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Religionsunterricht 1954-1955

Religionsunterricht 1954-1955

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Published by jwr47
Aus der Analyse der Religionsstunden der Grundschule in Strijp, Eindhoven, kann man ablesen, dass in 1954 noch eine recht genaue Definition der Farben Rot, Blau und Purpur gelehrt worden ist.

Der Klassenlehrer oder Priester hat die Zeichnungen an der Tafel vorgezeichnet, von wo sie die Klasse genau in ein Heft kopiert hat. Im jugendlichen Alter von 7 Jahren ist es undenkbar, dass die Schüler die Texte oder Farben dabei absichtlich geändert haben können.
Gott ist ein Himmelsgott, de hinter den blauen Wolken thront. Rot ist jedoch die Männerfarbe, das heißt auch für den ersten Mann Adam, Christus und Gott. Blau ist die Farbe der Frauen, das heißt auch für Eva und Maria.
Purpur ist reserviert für die Ehepaare und ggf. auch für die Flagge.

In aller Kürze kann man zusammenfassen, dass im Mittelalter für die Bekleidung der Fürsten ein Farbcode angewandt wurde. Amtierende Fürsten trugen wie die Heiligen auf den Ikonen und Gemälden vorzugsweise Rot und Blau in verschiedenartiger Kombination. Bei genauer Betrachtung stammt diese Farbcodierung aus den Büchern Exodus und Chronik, in dem Gott seine Anweisungen für die Bekleidung des Priesters und für die Einrichtung des Tempels bekannt gibt. Zumindest für die Flaggen der Niederlande und Frankreich bestehen Hinweise, dass die Farben Rot und Blau auf den fürstlichen Bekleidungen des jeweiligen Herrschers und somit indirekt auf den Bibelangaben basieren. Wie aus mein kleiner Bibel beweist sind das Rot und das Blau jedoch auch die Farben, die Mann und Frau symbolisieren. Diese Farben stehen symmetrisch neben einander, so dass Mann und Frau ebenbürtig sind.

Das Ergebnis ist für die Konservativen unter den Gläubigen vermutlich inakzeptabel und für die Ungläubigen eher uninteressant. Das Manuskript ist jedoch ein historisches Zeugnis, in dem die damalige Lehre auf einer übersichtlichen Weise zusammengefasst wurde.

Die Farbcodes sind indes nicht auf die Bibel beschränkt, sondern werden in vielen anderen Ländern (z.B. in den Koreanischen und Philippinischen Flaggen) in ähnlicher Form wieder entdeckt. Sie deuten auf eine gemeinsame Basis und ein gemeinsames religiöses Verständnis, das vermutlich fast verloren gegangen wäre.

Im Rückblick basiert das von mir geschriebene Heft weitgehend auf den ersten Katechismus, den die Kirche für die ersten beide Schulklassen vorgeschrieben hatte. Die Zielrichtung dieser Schrift geht besonders aus dem ersten und zweiten Katechismus klar hervor. Die Kirche will die Bevölkerung durch Indoktrination zu Gehorsam führen, indem das Gute belohnt und das Schlechte bestraft wird.
Aus der Analyse der Religionsstunden der Grundschule in Strijp, Eindhoven, kann man ablesen, dass in 1954 noch eine recht genaue Definition der Farben Rot, Blau und Purpur gelehrt worden ist.

Der Klassenlehrer oder Priester hat die Zeichnungen an der Tafel vorgezeichnet, von wo sie die Klasse genau in ein Heft kopiert hat. Im jugendlichen Alter von 7 Jahren ist es undenkbar, dass die Schüler die Texte oder Farben dabei absichtlich geändert haben können.
Gott ist ein Himmelsgott, de hinter den blauen Wolken thront. Rot ist jedoch die Männerfarbe, das heißt auch für den ersten Mann Adam, Christus und Gott. Blau ist die Farbe der Frauen, das heißt auch für Eva und Maria.
Purpur ist reserviert für die Ehepaare und ggf. auch für die Flagge.

In aller Kürze kann man zusammenfassen, dass im Mittelalter für die Bekleidung der Fürsten ein Farbcode angewandt wurde. Amtierende Fürsten trugen wie die Heiligen auf den Ikonen und Gemälden vorzugsweise Rot und Blau in verschiedenartiger Kombination. Bei genauer Betrachtung stammt diese Farbcodierung aus den Büchern Exodus und Chronik, in dem Gott seine Anweisungen für die Bekleidung des Priesters und für die Einrichtung des Tempels bekannt gibt. Zumindest für die Flaggen der Niederlande und Frankreich bestehen Hinweise, dass die Farben Rot und Blau auf den fürstlichen Bekleidungen des jeweiligen Herrschers und somit indirekt auf den Bibelangaben basieren. Wie aus mein kleiner Bibel beweist sind das Rot und das Blau jedoch auch die Farben, die Mann und Frau symbolisieren. Diese Farben stehen symmetrisch neben einander, so dass Mann und Frau ebenbürtig sind.

Das Ergebnis ist für die Konservativen unter den Gläubigen vermutlich inakzeptabel und für die Ungläubigen eher uninteressant. Das Manuskript ist jedoch ein historisches Zeugnis, in dem die damalige Lehre auf einer übersichtlichen Weise zusammengefasst wurde.

Die Farbcodes sind indes nicht auf die Bibel beschränkt, sondern werden in vielen anderen Ländern (z.B. in den Koreanischen und Philippinischen Flaggen) in ähnlicher Form wieder entdeckt. Sie deuten auf eine gemeinsame Basis und ein gemeinsames religiöses Verständnis, das vermutlich fast verloren gegangen wäre.

Im Rückblick basiert das von mir geschriebene Heft weitgehend auf den ersten Katechismus, den die Kirche für die ersten beide Schulklassen vorgeschrieben hatte. Die Zielrichtung dieser Schrift geht besonders aus dem ersten und zweiten Katechismus klar hervor. Die Kirche will die Bevölkerung durch Indoktrination zu Gehorsam führen, indem das Gute belohnt und das Schlechte bestraft wird.

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Published by: jwr47 on Feb 01, 2010
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10/21/2012

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Hans Richter 
Religionsunterricht in 1954
1
 Abb. 1: Die Schöpfung (Adam und Eva)
 
2
 
Religionsunterricht in 1954
- auf der Suche nach den Wurzeln der Geschichte -
Hans Richter 
Lulu Verlag
-2010-
3

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