Anfang des 19ten Jahrhunderts entstand dieTemperenz- oder Abstinenzbewegung, diezwischen industrieller Revolution und denWeltkriegen die einflussreichste sozialeBewegung in Europa und den USA wurde.Temperenzler waren der Meinung, dassAlkoholkonsum Ausdruck mangelnder Tugend sei, so wie jegliches rauschhafteoder gar ekstatische Verhalten. Sie forderten totalen Verzicht auf Alkohol und propagierten totale Abstinenz.Vor diesem Hintergrund tagte die Kommission weiter. Es wurdenVerhandlungen vorbereitet, die zur ersten internationalenOpiumkonferenz führten.
1912
trafen sich die Teilnehmerstaaten des Shanghaitreffenserneut, wieder unter der Leitung von Bischof Brent, und diesesMal im niederländischen Den Haag. Schon in der Einladungformulierten die Vereinigten Staaten den Wunsch, den Umgangmit Opiaten weltweit auszurotten ('
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'). Aufgrund hoher Gewinne aus dem Morphin- und Kokainhandelwiderstrebte besonders das damalige DeutscheReich dem Ziel der USA. Es setzte durch, dassdie Beschlüsse erst Wirkung erlangen, wennweitere Länder einwilligen, die nicht zu denWenigen gehörten, die an der erstenOpiumkonferenz beteiligt waren. Somit wurdevorerst eine weltweite Ratifikation verhindert.Wesentlich bei diesem Treffen war der bindende Charakter der gefassten Beschlüsse. Die teilnehmenden Länder verpflichtetensich, die Entscheidungen in der jeweils eigenen, nationalenGesetzgebung einzufassen oder eigene Gesetze zu erlassen, dieden internationalen Vorgaben folgen.Die Den Haager Konferenz stellt das erste verbindlicheAbkommen über Drogen auf völkerrechtlicher Ebene dar.
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