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Stefan Schostok MdL (SPD)
Rede zur Vorstellung auf dem Landesparteirat der SPD Niedersachsen
Congress Centrum Hannover 13. Februar 2010
„Wir wollen mehr Demokratie wagen, wir werden unsere Arbeitsweise öffnen. Wir werdendarauf hinwirken, […] dass […] jeder Bürger die Möglichkeit erhält, an der Reform von Staat und Gesellschaft mitzuwirken.“
Liebe Genossinnen und Genossen!
So sagte es Willy Brandt in seiner Regie-rungserklärung 1969
. Damals ging´s umden Staat und seine Institutionen – heutegeht es um uns! Diese Öffnung nach außenist die große Herausforderung für die SPD.
Ich kandidiere für den Vorsitz der SPDNiedersachsen,
weil ich daran mitwirkenwill, unsere Gestaltungskraft wieder herzu-stellen! Dazu müssen wir schnell handeln.Wir nutzen die nächsten Monate, uns neuaufzustellen. Dafür brauchen wir eine neueinnerparteiliche Kultur, wir brauchen eineErneuerungskultur in unserer Partei.Wir müssen uns nach außen öffnen. Men-schen, die sich für die SPD interessieren,die sich zu ihr bekennen und die sich anunserer Politik beteiligen wollen, sollen sicheinbringen können. Für sie müssen wir Mög-lichkeiten der Beteiligung schaffen. Wir müssen diejenigen aufspüren, die bereitsind mit uns gemeinsam an diesem neuen(sozialdemokratischen) Kurs der Öffnung indie Gesellschaft zu arbeiten.Nach der Bundestagswahl haben wir bereitseinige erfolgreiche Beispiele ausprobiert.
Unsere Foren spielen eine wichtige Rolle.Das Entscheidende an den künftigen Forender SPD in Niedersachsen ist, dass sie offensind für externe Fachleute und Nichtmitglie-der, dass wir mit ihnen zusammen unsereProgrammatik weiter entwickeln. Der Unter-schied muss sein, dass sie sich nicht nur unser Programm anhören müssen, sondernwir offen sind von ihnen Neues zu lernenund wir unsere Programmatik gemeinsamweiterentwickeln.Wir müssen ihnen zuhören, uns auch malden Spiegel vorhalten lassen, wir müssenbereit sein zu lernen.Ich weiß, dass viele Menschen in diesemLande sich mit ihren Ideen und Fähigkeitennicht mehr mitgenommen fühlen. Das giltsowohl für den Bereich Arbeit und Wirtschaftals auch für Bildung, Wissenschaft und Kul-tur.Wenn wir diesen Weg konsequent weiter-denken und so handeln - werden wir, da binich mir ganz sicher, auch einen Politik- undMentalitätswechsel in Niedersachsen errei-chen. Hier sind wir aufgefordert, ein ganzneues Netzwerk für Reformpolitik zu schaf-fen. Hier führt demokratische Beteiligung zu
Mitwirkung an politischer Gestaltung.
Oder anders ausgedrückt: nicht fragen, wer warum was sagt, oder wer woher kommt,sondern alle offen beteiligen, gemeinsamstreiten und diskutieren, gemeinsam ent-scheiden und gemeinsam nach außen ver-treten. Wir müssen und können zeigen: poli-tisch gestalten kann Spaß machen und zu-sammen führen!
Das muss das neue so-zialdemokratische Lebensgefühl werden!
Liebe Genossinnen und Genossen!
Der Weg zu neuer politischer Handlungs-kraft der SPD
führt 2011 in den Kommu-nalwahlen über die Landkreise, Städte undGemeinden. Über diese Etappe kommt einWahlsieg 2013 in Reichweite. Schon heutemuss klar sein: wir müssen 2011 und 2013stärker als die CDU sein. Wir wollen stärksteKraft in Niedersachsen werden. Wir schaffendas, wenn wir die Menschen für unser nie-dersächsisches Reformprojekt begeistern.Das geht aber nur über neue Inhalte.Liebe Genossinnen und Genossen, wasaber machen die anderen?
Das „Wachstumsförderungsgesetz“ der schwarz-gelben Bundesregierung
zer-stört die letzten landespolitischen undkommunalen Handlungsspielräume. Dieschwarz-gelbe Landesregierung hat durchihre aktuellen Kabinettsbeschlüsse nocheinen obendrauf gesetzt. Wulff hat keineniedersächsischen Antworten auf die Aus-wirkungen der Wirtschafts- und Finanz-marktkrise!Anstatt die Trümmer der Krise beiseite zuräumen, anstatt für Investitionen zu kämpfenund Platz zu schaffen für zentrale Zukunfts-felder, kommen wieder nur die alten neolibe-ralen Antworten: …Sparen oder schließen!Damit zerstört er die letzten produktiven
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