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32FEBRUAR 2010
Von der "Queen-City" genannten Südstaaten-
Metropole Charlotte in die Karnevalshoch- burg Mainz am Rhein - diesen Weg nahm Jeff Simpson. Im Gepäck hatte er die Event-Idee"Takeover Friday", kurz "ToF". Seit Septem- ber 2006 organisiert der IT-Mann monatlicheinen Abend, an dem die schwul-lesbischeCommunity in einer Heterokneipe deutlichPräsenz zeigt. Während Jeff, im "Maxim"Plakate und eine Regenbogenflagge auf-hängt, sprachen wir mit ihm über sein Party-Event, dass inzwischen auch in Frank
furtund Stuttgart selbstständige Ableger hat.
gab-Magazin:
Jeff, heute eroberst du bereitszum 40. mal eine nicht traditionell schwul-lesbische Kneipe in Mainz. Was ist daran fürdich noch immer spannend?
Jeff Simpson:
Dass ich nie weiß, wie esläuft. Es kann sein, dass nur drei Leute kom-men oder über siebzig! Im Durchschnitt sindwir so 20 bis 25 Leute. Einige Male haben wir
auch schon eine Kneipe komplett für uns
gehabt. Das war klasse! Außerdem läuft esimmer unterschiedlich ab. Das liegt schon an
"Ich bin nicht der Club-Präsident"
 Aber Jeff hat trotzdem den "Takeover Friday" ins Leben gerufen
 SZENE
  
MAINZ/WIESBADEN
den wechselnden Locations. Manche mögeneher große, moderne Kneipen, andere mögenes gemütlich und kuschelig. Durch die wech-selnden Orte lernt man außerdem andereKneipen kennen und hat einen Grund, malwoanders hinzugehen.
gab-Magazin:
Aber du bist jetzt doch be-
stimmt schon in allen Mainzer Kneipen
gewesen. Was ist da noch dein Kick?
Jeff Simpson:
Ja. In manchen sogar schonmehrmals. Es ist aber immer wieder span-
nend die Leute raus zu locken und zu schauen
 welche Leute zu uns kommen.
gab-Magazin:
Welche Leute kommen zumTakeover Friday?
Jeff Simpson:
Oh, wenn ich jede mitzähleder einmal dabei war, sind wir bestimmt 200Leute, die meisten aus dem Umkreis vonMainz und Wiesbaden. Vom Alter her sinddie meisten so zwischen 30 und 40 Jahren.
gab-Magazin:
Und es sind fast nur Män-ner...?
Jeff Simpson:
Nein. Es ist gemischt... Dank
meiner Lesben-Marketing-Abteilung kommen
 immer mehr Frauen (lacht). Die Mädels ma-chen den ToF jetzt auf Lesarion bekannt, dakonnte ich ja nicht rein. Am Anfang war esnur ein Drittel Lesben, jetzt sind es mehr. Esgibt seit 2007 ja auch einen sehr erfolgrei-chen Ableger als "Ladies-ToF", den Franka inFrankfurt macht.
gab-Magazin:
Wissen die Kneipen eigent-lich vorher Bescheid, dass ihr kommt?
Jeff Simpson:
Doch. Ich gehe vorher immervorbei und sage Bescheid. In 95 % der Fällegibt es auch keine Probleme. Aber ich binnicht der Club-Präsident (lacht). Deswegensage ich lieber immer noch mal vorher, dassich nicht alles bezahle, was offen bleibt.
gab-Magazin:
Gab es denn schon mal Pro- bleme bei einem ToF?
Jeff Simpson:
Nein. Nur neulich im "DejaVu" haben wir uns von Anfang an nicht will-kommen gefühlt. Mit Sprüchen wie "Bittenicht hier sitzen" oder "Dieser Tisch bittenicht" haben die uns immer mehr einge-schränkt. Aber das war eher eine Ausnah-me.
gab-Magazin:
Und wie viele Paare hast duüber das spontane Kennenlernen beim ToFschon verkuppelt?
Jeff Simpson:
Oh, keine Ahnung. Vielleichtgibt es ja sogar schon "Takeover-Kinder"?!...Nein, aber ich habe hier meinen Freund imEisgrub kennengelernt. (cos)
Der nächste "ToF" mit Jeff findet wegen Fastnacht als
Sunday Brunch am 21. Februar im Gasthof Grün, Leibnitz-str. 27, statt. Eine vorherige Reservierung wird empfohlen!Infos über takeoverfriday.de
Fassenachtunterm Regenbogen
 Altweiberfastnacht, Konfettischlacht, Krep-
pelkaffee und 1. Wiesbadener Tuntenball -
die Meenzer Fassenacht hat in diesemJahr die Devise - es gibt keine Krise. So
hat auch das queere Geschunkel im
bunten Fummel viele Termine: vor undnach dem Höhepunkt des närrischen Trei-bens am Rosenmontag, wo in diesem
Jahrauch "Dribbdebach" etwas zu bieten hat.
Fassenacht-HochburgChapeau
Im Chapeau dröhnen die Wände undwackelt die Theke: zur Einstimmunggibt's olé, olé Fiesta und andere feineStimmungsschlager mit DJ Dirk zur Alt-weiberfassenacht. Freitag, Samstag undSonntag allgemeines Einstimmen auf den
Höhepunkt. Der folgt naturgemäß am
Rosenmontag ab 14 Uhr - Ausnahmezu-
stand total, parallel zum Umzug in der City!
Do, 11.2. - Mo, 15.2., Chapeau, Kleine Langgasse4, Mainz
Bar Jeder Sicht
 Abwechslungsreich geht's in der BjS zu:
zur Weiberfastnacht mit garantierter
Weiberquote gibt's Schunkeln und Mun-keln bis das Mieder rutscht und der Busenwackelt. Am Freitag lacht man gemein
samzur Live-Übertragung der ZDF-Fernseh
sit-zung (Lachen und Lästern inklusive). AmRosenmontag dann bereits ab 11
Uhr gro-ße Party mit Tamara; da waggelt de
Dom,da schwangge die Beem! Am Dienstagruht die Bar sich aus - BjS ist dann ge-schlossen!
Do, 11.2., Fr, 12.2. + Mo, 15.2., Bar jeder Sicht,Hintere Bleiche 29, Mainz
Robin Hood
Konfetti & Karaoke: am Samstag gibt'sFastnachtsschlager live zum Mitgrölenam Mikrofon, als Belohnung winkt eine"Riesen-Konfettischlacht". Am Sonntagsteigt ab 13.11 Uhr die Sonntagsparty mitDJ Björn.
Sa, 13.2. + So, 14.2., Robin Hood, Häfnergasse 3,Wiesbaden
1. Wiesbadener Tuntenball
Dribbdebach sollen feucht-schwangere
 Rotlichtatmosphäre und die Klängedes "Rom brennt" Resident DJs XL2CFummel oder Frack in Wallung bringen.Mit Prämierung des reizendsten Fasse-nachtsoutfits, Tuntenbingo und Überra-schungspreisen.
Sa, 13.2., 19 Uhr, Thalhaus Theater, Nerotal 18,Wiesbaden, 14,50 EUR
 Trend-Kreppel
Wer im Fassenachtstrubel zwischen-durch fettreiche Nahrung und ein Täss-chen Kaffee braucht, der schunkele nachdem Wiesbadener Umzug ab 15 Uhr insTrend.
So, 14.2., Trend, Am Römertor 7, Wiesbaden
FASSENACHT!
Immer wieder toll:Fassenacht im Chapeau
   F  o   t  o  :   c  o  s   F  o   t  o  :   c  o  s
Takeover-Crewmit Jeff (re)

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