Biographie Steve Reich
Steve Reich wird unter dem vollen Namen Steven Michael Reich am 3. Oktober 1936 in New York in den USA geboren. Seine Eltern (ein Anwalt und eine Sängerin / Songwriterin)scheiden sich, als Reich ein Jahr alt ist und leben von da an getrennt; Reich wächst bei seinem Vater in New York auf, besucht mit der Bahn aber ö
ers seine Mu
er in Los Angeles.Bereits mit sechs Jahren bekommt er ersten Klavierunterricht, in dem er ebenso wie in seinerFreizeit nur Musik von 1750 bis 1900 zu hören bekommt, was er als „middle class favorites“ bezeichnet.Erst mit 14 Jahren lernt er Stücke aus der Zeit davor und danach kennen und beschä
ig sichab dieser Entdeckung der neuen musikalischen Welt sehr intensiv mit der Musik. Gerade weiler zuvor von dieser Art von Musik nicht viel mitbekommen ha
e, beeindruckte ihn nun besonders die Barockmusik von Bach und neue klassische Musik von Strawinski und Bartók,und auch der Jazz (u.a. Charlie Parker) fasziniert ihn.Sein Zitat zu dieser Entdeckung lautet folgendermaßen: „It was very much as if you’d lived ina house and someone said, ‘Well, you’re 14 now and there’s a room in the house you haven’tseen.’
ey opened the door, I walked in the room, and I never really le
.”
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Nach einer Weile beginnt er dann Schlagzeug zu spielen, was ihn sehr prägt, wobei er sich von dem Paukisten Roland Kohlo
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ausbilden lässt und dafür auf den Klavierunterricht verzichtet, was auch den Ursprung ha
e, dass sein damals bester Freund ihn als Pianist umLängen übertraf und Reich nicht nur zweitklassig sein wollte – weshalb er einfach zu einemanderen Instrument wechselte. Auch in der Highschool hörte Reich die für ihn neue Musik und spielte mit Freunden Jazzmusik. Zwar wünschte er sich schon eine musikalische Lau
ahn, doch er meinte, er wäremi
lerweile zu alt für eine Komponistenlau
ahn, da Mozart z.B. bereits mit vier Jahren Au
ri
e ha
e und auch sein Vorbild aus modernerer Zeit, Béla Bartók, in frühen Jahrenangefangen ha
e. Als er mit 16 Jahren das Studium an der Cornell University beginnt, studiert er Philosophie(worin er 1957 graduierte), besucht aber häu
g Kurse zu Musik und Komposition. Mit 19studiert er privat bei Hall Overton die Jazzmusik und mit 22 belegte er schließlich dochMusikkurse an der „Juillard School of Music“ in New York bei William Bergsma und VincentPersiche
i und ab 1962 am Mills College in Oakland, Kalifornien bei Luciano Berio undDarius Milhaud.1962 besucht er mit Berio das von Stravinsky gegründete „Ojai-Festival“,wo er von einerStudie über afrikanische Musik erfährt, bei der afrikanische Trommelrhytmen in westlicheMusik eingegliedert werden. Er ha
e schon vorher afrikanische Musik gehört und wusste auch,dass sie getrommelt wurde und sehr rhytmisch war, ha
e aber nie verstanden, wie dieseaufgebaut ist. Als er dann den Redner auf dem Ojai-Festival reden hörte, fragte er nach demBuch, wovon dieser erzählte (
„Studies in A
ican Music“
von A.M. Jones) und kau
e es sich kurzdarauf – diese Erfahrung bildete die Grundlage zu seinen späteren Studien afrikanischer Musik.In der Zeit seines Studiums bei Luciano Berio liegt auch der Anfang seiner Minimal Music, wozu eine Anekdote erzählt werden muss: Reich komponierte eine Reihe nach Schönbergs 12-Ton-Technik,variierte diese aber nicht wie gewöhnlich, sondern wiederholte sie um einen bestimmten Klang zu erreichen. Als Berio ihn fragte, warum er dann nicht gleich tonalkomponiere, antwortete Reich: „
at’s what I’m trying to do.“
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1963 begann er mit Terry Riley an dem als Tre
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punkt für innovative Musiker bekannten „SanFrancisco Tape Center“ mit der Phasenverschiebung: er reihte kurze Samples (Tonfragmente)aneinander und versah sie mit einer minimalen Phasenverschiebung, was er mitTonbandmaschinen verwirklichte. Neben der Mitarbeit an Terry Rileys „In C“ entstand indieser Zeit auch das erste eigene Werk der Phasenverschiebung: „It’s gonna rain“ (1965), welches aus Ausschni
en einer Predigt über die Sint
ut, gesprochen von dem StraßenpredigerBrother Walter (in anderen Quellen auch Brother Walter genannt), besteht. DiePhasenverschiebung entstand hier eher zufällig, da er die Predigt einfach auf zweiTonbandgeräten abspielte, die nicht gleich schnell liefen. (siehe „Reichs Werke“)
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