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computer machen leutevol. 2010.03info1/31
Reprint 
1998
Desktop-Computer sind die Saurier der digitalen Epoche. Ein Paradig-menwech-sel steht an – von klobigen Büromaschinen zu unauffälligenBegleitern, vom PC zur Cyborg-Technik. Wearables, wie Waffen amKörper zu tragen, mixen in der Arbeitswelt bereits Wirklichkeit undDatenraum. Die nächste Stufe: Softwear, Kleidungs-Computer.
Von Gundolf S. Freyermuth
Computer machen Leute
 
freyermuth
.com
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 J 
ede genügend entwickelte Technologielässt sich von Magie nicht mehr unter-scheiden”, lautet Arthur C. Clarkes drittesGesetz, niedergelegt in seinem Buch überdie Grenzen des Möglichen. Bedenkt man,diesen Satz im Hinterkopf, einen Augen-blick die Verrenkungen, Unbequemlichkei-ten und Anpassungsleistungen, zu denenuns Computer täglich zwingen, so wird zurGewissheit, was die meisten wohl ohnehinahnen: Wir leben in der Steinzeit der di-gitalen Epoche, kurz vor der Entdeckungdes Feuers.Heutige PCs verhalten sich zu Clarkes„genügend entwickelter Technologie“ wiedie Fensterchen eines Weihnachtskalen-ders zu den Fenstern graphischer Benut-
 
freyermuth
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zeroberächen. Oder wie mittelalterliche Mysterienspiele zu Myst. Den Namen
PersonalComputer 
jedenfalls verdienen sie nicht, denn kaum etwas an ihnen ist persönlich. Umunsere Bedürfnisse und Interessen scheren sie sich keinen Deut – was sich schon daranzeigt, dass sie uns just da allein lassen, wo wir sie am nötigsten bräuchten: im Alltag,unterwegs, vor Ort.Stattdessen thronen die meisten Computer auf Schreibtischen und verlangen, dass wiruns anbetungsvoll vor ihnen positionieren und jene speziellen Gebete erlernen, die zuerhören sie gerade mal imstande sind. Und selbst im besten Falle, in ihrer Inkarnationals Laptop, bleiben PCs eher backsteinschwere Schlepptops – nicht
Personal
, sondern
Portable Computers,
so sehr Teil unserer Person wie volle Einkaufstüten. Und genausoangenehm und elegant zu tragen.
ie befreit wirkte dagegen der erste Cyborg, dem ich vor Jahresfrist begegnete! Erwar eine Sie, eine T-Shirt-Turnschuh-Schönheit Mitte Zwanzig mit langen, blonden Haa-ren, einem Pentium-Prozessor, Funkmodem, Handscanner und Thermo-Drucker. Auf demKopf trug sie eine Baseballkappe verkehrt herum, und um ihre Lippen schwebte ein Mi-

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