eines besseren Inlandsnetzes. So hat Transaero die Zahl der Destinationen in Russlandinnerhalb eines Jahres von zwölf auf 24 verdoppelt.Derzeit bietet Transaero 30 Linienflugverbindungen an, vor allem innerhalb Russlands undin die GUS-Staaten. Mit Linienflügen bringt Transaero die Passagiere auch nach London,Luxemburg, Lyon, Montréal, Tel Aviv und wie erwähnt nach Berlin-Tegel, Frankfurt/Main,München, Friedrichshafen und Wien. Seit 1996 bietet Transaero auch Charterflüge nachBangkok, Dubai und Singapur an.Finanziert wird all dies auch über eine Anleihe aus dem Jahre 2006, die Transaeroteilweise in neue Strecken steckte, auf denen üblicherweise Anlaufverluste entstehen.Zudem baut Transaero in seiner Heimatbasis, dem Moskauer Flughafen Domodedowo,eine neue Wartungshalle.Vor allem aber investiert Transaero in neue Flugzeuge. Die Grossraum-Flotte bestandursprünglich vor allem aus Maschinen des Typs Boeing 747-200 und -300. Weil dieseangesichts hoher Kerosinpreise unwirtschaftlich sind, werden sie sukzessive durch neuereBoeing 747-400 und werksneue Boeing 777 ersetzt. Auf den Flügen nach Mittel- undWesteuropa bietet Transaero bereits jetzt eine Business Class, die in Sachen Sitzkomfortund Service den Branchenstandard weit übertrifft. Nun will die Fluggesellschaft auf denLangstrecken auch eine neue First Class einführen, um zahlungskräftigeGeschäftsreisende anzulocken.Transaero wird zum Konkurrenten von AeroflotMit dem neuen Fokus wird Transaero zu einem ernsthaften Konkurrenten für Aeroflot iminternationalen Geschäft und für S7 Airlines im Inlandsverkehr. Gerade erst hat TransaeroS7 in der "Rangliste" überholt und ist nun die zweitgrösste russische Fluggesellschaft nachAeroflot.Mit der neuen Ausrichtung wird auch das Thema Allianzen virulent. Weil Aeroflot anSkyTeam gebunden ist und S7 an Oneworld, dürfte Transaero ein ernster Kandidat für dieStar Alliance werden, die nach mehreren Fehlversuchen im russischen Markt immer nocheinen Partner sucht. Praktischerweise fliegen die meisten Star Alliance-Mitglieder inMoskau auch den Flughafen Domodedowo an, die neuen Inlandsflüge könnte Transaeroalso auch mit Umsteigern internationaler Partner füllen. Dies geht allerdings, dieentsprechenden Abkommen vorausgesetzt, auch ohne formalen Allianzbeitritt.Die Pleschakows haben das Thema Allianzen und Konsolidierung in den vergangenenJahren trotz grossem Kostendruck nicht in den Vordergrund gerückt. Und OlgaPleschakowa betont, sie werde auch in den nächsten fünf Jahren hoffentlich nicht anFusionen und Übernahmen denken. Bisher hat sich die Strategie des langsamen undeigenständigen Wachstums bezahlt gemacht, denn Transaero ist eine der wenigenKonstanten in der russischen Luftverkehrsbranche.HONORARFREIER ABDRUCKDieser Text ist lizenziert unter Creative Commons BY-NC-ND 2.5 Switzerland.Sie dürfen diesen Text mit Nennung des Autors und von maiak.info honorarfreivervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen (aber nicht anderen Medien
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