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Was Ist Geistlich

Was Ist Geistlich

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Published by André Rademacher
Geistlich ist ein Mensch, wenn er den Heiligen Geist an sich gebracht hat und selbst zum Tempel des Heiligen Geistes geworden ist. "Ihr seid Gottes Tempel, und der Geist Gottes wohnt in euch" (1 Kor 3,16).
Wie man den Heiligen Geist erwerben kann, darüber sprechen das Evangelium und - besonders ausführlich - die heiligen Kirchenväter. Das müssen Sie wissen.
Welches sind die Kennzeichen des geistlichen Menschen, wie sie von den Kirchenvätern beschrieben werden?
Der geistliche Mensch unterscheidet sich grundsätzlich vom seelischen oder vom leiblichen, was hier fast gleichbedeutend ist. Jener ist der neue Mensch, dieser aber - der seelische - der alte. Was ist an jenem neu?
Alles: der Verstand, das Herz, der Wille, der ganze Zustand, sogar der Körper.
Der Verstand des neuen, des geistlichen Menschen vermag weit entfernte Begebenheiten wie auch Vergangenes und manches Zukünftige zu erfassen; er begreift das Wesen der Dinge, nicht nur deren Erscheinungen; er sieht die Seelen der Menschen, der Engel und der Dämonen, und vieles aus der geistlichen Welt, dem Jenseits, offenbart sich ihm. "Wir haben Christi Sinn", sagt der "geistliche" Apostel Paulus (1 Kor 2, 16). Das Herz des neuen Menschen ist fähig, jene Zustände zu "fühlen", von denen geschrieben steht, das Auge habe sie nicht gesehen, das Ohr nicht gehört und das Herz (das leibliche, das seelische, das "alte") nicht wahrgenommen.
Geistlich ist ein Mensch, wenn er den Heiligen Geist an sich gebracht hat und selbst zum Tempel des Heiligen Geistes geworden ist. "Ihr seid Gottes Tempel, und der Geist Gottes wohnt in euch" (1 Kor 3,16).
Wie man den Heiligen Geist erwerben kann, darüber sprechen das Evangelium und - besonders ausführlich - die heiligen Kirchenväter. Das müssen Sie wissen.
Welches sind die Kennzeichen des geistlichen Menschen, wie sie von den Kirchenvätern beschrieben werden?
Der geistliche Mensch unterscheidet sich grundsätzlich vom seelischen oder vom leiblichen, was hier fast gleichbedeutend ist. Jener ist der neue Mensch, dieser aber - der seelische - der alte. Was ist an jenem neu?
Alles: der Verstand, das Herz, der Wille, der ganze Zustand, sogar der Körper.
Der Verstand des neuen, des geistlichen Menschen vermag weit entfernte Begebenheiten wie auch Vergangenes und manches Zukünftige zu erfassen; er begreift das Wesen der Dinge, nicht nur deren Erscheinungen; er sieht die Seelen der Menschen, der Engel und der Dämonen, und vieles aus der geistlichen Welt, dem Jenseits, offenbart sich ihm. "Wir haben Christi Sinn", sagt der "geistliche" Apostel Paulus (1 Kor 2, 16). Das Herz des neuen Menschen ist fähig, jene Zustände zu "fühlen", von denen geschrieben steht, das Auge habe sie nicht gesehen, das Ohr nicht gehört und das Herz (das leibliche, das seelische, das "alte") nicht wahrgenommen.

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Published by: André Rademacher on Mar 04, 2010
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Geistlich ist ein Mensch, wenn er den Heiligen Geist an sichgebracht hat und selbst zum Tempel des Heiligen Geistesgeworden ist. "Ihr seid Gottes Tempel, und der Geist Gottes wohntin euch" (1 Kor 3,16).Wie man den Heiligen Geist erwerben kann, daru
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nftige zu erfassen; er begreift das Wesen der Dinge, nicht nurderen Erscheinungen; er sieht die Seelen der Menschen, der Engelund der Dämonen, und vieles aus der geistlichen Welt, demJenseits, offenbart sich ihm. "Wir haben Christi Sinn", sagt der"geistliche" Apostel Paulus (1 Kor 2, 16). Das Herz des neuenMenschen ist fähig, jene Zustände zu "fu
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hlen", von denengeschrieben steht, das Auge habe sie nicht gesehen, das Ohr nichtgehört und das Herz (das leibliche, das seelische, das "alte") nichtwahrgenommen.Ich habe geschrieben "fu
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hlen", doch das ist ungenau. Man kannsagen: erleben. Dieses Erleben ... und schon halte ich wieder inneim Schreiben; der Ausdruck hat eine subjektive Färbung, und ichspreche deshalb besser von Wahrnehmung. Diese Wahrnehmungdurch das Herz also ist so von Glu
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ckseligkeit und unsäglicherFreude bestimmt, daß sie die ganze Seele des Menschen erfasstund ihn mit größter Dankbarkeit zu Gott als Quelle diesesZustandes, mit Liebe zu ihm und mit dem Wunsch erfu
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llt, alleQualen und Leiden fu
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r ihn zu ertragen.Dies um ihm zu danken, ihm Gegenliebe zu erweisen und um dieserWohltaten nicht verlustig zu gehen.
 
"Wie soll ich dir, 0 Herr, fu
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r alles vergelten, was du mir getan?" Sorichtet sich auch der Wille des Neuen Menschen gänzlich auf dieLiebe und die Dankbarkeit zu Gott, auf den Wunsch, in allem nichtnach dem eigenen Willen, sondern nach dem Willen Gottes zuhandeln.Kurz, der Mensch, der den Heiligen Geist erworben hat, erneuertsich von Grund auf, und er wandelt sich in seinem Verstehen, inseinem Herzen und in seinem Wollen.Auch der Leib des geistlichen Menschen verändert sich und wirdteilweise dem Leib Adams vor dem Su
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ndenfall ähnlich und damit zu"geistlichen Erfahrungen" fähig (auf dem Wasser gehen, ohneNahrung auskommen, augenblickliches Überwinden großerEntfernungen usw.).Der Zustand der Geistlichkeit schenkt dem Menschen zudemErlebnisse und Wohltaten, die der Apostel Paulus in die Worte faßt:"Dieser Zeit Leiden sind der Herrlichkeit nicht wert, die an uns solloffenbart werden" (Röm 8, 18). Der hl. Seraphim hat dieÜbereinstimmung mit den alten Kirchenvätern daru
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ber sogesprochen: Wenn der Mensch um jenen Zustand derGlu
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ckseligkeit wu
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ßte, den es schon hier auf Erden und um so mehrim ku
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nftigen Leben gibt, wäre er bereit, tausend Jahre in einerGrube voll scheußlichen, an seinem Körper nagenden Getiersauszuharren, nur um jenen Zustand zu erreichen 23.Hier noch kurz etwas zum Begriff des geistlichen Menschen unddes Geistlichen u
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berhaupt. In den Sakramenten der Taufe und derFirmung 24 kleidet sich der Mensch in Christus (vgl. Ga13,27)23
Seraphim von Sarow, weltlicher Name Prochor Moschnin (17 60-18 33),fu
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hrte 55 Jahre lang ein strenges asketisches Leben als Mönch, teilweise invölligem Schweigen und in absoluter Klausur. Seit 1825 wirkte er als Starezfu
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r Tausende, die bei ihm Rat und Trost suchten. Die russische Kirche sprachihn 1903 heilig und sanktionierte damit die große Verehrung, die er beim Volkgenoß. Er gilt als einer der bedeutendsten Heiligen Rußlands der neueren Zeit.
24
Taufe und Firmung werden in der orthodoxen Kirche zusammen ge.spendet.
 
und in den Heiligen Geist, und es hängt vom freien Willen desMenschen ab, ob er sich ganz vom Sauerteig des Reiches Gottesdurchdringen lassen will (vgl. Mt 13,33), ob er selbst der Sauerteigdes Heiligen Geistes und ein neuer Mensch nach dem Vorbild JesuChristi werden oder all dies durch ein Leben nach dem Gesetz desAlten Menschen unterdru
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cken will.Der seelische, der "natu
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rliche" Mensch dagegen nimmt nicht an,was von Gottes Geist ist, da es "ihm eine Torheit ist" (1 Kor 2,14). Das sehen wir auf Schritt und Tritt, da ja weder wir selbstnoch die uns umgeben
 
dell Menschen geistlich sind und noch imZustande des Alten verharren. Im besten Fall erkennen wir dies,kämpfen und bemu
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hen uns um das Geistliche, tun jedoch nichtgenug dafu
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r. Wir sind auch fähig, geistliche Menschen zu schätzen,nicht aber, sie zu erkennen und zu begreifen, und halten sie ausfremder Meinung geistlich, und auch dies meist fälschlicherweise.Der leibliche Mensch schließlich ist noch tiefer als der seelischeeinzustufen. Der Begriff "alt" kann auf beide angewendet werden:Keiner von ihnen ist erneuert. Und doch ist der leibliche Menschgröber als der seelische, Materieller; er glaubt weniger oderu
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berhaupt nicht an Jesus Christus, vom Geistlichen aber hat ernicht die geringste Vorstellung (vgl. Gal 5,19-21).Ich weiß nicht, ob diese Erläuterungen Euch zufriedenstellen.Schreib mir, wie Ihr dies aufgenommen habt, Du und die anderen.Sag niemandem, woher Du diese Erklärung hast.Die weltlichen Menschen (d. h. die seelischen und die leiblichen)nennen jene "geistlich", die ein Priesteramt bekleiden, oder dieMönche oder sogar schon jeden, der ein bißchen im Psalter zulesen anfängt, zur Kirche geht und geistliche Bu
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cher liest.Aus dem Gesagten wird ersichtlich, wie falsch das ist. Desgleichennennt man viele Bu
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cher geistlich, sobald sie von geistlichen Dingenhandeln.Dabei gibt es fast keine geistlichen Bu
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cher. Geistlich sind nur dieHeilige Schrift und die Werke der heiligen Kirchenväter. An ihnenkann man durch Erfahrung ein bißchen verstehen lernen, wasgeistlich ist. Vergleiche die Schriften von Ignatij Brjantschaninowmit denjenigen irgendeines Theologieprofessors!

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