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Sonderdruck Mayr Nusser

Sonderdruck Mayr Nusser

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Im Jahre 2010 jährt sich zum 100. Male der Geburtstag eines außerordentlich mutigen Südtirolers, dessen kompromisslose Haltung bis heute diskutiert wird: Josef Mayr-Nusser. Die Gemeinde Bozen hat eine öffentliche Einrichtung und eine Straße nach ihm benannt, unlängst hat der Gemeinderat Mayr-Nusser zum Ehrenbürger ernannt. Wer aber kennt Geschichte und Leben dieses Familienvaters, der seine Überzeugung mit so viel Zivilcourage vertreten hat?
Im Jahre 2010 jährt sich zum 100. Male der Geburtstag eines außerordentlich mutigen Südtirolers, dessen kompromisslose Haltung bis heute diskutiert wird: Josef Mayr-Nusser. Die Gemeinde Bozen hat eine öffentliche Einrichtung und eine Straße nach ihm benannt, unlängst hat der Gemeinderat Mayr-Nusser zum Ehrenbürger ernannt. Wer aber kennt Geschichte und Leben dieses Familienvaters, der seine Überzeugung mit so viel Zivilcourage vertreten hat?

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02/24/2010

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1
Tiroler 
– Sonderdruck 57/2010
Im Jahre 2010 jährt sich zum 100. Male der Geburtstag einesaußerordentlich mutigen Südtirolers, dessen kompromißloseHandlungsweise bis heute diskutiert wird.Der am 27. Dezember 1910 auf dem Nusserhof, einem altenWeinbauernhof im Bozner Boden geborene Josef Mayr wuchsin einer Familie auf, deren Tiroler Selbstverständnis Religio-sität, Nächstenliebe und Volkstum in einer selbstverständli-chen Weise als Einheit umschloß. Auch die Familie Mayr auf dem Nusserhof litt unter dem fa-schistischen Joch. Wertvollste Kulturgründe rund um den Hof waren im Zuge faschistischer Baumaßnahmen zu lediglich derHälfte des Schätzpreises enteignet worden.
(Siehe: Josef Innerhofer:„Er blieb sich selber treu“, Athesia Bozen, 2005, S. 24 f)
Josef Ferrari – Priester, Vorbild und Freund
Mit 24 Jahren wurde Josef Mayr erster „Bundesführer“ derKatholischen Jugend des deutschen Anteils der Diözese Tri-ent, des „Jungmännerverbandes Bozen“. Der Leiter der Jugend-arbeit der „Katholischen Aktion“ war damals der ebenfalls ausBozen stammende katholische Priester und DiözesanassistentJosef Ferrari, mit welchem der „Nusser Peppi“, wie er von sei-nen Freunden genannt wurde, nun eng zusammen arbeitete.Ferrai war ein ehemaliger Mitschüler von Josef-Mayrs älte-rem Bruder Jakob. Er war nur 3 Jahre älter als Josef Mayrund auch mit diesem persönlich befreundet. Seit den frühen Bu-benjahren war er oft auf dem Nusserhof anzutreffen gewesen.Der Südtiroler Historiker Othmar Parteli schreibt in einemNachruf über Ferraris Jugendarbeit:
 „Er sah sie als Vorausset- zung dafür, der heranwachsenden Generation dieser Zeit, inder die Fundamente der heimischen Gesellschaftsstruktur mitdem Fernziel einer totalen Assimilierung von Land und Leutenim Ungeist faschistischer Verblendung torpediert wurden, ein Mindestmaß an Orientierung und Halt zu bieten.“ 
 
(Othmar Parteli:„Vor 50 Jahren starb Josef Ferrari“, in: „Dolomiten“, 16. April 2008)
Kampf gegen Totalitarismus und für Religion und Volkstum
Um zu verstehen, mit welcher Selbstverständlichkeit sich ka-tholische Priester und Laien damals gleichzeitig für die Be-wahrung religiöser Werte und für die Aufrechterhaltung derdeutschen oder der ladinischen Sprache und Kultur der Tiro-ler einsetzten, muß man sich vor Augen halten, daß für einenGroßteil der Bevölkerung Religion und Volkstum gemeinsamund untrennbar zur Tiroler Identität gehörten. Bei vielen Men-
Am 27. Dezember 2009 hat Bischof Golser im Bozner Dom mit einerEucharistiefeier das Josef Mayr-Nusser Gedenkjahr ausgerufen.
Gedenken an ein Südtiroler Schicksal:
Bekenntnis und Tod des Josef Mayr-Nusser
ErinnerungundMahnung
Dieses erinnert an einen außergewöhnlichen Mann undan eine schlimme Zeit, als Faschismus und National-sozialismus das Volk Südtirols einschließlich seinesKlerus in verfeindete Lager von „Bleibern“ und„Optanten“ zerrissen, dabei Freundes- und Familien-bande zerstört und die Landeskinder in schrecklicheKriege von Äthiopien bis Russland geschickt hatten.Das Schicksal Josef Mayrs berührt uns heute noch zu-tiefst. Sein Einsatz für Glaube, Heimat und Volk darf nicht vergessen werden. Sein tragisches Ende soll auchden heute Lebenden Mahnung sein, totalitären Ideolo-gien jederzeit die entschiedene Absage zu erteilen. Wirlegen nachstehende Dokumentation vor allem in dieHände der Jugend.
 Josef Mayr vom Nusserhof in Bozen. Josef Ferrari, Priester und Freund des jungen Josef Mayr.
schen in Südtirol ist diese Sichtweise auch heute noch gültig.Josef Ferrari, der priesterliche Jugendfreund Mayr-Nussers hatdieses Selbstverständnis auch auf dem Nusserhof angetroffen,in dessen Stube die Mayrs seit Generationen unter dem Kreuzim Herrgottswinkel gesessen waren und wo Freunde, Rat- undHilfesuchende stets willkommen waren. Es war ein Ort derNächstenliebe und der Gläubigkeit, wo man nach Ferraris ei-genen Worten zweifeln konnte, daß es die Erbsünde gab.
(Reinhold Iblacker: „Kein Eid auf diesen Führer“, Innsbruck-Wien-Mün-chen 1979, S. 47
)Josef Innerhofer, der Biograph Mayr-Nussers, berichtet, daßdie „Katholische Aktion“ (KA), in deren Rahmen sich Mayr-Nusser so tatkräftig betätigte, in den Augen der Faschisten
 „eine Quelle des deutschen Widerstandes gegen die Italieni-sierung“ 
geworden war.
(Josef Innerhofer: „Er blieb sich selber treu“, Athesia Bozen, 2005, S. 41)
Die Mitgliedsausweise der KA für Lehrer und Lehrerinnensowie KA-Veranstaltungen in Pfarrhöfen, Privathäusern undauf Berghütten und Almen waren oft ein Schutz für den durchKanonikus Gamper so tatkräftig geförderten deutschen„Katakombenunterricht“. Die KA verlegte und verbreitete auchdeutsche Schriften, Weihnachtsbücher und Religionsbücher.Es wurde 1934 in Bozen eine als Haushaltungskurs getarnte„Apostolatsschule“ und 1936 im Deutschordenskonvent vonLana sogar eine KA-Jugendführerschule mit eigenen Deutsch-kursen eingerichtet.
Dr. Günther AndergassenDr. Erhard HartungRoland LangSepp Mitterhofer
Südtiroler FreiheitskämpferSprecher der Kamerdschaft derObmann-StellvertreterObmannehemaligen FreiheitskämpferSüdtiroler HeimatbundSüdtiroler Heimatbund
(Aus „Dolomiten“)
 
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Tiroler 
 – Sonderdruck 57/2010
Das Bildungsdefizit der heranwachsenden Jugendführer, wel-che wie alle Jugendlichen die staatliche italienische Schulebesuchen mußten, wurde in bezug auf die deutsche Spracheund Kultur durch die „Katholische Aktion“ ausgeglichen. Esfanden im Untergrund Dekanatstagungen, Einkehrtage, Jung-führerschulungen, Werkwochen und Exerzitien statt.Diese wurden oft in freier Natur oder auf entlegenen Bauern-höfen abgehalten, um unliebsamen faschistischen Spähern ausdem Wege zu gehen. Gemeinschaftsmessen fanden vor allemin der von der Bozner Jugendgruppe renovierten alten roma-nischen Kirche von St. Johann im Dorf statt. Auf diesen Zu-sammenkünften, an denen Josef Mayr-Nusser mit großer Treueteilnahm, hielt Josef Ferrari oft zusammen mit anderen Prie-stern Unterricht.Breiter Raum wurde neben der Behandlung von Glaubensfra-gen auch der Pflege der Literatur, der Heimatkunde, des Volks-liedes und des Volkstanzes gegeben. Das deutsche Liedgutwurde in Singkreisen gepflegt und in Liederheften und Rund-briefen weiter gegeben.
(Siehe: Maria Villgrater: „Katakombenschule“, Athesia Bozen 1984, S. 295 ff)
Alle Gesangvereine außer dem Män-nergesangverein von Bozen waren ja mittlerweile von den Fa-schisten verboten worden.Josef Mayr-Nusser selbst hat als Verbandsobmann des Katho-lischen Jungmännerverbandes Bozen in einer Ansprache zumThema „Jugendführung“ betont, daß die Jugendarbeit in
 „kirch-licher und volklicher Gemeinschaft“ 
erfolge.
(Josef Innerhofer: „Erblieb sich selber treu“, Athesia Bozen, 2005, S. 44)
Der spätere Parlamentsabgeordnete der Südtiroler Volkspar-tei (SVP) Karl Mitterdorfer war als junger Bursch im Winter1936/37 von dem Priester Josef Ferrari zu einem der Jugend-abende der „Katholischen Aktion“ eingeladen worden.Mitterdorfer erinnert sich:
 „Ich tat es und dieser Abend gefielmir so, dass ich mich dieser Organisation voll anschloss ... Inder neuen Gemeinschaft wurde auch sehr kritisch über den Na-tionalsozialismus diskutiert ... Diese Katholische Jugend warnach den Ideen der deutschen Jugendbewegung aufgebaut,unserer Religion verbunden, im nationalen Bereich aber genauso eingestellt wie die andere Gruppe, so dass ich also unser natio-nales Anliegen nicht im Geringsten vermisste ... Diese Heim-abende waren etwas Wunderschönes, da wurden unsere deut-schen Lieder gesungen, wurden interessante Texte gelesen, Spieleveranstaltet und es wurde viel diskutiert.“ 
 
(Heinz Degle: „ErlebteGeschichte – Südtiroler Zeitzeugen erzählen ... 1918-1945“, Athesia Bozen2009, S. 34 f)
Tatsächlich war es in Südtirol die katholische Kirche, die
 „alsder einzige Hort der deutschen Kultur“ 
überlebte.
(Maria Villgrater:„Katakombenschule“, Athesia Bozen 1984, S. 294)
Der Konflikt mit der staatlichen Macht warunausweichlich
Die Jugendarbeit der „Katholischen Aktion“ war eine ständigeGratwanderung, da sich der Vatikan im Jahre 1929 in denLateranverträgen, welche die Souveränität des Vatikanstaatesgarantierten, sowie in dem Konkordat von 1929 gegenüber derfaschistischen Regierung hatte verpflichten müssen, daß die„Katholische Aktion“ wie alle anderen katholischen Jugend- vereine keine politische und schon gar keine antifaschistischeJugendarbeit leisten dürfe.
(Siehe: Alfons Gruber: „Südtirol unter demFaschismus“, 3. Auflage, Athesia Bozen 1978, S. 155 f; sowie: Maria Villgrater: „Katakombenschule“, Athesia Bozen 1984, S. 293)
Der Andrang der Jugend zu der „Katholischen Aktion“ wurde von den Faschisten mit zunehmendem Mißtrauen beobachtet.Der faschistische Abgeordnete Giarratana vermerkte bereitsam 20. März 1928 in der Zeitung „Provincia di Bolzano“ voll Ärger, daß die „Katholische Aktion“ in Südtirol
 „der Mittelpunktdes deutschen Widerstandes gegen die Italianisierung gewor-den sei und die Abschließung ganzer Volksteile gegen die italie-nische Infiltration bewirke.“ 
 
(Zitiert nach: Maria Villgrater: „Katakom-benschule“, Athesia Bozen 1984, S. 294)
Die Überwachung durch den Staat war scharf.Pepi Posch, ein Jugendführer der ersten Stunde und Mitstrei-ter Mayr-Nussers, schildert:
 „Es war damals ... ein Wagnis,irgendwo zu siebt oder zu acht oder zu zehnt zusammen zu kom-men ... die Kontrolle der Polizei, der Carabinieri unter dem
 Meraner Jugendliche der Katholischen Aktion vor der Zufritthütte am Ortler im Jahre 1931. Jugend der Katholischen Aktion im Jahre 1932 auf der Seiser Alm. Die Jugend traf sich auf Almen,um dem Zugriff der Faschistennicht ausge-liefert zu sein.
 
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Tiroler 
– Sonderdruck 57/2010
 Faschismus war damals so scharf, daß sich niemand getraute,sich irgendwo zu versammeln. Ja, es war gerade schon so, daßwenn sich drei oder vier Leute auf der Straße oder auf demObstmarkt in Bozen oder in Meran auf dem Sandplatz hin-stellten und miteinander eifrig diskutierten, dann waren diebereits staatsgefährlich. Und so mußte die Schulung, die wir planten, die Tagungen, die Werkwochen, die in der folgenden Zeit entstanden, sie mußten in die Täler hinaus verschobenwerden. Wir wanderten in die Täler, von dort hinauf in die Ber- ge und irgendwo auf einer Waldlichtung in der Nähe einer Ka- pelle wurden dann unsere Werkwochen-Schulungs-Tagungenabgehalten, mit Sport, Spiel, Gesang und Musik.“ 
 
(Zitiert bei:Josef Innerhofer: „Er blieb sich selber treu“, Athesia Bozen, 2005, S 46)
In der Praxis konnten weder Ferrari noch Josef Mayr-Nusserals katholische und als völkische Bekenner den politischen undideologischen Fragen aus dem Wege gehen. So nahm Mayr-Nusser in einem Rundbrief an die Pfarrgruppen der Katholi-schen Aktion bereits im Juni ein klare Stellung gegenüber den
 „verschiedenen Internationalismen“ 
wie
„Liberalismus, Bolsche-wismus, Kapitalismus, Hypernationalismus“ 
(Anm.: womit ernatürlich Faschismus und Nationalsozialismus meinte) ein undbezeichnete sie als
 „Mächte der Finsternis, die keine höherenWerte über sich anerkennen wollen.“ 
Man dürfe von diesenMächten dem Volke nicht das Heiligste entreißen lassen undmüsse vor allem auch den Verwüstungen auf dem Gebiet derReligion entgegentreten. In weiteren Schreiben wandte sichMayr auch ganz konkret gegen den Führerkult von Faschis-mus und Nationalsozialismus.
(Zitiert bei Reinhold Iblacker: „KeinEid auf diesen Führer“, Innsbruck-Wien-München 1979, S. 15ff)
Es sollte sich zeigen, daß der Konflikt mit der staatlichen Machtunausweichlich war.
Josef Ferrari: Die Muttersprache blieb ein mächtiger Wall!
In Hinblick auf den katholischen Widerstand gegen die ver-suchte Italianisierung der Südtiroler hat Josef Ferrari im Jah-re 1958, schon vom nahen Tode gezeichnet, niedergelegt, wor-um es damals gegangen war:
 „Was der italienische Staat mitder Italianisierung der Schule in Südtirol erreichen wollte, warklar. Das Volk sollte gewaltsam durch die Verdrängung der In-telligenz italianisiert werden. Ist es ihm auch gelungen? Südtirol hatte nicht allein seinen Lehrerstand verloren, son-dern auch die Lehrerfamilien. Durch fast zwei Jahrzehnte blieb jeder Lehrernachwuchs aus, ein Umstand, der den Wiederauf-bau der deutschen Schule besonders schwer machte.Ohne Zweifel hat der Faschismus in Südtirol sehr viel zerschla- gen. Er hat den deutschen Beamtenstand fast vollständig aus- gerottet. Er hat eine ganze junge Generation geistig entwurzelt. Aber an das Fundament des Volkstums der Südtiroler ist ernicht herangekommen. Südtirol stellt ein leuchtendes Beispieldafür dar, wie ein Volk durch die Bewahrung seiner Mutter-sprache seine geistige Eigenart erhalten konnte. Die Mutterspra-che blieb für das Südtiroler Volkstum ein mächtiger Wall, derallen Zugriffen der Gewaltpolitik widerstand.Was allerdings für die junge Generation verhängnisvoll wurde,war die Ausmerzung der Geschichtskenntnis über das eigene Volk. Neben den religiösen Bildungskräften ist die Geschichte für die Formung des jungen Menschen einer der bedeutendsten Bil-dungsfaktoren. Die Jugend Südtirols ist wohl aus dem öster-reichischen Kulturraum herausgerissen wor-den, sie ist aber nicht in den italienischen Kul-turkreis hineingewachsen. Kultur kann alleinnach den Gesetzen des Geistes wachsen; nie-mals kann sie ein Exportartikel auf dem Mark-te politischer Spekulation werden.“ Was die italienische Schule den deutschen Kindern in dem Ge-schichtsunterricht, der ganz dem Zwecke des Staates dienstbar gemacht worden war, zu bieten hatte, erweckte die Kräfte desWiderstandes im jungen Menschen. Sie wurden zum treiben-den Moment in einer geheimen Bewegung, die sich dem Zugriff der faschistischen Staatspolizei zu entziehen wußte.“ 
 
(Josef Ferrari:„Das Schulwesen in Südtirol“, in: Wolfgang Pfaundler Hrsg.): „Südtirol - Versprechen und Wirklichkeit“, Wien 1960, S. 222 f)
Option 1939 – Die Südtiroler in einem schrecklichenGewissenskampf
Die „Katholische Aktion“ arbeitete ebenso wie KanonikusGamper eng mit den nationalen Jugendgruppen des „Völki-schen Kampfringes Südtirol“ (VKS) zusammen.Walther Amonn, einer der prominentesten „Dableiber“ berich-tete:
 „Die Ausrichtung
(des Völkischen Kampfringes Südtirol)
war katholisch. Damit entstand für die Faschisten eine Kon-kurrenz, die sie nicht litten.“ 
(Walther Amonn: „Die Optionszeit er-lebt“, Athesia Bozen 1982, S. 25)
Diese Zusammenarbeit dauerte bis zum Jahre 1939, als dieüber Nacht getroffene Entscheidung der VKS-Führung, sich
 Der Faschismus griff nach den deutschen Kindern, die in die Uniform der faschi-stischen Jugendorganisation „Balilla“  gesteckt wurden. Auch der Vater des Südtiroler Heimatbundobmannstellvertreter Roland Lang mußte diese verhaßte Uniform gegen seinen Willen tragen. Die Schule in Laas trug wie viele andere Südtiroler Schulen die Aufschrift, wonach man an den Faschismus glauben, ihm gehor-chen und für ihn kämpfen solle. Das war es, was die Kinder lernensollten. Ihr Volkstum, die deutsche Sprache und die angestammte Kultur ihres Elternhauses sollten die Kinder ablegen.

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