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Spanische Europapolitik 
 unter 
José Luis Rodríguez Zapatero
Gliederung
1 Die Rolle Spaniens in Europa
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2
Spanien und Europa – Geschichtlicher Hintergrund
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22.1
Isolierung unter Franco
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22.2
EU-Beitritt in Folge der Transicion
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32.3
Transatlantische Orientierung unter Aznar
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43
Ziele der PSOE-Außenpolitik 
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64
Zapateros „Reencuentro“ Europas
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74.1
Die erfolgreiche Osterweiterung
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74.2
Die Europäische Verfassung
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74.2.1
Mehrheitsentscheidungen in der EU („doppelte Mehrheit“)
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94.3
Flexibilierung des Stabilitätspaktes
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105
Die Konzeptlosigkeit ab 2005
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115.1
Bündnisverlust zum „Herzen Europas“
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115.2
 Verhandlungen um den Kohäsionsfonds
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115.3
Das europäische Desinteresse an Spaniens Mittlerposition
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135.4
Zwischen Liberalismus und Protektionismus
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146
EU-Ratspräsidentschaft Spaniens 2010
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157
Aussicht auf die zukünftigen Beziehungen zu Europa
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16
Literatur
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1. Die Rolle Spaniens in Europa 
Die Beziehungen zwischen Spanien und Europa zeichnet über Jahrhunderte hinweg einewechselhafte Bedeutung aus. Spanien befand sich den größten Teil seiner Geschichte nichtnur geographisch, sondern auch ideologisch und politisch an der Peripherie deseuropäischen Kontinents. Gerade in der Zeit nach Verlust der letzten lateinamerikanischenKolonien (1898) beschäftigten sich spanische Denker vermehrt mit der Rolle Spaniens inder Europäischen Gemeinschaft.Der Philosoph und Schriftsteller Miguel de Unamuno beispielsweise verfasste in einemAbstand von zehn Jahren zwei bedeutende Texte über diese ambivalente Beziehung, indenen er seine Meinung radikal änderte. 1895 vertrat er in „En torno al castilismo“ diedeutliche Meinung, Spanien müsse „europäisiert“ werden. Er sah dringenden Handlungs-bedarf in politischen und ideologischen Kontexten, der sich vor allem aus der verlorenenBedeutung als Kolonialmacht ergab. Er kritisierte vor allem das Verharren in alten Struk-turen und das Fehlen europäischer Modernität. 1906 jedoch wandelte er seine Meinung in„Sobre la Europeizacion“ ins Gegenteil zu einer „Hispanisierung Europas“ (Unamuno 1906:938) um. Dies begründet er mit einer Unangemessenheit der logisch-wissenschaftlichenKultur Europas für die leidenschaftliche, logikferne Kultur Spaniens. Seine Argu-mentationskette verbleibt hierbei gewollt lückenhaft, will er sich schließlich von der euro-päischen Logik lösen. Tatsächlich setzt Unamuno Spanien mehr mit dem afrikanischenKontinent gleich, was nicht zuletzt auf den von Franzosen geprägten Ausspruch „Hinterden Pyrenäen beginnt Afrika“ zurückgeht. Gerade diese erbitterte Auseinandersetzung umeine Andersartigkeit gegenüber dem „Rest“ Europas zeigt jedoch, dass der Kontinentdurchaus eine große Bedeutung für das iberische Königreich hat und hatte.Spanien hat sich stets versucht, von Europa abzugrenzen um die Eigenständigkeit desLandes hervorzuheben, die vor allem durch die lange Zeit arabischer Herrschaft nichtunbegründet zu sein scheint. Mit dieser Abgrenzung stand Unamuno nicht allein, obwohlder Großteil der sogenannten „Generacion de 98“ sich für mehr europäische Wissenschaftlichkeit und Denkweise aussprachen. Juan Pablo Forner zum Beispiel war mitdem Text „Oración Apologética por la España y su Mérito Literatio“, in dem er die(spanische) Religion als alles beherrschenden Maßstab über die (europäische) Wissenschaftsetzt, nur ein weiterer der Verteidiger der spanischen Sonderposition.
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