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HNA-Serie: Klimawende in Kopenhagen?

HNA-Serie: Klimawende in Kopenhagen?

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Von 7. bis 18. Dezember tagt der Weltklimagipfel in Kopenhagen: Unsere Serie beleuchtet Folgen der drohenden Katastrophe, Auswege und den globalen Poker um CO2-Minderung.
Von 7. bis 18. Dezember tagt der Weltklimagipfel in Kopenhagen: Unsere Serie beleuchtet Folgen der drohenden Katastrophe, Auswege und den globalen Poker um CO2-Minderung.

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07/22/2010

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Nach dem Tropensturm im September: die philippinische Stadt Paranaque City unter Wasser. Eine Bewohnerin rettet wenige Habse-ligkeiten. Die Millionen-Metropole Manila auf den Philippinen ist eine der vom Klimawandel am meisten bedrohten Städte weltweit.
HNA.de:MehrfindenimInternet
LeonaLewisist ganzglücklich
GlücklichkannLeonaLewisauf  jedenFallsein.MitihrerneuenSingleschossdie24-Jährigedi-rektaufPlatz3derCharts.DieSingleheißtauch„Happy“,auf Deutsch„Glücklich“.
www.hna.de/kinder
GibtesKorruptionauchinDeutschland?
 JemandsteckteinemPolitikerheimlicheinpaarScheinezu.DannbekommtderGeldgeberdafürschnell,waserwill.SowasheißtKorruptionunddasistnichtinOrdnung.
www.hna.de/kinder
Vor20 Jahren:MillionenindenWestenunterwegs
VorderVolkskammererstattetGeneralstaatsanwaltHorstWendlandBerichtüberdiebis-herigenErgebnissederÜberprü-fungvonÜbergriffenderSicher-heitsorganeam7.und8.Okto-ber.PolitischeKonfliktekönntennichtmitdemStrafrechtgelöstwerden,sagtWendland.480An-zeigenwegenMisshandlungenundBeleidigungenwürdenüberprüft.-AmzweitenWo-chenendemitoffenerGrenzesindMillionenDDR-Bürgerer-neutunterwegs,umnahegele-geneStädteinderBundesrepu-blikoderWest-Berlinzubesu-chen.DieZügederReichsbahnsind„zu400Prozentausgelas-tet“.
AufdemWegzurEinheitNamen undNachrichten
 TumultimGerichtbeiMai-Krawall-Prozess
IneinemProzessgegenzweimutmaßlicheMai-RandalierervordemBerlinerLandgerichtistesamDienstagzuTumultenge-kommen.GrundwardieEnt-scheidung,denbeidenwegenMordversuchsangeklagtenSchülernkeineHaftverschonungzugewähren.Alseszulautstar-kenProtestenaufdenZuschau-errängenkam,ließdieVorsit-zendeRichterinPetraMüllerdenSaaluntergroßemTumulträu-men.DieVerteidigungderbei-denSchülerkündigteAbleh-nungsanträgegegendieRichteran.
Iran:5OppositionellezumTodeverurteilt
FünfiranischeOppositionellesindnachdenWahlprotestendervergangenenMonatezumTodeverurteiltworden.Diesbe-richtetegesterndasamtlicheiranischeFernsehenausTehe-ran.Nachdenblutigniederge-schlagenenProtestengegendieumstritteneWiederwahlvonPräsidentMahmudAhmadined-schadwarenhunderteDemons-trantenverhaftetundvoreinRe-volutionsgerichtgestelltwor-den.
ZurPerson
DieterWalch
(66)studierteMa-thematik,PhysikundMeteorolo-gie.NachTätig-keitenalsFlug-meteorologeundDozentwechselte1981zumZDF.Bis2008moderier-teerdenWet-terberichtvon„heute“und„heute“-Journal.WalchlebtbeiMainz.SeinBuch
„DemKlima-wandeltrotzen-Gewohnhei-tenändern“
erschienimSieben-haar-Verlag,14,80Euro(ISBN:978-3-936962-64-2).
HINTERGRUND
WiesichKlimawandel-LeugnerdieWelterklären
Behauptung:Klimaerwär-mungisthalbsoschlimm-ir- gendwiegleichtsichdasmit dernächstenEiszeitaus...
•DieErdehatvieleWarm-undKaltphasendurchgemacht.Mangehtvonmindestensfünf großenEiszeitalternaus,die jeweils15bis20MillionenJah-redauertenundsichmitWarmzeitenabwechselten.EineneueEiszeitunddiemen-schengemachteErderwär-munghebensichaberkeines-fallsirgendwiegegenseitigauf.VondernächstenEiszeitsindwirweitentfernt-dieschnelleKlimaufheizungspieltsichmitihrenschlimmenFolgeninwe-nigenJahrhundertenab.
97%derCO
2
-Emissionenent- stammenderNatur,nuretwadreiProzentausderVerbren-nungfossilerRohstoffe.
Alte,klassischeIrreführung,sagtKlimaforscherStefanRahmstorfvomPotsdam-Insti-tut.Hierwird-ganzunzulässig-UmsatzmitGewinnverglichen.DernatürlicheCO
2
-UmsatzderBiosphäremacht770Milliar-denTonnenjährlichaus-aller-dingsineinemgeschlossenenKreislauf.DieZusatzbelastung,diedasSystemstresst,sindinersterLiniedie22MilliardenTonnenausderVerbrennungfossilerQuellenwieÖl,Kohle,Gas,dieseitMillionenJahreninderErdeschlummerten.
MilliardenMenschenatmenCO
2
aus-jeder10Kilogrammtäglich,mehralsalleAutosderWeltaus- stoßen!DaserwärmtdasKlima.
SchondieZahlistfalsch,sagtPhysik-ProfessorStefanRahms-torf.EsisteinKiloproTag.WasMenschen(undTiere)anCO
2
ausatmen,istProduktderVer-brennungihrerNahrungimKör-per.DiesesCO
2
wirdjedochderAtmosphäredurchdiePhoto-syntheselandwirtschaftlicherNutzpflanzen,diederErnährungdienen,wiederentzogen.EinKreislaufalso.ÄhnlichesgiltfürdieVerbrennungvonHolz:DerBaumhatdasimFeuerfreiwer-dendeCO
2
beimAufwachsenausderAtmosphäregebunden.
Das Eis der Arktis schmilzt imRekordtempo: Eisbrecher inderkanadischenBaffinBayRhein bei Köln im Juni 2003:UnsereSommerwerdenheißerundtrockener.
Fotos:dpa/ap
Vor dem WeltklimagipfelZitate
„Wir haben keine Zeit zu ver-lieren, wir brauchen eine Einigung beider Klimakon-ferenz in Ko- penhagen.“ 
Bundeskanzle-rin Angela Mer-kelam3.NovembervordemUS-Kongress
„Wenn ich darauf vertraue,dass alle be-teiligten Län-der in guter  Absicht ver-handeln undwir vor einembedeutsamen Abschluss ste-hen, wobeiuns meine Anwesenheit über den Berg helfen kann, dannistesnatürlichetwas,wasichtun werde.“ 
US-PräsidentBarackObamaam9.NovemberzurFrage„ReisenSienachKopenhagen?“
STICHWORT 
 Treibhauseffekt
WiedieGlashülleeinesTreibhausesSonnenlichtdurchlässt,dieunterdemDacherzeugteWärmeaberzumgutenTeilzurückhält,funktioniertdieErdatmo-sphäre:VorallemWasser-dampf,CO
2
undOzonhaltendortInfrarotstrahlungzu-rück,diesonstalsWärmeinsAllginge.Dieser
natürlicheTreibhauseffekt
hältdiedurchschnittlicheOberflä-chentemperaturderErdebeiderzeitgut15˚Cundermög-lichtallesLeben.OhnedenSchutzderAtmosphärelägediemittlereTemperaturamBodenbei-18˚C.DervomMenschener-zeugte
anthropogeneTreib-hauseffekt
sorgtfürzusätzli-cheWärmeundlässtdasKli-makippen:Indenletzten100Jahren-großteilsindenletzten30Jahren-hatsichdieuntereSchichtderAtmo-sphäreumrund0,74˚Cer-rmt.2˚Cgeltenalsnocheinigermaßenbeherrschbar.
NEUE SERIE
KlimawendeinKopenhagen?
Von7.bis18.DezembertagtderWeltklimagipfelinKo-penhagen:UnsereSerieimVorfeldbeleuchtetFolgenderdrohendenKatastrophe,AuswegeunddenglobalenPokerumCO
2
-Minderung.
Aber Sie kennen sicher auchSprüchewie:„Ach,inGrönlandwuchsen vor 50 Millionen Jah-ren Palmen! So schlimm wirdKlimawandelschonnichtsein.“
 W 
 ALCH
:
Dass sie Äpfel mitBirnen ergleichen! Es stimmtschon: Grönland heißt so, eiles irgendann dort mal grünund arm ar. Richtig istauch: Klimaandel ist nichtsNeues, die gane Erde erlebteauch schon Phasen mit einerDurchschnittstemperatur on3 Grad - heute sind es 15,4! Was bedeutet das für die aktu-elle Diskussion? Gar nichts!
Wiesonicht?
 W 
 ALCH
:
Den om Menschen erursachten Klimaandelmacht das rasante Tempo sogefährlich: Wir reden on um-stürenden globalen Änderun-gen in 2 oder 3 Jahren,die früher in der Erdgeschich-te ehn- oder hunderttausen-de Jahre gedauert haben. Und: Jett bedrohen die Folgen eineZiilisation on Milliarden
V
ON
W
OLFGANG
IEK
KASSEL.
Die Schuldigen desKlimaandels? Jeder kannsich da morgens im Spiegelselbst beschimpfen, sagt Die-ter Walch. Aber jeder kannunkontrollierbare Folgen derErderärmung auch erhin-dern helfen. Wir sprachen mitdem Meteorologen und Buch-autoren, den iele noch omZDF-Wetter kennen.
HerrWalch,wiesindSievomZDF-Wetterfrosch zum Buch-autoren und Klimawandel-Er-klärergeworden?
D
IETER 
 ALCH
:
Das Thema be-schäftigt mich schon seit über3 Jahren. Seit Anfang der198er-Jahre, also schon ormeiner Zeit beim ZDF, halteich Vorträge um Klimaan-del. Das ar damals noch keinpopuläres Thema - ich bin lan-ge Zeit für meine Warnungenschlimm beschimpft orden.
Gab es ein Schlüsselerlebnis,das Sie auf den KlimawandelundseineFolgengestoßenhat?
 W 
 ALCH
:
Ja - das ar ein Z-klon, der 197 Bangladeschheimsuchte und nach Schät-ungen Menschenleben for-derte! Meteorologisch ar daseigentlich ein gan „norma-ler“ Sturm. Aber so iele ToteIrgendetas stimmt danicht, habe ich mir damals ge-dacht. Und herausgefunden,dass die Beölkerung in denflachen, on Überschem-mung bedrohten Zonen Ban-gladeschs, on früher fünf auf 5 Millionen Menschen uge-nommen hatte. Die dicht be-siedelten Küstenregionen der Welt - dort sind auch jetthunderte Millionen om Kli-maandel bedroht.Menschen - ohne Fluchteg! Als in Grönland Palmen uch-sen, ar der Homo sapiens janoch nicht mal in Sicht.
Bei uns wird’s etwas wärmer,Winter werden feuchter. Wa-rum sollen gerade wir CO
2
ein-sparenundnichterstmalInderoder Chinesen - die mit densteilen Klimagas-Zuwächsen?
 W 
 ALCH
:
Weil ir ar onden direkten Folgen steigen-derMeeresspiegel,onDürrenoder Überschemmungen inDeutschland ergleichseise enig spüren erden. Aber on den indirekten Ausir-kungen sind ir bedroht: DerKlimaandel, der direkt orallem arme Länder trifft, irddort soiale Spannungen er-schärfen und Kriege auslösen, Wirtschafts- und Finankrisen erdendannauchunstreffen. Wenn ir so eitermachen ie bisher, erden die Folgenschlimmer sein als ährendder Weltirtschaftskrise inden 193-er Jahren. Übrigens:Die Arbeitslosenquote lag inDeutschland bei 4%!
DerDruckaufdenKlimagipfelvonKopenhagenwäredamitjagroßgenug.WaserwartenSie?
 W 
 ALCH
:
Es ird sich etastun - aber ahrscheinlich erstin der letten Konferennachtmorgens um 4 oder 5 Uhr. Icherarte konkretere CO
2
-Spar- orgaben als im Koto-Proto-koll, konkretere Geldsummenfür Projekte on Klimaschutund -anpassung, ein möglichst elteites Sstem für denHandel mit CO
2
-Emissionen.
Obwohl die Politik - allenAlarmrufen der Klimaforscherzum Trotz - bisher die Kehrt-wendenichtgeschaffthat?
 W 
 ALCH
:
Politiker sind meistkeine Naturissenschaftler.Sie tun sich - auch beim Klima- andel - scher damit, etasu begreifen, as sie nicht se-hen können. Wenn sie es be-griffen haben, bleibt die Frage„Wie kläre ich die Leute auf?“,ein steiniger Weg. Der Menschist gierig, er ist ein Geohn-heitstier. Politik gegen denKlimaandel beegt sich i-schen der Hoffnung, dass dieMenschen mitmachen, undder Angst or Aufstand.
GroßePolitikistdaseine,per-sönliches Verhalten das ande-re. Schimpfen hilft nichts,schreiben Sie in Ihrem Buch,aber Gewohnheiten ändern …
 W 
 ALCH
:
Irgendann an ei-nem scnen Sommertaghabe ich das Auto stehen las-sen und bin um Brötchenho-len geradelt. Das Rad ist auf Kurstrecken ja oft schnellerals das Auto. Spart außerdemSprit, CO
2
und Geld. Gesünderist radeln auch. Hat ein halbes Jahr gedauert, bis es im Kopf  ar.DannaresGeohnheit.
KlingtfürvielewieSpaßbrem-seundVerzichtspredigt
 W 
 ALCH
:
Verglichen mit demgroßen Rest der Welt klagen ir auf hohem Nieau. ImRahmen seiner finaniellenMöglichkeiten kann sich beiuns jeder seine Wünsche auseinem riesigen Angebot soforterfüllen. Dabei ird oft Le-bensqualität aber mit Lebens-quantität erechselt. Manmuss sich auch mal auf asfreuen können. Geohnhei-ten u ändern, kann Geld undCO
2
sparen, kann die Lebens-qualität steigern - ohne, dass ir deshalb urück auf dieBäume müssten!
„MenschheitohneFluchtweg“
ZDF-Meteorologe Dieter Walch im Interview
Mittoch, 18. Noember 29
Politik
PO2
e-paper für: 10216894
 
HNA.de:MehrfindenimInternet
VorbereitungenaufdenWinter
AmStuttgarterFlughafenübendie Mitarbeiter des Winter-dienstes für den Ernstfall. Da-bei geht es etwa darum, nachwelchemPlanderSchneeweg-geräumt wird.
www.hna.de/kinder
WasisteineVersicherung?
Wasist,wennmanmitdemFuß-balleineScheibekaputt-schießt?OdermitdemFahrradineinAutofährt?Erstmalgibt’swahrscheinlichÄrger–unddannhilfthoffentlichdieVersi-cherung.
www.hna.de/kinder
Vor20 Jahren:
RegierungundOppositionamRundenTisch
Regierung und Oppositionspar-teien geben bekannt, dass siesicham7.Dezembererstmalszueinem „Runden Tisch“ treffenwerden,umgemeinsameSchrit-te auf dem Weg zur Demokrati-sierung zu beraten. Ohne Ein-schränkungen sollen dort allestrittigen Fragen verhandeltwerden. Namhafte Persönlich-keitenundVertreterverschiede-ner Oppositionsgruppen veröf-fentlichen an diesem Sonntagaußerdem den Aufruf: „Für un-ser Land“. Darin heißt es: „Unsbleibt nur noch wenig Zeit, auf die verschiedenen Möglichkei-ten Einfluss zu nehmen, die sichals Ausweg aus der Krise anbie-ten.“ (dpa)
AufdemWegzurEinheitNamen undNachrichten
KeineJobkriseimkommendenJahr
Nach Prognosen von Arbeits-marktexperten droht Deutsch-land im Jahr 2010 nun doch kei-neschwereJobkrise.ZwarwerdedieArbeitslosigkeitinderersten Jahreshälfte teils kräftig anstei-gen. Der befürchtete massiveEinbruch auf dem Stellenmarktwerde aber wohl nicht eintre-ten,sagtenVolkswirtedeutscherGroßbanken am Mittwoch. ZurBegründung wiesen sie auf dieBeschäftigungspläne und diegute Auftragslage vieler Unter-nehmen hin.
Kurzarbeitergeldwirderneutverlängert
Das Kurzarbeitergeld ist zurÜberbrückung der Wirtschafts-krise erneut verlängert worden.Für Kurzarbeit, die 2010 bean-tragt wird, kann die Bundes-agentur für Arbeit damit bis zu18 Monate einen Ausgleich zah-len. Laut BundesarbeitsministerFranz Josef Jung (CDU) könntenin diesem Jahr so hunderttau-sende Arbeitsplätze gerettetwerden. Ab 2011 wird Kurzar-beit für die Arbeitgeber jedochteurer. Dann läuft nach derzeiti-gemStanddieErstattungderSo-zialbeiträge aus.
Vor dem Weltklimagipfel
HNA-SERIE (2)
KlimawendeinKopenhagen?
Von7.bis18.DezembertagtderWeltklimagipfelinKo-penhagen:UnsereSerieimVorfeldbeleuchtetFolgenderdrohendenKatastrophe,AuswegeunddenglobalenPokerumCO
2
-Minderung.
Zitate
„Historisch betrachtet sinddie Industrieländer für 75  Prozent der weltweiten CO
 2
- Ausstöße verantwortlich. Des-wegen müssen sie jetzt auch75 Prozent der Verantwor-tung dafür übernehmen. (...) Den Leidtragenden des Kli-mawandels, den Entwick-lungsländern, muss geholfenwerden. Denn das ist ja dasSchlimme am Klimawandel: Dass die, die ihn verursacht haben, am wenigsten betrof-fen sind, und die, die nichtsdazu beigetragen haben, amhärtesten bestraft werden.“ 
Antje von Broock, Leiterin Inter-nationale Klimapolitik beimBUND.
„Es ist Zeit, darüber nachzu-denken, ob ein schlichtes Im-mer-mehr-Denken die Zu-kunft gewinnenkann.(...) Ein Aufruf zu Ver- zicht gelte zwar oft als weniüberzeugend. Allerdings for-dere auch „un-ser heutiger Lebensstil jede Menge Verzicht von uns“. Soverzichteten die Menschenauf belebte Innenstädte „undtauschen dafür Einkaufszen-tren auf ehemals grünen Wie-sen ein“. Menschen an Haupt-verkehrsstraßen verzichtetenauf Ruhe, ältere Menschenund Kinder auf Bewegungs-freiheit außerhalb der Woh-nung. Pendler verzichtetenheutzutage auf Zeit mit Fami-lie und Kindern.
Bundespräsident Horst Köhleram 25. Oktober bei der Verlei-hung des Deutschen Umwelt-preises in Augsburg.
HINTERGRUND
VierPfaderdieWelt
WasauchimmerKopenha-genbeschließt-dieNord-Süd-Entwicklungsorganisati-onGermanwatchskizziertvierEntwicklungspfade:
•SzenarioGroßexperiment:
DerKlimawandelkannsichweitgehendungebremstent-falten-ineinemGroßexperi-mentmitMenschundNatur.
Szenario Apartheid:
EinekleineMinderheitvonMen-schensichertsichihrenauf-wändigenLebensstilundbe-grenztdenanderendasRechtaufEntwicklung-(angeblich)demKlimaschutzzuliebe.
SzenarioKooperationundKlimaschutz:
DieStaatenei-nigensichaufeinenfairenundverbindlicheninternatio-nalenRahmen.Ziele:dienot-wendigedrastischeRedukti-onvonTreibhausgasenunddieverlässlicheUnterstüt-zungderAnpassungvoral-lemindenamwenigstenent-wickeltenLändern.
SzenarioDialyse:
DieWeltamTropfderer,diegroßtech-nischundteuerdasWettermanipulierenwollen.Wennnichtschnellundentschie-dengehandeltwird,könnteesleichtpassieren,dassdieMenschheitnichtmehrauf dieimmermehrüberforder-tennatürlichenRegelungs-mechanismendesKlimassetzt,sondernaufTechnik:in-demvieletausendevonSpie-gelnimWeltalldieErdeet-wasabdunkelnsollenoderTagfürTagSchwefeldioxidmitFlugzeugenindieAtmo-sphäregebrachtwird,umdasTreibhausErdeabzukühlen.
dem Meeresspiegel. 1,5 Milli-arden Euro ären auf langeZeit jedes Jahr nötig, um grö-ßere Katastrophen abuen-den, hat Hollands „Deltakom-mission“ berechnet. Auf Dei-che, Barrieren und Pumpsste-me erlässt sich Holland abernicht mehr allein: Dort er-den längst auch „intelligente Wasserbautenausgetüftelt -umBeispielWohnhäuser,dieauf Pontons schimmen.Gegen die Fluten anbauen -irgendann selbst für reicheLänder unbeahlbar. Epertengrübeln längst, elche Küs-tenabschnitte man aufgebenkönnte. Auch das in Stürmenheftig ramponierte und mitteuren Sandorspülungen ge-haltene Slt taucht als „unbe- ohnbar bis 21“ auf - bessergesagt: unter. Einsteilenfreut sich die Insel noch überdie schöne Seite des Klima- andels: ein Feld mit Wein-stöcken nahe Keitum. (rk)
I
n Deutschland leben mehrals eine Million Menschenin flutbedrohten Gebieten.„Bis 23 ist der Küstenschutan der Nordsee fast genauso irksam ie heute“, sagt Küs-tenforscher Ralf Weisse omGKSS-ForschungsentrumGeesthacht. Danach - bis 21- könnten Sturmfluten bis ueinem Meter höher auflaufenals jett. Mit iel Geld - dasarme Staaten nicht haben -bauen deutsche Küstenländergegen die nasse Gefahr an:
 „Klimazuschlag“ für Deiche
Bis 225 ill Schlesig-Hol-stein 3 Mio. Euro in denSchuton 12 KilometernKüste an Nord- und Ostseepumpen. Auch Niedersachsenplant für Ausbau und Deicher-hung einen „Klimau-schlagon 5 Zentimetern.Bei den Nachbarn ist dieLage noch prekärer: Ein Vier-tel der Niederlande liegt unter
2100: Sylt geräumt?
Gegenwehr an den Nordseeküsten
HINTERGRUND
MagischeZwei-Grad-Grenze
HöchstenszweiGradErwär-mung
gegenübervorindus-triellenZeiten-dasistdiema-gischeGrenze,aufdiesichvieleLänderfürKopenhagengeei-nigthaben.DassUS-PräsidentBarackObamagesternseineTeilnahmezugesagthat,darf alsHoffnungssignalfüreineEi-nigunggelten.ZweiGradmehr-daskönntedieMeeresspiegelbis2100umeinenMeterstei-genlassen.Verheerendfürvie-leKüstenstädte,abermitderZwei-Grad-ObergrenzehofftdieWissenschaft,wenigstensKippschwellenzuvermeiden,hinterdenenderKlimawandelsichunaufhaltsamselbstver-stärkt. AlsKippschwellegeltendas
AbschmelzendesGrön-land-Eisschilds
,dasübermeh-rereJahrhundertedenMeeres-spiegelumbiszusiebenMetersteigenlassenwürde.•Ein
AuftauendersibirischenPermafrostböden
würdeim-menseMengenderTreibhaus-gaseCO
2
undMethanfreiset-zen,diewiederumdieErder-wärmungantreiben,dasTauenbeschleunigenwürden.Beispiel
Arktis
:SchmilztdasEisdortimSommerstärkerab,nimmtdasMeermehrWärmeauf:WasserreflektiertSonnen-lichtwenigerstarkalsEis.DerwärmereOzeanerschwertdieEisbildungimFolgewinter.EineSpiralekommtinGang.In20bis30Jahren,sagenvieleStudi-en,wirdderarktischeOzeanin jedemSommereisfreisein.ZweiGradErwärmungalsNotbremse-abernur,wennderglobaleTreibhausgasaus-stoßscharfzurückgefahrenwird.Sonstdrohenbis2100weltweitimMittelbiszu7Gradmehr.(wrk)
Hauptstädten Bangladeschsund Indonesiens, soie ausManila auf den Philippinen:Diese Millionenstädte hält der WWFelteitfürammeistengefährdet. Inklusie ihrer gi-gantischen Slums und ohne Aussicht auf große Gegen- ehr. Besser appnet sich ielleicht Singapur: Auch dasragt auf 7 Quadratkilome-tern gerade so aus dem Meer. Aber Singapur ist nicht nurder kleinste Staat Asiens - son-dern auch der reichste: Die Re-gierung ill on Holland dasDeichebauen lernen. Jeder Meter Meeresanstiegnimmt ig Millionen Men-schen als Geiseln höhererSturmflutrisiken. Schon or-her schleicht sich aber in denflachen Küstenregionen u-nehmende Versalung in Bö-den und Quellen: Landirt-schaft und Ernährung kom-men unter Druck, für saube-res Trinkasser müssen Men-schen immer eiter gehen.
 Inseln betteln um Asyl
Manche stolpern dabei insMeer: Tualu, kleiner Insel-staat in der Südsee und einerder ersten Untergangskandi-daten, bettelt seit Jahren um Asl in Neuseeland. Die Male-dien,ebenfallsomAbsaufenbedroht, hoffen, orher mitdem Tourismus noch so ielauf die hohe Kante u legen,dass sie sich ein neues Staats-gebiet in Indien oder Austra-lien kaufen können. Sturmflu-ten, Untergang, ein paar Brei-tengrade eiter lässt der Kli-maandel alles erdorren:„Die Ernten der Länder in derNähedesÄquatorserdenum5 Proent urückgehen. Was-serknappheit, Dürren und Überschemmungen erhin-dern Landirtschaft und er-nichten Ernten“, sagt ArminPaasch on der Enticklungs-organisation FIAN. Die meis-ten hungernden Menschen le-ben in Afrika und Asien - inRegionen also, die der Klima- andel usätlich quält. Vor Verteilungskonflikten,die schnell u Kriegen er-den, or großen Flüchtlings- ellen übers Mittelmeer nachEuropa hat schon 27 der Wissenschaftliche Beirat derBundesregierung Globale Um- elteränderungen (WBGU)gearnt. Globale Terrorge-fahr? Es gibt Eperten, die denKlimaandel für iel gefährli-cher halten.
V
ON
W
OLFGANG
IEK
 A 
merika hat Menschenum Mond geschossen. Und gesund urückge-holt. Dass der TropensturmKatrina im Jahr 25 in denSüdstaaten 18Menschenumbrachte, 1,3 MillionenEistenen ernichtete und125 Milliarden Dollar Schädenhinterließ, konnte das reichs-te Land der Erde nicht erhin-dern. Im Gegenteil. Ein Ge-richt hat der US-Arm geradedie Schuld für die Überflutung on Ne Orleans angelastet:Die Armee-Ingenieure hättendie Flutkanäle nicht ordent-lich geartet.„Der globale Meeresspie-gel“, arnte Stefan Rahmstorf  om Potsdam-Institut für Kli-mafolgenfor-schung jettbeim Hessi-schen Klima-schutforumin Kassel,„steigt bis 21 ahrschein-lich um einen Meter, im E-tremfall bis u ei“. Katrina äre dann nur ein Lüftchen erglichen mit düsteren Se-narien, die Europas größter Versicherer Allian und die Umeltstiftung WWF skiie-ren. Steigende Meeresspiegelbedrohen danach 136 Millio-nenstädte an den Küsten der Welt - schon 25. Bilder ums Überleben kämpfender Men-schen auf geflutetenHighas, ie sie Katrina ausNe Orleans lieferte, könntendann aus Ne York kommen.Eher noch aus Dhaka und Jakarta, den asiatischen
Verdorrt, versenkt, vertrieben
Arme Länder trifft Klimawandel doppelt - Forscher in Kassel: Ein bis zwei Meter Meeresanstieg bis 2100
BaueraufverdorrtemReisfeldinIndien.
Fotos: dpa
VomSturmzerstörtesHausamKliffendebeiKampenaufSylt.StefanRahmstorf 
Donnerstag, 26. Noember 29
Politik
PO2
e-paper für: 10216894
 
NamenundNachrichten
BekennerschreibennachAnschlägen
NachdenAnschlägenaufBehör-deninHamburgundBerlinisteinBekennerschreibeneinge-gangen.Die„HamburgerMor-genpost“erhielteinSchreiben,wonachdieAttackeinderHan-sestadteinRacheaktfürdenam6. Dezember2008vongrie-chischenPolizistenerschosse-nenDemonstrantenAlexandrosGrigoropoulosgewesensei.
ErneutUnruheninGriechenland
EinJahrnachdemTodeines15- JährigendurcheinePolizeikugelistGriechenlandvonneuenKra-wallenerschüttertworden.ImZentrumAthensliefertensichamSonntag300VermummteStraßenschlachtenmitderPoli-zei.DieRandaliererzündetenMülltonnenanundwarfenStei-neaufdieSicherheitskräfte,mehrereSchaufenstergingenzuBruch.DiePolizeisetzteSchlag-stöckeundTränengasein.
Ex-PolizistKurrassollHilfeerstatten
DerfrüherePolizistundStasi-SpitzelKarl-HeinzKurras,der1967inBerlindenStudentenBennoOhnesorgerschoss,mussEingliederungshilfeninHöhevon4489,14Eurozurückzahlen.Wie„Focus“meldete,hattederheute82-Jährige1956,1961und1975insgesamt8780MarkBeihilfenfürehemaligepoliti-scheHäftlingeausdersowjeti-schenBesatzungszoneerhalten.KurrassollfalscheAngabenüberdenGrundseinerInhaftierungimLagerSachsenhausenge-machthaben.
Dutschke-AttentäterhatteKontaktzuNazis
Gut40JahrenachdemAnschlagaufdenStudentenführerRudiDutschkewirdderAttentäterJo-sefBachmanndurchbislangun-bekannteStasi-AktenundPoli-zeiprotokollemitNeonazisinVerbindunggebracht.Nachei-nem„Spiegel“-Berichtunter-hieltBachmannengeBeziehun-genzueinerrechtsradikalenOr-ganisation,diespäterals„Braun-schweigerGruppe“durchSprengstoffanschlägebekanntwurde.TrotzmehrererHinweiseindenVernehmungenhättendieErmittlerdamalsdieseZu-sammenhängenichtkonse-quentaufgedeckt.BishergaltderHilfsarbeiterBachmannein-deutigalsEinzelgänger.1970hatteersichinderHaftdasLe-bengenommen.
WesterwellewillBeauftragtenablösen
AußenministerGuidoWester-welle(FDP)willdenbisherigenMenschenrechtsbeauftragtenderBundesregierung,GünterNooke(CDU),ablösen.InBerli-nerRegierungskreisenwurdeamSamstageineentsprechendeMeldungbestätigt.DanachhatWesterwelleBundeskanzlerinAngelaMerkel(CDU)vorKur-zemüberseineAbsichtinfor-miert,einenFDP-Politikerauf denimAuswärtigenAmtange-siedeltenPostenzuberufen.
Massenproteste gegenBerlusconi
LilaWellegegenMinisterpräsi-dentSilvioBerlusconi:UnterdemMotto„NoBerlusconiDay“habenamWochenendeZehn-tausendeItalienergegendenkonservativenRegierungschef demonstriert.SiefordertendenRücktrittdesMinisterpräsiden-tennichtimNameneinerbe-stimmtenPartei,sondernimNa-mender„ehrbarenBürgerIta-liens“.FürdieDemonstrationhattendieOrganisatorendazuaufgefordert,sichlilazukleiden,weildieseFarbeinItaliennichtpolitischeinzuordnensei.
Auftakt für den Weltklimagipfel
Sir Nicholas Stern (63)
, Bera-ter der britischen Regierung,hat mit seinem 650-Seiten-Re-port 2006 Klimawandel-Folge-kostenweltweitbeziffert.Prog-nose damals: Mit nur einemProzent ihres jährlichen Brut-toinlandsprodukts (BIP) könnedie Welt die Klimakatastropheabwenden. Inzwischen hältStern zwei Prozent des BIP fürnötig. Nichtstun allerdingswerde fünf- bis 20-mal teurer.
Bernd Schäfer
(44, Versiche-rungsmakler) und seine FrauAyse haben in der Türkei einenOlivenhain mit 400 Bäumen. Jetzt wollen sie die Mosel zumOlivengebiet machen - als Pro-fiteure der Klimaerwärmung.NahePünderichhabendieKöl-ner 4000 Quadratmeter Steil-lage gepachtet und im März200 Olivenbäume gepflanzt.Zu strenger Frost könnte aller-dings alles kaputtgehen lassen.
Connie Hedegaard (49)
, neueEU-KlimaschutzkommissarininBrüssel, heißt zu Hause „FrauKlima“. Die konservative Politi-kerin war von 2004 bis 2007dänische UmweltministerinundleitetedanachdasEnergie-und Klimaressort. Hedegaardleitet den Gipfel in Kopenha-gen. Unser Bild zeigt sie vordem Tagungszentrum, wo -mitten in der City - eine Wind-kraftanlageStromerzeugt.Ob
MohammedNasheed(42)
,Präsident der Malediven-In-seln,diealsersteimOzeanver-sinken werden, nach Kopenha-gen reist. ist offen. Zu teuer,meinte er jüngst. Seinen gro-ßenAuftritthatNasheedschonMitte Oktober inszeniert: Da-mals ließ er sein Kabinett inTaucheranzügesteigen,umbeieiner Sitzung unter Wasser ei-nen Klimaschutz-Appell an dieWeltzuverabschieden.
Mahner,Verlierer,Gewinner:KöpfedesKlimawandels
nen, Indien bei 1,7 Tonnen, Afrikas bitterarme Länder beiunter einer Tonne.Nicholas Stern, der 26 dieKlimaandel-Folgekosten kal-kuliert hat, sagte kürlich beieinem Vortrag an der TU Ber-lin: „Wir müssen bis um Jahr25Stromereugung und Verkehr CO
2
-frei machen. Wirmüssen die Emissionen in derLandirtschaft reduierenund die Abholung der Wäl-der stoppen.“ Stern sieht die Welt or einer „unglaublichaufregenden Transformation.Es ird mehr sein, als die Er-findung der Eisenbahn undder Elektriität.“„Eine Verteilung pro Kopf hilft den Enticklungslän-dern, eine Verteilung je nach Wirtschaftskraft den Indus-trieländern“, sagt OttmarEdenhofer, Ökonom am Pots-dam-Institut für Klimafolgen-forschung. Irgendo dai-schen, glaubt Edenhofer„irdsich der Verteilungsschlüsseleinpendeln.“Budget in ehn Jahren er-braucht, die USA in sechs, Chi-nain24Jahren.Indienblieben88 Jahre, dem afrikanischenBurkina Faso noch 2892 Jahre.Dereit liegen die USA bei24 Tonnen CO
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und anderenTreibhausgasen pro Kopf und Jahr, Europa landet bei 12Tonnen, China bei sechs Ton-forschung (PKI) den Budgetan-sat. Pro Jahr und Kopf der Weltbeölkerung blieben so25 ungefähr ei TonnenCO
2
. Damit ird klar, dass dieIndustrieländer am heftigstenauf die Bremse treten müss-ten: Ginge es nämlich mitEmissionen ie on 28 ei-ter, hätte Deutschland seinhen. Sprich: Die 75 Mrd. Ton-nen CO
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erden gemäß derBeölkerungsstärke auf alleStaaten umgelegt. Das ergibtEmissionsbudgets und Reduk-tionspflichten für jedes Land.„Einfach, transparent undgerecht“, nennt Hans JoachimSchellnhuber, Chef des Pots-dam-Instituts für Klimafolgen-
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as Ziel ist klar: Mehr alsei Grad über die Werte or Beginn derIndustrialisierung soll die glo-bale Temperatur im Schnittnicht steigen. Sonst droht derKlimaandel unbeherrschbaru erden. Die Messlatte istaufgelegt: Allenfalls 75 Milli-ardenTonnenCO
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ausfossilenEnergieträgern dürfen dannbis 25 noch in die Erdatmo-sphäre gepustet erden. Fra-gen über Fragen für Kopenha-gen: Wie erden diese 75Milliarden Tonnen gerecht erteilt? Was heißt überhauptgerecht? Ein bisschen einspa-ren für alle? Mehr einsparenfür die Länder, die schon hochentickelt sind?Die Welt erteilt die Reste:Ein Pfad, den eine Studie fürdie Bundesregierung unter-sucht hat, ist der „Budgetan-sat“. Sein Prinip: JedemMenschen elteit sollengleicheEmissionsrechteuste-
CO
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: Die Welt verteilt die Reste
Zwei-Grad-Ziel in Kopenhagen: Industrieländer müssen am heftigsten auf die Bremse treten
HINTERGRUND: WAS DIE GRÖSSTEN KLIMASÜNDER IN KOPENHAGEN ANBIETEN
China
VonaußenwillChinasichkeineCO
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-Minderungdik-tierenlassen.Pekingsfrei-willigesAngebot:40bis45Prozent we-niger bis2020. Klingterst mal gut.Vergleichs- jahristabernicht1990,son-dern2005.SoschrumpftdasMinus-wiebeimAnge-botderUSA.Und:ChinasagtkeineabsoluteMinde-rungzu,sondernwillnurdenAnstiegbremsen.JedererwirtschafteteDollaroder-inChinasWährung-Yuansollbis2020mit40bis45ProzentwenigerfossilerEnergieauskommen.ChinasIndustrialisierungundda-mitderCO
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-Anstiegsindnochlängstnichtbeendet.
USA
DieUSAplanenbis2020eineVerminderungderTreibhausgase(THG)um17Prozent,spätermehr.DieZusage vonPräsidentBarack Oba-ma beziehtsich aber auf dasBasisjahr2005.Vergli-chenmit1990wäredasnureinmageresMinusvonvierbissechsProzent,nureinBruchteilderEU-Selbstver-pflichtung.UndobObamadieMiniwendeinnenpoli-tischdurchsetzt,istoffen.DasKyoto-Protokollvon1997habendieUSAniera-tifiziert.DabeiwarendieAuflagen(minus5,2Pro-zentTHGverglichenmit1990fürIndustrieländer)ausheutigerSichtlachhaft.
Russland
DemEU-Zielvon20ProzentwenigerTreibhausgasenbis2020gegenüber1990,schließtRusslandsichan-eventuellwill man so-gar auf 25Prozent ge-hen. BisherhatteMoskaueineVer-pflichtungüber10bis15ProzentinAussichtgestellt.ExtremambitioniertsinddieZielenicht:RusslandsAusstoßanC0
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istinfolgedeswirtschaftlichenZu-sammenbruchsAnfangder90-erJahreohnehinmassivgesunken.DieWendekamdemKlimazugute-wieinDeutschland.LautGreen-peacelag2008RusslandsCO
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-Ausstoß28Prozentunterdem1990er-Niveau.
Indien
VerbindlicheVorgabenlehntIndienab.ImmerhinwilldasLanddasAnstiegs-tempobeimCO
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-Ausstoßfreiwilligbremsen.Bis2020 um 20bis 25 Pro-zent im Ver-hältniszurWirtschaftsleis-tung,verglichenmit2005.DasistdiechinesischeLö-sung:Wachstummiteffi-zienteremEinsatzfossilerBrennstoffe-aber kein„De-ckel“,keineabsoluteOber-grenzefürTreibhausgase.IndienverlangtzudemMilli-ardenundTechnologiederreichenLänderfürKlima-schutzundAnpassung.So,wieandereSchwellen-undDrittwelt-Länder,dieumihreEntwicklungfürchten.
EU/Deutschland
Die
EU-Staaten
habensicheinseitigverpflichtet,Treib-hausgas-Emissionenbis2020um20Prozentunterdas Niveauvon 1990zu drücken.Oder sogarum30Prozent:wennande-remitziehen-Industrielän-derähnlichkräftigundSchwellenländermit„ange-messenemBeitrag“.
Deutschland
gehtweiter:40Prozentwenigervergli-chenmit1990.FastdieHälf-tederbisherigenMinde-rungvon23ProzentfälltaberindieNachwendezeitbis1995.Am40-Prozent-ZielzweifelnSkeptiker:weilderKlimarettungsplanvon2007längstverwässertundinTeilenstillbeerdigtist.
HNA-SERIE
KlimawendeinKopenhagen?
Mit dem Klimaandel inHessen befasst sich das Hessi-sche Landesamt für Umeltund Geologie (HLUG), mit Ver-änderungen und Anpassungs-strategien in Nordhessen dasKlimaanpassungs-Neterkklimug.
www.hlug.dewww.klimzug-nordhessen.de
Wie sich für Norddeutsch-land besten- oder schlimms-tenfalls bis 24, 27und21 Temperaturen, die Zahlder heißen Tage und tropi-schen Nächte oder der Sturm-tage entickelt, simuliert dernorddeutsche Klimaatlas.
norddeutsches-klimabüro.de
Direkt nach Kopenhagenführt die - englischsprachige -Seite der Gipfeleranstalter inDänemarks Hauptstadt. Mitaktuellen Nachrichten, dem Veranstaltungsprogramm,Fragen und Antorten umGipfel.
http://en.cop15.dk
Aus der Regionin die Welt
Kühl-anlagenLandwirtschaft(z.B. Reisanbau, Rinderhaltung)IndustrieOrganischeAbfälleBrandrodung,WaldbrändeVerkehr
Seit Beginn der Industrialisierung vor etwa 150 Jahren trägt der Mensch zum Klimawandel bei;rund 40 Gase sind beteiligt, bedeutsam sind vor allem:
Kohlendioxid
(CO²),
Methan
(CH4)und
Fluorchlorkohlenwasserstoff 
(FCKW).
Verbrennungvon Kohle, Erdöl,Erdgas(z.B. Kraftwerke,Heizungen)
C       H      
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F       C       K       W       
C    H   
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C       O       
2       
C     O     
2    
C         O        
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Quelle: DPA
TREIBHAUSEFFEKT 
Montag, 7. Deember 29
Politik
PO3
e-paper für: 10216894

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