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1010 Wien, Judenplatz 11Österreich
MediensprecherMag. Christian Neuwirth
 Tel ++43 (1) 531 22-525Fax ++43 (1) 531 22-108christian.neuwirth@vfgh.gv.atwww.vfgh.gv.at
Presseinformation
 
Anfechtung der LandtagswahlOberösterreich nicht erfolgreich
Antrag der Nationalen Volkspartei unzutreffendformuliert: Wahlverfahren falsch angefochten
 Der Verfassungsgerichtshof hat entschieden, dass derWahlanfechtung der Landtagswahl Oberösterreich nichtstattgegeben wird. Die Anfechtung der Wahl durch dieNationale Volkspartei (NVP) war nicht erfolgreich.
 
Die NVP beschwerte sich im Verfahren vor dem VfGHdarüber, dass sie bei der Landtagswahl nicht antretendurften. Die Wahlbehörde hatte dieses Vorhaben als "Aktder Wiederbetätigung" nach dem Verbotsgesetz gewertetund eine Kandidatur daher nicht zugelassen. DieLandtagswahl fand also ohne Kandidatur der NVP statt.Ganz allgemein gilt bei jedem VfGH-Verfahren zu einerWahlanfechtung, dass eine Partei - vereinfacht gesagt - inihrer Anfechtung erklären muss, ob der VfGH die gesamteWahl aufheben soll oder welchen Teil der Wahl er aufhebensoll, damit die Partei zu ihrem Recht kommt. Der VfGHselbst muss sich an diese Angaben halten.Die NVP hat in ihrer Wahlanfechtung ausdrücklichausgeführt, der VfGH solle die Landtagswahl "vomErmittlungsverfahren an für nichtig erklären und alsrechtswidrig aufheben". Die NVP verlangte also, dass dieAuszählung der Stimmen sowie die Mandatsverteilungwiederholt werden soll. Damit ist aber für die NVP nichtsgewonnen. Denn sie wollte sich dagegen wehren, dass ihreKandidatur nicht zugelassen wurde. Mit der Auszählung vonStimmen hat dies nichts zu tun.
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