgegenfinanziert bekommen. Diese Sum-me ist ausschließlich eine Folge derFinanzkrise. Das so genannte Wachs-tumsbeschleunigungsgesetz ist da nochnicht eingerechnet.
vorwärts: Gibt es bei dieser Sachlagefür die Kommunen überhaupt Möglich-keiten, sich zur Wehr zu setzen?Hauke Jagau:
Es ist ein Riesenproblem.Das ist die politische Zielvorgabe derBundesregierung und die ist legitimiert,das muss man deutlich sagen. Wir wer-den diejenigen sein, die das auszubadenhaben. Was wir machen müssen, ist klar:Die Zusammenhänge müssen deutlichgemacht werden – in zwei Jahren wer-den die Einnahmen wegbrechen. Mehrkönnen wir nicht tun. Wir können undwerden protestieren, mit allen Spitzen-verbänden, und hoffen auf Einsicht. Aberob das etwas bringt, können wir zur Zeitnicht sagen.
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chen Mitteln große Wirkung erzielt wer-den kann, sagte SPD-LandesvorsitzenderGarrelt Duin nach der Wilhelm-Drös-cher-Preisverleihung und gratulierte denPreisträgern.
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seit Jahren, obwohl wir unsere Haushal-te von der Kommunalaufsicht im Gegen-satz zu Bund und Ländern genehmigenlassen müssen. Deshalb wird es in denkommenden Jahren immer wenigerInvestitionen geben und alles was nichtPflichtaufgabe ist, droht gestrichen zuwerden. Das sind die so genannten frei-willigen Leistungen, also die Kultur, dieUnterstützung von Vereinen und Ver-bänden und die Förderung ehrenamtli-cher Arbeit. Schwarz-Gelb will wenigerStaat und das hat Konsequenzen für dieKommunen. Die haben bald keine Chan-ce mehr, auf Krisen angemessen zu rea-gieren. Es gibt direkte Zusammenhängezwischen der Stärke einer Kommune unddem Schutz, den sie ihren Bürgerinnenund Bürgern bieten kann. Nach wie vorgilt der alte Satz: »Einen schwachen Staatkönnen sich nur Reiche leisten«.Auf dem SPD-Bundesparteitag vom 13.–15. November in Dresden erhielten dieArbeitsgemeinschaft 60plus im Ortsver-ein Northeim und die Jusos im Unterbe-zirk Schaumburg/AG Bad Nenndorf jeweils einen Dritten Preis. Mit dem Wil-helm-Dröscher-Preis würdigt die SPD auf ihren Bundesparteitagen herausragendeund beispielhafte Leistungen von Par-teigliederungen. Der SPD-KreisverbandOsnabrück erhielt eine lobende Erwäh-nung für sein Zeitungsprojekt.Seit 1995 geht die AG 60plus in Nort-heim mit außergewöhnlichen Projektenund Ideen auf die Straße. In diesem Wahl- jahr wurde insbesondere der SPD-Würfelin verschiedenen Varianten eingesetzt.Mit ihrer Präsentation der Straßenaktio-nen aus den vergangenen 15 Jahren woll-te die Arbeitsgemeinschaft in Dresdenzeigen, wie sie seit Jahren um den Erhaltunserer Demokratie und das Erreichenechter sozialer Marktwirtschaft kämpft.Die Jusos im Unterbezirk Schaum-burg und die Arbeitsgemeinschaft BadNenndorf haben unter dem Motto »Krea-tiv gegen Rechts« eine Straßenmalereidurchgeführt. Am Vorabend der Naziauf-märsche 2007 und 2008 in Bad Nenndorf wurde die Demonstrationsstrecke derNeonazis mit Slogans und Sprüchengegen Rechtsextremismus, Rassismusund Intoleranz versehen. Zusätzlich wur-den Plakate und große Transparente ent-lang der Strecke aufgehängt. NebenJusos und SPD-Mitgliedern aus denumliegenden Ortsvereinen waren auch
AUSGEZEICHNETE BASISARBEIT
Zwei Wilhelm-Dröscher-Preise gingen beim SPD-Bundesparteitag nach Niedersachsen
Von Hans-Rainer Strang
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Die Bundes-regierung verteiltSteuergeschenkean die Wohlhaben-den.
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Hauke Jagau
Hauke Jagau,Präsident der RegionHannover
TERMINE 2010
Fr., Sa. 29. /30. 01.
,16.30 UhrKlausur desLandesvorstandes in Achim
Sa., 13.03.
, 11.00 UhrLandesparteirat
Sa., 29.05.
, 10.00 UhrLandesparteitag Stade
Sa., 04.09.
, 11.00 UhrLandesparteirat
Sa., 27.11.
, 11.00 UhrLandesparteirat
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PERSONALABTEILUNG
Zum 5. Mal seit 1993 ist Polizeihauptkommissar Diet-mar Schilff als stellvertretender GdP-Landesvorsit-zender wiedergewählt worden. Der stellvertretendeVorsitzende des SPD-Landesparteirates ist Vorsit-zender des OV Rautheim, Mitglied des UBVBraunschweig sowie Vorstandsmitglied der AfA imUB Braunschweig.
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