Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
Download
Standard view
Full view
of .
Save to My Library
Look up keyword
Like this
1Activity
0 of .
Results for:
No results containing your search query
P. 1
Werner Gitt Nur Die Klugen Kommen in Den Himmel Bibel Gott Jesus

Werner Gitt Nur Die Klugen Kommen in Den Himmel Bibel Gott Jesus

Ratings: (0)|Views: 28 |Likes:
Published by abgrausi

More info:

Published by: abgrausi on Feb 26, 2010
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

02/26/2010

pdf

text

original

 
1
Nur die Klugen kommen ins Himmelreich
Von
Werner Gitt 
1 Einleitung
Es gibt Bibeltexte, die in Predigten, Bibelstunden und Wortbetrachtungen immer wieder verwendet werden und solche, die in der Verkündigung von merkwürdiger Rarität sind. Zu den letzteren gehört ohne Zweifel der Text über den so genannten„ungerechten Haushalter“ nach Lukas 16,1-8:
1. Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter;der ward vor ihm beschuldigt, er vergeude ihm seine Güter.2. Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinemHaushalten! denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein.3. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir;graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln.4. Ich weiß wohl, was ich tun will, dass sie mich in ihre Häuser nehmen, wenn ich nun von demAmt gesetzt werde.5. Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und sprach zu dem ersten:Wie viel bist du meinem Herrn schuldig?6. Er sprach: Hundert Tonnen Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldbrief, setze dichund schreib flugs fünfzig.7. Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: HundertScheffel Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig.8. Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, dass er klüglich gehandelt hatte; denn dieKinder dieser Welt sind klüger als die Kinder des Lichtes.
Liest man diese Verse gründlich und sucht dazu sensationelle Überschriften im Zei-tungsstil, so könnte man formulieren:
Leitender Angestellter prellt seinen Arbeitgeber,
Urkundenfälscher mit durchdachtem System,
Schuldner und Prokurist machen gemeinsame Sache,
Geschäftsführer kürzt eigenmächtig Sollbetrag,
Gaunerei bei Pachtverträgen,
Jesus rühmt einen Fälscher.Aber auch völlig entgegengesetzte Schlagzeilen wären denkbar:
Der kluge Verwalter,
Ein Pfiffikus von Format,
Unternehmensleiter mit Weitblick,
Der kluge Mann sorgt vor,
Jesus blickt tiefer.Eine gründliche Textbetrachtung soll uns zum besseren Verständnis desGleichnisses verhelfen. In der „Wuppertaler Studienbibel“ finden wir folgendenentmutigenden Kommentar:
 
2
„Das Gleichnis vom ungerechten Haushalter ist zu allen Zeiten für die Ausleger eine der schwierigsten Stellen des Evangeliums gewesen. Die Feinde desEvangeliums haben sogar dieses Gleichnis als Angriffswaffe benutzt, umdarzustellen, wie unmoralisch Jesus hier seine Zuhörer belehrt.“So hat jemand gesagt, dieses sei das grauenvollste der Gleichnisse. KritischeAusleger haben dem Herrn Jesus vorgeworfen, er verwende hier den jesuitischenGrundsatz „der Zweck heiligt die Mittel“.Das Gleichnis enthält in der Tat einige Probleme, die wir kurz skizzieren wollen:
Problem 1: 
Der Haushalter lässt die Schuldscheine auf einen geringeren Betrag än-dern, d.h. er schädigt seinen Chef empfindlich. Jesus lobt dennoch sein Verhalten.Wie passt das mit der Gerechtigkeit Jesu zusammen?
Problem 2: 
In Vers 8 heißt es: „Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, dasser klüglich gehandelt hatte.“ Es steht hier 
nicht 
„der Herr 
Jesus
“, so dass es für unsere Überlegungen noch offen ist,
we
hier lobt. Es kann auch der reiche Manngemeint sein. In der NT-Übersetzung von
 Albrecht 
wird die Entscheidung zugunstendes reichen Mannes bereits unterstellt, wenn er formuliert:„Und
der Herr 
lobte
seinen
betrügerischen
Verwalter,
weil er klug gehandelthatte.“Der Bibelübersetzer 
Hans Bruns
überträgt in entsprechender Weise:
„Der Herr 
lobte den Verwalter 
trotz seines Betruges.“
Bibelleser, die die Übertragungen von
 Albrecht 
oder 
Bruns
lesen, werden bereits auf eine Meinung fixiert, die aus dem griechischen Grundtext keineswegs folgt. Hieranwird schon die Problematik vieler nicht grundtextnaher Bibelübersetzungen deutlich.In nicht bibeltreuen Übersetzungen finden wir häufig die eigene Meinung der Übersetzer wieder, und der Leser gelangt nicht an die tiefere biblische Bedeutungdes Textes.
2 Der Schlüssel zum Text
Wie gelangen wir nun an die Bedeutung dieses sicherlich schwierigen Textes heran?Nun, der eigentliche Schlüssel ist der Herr Jesus selbst. In Matthäus 13,10-12 sagtuns der Herr Grundlegendes zu den Gleichnissen:„Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleich-nissen? Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, dass ihr die
Geheimnissedes Himmelreiches
versteht, diesen aber ist's nicht gegeben. Denn wer da hat,dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auchgenommen, was er hat.“Hier erfahren wir zwei Grundzüge der Gleichnisse:
 
3
1. Die Gleichnisse reden durchweg vom Reich Gottes: 
Drei Fragen werden dabeibeantwortet:
Was ist das Wesen des Reiches Gottes, das bei Matthäus mit Himmelreichbezeichnet wird?
Wie komme ich in den Himmel?
Wer kommt in den Himmel?
2. Die Wirkung der Gleichnisrede
ist folgende:Die
einen 
werden es noch besser begreifen und darum im Sinne des Himmelreichesnoch konsequenter handeln können.Die
anderen 
verstehen immer weniger. Sie werden dem Reich Gottes gegenüber im-mer gleichgültiger und sagen schließlich: „Für den Himmel interessieren wir uns gar nicht, denn damit befassen sich nur einige überspannte Leute. Die eigentlichen Prob-leme der Kirche sind doch Friedenspolitik und Abrüstung, Umweltverschmutzung,Emanzipation der Frau, dritte Welt u. a. Mit dem Himmel aber wissen wir nichts anzu-fangen.“Nach dem bisher Gesagten können wir schon folgendes festhalten:
Bei dem Gleichnis in Lukas 16 geht es um den Himmel, auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich ist.
Wie noch näher zu zeigen ist, informiert uns das Gleichnis über einen ganzbesonderen Aspekt des Himmels, nämlich:
Wer  
kommt dort hinein?Es ist klar, dass Jesus der einzige Weg zum Himmel ist, denn er sagte, dass ohneihn niemand zum Vater kommen könne. Aber Jesus sagte auch:
„Ringet danach!“
(Lukas 13,24).
Wie 
dieses Ringen geschieht, das sagen uns die Gleichnisse. Aneinigen Beispielen wollen wir uns einzelne Aspekte anschauen:
a) Gleichnis vom Schatz im Acker  
(Matthäus 13,44):
 
Das Reich Gottes ist verborgen.Es liegt nicht auf der Straße. Aber wenn ich darauf stoße – wenn es mir verkündigtwird, dann habe ich zuzugreifen. Aspekt: Heute, so ihr seine Stimme höret, ergreiftdas ewige Leben (Hebräer 4,7; 1. Timotheus 6,12).
b) Gleichnis vom Kaufmann und der Perle 
(Matthäus 13,45):
 
Das Reich Gottes istdas Kostbarste, was es gibt – symbolisiert durch die kostbare Perle. Man muss siesuchen. Aspekt: Das Himmelreich finden die Suchenden.
c) Gleichnis vom verlorenen Sohn 
(Lukas 15,11-32):
 
Das Reich Gottes ist das Vater-haus. Der Himmel ist, wo Gott der Vater ist. Der verlorene Sohn musste sich aufma-chen; er musste sich für den Heimweg entscheiden. Aspekt: Ins Himmelreichgelangen nur die Heimkehrer, die sich bewusst auf den Weg Gottes begeben.
d) Gleichnis von den anvertrauten Pfunden 
(Lukas 19,11-27):
 
Das Wesen des Rei-ches Gottes ist Herrschaft. Dort sind wir zum Königtum berufen. Aspekt: Den Himmelerreicht nur, wer mit anvertrauten Pfunden gewuchert hat.Wir haben nun im Folgenden zu erarbeiten, welchen Aspekt des Himmelreiches wir in dem Gleichnis von dem ungerechten Haushalter vorfinden. Dass es sich bei

You're Reading a Free Preview

Download
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->