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Risikofaktoren und ihre Bedeutung

Risikofaktoren und ihre Bedeutung

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Published by: Elisabeth Rieping (1950 - 2009) on Feb 10, 2010
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Einzelne Risikofaktoren und ihre BedeutungEin Vergleich der Erforschung von Brustkrebs und AIDS
vonElisabeth Rieping
Stand / Letzte Aktualisierung 12.09.2006 
Die Suche nach Risikofaktoren soll helfen, die Ursache für eine Krankheit zufinden. Dabei sollte man bedenken, dass Risikofaktoren nützlich sind, um dieAuslöser einer Krankheit, zum Beispiel eine Infektionsquelle, zu finden. Ohneentsprechende Interpretation kann die Auswertung von Risikofaktoren aber auch in die Irre oder zu gar nichts führen.Dazu ein Beispiel:Als man beobachtete, dass die neue Krankheit AIDS sich ausbreitete, zeigtesich ganz am Anfang, dass Flugpersonal besonders betroffen war. Jetzt hätteman natürlich, wie bei Brustkrebs geschehen, untersuchen können, eher kurzeoder lange Flüge krank machen oder ob eher dicke oder dünne Stewards bzw.Stewardessen betroffen sind.Vermutlich hätte man herausgefunden, dass männliches Personal wesentlichhäufiger erkrankt und man hätte nach hormonellen Faktoren forschen können.Männer produzieren ja weit mehr Testosteron als Frauen.
 
Man hätte das Gewicht untersuchen können und hätte wahrscheinlich bei denDünnen mehr AIDS gefunden als bei den Dicken (weil Leute, die ständig nachneuen Partnern suchen, stark auf ihr Aussehen und auf eine schlanke Figur achten).Vielleicht hätte man auch noch gefunden, dass Langstreckenflüge (nachAfrika) gefährlicher sind, als solche zwischen Detroit und Chicago.Man hätte auch untersuchen können, ob kinderlose Männer eher AIDS bekommen als Väter und auch hier wäre man wohl fündig geworden und hätteden deutlichen Risikofaktor Kinderlosigkeit ausführlich studieren können
.Und wenn man jetzt über Jahrzehnte die Hormonspiegel der Stewards undhormonelle Probleme ihrer Kinderlosigkeit gesucht hätte, dann wäre man beiAIDS genauso „flott“ weiter gekommen wie bei Brustkrebs.Glücklicherweise lief es bei AIDS anders.Obwohl an AIDS zuerst vorwiegend weitgereiste, kinderlose Männer mitspeziellem sexuellen Verhalten (homosexuelle Flugbegleiter und Seeleute)erkrankten, wurde nicht nach hormonellen Ursachen, Eßgewohnheiten oder Gefahren durch hohe Ozonwerte bei Langzeitflügen und auf See gesucht,sondernnach einer Infektionsquelle.Bei Brustkrebs steht die Suche nach einer Infektionsquelle immer noch aus.
 
Und man tut sich mit der Interpretation der Risikofaktoren recht schwer.Zum Beispiel hatte man früh beobachtet, dass Frauen mit höherem Gewichtöfter Brustkrebs bekommen. Statt zu überlegen, was das bedeuten könnte, war man schnell mit dem nahe liegenden Rat bei der Hand, das Übergewichtabzubauen.Ratlos war man dagegen, als sich herausstellte, dass auch größere Frauen eher Brustkrebs bekommen als kleine. Hier kann man keine sinnvolle Empfehlunggeben. An der Größe lässt sich im Erwachsenenalter schließlich nichts mehr ändern.Dabei hat man übersehen, dass Risikofaktoren nicht als direkte Ursachenwirken. Also dass nicht Gewicht oder Größe an sich gefährlich sein müssen,sondern dass sie nur Hinweise geben, wo zum Beispiel nach einer Infektionsquelle gesucht werden könnte.Diese Lücke möchte ich mit dem ArtikelBrustkrebs und früher Kontakte zu Kuhmilchschließen.
zurück Weil dieser Artikel aber immer noch seiner Übersetzung harrt, eine Kurzfassung davon,die sich direkt an das Vorhergehende anschließt:
Der Risikofaktor Größe weist deutlich auf eine frühe Infektionsquelle im Laufedes menschlichen Lebens hin. Denn groß wird man nur im jungen Alter und

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Zur Körpergröße hier neue Daten aus einem aktuellen Artikel in Deutschen Ärzteblatt: Krebsrisiko steigt (nicht nur) bei Frauen mit der Körpergröße, bzw. Journal of the National Cancer Institute (2013; 105: 860-868) und Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention (2008; 17: 2325-36), s. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten...
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