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Rezension: Maria Rollinger "Milch besser nicht"

Rezension: Maria Rollinger "Milch besser nicht"

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Published by: Elisabeth Rieping (1950 - 2009) on Feb 21, 2010
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08/18/2011

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Buchkritik Maria Rollinger "Milch besser nicht" 
Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 12.11.2006 
Maria Rollinger, eine Juristin mit Erfahrung aus der Milchindustrie, hat das Buch "Milch besser nicht" geschrieben, in dem sie auf mehrereProbleme eingeht, die sich bei der Nutzung von Milchprodukten als Lebensmittel stellen.
Milch besser nicht von Maria Rollinger
Leider nimmt der Titel vorweg, was man sich durch die Lektüre erarbeiten würde und kann. Denn da Maria Rollinger Juristin und keine Naturwissenschaftlerin ist, ist ihr Buch auch für Menschen lesbar, die weder Chemiker noch Arzt sind.
Milch als entwicklungsgeschichtlich neues Lebensmittel
Kaum jemand vermutet, dass Milch ein Lebensmittel ist, an dessen Verwertung der Mensch nicht optimal angepasst ist.Dass das leider so sein könnte, ergibt sich aus der relativen Neuheit dieser Nahrungsquelle.Das Rind, ursprünglich vom Zug- und Arbeitstier zum Haustier gemacht, ist noch nicht lange als Milchspender "tätig".Und deshalb ist es möglich, dass neben Menschen, die alle nötigen Enzyme und Abwehrmaßnahmen gegen die in der Milch vorkommenden problematischen Stoffe wie Milchzucker und die daraus entstehende giftige Galaktose haben, auchMenschen ohne diese Enzymausstattung existieren.Sie könnten im Laufe ihres Lebens durch die oben genannten und andere Inhaltsstoffe wie
Hormone
,
Wachstumsfaktoren
und
Keime
erkranken.Während einige, bald nach der Infektion auftretende Milchkrankheiten wie die Darmtuberkulose und die Brucellose schnell erkannt und beseitigtwurden, sind die späten Milchschäden erst in Ansätzen bekannt. Maria Rolligener zählt einige von ihnen auf und beschreibt ihre Entstehung. Diedadurch entstehende Möglichkeit zuVorbeugung und Vermeidung könnte aufgegriffen werden. Aber leider ist unser Gesundheitssystem nur wenig auf Früherkennung und Behandlung ausgerichtet. Nichts hindert uns jedoch, selbst aktiv zu werden. Da späte Milchschäden per Definition nicht
 
sofort, sondern erst nach vielen Jahren und Jahrzehnten des Milchkonsums zum Ausbruch kommen, ist ihnen schwer auf die Spur zu kommen. Siespielten früher vielleicht auch nicht so eine große Rolle, weil nur wenige Menschen alt genug wurden, um darunter zu leiden.Vor allen Dingen aber waren Milchprodukte noch vor hundert Jahren ein sehr teures Lebensmittel, zu dem nur wenige Menschen Zugang hatten.Diese "reichen" Leute und ihre Kinder waren dann natürlich die ersten, die erkrankten. Bei den Reichen sind die Krankheiten Brust- undProstatakrebs lange bekannt. Durch die Ausweitung der Milchernährung auf alle Schichten der Bevölkerung erleben wir im Moment eineAusbreitung dieser und anderer Milchschäden, die man an ihrem Fehlen in Ländern erkennt, in denen bis vor kurzem keine Milchnutzung zur Ernährung üblich war.Maria Rollinger beschreibt einige der späten Milchschäden und sie schreibt die Geschichte der Milchprodukte von der seltenen Delikatesse zum preisgünstigen, aber gefährlichen Massenprodukt.Dabei geht sie auf wichtige Veränderungen in der Kuhhaltung ein:1. Die Veränderung der Kühe und Kuhmilch durch Zucht.2. Die Verwendung der Milch von schwangeren Kühen.3. Die Förderung der Milchproduktion durch hormonelle Stimulation.4. Leider nicht die Schäden, die Bauern nehmen, die das Letzte aus den Tieren herausquetschen müssen.Und sie weist auf die Spätfolgen hin, die sich in vielen Menschen, die Milchprodukte nutzen, entwickeln. Einige waren mir neu. Dass Brust-,Eierstock- und Prostatakrebs typische Milchschäden sind, die in Ländern ohne Milchernährung ausgesprochenen Seltenheitswert haben, ist lange bekannt, hat aber zu keinen Konsequenzen geführt. Ob der Verzicht auf Milchprodukte auch dann noch vorteilhaft ist, wenn man die Krankheitschon hat, ist dabei eine Frage, die kontrovers diskutiert wird. Denn auch dem Raucher nützt es nichts mehr, wenn er mit dem Rauchen aufhört.Aber es ist nicht unmöglich, denn die Milch, und es ist wirklich ein Verdienst von Rollinger darauf hinzuweisen, enthält sehr viele Hormone und, dasie heute zu einem großen Teil von schwangeren Kühen stammt, auch noch
Hormone, die das Brustwachstum anregen
, wie das in der Schwangerschaft der Fall ist.In Bezug auf Brustkrebs könnte das der Supergau sein, der auf jeden Fall nach Abklärung und Abhilfe schreit und vielleicht erklärt, warumJane A.Plantsoviel Erfolg mit ihrer milchfreien Diät gegen Brustkrebs hat.
 
---------------------------------------------------------------------Bis hierhin bin ich fertig und das Weitere folgt. Was unten vielleicht schon lesbar ist, sind die Milchzucker- und Galaktoseschäden.
Milchhormone und Wachstumsfaktoren wie der Insulinähnliche Wachstumsfaktor-1
Milchzucker
Milchzucker wird im Körper in Glukose und die für die Augenlinse giftige Galaktose gespalten.Wegen ihrer Giftigkeit wird die Galaktose sofort umgebaut, aber nicht alle Menschen haben genug Galaktose spaltende Enzyme.
Galaktose, die Linse trübendes Abbauprodukt des Milchzuckers
Galaktose wird auch Schleimzucker genannt. Bei Menschen, die einen Mangel an Galaktose abbauenden Enzymen haben, gerät die Galaktosedeshalb ins Blut. Es entwickelt sich eine Überschwemmung des Blutes mit Galktose, die Galaktosämie genannt wird.Die Galaktosämien können verschieden schwerwiegend sein und die betroffenen Menschen müssen oft eine ganz strikte galaktosearme Diäteinhalten.Über die Galaktosämien findet sich hier eine Übersicht:
Galaktosämien
http://www.neoscreening.de/DGNS/KB/GAL/KB_GAL.htmMan erkennt, dass es, je nach fehlendem Enzym und Ausprägung des Mangels, zu verschieden schweren Beeinträchtigungen kommt. Zu denSpätfolgen der schweren Galaktosämien gehören Trübungen der Augenlinse, Störungen des Nervensystems, der Feinmotorik, des Lernens und der Eierstöcke, die Unfruchtbarkeit mit sich führen können.Als Spätfolgen der Galaktosämien sind diese Folgen bekannt. Was ist aber, wenn Menschen nicht von Geburt an einen Mangel an Galaktoseabbauenden Enzymen haben, sondern diese Enzyme ähnlich der Milchzucker spaltenden Laktase, im Laufe des Lebens weniger werden?

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