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Offene Tore 2005_4

Offene Tore 2005_4

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Published by Thomas Noack
Zeitschrift der Swedenborgianer
Zeitschrift der Swedenborgianer

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Published by: Thomas Noack on Dec 17, 2009
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06/21/2010

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OFFENE TORE 4/05
169
Vom Beten
von Klaus Binding
 W
as tun wir, wenn wir be-ten? Beten und Bitten sindursprungsgleich. Was wollenwir erbitten? Wenn unser Ge-bet zum ewigen Vatergott zielt,wie können wir dann Verng-liches von ihm wollen? Unser religiöses Suchen strebt zumEwigen, das ist doch der Wegund die Wahrheit. Wir wollenLösung von nur Vergängli-chem. Das ewig Göttliche willuns ja gerade aus den zeitlichen Verstrickungen befreien unduns zum Dasein außerhalb vonRaum und Zeit geleiten. War-um sollten wir dann den Vater um vergängliche Erfüllung bit-ten? In Demut und Erkenntnisdes Ewigen bitten wir um dieGnade des rechten Glaubens,um Anschluss ans Ewige, umdie Gabe des Geistes, dennGott ist Geistewiger Geist. Nur das kann unser Beten, Bittensein. Das persönlich vergängli-che Bitten bleibt im Bereich des Vergänglichen. Der Impuls die-ser Gebete erreicht aufgrundseiner irdisch-menschlichenIntention nicht die Sphäre desGöttlichen. Wird dieses Bittenbeantwortet, so stammt die Antwort genau aus der Sphäre,die unser Gebet berührt hat. Esbleibt auf der Ebene des Ver-nglichen. Nicht unser himm-lischer Vatergott, der Herr der ewigen Liebe, antwortet, son-dern der Herr des Vergängli-chen, der Gott dieser Welt.
B
itten wir um Ewiges, Antwor-tet das Ewige. Beten undBitten wir um zeitlich, irdisch Ver gängliches, reagiert der Herr scher der Vergänglichkeit.Ewiges ruft Ewiges, das Zeitli-che das Zeitliche. Wir beten: Herr, gib uns dieKraft des wahren Glaubens.Hilf uns, die eigensinnigen Wünsche zu verbrennen. Führeuns ins Licht der Ewigkeit undstärke unsere Herzen. Der Vater weiß, was wir brauchen, bevor wir anfangen zu beten. Ja, Herr Christus, deine Gnade komme. Amen
»Ja, das ist das erste und letzte, dass man zu Dir bete,denn wie sollte der Liebende schneller in Deine Arme eilenkönnen als im Gebet und wosollte er tiefer seine Schuld bekennen.«(Ludwig Meidner)

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