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DGEIM
402/10
DGEIM
Deutsche Gesellschaft für Ener getische und Infor mationsmedizin (
ener gy me di ci ne 
) e.V.www.dgeim.de
Priv. Doz. Dr. med. habil. Hendrik Treugut
Ausbildungsmöglichkeiten in
energy medicine 
im Rahmen universitärer Masterstudiengängein Graz / Schloss Seggau und Berlin
Energy medicine 
(Energetische und Informationsmedizin) ist die Bezeichnung für ei-nen Teilbereich der Komplementärmedizin, der seit einigen Jahren in den USA als ei-genständig definiert wird (s. u.). Hinter diesem Begriff steht eine Medizin (besser:Heilansatz), die sowohl in Fachkreisen als auch in Patientenkreisen mittlerweile gutbekannt ist und bereits einen kaum noch übersehbaren und ständig wachsenden Marktan Diagnose- und Therapieverfahren, Geräten, Ausbildungsangeboten, Kongressenetc. ins Leben gerufen hat, dazu eine umfangreiche Fachliteratur. Im deutschspra-chigen Raum ist die zunehmende Bekanntheit und Akzeptanz im Wesentlichen eineFolge der Aktivitäten der seit zehn Jahren bestehenden einzigen deutschen Fachge-sellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin e.V.(
energy medicine 
) DGEIM (s. u.).
Trotz der wachsenden Informationsfülle über
energy medicine
fehlte lange ein umfassendesund unabhängiges Ausbildungsangebot. Werhier Wissen erwerben wollte, stand vor großenProblemen: es existierte keine systematischeunabhängige Ausbildung. Stattdessen gab esdiverse kleine und fragmentarische Lehrgängein einzelnen Verfahren, die von Herstellern oderAnbietern energiemedizinischer Geräte oderVerfahren angeboten wurden, konzipiert oft inHinblick auf deren kommerzielle Interessen.Diese Situation änderte sich im Herbst 2008durch die Kooperation der
DGEIM
mit dem
Interuniversitären Kolleg für Gesundheitund Entwicklung
in Graz / Schloss Seggau,als der Masterstudiengang für
Komplemen-täre Gesundheitswissenschaften
des Kol-legs um das Angebot
energy medicine 
er-weitert wurde. Dazu einige Erläuterungen:Seit 2002 existiert im Rahmen des Pro-gramms „Leonardo da Vinci“ eine von der Eu-ropäischen Kommission geförderte transna-tionale Initiative, die von 35 internationalen uni-versitären Einrichtungen unterstützt wird, dem
inter-uni.net for integrated health sci-ences
(www.inter-uni.net). Von dieser Initiati-ve wurde der Masterstudiengang
MSc Kom-plementäre Gesundheitswissenschaften
entwickelt, der unter der Leitung von Prof. Dr.Christian Endler in Graz mittlerweile über 350Studierenden erfolgreich gesundheitswissen-schaftliches Rüstzeug vermittelt hat, um dieangestammte therapeutische Kompetenz zuunterstützen. Es war nur eine Frage der Zeit,bis diese neue zukunftsträchtige Lehrkon-struktion mit der ebenfalls neuen und weltweitim Wachsen begriffenen medizinischen Dis-ziplin
energy medicine
und der deutschenFachgesellschaft
DGEIM
in Kontakt kam. Esentstand eine Kooperation speziell für Perso-nen, die sich im rechtlichen und organisatori-schen Rahmen der
DGEIM
für
energy medi- cine
und im Rahmen des Kolleg für
Allgemei- ne Komplementäre Gesundheitswissenschaf- ten
interessierten. Diese Variante stellte damitdie erste unabhängige und übergreifende Aus-bildung in
energy medicine
dar, parallel zu ei-ner langjährig eingespielten Ausbildung in
Komplementären Gesundheitswissenschaf- ten.
Die von der
DGEIM
angebotenen ca.250 Stunden
energy medicine
sind mit demLehrangebot des Kolleg über kritisch-wissen-schaftliche Reflexion, psychosoziale Thera-piesupervision sowie Anleitung zu eigener For-schung verknüpft.Viermal im Jahr (insgesamt zehnmal) finden Wo-chenendseminare im malerischen Schloss Seg-gau bei Graz statt, wobei die Teilnehmer in derRegel an einem Tag von der
DGEIM
und an ei-nem Tag vom Kolleg betreut werden; der drit-te Tag dient der interdisziplinären Vernetzung.In den Wochen zwischen den Seminaren wer-den speziell verfasste Fernlehrmaterialien be-arbeitet und in virtuellen Treffen diskutiert.Die erste Generation der Teilnehmer dieser in-terdisziplinären Zusammenarbeit wird nun En-de 2010 ihre Ausbildung sowohl bei der
DGEIM
(Zertifikat) als auch beim Kolleg (Mas-ter of Science ) abschließen, die Einschreibungfür den Neustart im Herbst 2010 ist bereitsim Gange.
Zu dem dualen Studienpaketin Graz / Schloss Seggau kommtnun eine weitereAusbildungsmöglichkeit an der Europa-Universität Viadrinain Frankfurt (Oder).
Hier ist es die Kooperation des
Instituts fürtranskulturelle Gesundheitswissenschaf-ten (www.intrag-online.eu)
der Europa-Uni-versität Viadrina (Leitung: Prof. Dr. Dr. HaraldWalach) mit der
Internationalen Gesell-schaft für Biologische Medizin e.V.
inBaden-Baden (Leitung: Dr. med. Klaus Küs-termann), die gemeinsam seit dem Sommer-semester 2009 einen Masterstudiengang
Komplementäre Medizin – Kulturwissen-schaften – Heilkunde
durchführen. WeitereInformationen zum Studiengang auf der Web-seite
www.master-kmkh.eu.
Ebenfalls in Kooperation mit der deutschenFachgesellschaft
DGEIM
wird nun auch inBerlin ab Sommersemester 2010 zusätz-lich zu den bisher bestehenden Wahl-pflichtmodulen das neue Wahlpflichtmodul
energy medicine
von der Europa-Universi-tät Viadrina (Frankfurt / Oder) angeboten.Weitere Informationen, insbesondere ei-nen Abdruck des Curriculums mit Angabeder Themen und
„energy medicine“ 
-Auto-ren, findet man auf der Website der
DGEIM
unter
www.dgeim.de
Der folgende Überblick dient der ausführlichenInformation über beide Angebote. In tabella-rischer Form sind zusätzlich wichtige Faktenauf der Verbandsseite der
DGEIM
auf Seite81 in diesem Heft zusammengefasst.
 
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Was ist
energy medicine
(Energetische undInformationsmedizin)?
„Damit wird eine Medizin bezeichnet, derenWirkung auf der Nutzung von biologisch-steu-ernden elektromagnetischen Wellen, ver-schiedenartigen Feldern oder auf Informations-Entitäten zu diagnostischen und therapeuti-schen Zwecken beruht“ (Definition in der Sat-zung der
DGEIM
).Im Juni 2005 wurde vom US-amerikanischen
National Center for Complementary and Alternative Medicine (NCCAM)
energy me- dicine
zum fünften großen Bereich („majorarea“) innerhalb der Komplementärmedizinerklärt
(www.nccam.nih.gov)
.
Um was für eine ArtAusbildung handelt es sich?
Es handelt sich bei den Ausbildungsgängenan beiden Studienorten (Graz / Schloss Seg-gau sowie Berlin) um ein postgraduales be-rufsbegleitendes Fernstudium mit Präsenz-phasen und einer Dauer von 4 bzw. 5 Se-mestern.
Energy medicine
wird in Graz / Schloss Seg-gau als ergänzendes Modul, in Berlin als Wahl-pflichtmodul innerhalb des Gesamtstudiumsangeboten, der Umfang beträgt ca. 250 Stun-den (was etwa 8 ECTS-credits bzw. vom Auf-wand her dem Erwerb der Zusatzbezeichnung„Naturheilverfahren“ für Ärzte in Deutschlandentspricht).
Grundsätzlich haben beideAusbildungsorte volleKompatibilität vereinbart.
Das bedeutet eine gegenseitige Anerkennungdes Moduls
energy medicine
und ggf. dessenPlatzierung in relevanten Studiengängen ge-mäß dem Bologna-Abkommen.
BisherigeAusbildungsmöglichkeit
Seit Herbst 2008 existiert wie gesagt eine Ko-operation der
DGEIM
mit dem
Interuniver-sitären Kolleg für Gesundheit und Ent-wicklung
in Graz / Schloss Seggau, indemder Masterstudiengang für
Komplementä-re Gesundheitswissenschaften
des Kol-legs um das Angebot
energy medicine
er-weitert wurde. Es entstand eine Kooperationspeziell für Personen, die sich im rechtlichenund organisatorischen Rahmen der
DGEIM
für
energy medicine
und im Rahmen des Kollegfür
Allgemeine Komplementäre Gesundheits- wissenschaften
interessierten. Diese Varian-te stellte damit die erste unabhängige undübergreifende Ausbildung in
energy medicine
dar, parallel zu einer langjährig eingespieltenAusbildung in
Komplementären Gesundheits- wissenschaften
. Die Einschreibung für denNeustart mit Herbst 2010 ist bereits im Gan-ge und endet mit 30. Juni; Nachmeldungenwerden ggf. nur mehr zu veränderten Bedin-gungen möglich sein.Weitere Einzelheiten sind der Übersichtstabelleauf Seite 81 in diesem Heft sowie der
DGEIM
-Website www.dgeim.de zu entnehmen.
ErweiterteAusbildungsmöglichkeiten2010
Zusätzlich zum o. g. Masterstudiengang inGraz / Schloss Seggau beginnt ab dem Som-mersemester 2010 eine weitere Kooperationmit der
Europa-Universität Viadrina
inFrankfurt (Oder) und der
Internationalen Ge-sellschaft für Biologische Medizin e.V.
inBaden-Baden, die seit dem Sommersemester2009 einen gemeinsamen Masterstudiengang
Komplementäre Medizin – Kulturwissen-schaften – Heilkunde (Master of Arts)
durchführen. Zum Sommersemester 2010kommt die
DGEIM
als Partner dazu und ge-staltet in Berlin zusammen mit der Europa-Uni-versität Viadrina das neue Wahlpflichtmodul
energy medicine
“, das in Inhalt und Ausfüh-rung mit dem in Graz / Schloss Seggau an-gebotenen ergänzenden Modul identisch ist.Die Anmeldefrist für diesen Studiengang inDeutschland ist kürzer und endet am 15. März2010. Auch hier sind weitere Einzelheiten derÜbersichtstabelle auf Seite 81 in diesem Heftzu entnehmen.
Was bietet das Modul
energy medicine
,wie ist es strukturiert?
Der Lehrstoff in
energy medicine
wird in zweiunterschiedlichen Präsentationsformen an-geboten: zum einen in Form von Lernfeldernbzw. Lehrbriefen, die in zweiwöchigen Ab-ständen an die Studienteilnehmer per E-Mailbzw. über eine einfach zu handhabende Lern-plattform versandt werden, zum anderen alsganztägige Seminare bzw. Workshops, diewährend der Präsenzwochenenden von
DGEIM
-Dozenten gestaltet werden. Die Lehr-briefe bestehen aus Themenkapiteln, die voninsgesamt über 70 Autoren verfasst wurden.Bei den Autoren und den Dozenten der Prä-senzzeiten handelt es sich um eine Auswahlspeziell der Wissenschaftler, Ärzte, Thera-peuten oder Praktiker, die in
energy medici- ne
selbst, in angrenzenden Bereichen oderin relevanten Basiswissenschaften als aus-gewiesene Experten gelten und überwiegendaus dem Mitgliederbereich der
DGEIM
selbstkommen, teilweise auch aus kooperierendenund befreundeten Gesellschaften des In- undAuslandes. Die meisten von ihnen sind als Re-ferenten bei
DGEIM
-Kongressen oder durchihre Publikationen bekannt. Der Aufbau einessolchen Kompetenzpools durch die Einbe-ziehung so vieler Experten und der dadurchgegebene Zugriff auf ein gleichermaßen breitgestreutes wie fundiertes Wissen verleihender Ausbildung eine herausragende Qualität;eine WHO-Zertifizierung ist in Arbeit.Die Präsenztage zu
energy medicine
vertie-fen wichtige Themen und intensivieren dieKontakte der Studenten untereinander und zuden Dozenten, vermitteln jedoch v. a. pra-xisbezogene Fähigkeiten.Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse sowohlder technischen, medizinischen, naturwis-senschaftlichen, grenzwissenschaftlichen undgeisteswissenschaftlichen Grundlagen der
energy medicine
und teilweise darüber hi-nausgehend im Rahmen der allgemeinen Kom-plementärmedizin. Den größeren Teil nehmen jedoch Informationen über diagnostische undtherapeutische Grundlagen der
energy me- dicine
ein, die Vermittlung speziell energie-medizinischer Kenntnisse sowie ein ausführ-licher Überblick über energiemedizinischeVerfahren und Geräte. Optional finden nebendem Studium zusätzliche verfahrens- bzw.gerätebezogene Workshops statt.Die Ausbildung in Graz / Schloss Seggaunimmt auf die österreichischen Ausbildungs-vorbehaltsgesetze Rücksicht.Ausbildungsleiter und Programmverantwort-licher für
energy medicine
ist Priv. Doz. Dr.med. habil. Hendrik Treugut, Präsident der
DGEIM
.Am Interuniversitären Kolleg werden parallelregulationsbiologische Grundlagen, kritisch-wissenschaftliche Reflexion, psychosozialeTherapiesupervision, rechtliche Supervisionsowie Anleitung zu eigener Forschung zu
energy medicine
vermittelt. Im Rahmen ihrerDiplomarbeit (Thesis, Masterarbeit) befor-schen die Studierenden einen Bereich der
energy medicine
, insbesondere im Rahmenvon grundlagen- und praxisorientierten An-wendungsstudien, oder eine angrenzende,für helfende Berufe relevante Fragestellung.Auch an der Europa-Universität Viadrina inFrankfurt (Oder) kann im Masterstudiengang
Komplementäre Medizin – Kulturwis-senschaften – Heilkunde
die Masterarbeitzu Themen aus dem Bereich der
energy me- dicine
geschrieben werden. Näheres regeltdie Prüfungs- und Studienordnung, die auf derDownload-Seite des Studiengangs herunter-geladen werden kann (www.master-kmkh.eu).
Für wen ist dieAusbildung geeignet?
Geeignet ist die Ausbildung für alle, die im Rah-men ihrer beruflichen Tätigkeit im weitestenSinne
energy medicine
anwenden und dafürKenntnisse erwerben wollen. Dies betrifft so-mit nicht nur Ärzte, Zahnärzte oder Tierärz-te, sondern das gesamte Spektrum der hel-
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