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LIEBE GENOSSINNEN,LIEBE GENOSSEN,
alles neu macht der Mai. So auch unserLandesparteitag am 29. Mai, an dem ichnicht wieder für das Amt des Vorsitzen-den antrete. Formal geht die Wahl wieimmer über die Bühne. Die Delegiertenentscheiden, ob Monika Griefhahn, Olaf Lies, Stefan Preuße oder Stefan Schostokmeine Nachfolge antritt. Neu ist aber,dass die Delegierten vorher wissen, wendie Parteibasis favorisiert. In denMonaten bis zum Parteitag stellt sichdas Quartett auf zehn regionalenKonferenzen vor. Meine herzliche Bittean alle Mitglieder: Geht hin, informierteuch, hört zu oder fragt. Am Ende derKonferenzen könnt ihr eurem Favoriteneine Stimme geben. Daraus ergibt sicham Ende ein schlüssiges Meinungsbildüber die Stimmung in der Partei. EineDirektwahl des Vorsitzenden lässt dasParteiengesetz nicht zu. Der Landesvor-stand hat jedoch beschlossen, dafür inBerlin zu werben. Aber auch unsereRegionalkonferenzen können einSchritt sein, unsere Partei weiter zuöffnen und das Parteileben lebendigerzu machen. Es liegt auch an Euch.Deshalb: Geht hin, macht mit.Euer Garrelt DuinLandesvorsitzender
vorwärts
NIEDERSACHSEN
MÄRZ 2010 | WWW.SPD-NIEDERSACHSEN.DE
EDITORIAL
Griefahn, Olaf Lies, Stefan Preuße undStefan Schostok. Auf den Seiten IV und Vsind außerdem der aktuelle Stand derTermine und die Orte der Regionalkonfe-renzen abgedruckt. Da es hier noch zuAktualisierungen kommen kann, wirdauf das Internet-Angebot des Landesver-bandes verwiesen. Unter
www.spdnds.de
werden die Daten für die Regional-konferenzen laufend aktualisiert. Zudemsind dort ausführliche Informationenzur Kandidatin und den Kandidaten ein-gestellt.Auch der Niedersachsen-vorwärtswird in der April-Ausgabe die letztennotwendigen Informationen zu denNach intensiven Beratungen im Landes-vorstand und im Landesparteirat hat dieniedersächsische SPD ein Verfahren zurNeuwahl der oder des künftigen Landes-vorsitzenden erarbeitet. Sie hat sichdabei von den Prinzipien der Transpa-renz und Offenheit leiten lassen undstellt die umfassende Beteiligung unse-rer Genossinnen und Genossen in denMittelpunkt der Meinungsfindung.Bei vier Bewerbungen ist die umfas-sende Information der gesamten Parteiunerlässlich, bis es auf dem Landespar-teitag der niedersächsischen SPD am29. Mai in Stade zur Wahl kommt. ZurWahl stellen sich Monika Griefahn, Olaf Lies, Stefan Preuße und Stefan Schostok.Im Rahmen von zehn Regionalkonfe-renzen werden sich die Kandidatin unddie drei Kandidaten zwischen dem 1.März und dem 17. April dieses Jahres derPartei und der Öffentlichkeit vorstellen.Diese Konferenzen sollen zur Meinungs-bildung für den Landesparteitag beitra-gen. Eingeladen werden alle Parteimit-glieder. Dabei spielt es keine Rolle in wel-chem Bezirk, welcher Region oder wel-chem Unterbezirk sie sich an der Findungder oder des nächsten Vorsitzendenbeteiligen.Alle jeweils anwesenden Mitgliederunseres Landesverbandes können ihreStimme in geheimer und schriftlicherAbstimmung für einen der vier Vorschlä-ge abgeben. Jedes Mitglied kann nur auf einer Konferenz abstimmen. Das Ergeb-nis der Abstimmungen wird währendder jeweiligen Regionalkonferenz ausge-zählt und bekannt gegeben. Die Ergeb-nisse aller Veranstaltungen werdendann vom Landesvorstand für die Nomi-nierung der oder des Vorsitzendenberücksichtigt.Der Niedersachsen-vorwärts wirddiesen Meinungsbildungsprozessumfassend begleiten, in dieser Ausgabemit Kurzvorstellungen von Monika
TRANSPARENZ, OFFENHEITUND BETEILIGUNG
Niedersachsens SPD ruft alle Mitglieder auf, sich zwischen dem 1. März und dem 17. April im Rahmen vonzehn Regionalkonferenzen aktiv an der Wahl der oder des neuen Landesvorsitzenden zu beteiligen.
Von Lothar Pollähne
Fortsetzung auf Seite 2
 
Im Niedersachsen-vorwärts:»TiL – Themen im Landtag«(Mittelteil Seiten 1–4)
Vorwärts und aufwärts mitOffenheit und Beteiligung.
 Foto: lopo
 
IINIEDERSACHSEN
03/2010
vorwärts
Energetische Zukunft: MitSchwarz-Gelb nicht auf derSonnenseite
 Foto: lopo
Fortsetzung von Seite 1
oder des Landesvorsitzenden auf dasFundament einer aktiven Mitgliederpar-tei zu stellen, die ausgiebig und kontro-vers, vor allem aber zielgerichtet disku-tiert. Der Landesparteitag in Stade am 29.teirat daher die Forderung der Bundes-partei nach einem Rettungsschirm fürKommunen und fordertdie vollständige Kompensation fürdie durch das so genannte Wachs-tumsbeschleunigungsgesetz auf kommunaler Ebene entstandenenEinnahmeausfälleeine Erhöhung der Beteiligung desBundes an den Kosten der Unterkunftvon drei Prozentpunktenden Verzicht auf weitere Maßnah-men, die zu zusätzlichen Belastungenfür Kommunen führen würden und— den Erhalt der Gewerbesteuer alswichtigster originärer Einnahme-quelle der kommunalen Gebietskör-perschaften.Mit einer weiteren Resolution forderteder Landesparteirat die Umsetzung desAtomkonsenses ohne jeden Abstrichund eine Investitionsoffensive fürEnergieeffizienz und Erneuerbare Ener-gien. Trotz allen Röttgenschen Wortge-klingels hat Schwarz-Gelb den energie-politischen Rückwärtsgang eingelegtund ermöglicht der Atomlobby Milliar-Niedersachsens SPD setzt ihren Modernisierungskurs fort. Neue Arbeitsweisen unddie Öffnung der Partei nach außen sollen die Kooperation mit gesellschaftlichenBündnispartnern verstärken und das politische Profil schärfen. Daher hat der Lan-desvorstand auf seiner Jahresauftaktklausur am 29./30. Januar in Achim zwölf Foreneingesetzt. Diese sollen einen entscheidenden Beitrag zur langfristigen Profil- undPositionsentwicklung der SPD Niedersachsen leisten. Mitglieder und Nichtmitglie-der sind herzlich willkommen und zur Mitarbeit eingeladen. Interessierte meldensich bitte unter
spd-niedersachsen@spd.de
in der Landesgeschäftsstelle.
Forum Verantwortlichkeit
Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Neue Energien Olaf Lies, Dr. Matthias MierschGerechte Bildungspolitik Frauke HeiligenstadtHochschule, Wissenschaft und Forschung Dr. Gabriele AndrettaVerbraucherschutz und gesundes Leben Dr. Carola ReimannSportpolitik Karl-Heinz HausmannKultur und Medien Daniela BehrensSolidarische Gesellschaft Gesundheit und Pflege Uwe SchwarzArbeit, Mitbestimmung und Innovation Stefan SchostokNeue Gesellschaft Gabriele Lösekrug-MöllerSicherheit, Freiheit und Demokratie Grant Hendrik TonneDemokratie und Partizipation im Internet Lars Klingbeil
Mai 2010 wird der erste wichtige Schrittauf dem Weg zu einer erfolgreichenLandtagswahl und zur Beendigung derschwarz-gelben niedersächsischenMehltau-Politik sein.
 
dengewinne. Das Restrisiko bleibt vorallem an Niedersachsen hängen inForm alter Atom-Meiler, mit dem maro-den »Versuchs-Endlager« Asse und auf-grund der nach wie vor ungelöstenEndlager-Frage.Diese Politik bringt den Stromkonzer-nen Milliarden-Gewinne. Gleichzeitigblockiert Schwarz-Gelb Investitionen indie Erneuerbaren Energien, in Energieef-fizienztechnologie und Kraft-Wärme-Kopplung. Damit setzen sie hunderttau-sende Arbeitsplätze in Zukunftsbranchenaufs Spiel und benachteiligen kommuna-le Stadtwerke im Wettbewerb. Eine Inter-essengruppe macht Kasse, während dasGemeinwohl auf der Strecke bleibt. Mitdem Freibrief für die Atomwirtschaft undder angekündigten Kürzung der Solaren-ergieförderung verspielt Schwarz-Gelbden deutschen Vorsprung bei Umwelt-technolgien. Der Landesparteirat bekräf-tigte auf seiner Sitzung in Hannover diezentrale energiepolitische Position derSPD: Nur wer am Ausstieg aus der Atom-kraft festhält, kann glaubwürdig auf erneuerbare Energien umsteigen
 
eb
April-Konferenzen abdrucken. Der Lan-desvorsitzende Garrelt Duin lädt alleGenossinnen und Genossen herzlich einan den Regionalkonferenzen teilzuneh-men. Dabei geht es darum, die Arbeit derStädte, Gemeinden und Landkreise ste-hen vor dem finanziellen Kollaps, diekommunale Selbstverwaltung ist inGefahr. Angesichts der aktuellen Wirt-schaftskrise, den von der schwarz-gelbenBundesregierung beschlossenen Steuer-senkungen und weiter steigendenSozialausgaben droht den niedersächsi-schen Kommunen im laufenden Jahr einMinus von gut 900 Millionen Euro. Ein-sparungen sind in vielen Fällen kaumnoch möglich. Die Erhöhung von Gebüh-ren oder gar die Streichung von Angebo-ten der kommunalen Daseinsvorsorgekönnen die kommunalen Finanzproble-me nicht lösen und stehen überdies imWiderspruch zum sozialdemokratischenVerständnis von Kommunalpolitik.In einer Resolution forderte der Lan-desparteirat der niedersächsischen SPDam 13. Februar in Hannover von denschwarz-gelben Regierungen in Berlinund Hannover, endlich ihrer Verantwor-tung für das Gemeinwesen gerecht zuwerden. Ausdrücklich begrüßt der Par-
DEUTLICHE WORTEDES LANDESPARTEIRATS
Zukunftsweisende Beschlüsse zur Finanzausstattung der Kommunen und zur energetischen Zukunft desLandes gefasst.
MITARBEIT ERWÜNSCHT! – SPD SETZT FOREN EIN
»
Das Land brauchteinen Rettungs-schirm für dieKommunen.
«
Holger Ortel
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Eine Interessen-gruppe machtKasse, dasGemeinwohlbleibt auf der Strecke.
«
Holger Ortel
 
Forum Verantworticeit
Wirtscat, Nacatigeit un Neue Energien Oa Lies, Dr. Mattias Mierscerecte Biunsoiti Fraue HeiienstatHocscue, Wissenscat un Forscun Dr. Gariee AnrettaVerraucerscutz un esunes Leen Dr. Caroa Reimannortoiti Kar-Heinz HausmannKutur un Meien Daniea Berensoiarisce Gesescat Gesuneit un Pee Uwe ScwarzAreit, Mitestimmun un Innovation Stean ScostoNeue Gesescat Gariee Lseru-MerDemokratie und Partiziation im Internet Lars Klinbeilicereit, Freieit un Demoratie Grant Henri Tonne
 
NIEDERSACHSENIII
03/2010
vorwärts
Die Kinder sind die Gewinner, das ist dieEinschätzung vieler, die das höchstrich-terliche Urteil zu den Regelsätzen bewer-ten. Doch das Urteil allein holt noch keinKind aus der Armut oder garantiertChancengleichheit von Jungen undMädchen bei Bildung, Ausbildung undspäterer Berufs- und Lebenssituation.Entscheidend wird sein, wie Politik undVerwaltung das Urteil umsetzen. Wirhaben große Bedenken, dass die schwarz-gelbe Regierung den Richterspruch nichtin seiner großen Dimension zur Men-schenwürde und Sozialstaat umsetzt.Worum geht es? Schlicht darum, dassKinder, sofern ihre Eltern dafür nicht sor-gen können, das bekommen, was sie zumLeben und für ihre Entwicklung brau-chen. Der aktuellen Ableitung des Regel-satzes für Kinder mangelt es an Nach-vollziehbarkeit und Transparenz. MehrLebensnähe, das verlangen die Richter zuRecht, und wir seit Jahren.Wir wollen gemeinsam mit den Trä-gern der Grundsicherung und den Sozi-alverbänden eigenständige Regelsätzefür Kinder entwickeln, die alters- undentwicklungsspezifische Bedarfe korrektberücksichtigen. Sollten dazu weitereStudien oder Gutachten erforderlichsein, sind diese schnellstmöglich in Auf-trag zu geben. Grundsätzlich sollte beimMinisterium für Arbeit und Soziales eineKommission unter Beteiligung des»Deutschen Vereins für öffentliche undsalonfähig macht, sondern mit aktiverArbeitsmarktpolitik Menschen aus demGrundsicherungsbezug erlöst, durch guteInfrastruktur für Familien die Vereinbar-keit von Familie und Beruf ermöglicht undAlleinerziehende besser unterstützt. Dasist unser Weg!Kein Kind zurücklassen, das ist imSinn unserer Verfassungsrichter. Das istgesellschaftlicher Auftrag, das ist politi-sche Aufgabe der SPD. Mit den Verbesse-rungen der Leistungen für Kinder in denletzten Jahren haben wir im Wettlauf mit veränderten Verhältnissen einigeserreicht, aber noch viel zu tun. Wir stre-ben ein breites Bündnis zum Wohl allerKinder in Deutschland an. Es grenzt anLeichtsinn, ihr Wohl Schwarz-Gelb zuüberlassen, das beweisen die jüngstenÄußerungen des Vizekanzlers. Spalterund Neider, Arrogante und Überheblichewaren noch nie gute Sachwalter derInteressen unserer Kinder.
 
VERWALTUNGSGERICHTHANNOVER STOPPT SANDERSNARHALLA-MARSCH
Am Faschings-Dienstag war Schlussmit Hans-Heinrich Sanders umwelt-politischen Narhalla-Marsch. Das Ver-waltungsgericht Hannover bestätigtedie im Einklang mit europäischenRechtsnormen stehende Einrichtungder Umweltzone in der Landeshaupt-stadt und wertete UmweltministerSanders Handeln nach Aussage desHannöverschen Landtagsabgeordne-ten Stefan Schostok als »wahlloses undwillkürliches Eingreifen in die kom-munale Selbstverwaltung«. Moniertwurde vor allem die fehlende Beteili-gung der Öffentllichkeit. »MinisterSander«, so Schostoks Fazit, »beteuertständig, er sei nah bei den Menschen.Das Gericht hat nun zu Recht festge-stellt, dass es sich bei dieser Aussageum eine billige Plattitüde handelt. Dassallerdings, wie manche hoffen, nachdiesem Urteilsspruch wieder eine ver-nünftige und sachbezogene Umgangs-form Einzug in die Verwaltungsstubendes Landes hält, ist nicht zu erwarten.Minister Sander ist Garant für weitereumweltpolitische Amokläufe, solangeihm Ministerpräsident Wulff den Rük-ken frei hält.«
eb.
private Fürsorge«, WissenschaftlerInnenund Sozialverbänden eingesetzt werdendie die Regelsatzermittlung begleitet.Geld ist nicht alles, wenden die Kritikerein. Und sie haben Recht. Aber eine ange-messene finanzielle Grundsicherung istdie materielle Basis, Betreuungs- und Bil-dungsangebote für jedes Kind müssenhinzukommen. Das fängt beim Kitaplatzan, geht über das warme Mittagessen inder Schule und endet beim gebühren-freien Erststudium. Sozialdemokraten ist jedes Kind gleich viel Wert. Das unterschei-det uns von Schwarz-Gelb. Während sieKinderfreibeträge erhöhen und für ReicheSteuern senken wollen, kämpfen wir fürLöhne, die zum Leben reichen, Kinderbe-treuung, die Alleinerziehenden Berufstä-tigkeit ermöglicht und frühkindliche Bil-dung. Alles zusammen ist der Schlüssel fürgleiche Zukunfts- und Bildungschancenunserer Kinder.Damit unsere Kinder zu Gewinnernwerden, bedarf es einer Politik, die Kom-munen in die Lage versetzt, kinder- undfamilienfreundliche Leistungen anzubie-ten. Die derzeitige Politik dreht den Städ-ten und Gemeinden gerade den Geldhahnzu! Damit unsere Kinder zu Gewinnernwerden, bedarf es einer Politik der Bundes-länder, die bestmögliche Bildung für jedesKind organisiert. Wie das geht, zeigt Rhein-land-Pfalz! Damit unsere Kinder zu Gewin-nern werden, bedarf es einer Politik auf Bundesebene, die nicht den Niedriglohn
DEUTSCHLAND
VON KINDERREICHTUM KEINE REDE
Zum Regelsatz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts
Von Gabriele Lösekrug-Möller und Caren Marks
Gabriele Lösekrug-Möller istdirekt gewählte Bundestags-abgeordnete für den Wahl-kreis 47 – Hameln-Pyrmont,Holzminden, Uslar, Boden-felde und Mitglied imBundestagsausschuss fürArbeit und SozialesCaren Marks ist direktgewählte Bundestagsabge-ordnete für den Wahlkreis 43– Hannover-Land I undSprecherin der SPD-Bundes-tagsfraktion für Familie,Senioren, Frauen und JugendNicht erst seit der sozialpolitischen Westerwelle grenzt es an Leichtsinn, das Wohl der KinderSchwarz-Gelb zu überlassen.
 Foto: AWO
 
 
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Redaktion:
Lothar Pollähne,Sebastian Schumacher
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